Spielt ihr zuerst die Hauptmissionen und dann die Nebenmission oder eher alles verteilt?
Ich erkunde erst alle Gebiete und spiele deren Nebenmissionen, bevor ich die Hauptstory vorantreibe. Mache ich mit jedem RPG-ähnlichen Spiel so. Liegt alleine schon daran, dass es genug Spiele gibt (Borderlands gehört aber nicht dazu), in denen gewisse Nebenmissionen nicht mehr verfügbar sind, sobald man einen gewissen Storypunkt überschreitet.
Außerdem hat das den Vorteil, dass man so erstmal ein Gefühl für eine Location entwickelt und interessante Orte findet. Grade, wenn man effektive Farmingrouten ausarbeiten will, ist Ortskenntnis durchaus von Vorteil. Und das ist meist nicht möglich, wenn man einfach dem linearen Storypfad folgt.
Außerdem passiert es so eher selten, dass man komplett unterlevelt in einem Gebiet ankommt. Das Problem scheint zwar in BL3 nicht zu ausgeprägt zu sein, aber generell ist es schon so, dass man in Borderlands immer wieder mal richtig eins auf die Mütze bekommt, wenn man zu viele Nebenmissionen überspringt und unterlevelt ist. Und selbst wenn man nicht auf die Mütze bekommt, hat man unterlevelt halt das Problem, das man Loot bekommt, den man noch nicht nutzen kann, weil die Levelanforderungen höher sind als der eigene Level.
Grade der erste Spieldurchgang ist für mich der Spieldurchgang, den ich einfach in meinem eigenen Tempo genießen möchte, und kein Wettbewerb, bei dem es darum geht, möglichst schnell im Endgame anzukommen. Wenn sich das so gestaltet wie in den bisherigen Borderlands-Spielen der Fall war, geht das wahre Endgame sowieso erst los, wenn DLCs und andere Post-Launch-Inhalte erscheinen. Grade in den ersten Wochen und Monaten wird es jede Menge Balancing-Patches und -Hotfixes erscheinen (die ersten Hotfixes sind schon erschienen), dass sich das Endgame sowieso andauernd verändern wird.
Von daher sollte man seinen ersten Spieldurch nicht irgendwie auf Effizienz optimieren, sondern einfach genau so spielen, wie es einem am meisten Spaß macht.
Am Anfang (als Borderlands Newbie) habe ich das jeweilige Gebiet so weit wie möglich komplett abgegrast. Da man aber im Verlauf der Story an manche Orte auch wieder zurückkommt, mache ich inzwischen nur was in etwa auf dem Weg der Story liegt.
Welcher Weg der klügere ist, werde ich wohl nach meinem ersten kompletten Durchgang feststellen
Welcher Weg der richtige Weg ist, hängt stark von der Ausrüstung ab. Wenn die Qualität nicht hoch genug ist, man also keine einzigartige, epische oder legendäre Ausrüstung hat, die Ausrüstung nicht zum eigenen Spielstil passt oder die Ausrüstung keine guten Synergien mit Deinen Skills erzielt, können Nebenmissioen enorm hilfreich sein.
Ansonsten kann man sie sich bis nach der Story aufsparen und sich die Missionsbelohnungen, die oftmals aus einzigartigen Gegenständen bestehen, auf Level 50 abholen. Aber das kann man grundsätzlich auch immer noch im wahren Kammerjäger-Modus" machen, wo man den Storymodus jederzeit zurücksetzen und Missionsbelohnungen nochmal farmen kann.
Denn in Borderlands ist es halt nicht in allererster Linie wichtig, dass ein episches, legendäre oder einzigartiges Item überhaupt droppt, sondern vor allem, dass es mit den richtigen Präfixes, Waffenteilen und Aufsätzen fällt.