Auch das ganze Gewese rund um den Gamepass hat "der XBOX" einen weiteren Sargnagel verpasst. Ich war Anfangs echt begeistert von dem Service, inzwischen ist es schon bald das personalisierte Böse für mich...
Schwer zu sagen.
Ich vermute, man hat dieses Model seinerzeit eingeführt und sich kurzfristig wieder attraktiv zu machen nach dem Kinect und One Debakel. Auch damals ging er Trend schon bei vielen Tech. oder Medien-Konzernen dahin, sich schrittweise vom Verkauf von Software wegzubewegen, hin zu Service Dienstleistungen auf Abo Basis.
Dazu kann man auch die Film- und Serien Streaming-Dienste wie Netflix zählen, die zu dieser Zeit stark gewachsen sind.
Die Idee dahinter war vermutlich die selbe. Erstmal aufgrund eines unschlagbaren Preises die Anwender zu sich ins Ökosystem holen, sie mit einem vielfältigen Angebot verwöhnen, um dann schrittweise Preise hoch und Leistungen runterzudrehen. Anders machten das Amazon, Uber und wie sie alle heißen auch nicht.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass dieses Geschäftsmodel in vielerlei Hinsicht vor Problemen steht.
Adobe z.B. ist im quasi freien Fall angekommen, oder besser gesagt deren Aktienkurs. Die haben den kompletten Wechsel vom Verkauf ihrer Software Photoshop etc. längst vollzogen, hin zu Abo Modellen, die immer teurer wurden. Ok, das ist untertrieben - Abode Lightroom wurde auf einen Schlag 50% teurer. Blöd ist halt, wenn die schwindende Kaufkraft auch dort zuschlägt, bzw. die Kundschaft eben doch nicht jeden Preissprung mitmacht, auch wenn die Leute diese Software seit 10 oder 20 Jahren nutzen.
Es gibt für jeden Menschen einen Punkt..pardon, Preis, den er nicht mehr mitmacht.
Letzte Generation wurden auch zunehmend immer mehr PS4 Pro Konsolen verkauft, weil die nur marginal teurer war als die Basis Variante. Aber wer, außer den ganz großen Enthusiasten kaufte sich zuletzt noch die PS5 Pro?
Und das betrifft dort einen quasi Monopolisten und Marktführer - keinen verzweifelten Herausforderer, der Microsoft seit Xbox One nun mal war.
Hinzu kommt vielleicht, das Microsoft einfach zu spät umgeschwenkt hat, während die Leute schon bei PC, Playstation und Nintendo ihre digitalen Backlogs aufgebaut haben. Wenn man sich den Durchschnitt ansieht, der vielleicht 4-7 Spiele für eine Konsole kauft, ist ja eh die Frage, wozu solche Menschen dann noch einen Gamepass brauchen.
Wobei ich nicht mal sicher bin, ob bei den 4-7 Spielen pro Konsole nicht auch Free to play dabei ist. Diese "Verrückten" wie wir, die jeden Monat Tonnen an Videospiele neu kaufen, sind doch eine Minderheit innerhalb einer Minderheit.
Der größte Zweck besteht bei PSN oder Gamepass wahrscheinlich noch im Online Service, um Mehrspieler zocken zu können, aber dafür reicht halt die Basic Variante - die wahrscheinlich auch mit Abstand meistgebuchte.
Letztlich bietet egal ob Gamepass oder irgendein anderer Aboservice eben nichts, was man zwingend zum Leben braucht. Und wenn das alles zu teuer wird, nutzen die Menschen das verständlicherweise auch nimmer - viele Spieler haben eh dreistelligen Backlog, oder irgendwann keine Zeit mehr für Gaming - wegen... Karriere, Frau oder Familie.
Oder was ich auch ganz gut finde, sind derzeitige Kommentare zu den Studio-Schließungen wie Bluepoint.
Wer wird künftig eigentlich eure ganzen Dienste und Produkte kaufen, wenn KI unsere Arbeitsplätze überflüssig macht?
An dem Punkt sind wir aber vermutlich längst, da die Teuerung durch den Aufkauf von Chips, Ram und auch die Zollpolitik, Preise weltweit soweit hochtreibt, dass dieses Hobby - welches schon immer bisschen Luxus war, bereits viele Menschen an ihre persönliche Schmerzgrenze treibt.
Ich glaube jedoch, dass Microsoft und seine Xbox da nicht die einzigen sein werden, welche die Auswirkungen zu spüren bekommen. Die fetten Jahre sind vorbei. Die Unternehmen kompensieren jetzt noch über Monetarisierung ihrer Ökosysteme - aber das wird möglicherweise nicht ewig funktionieren.