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Wo kauft ihr eure PC - Spiele?

Ryze

Pförtner des Altenheims
Sponsor
Hallo,
nachdem jetzt ja offiziell ist, dass man beim Marktführer Steam lediglich nur Lizenzen von Spielen kauft und diese nicht besitzt frage ich mich wo ihr eure Spiele kauft? Ich überlege ernsthaft (falls verfügbar) Spiele nur noch bei GOG zu erwerben, da kann ich mir sicher sein das es für die Ewigkeit ist.
 

knusperzwieback

Rat der Weisen
Steam - auch wenn ich nur das Nutzerrecht(?) erwerbe mache mir da keine Gedanken ob ich die Spiele in 100 Jahren noch spielen kann. Steam gibts schon ewig und drei tage und es ist keine Konkurrenz in Sicht.

GOG - für die Klassiker.

EPIC - gekauft hab ich da noch nichts, aber die 300-400 kostenlosen Spiele mitgenommen. Ob ich davon jemals eins spielen werde bzw. ob es EPIC dann noch geben wird in ein paar Jahren - falls die Geldquelle Fortnite irgendwann versiegen sollte - wird man sehen. ;)
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
Sponsor
Da hab ich relativ feste Regeln, die aber nicht in Stein gemeißelt sind: Hauptclient ist Steam (~800 Spiele), darauf folgt GOG mit fast 250 Spielen, von denen die meisten aber Retro-Games sind, die ich früher™ mal ganz gern gespielt hatte. Ansonsten finden sich auch Indies bei GOG, die "Plattform" ist mir fast so sympathisch wie Steam, was aber nichts mit dem DRM zu tun hat (s. unten). Daran an schließen dann die "Third-Party-Launcher", die ja eigentlich, genaugenommen first-party sind, also Connect, EA App (ehemals Origin) und, äh, das war's. Das Battlenet-Puffens, das ich wegen EINES (gratis zum Hardware-Kauf erhaltenen) Spiels installiert hatte, hat den letzten "Herbstputz" nicht überlebt. Und der EGS ... na ja, auf dem Client fühl ich mich komplett unwohl, das ist immer so wie auf einem Holzstuhl im dunklen Wald zu sitzen und zu daddeln, während ausm Gebüsch die Wölfe knurren. Gespielt hatte ich im EGS folglich auch nur ein, zwei Spiele, obwohl immer fleißig die "Freebies" mitgenommen.

Jau, aber das war wahrscheinlich gar nicht die Frage. Also: DRM ist mir prinzipiell ziemlich egal, was vielleicht eine unqualifizierte Meinung ist, da mir als einigermaßen versierter "Gamer" ja klar ist, wie's laufen KÖNNTE. Aber ich mag Steam einfach, was sicherlich auch viel mit Sozialisierung zu tun hat, weil's den Launcher halt schon, like, immer gibt (auch wenn's zu Beginn ziemlich gerumpelt hat zwischen Steam und mir) und weil die halt wissen, was die Kundschaft will - von Kopierschutz vielleicht mal abgesehen.

Die andere Variante - also die Installer bei GOG runterladen und irgendwo lokal speichern (was mehr oder weniger viel Speicherplatz erfordert) - ist erstens mit erheblich weniger Komfort verbunden, und zweitens, na ja, ist so eine Festplatte auch nicht für die Ewigkeit gemacht. Da müsste man, wenn man WIRKLICH sicher sein wollte, das Zeug in irgendeine Cloud laden, aber auch dort sind die Daten nicht für alle Zeiten sicher.

Das Thema hat halt auch gewisse Schnittmengen mit Fragen wie der berühmten "Game-Conservation" oder überhaupt, ob man jemand ist, der seine Games eben bewahren will, obwohl man sie sehr wahrscheinlich eh selten bis nie wieder spielen wird. Stichwort: Abschaltung dieses Ubisoft-Racers, was war das, The Crew? Oder Stichwort: Game Pass.
 

Khorny

Moderator
Team
Die Frage ist bei Steam eher, wie lange es Steam geben wird, wenn es Gabe Newel mal nicht mehr gibt. Allerdings scheint die Satzung von Valve schon sehr gut aufgestellt zu sein, und was Valve eben von anderen Plattform-Haltern unterscheidet ist ihre eigene Mentalität. Ich würde mir da aktuell nicht viel Gedanken zu machen. Fallstricke winken aber genug. Niemand weiß z.B. wie es künftig mit Windows Betriebssystemen weitergeht. Gerüchte sprechen schon von Windows 12 auf Abobasis. Spätestens dann wäre ich persönlich raus. Valve mit seinem SteamOS bzw. Proton ist dann eine mehr als denkbare Alternative, und genau dies hält mich immer noch davon ab, mehr als die wirklich guten Sales bei GOG mitzunehmen. Ohne irgendwann noch Windows zu nutzen, brauche ich auch keine Bibliothek bei von Windows abhängigen Spielen.

Im Microsoft Store umgekehrt kaufe ich so gut wie nichts. Der Store und der Client selbst sind eine Katastrophe. Play anywhere ist nett, aber im Zweifel spiele ich bei Microsoft fast ausschließlich auf der Xbox. Ausgenommen vielleicht Amnesia: The Bunker, weil einfach besser mit Maus + Tastatur spielbar wegen der immersiven Sim-Elemente.

Bleibt also aktuell nur Steam, und für gelegentlich kleinere Spiele sowas wie itch.io, wo man viele (kleine) Spiele auch kostenlos bekommt, oder selbst die Höhe der Spende für ein Spiel bestimmen kann. Diese Spiele sind natürlich komplett abgekoppelt von einem Netzwerk / Store wie Steam, GOG oder Epic.

Ich sehe nach wie vor aber bei Valve die besten Zukunftsaussichten, eben auch dank Proton. Es gibt aber selbst dort ein paar Fallstricke, da Proton eben am seidenen Faden von Microsofts Gutdünken hängt. Microsoft könnte problemlos Proton über DirectX zerschießen, wenn sie dies wollen. In dem Fall wäre Linux-Gaming über Nacht mausetot, und Microsoft hat oft genug bewiesen, dass sie Konkurrenz ausschalten wenn die ihnen zu viele MAUs kostet. Zumal jetzt aktuell der beste Zeitpunkt für so einen Angriff durch die Hintertür wäre, da trotz allem, Proton noch relativ wenig Verbreitung hat. Hier käme auch Valves größtes Problem dann zum Tragen, da selbst wenn die sich an die Wettbewerbshüter wenden, der Prozess viel zu lange dauern würde, und bis dahin wären SteamDeck, Proton usw. mausetot. Ich persönlich hoffe, Valve hat schon irgendeinen Backup-Plan in der Hinterhand.

Generell kaufe ich aber aus gutem Grund auch nur ungern Vollpreis oder sehr teure Spiele egal wo am PC. Dies fällt mir bei irgendwelchen Switch-Spielen leichter, die dann einen immer noch hohen Wiederverkaufswert besitzen, und wo ich eben echten Besitz habe. Aber es gibt halt auch keinen Grund mehr für mich die großen Konsolen vorzuziehen. Praktisch jede Xbox und Playstation seit der Slim, verlangen eine einmalige Aktivierung, und sind damit keine Konsolen, die ich für die Ewigkeit benutzen kann. Ich schätze dort wird es auch kein Zurück mehr geben, daher wäre ein Wechsel von PC auf Konsolen zurück für mich ausgeschlossen. Bei Nintendo muss man halt schauen, wie die Switch 2 genau funktioniert.

Anyway... In jedem Fall hat Valve seit 20 Jahren bewiesen, dass sie ein zuverlässiger Anbieter sind, und den Vertrauensvorschuss haben sie sich verdient, zumal Du halt anders wie bei Microsoft und Sony wirklich jedes Spiel aus jeder Generation auf deinen neuen Rechner oder Steam Deck starten kannst, ohne den Scheiß nochmal kaufen zu müssen, weil delistete Spiele nicht mehr auf der übernächsten Konsole laufen. Sympathiepunkt verloren haben sie allerdings mit dem ganzen Alterskennzeichnungen und Delisting-Gedöns bei mir. Nichts desto trotz, sehe ich aktuell keine bessere PC-Plattform für Videospiele. Mir wäre Steam auch ohne DRM und mit richtigem Besitz lieber, aber immerhin besitzt man die Spiele dort eben auf Lebenszeit, und danach ist es mir sowieso egal. :ugly:

Kaufen tue ich die Spiele aber nicht zwingend direkt bei Steam, sondern zunehmend über die Bundles von Humble, Fanatical oder bei Green Man Gaming. Unseriöse Keyseller wie Moga etc. werden nicht unterstützt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Ich weiß nicht ob Microsoft bei Windows hier wirklich komplett auf eine Abo-Basis geht. Das wird ggf. im Business-Bereich kommen (bzw. gibt es ja jetzt schon, siehe Office 365), Premium-Dienste oder als Alternative zur 'Dauerlizenz'. Wobei man hochgerechnet da natürlich auch sagen kann: Ob ich mir jetzt ein Betriebssystem kaufe, das ich nach 5 Jahren ersetzen muss weil der Support eingestellt wird, oder ob ich es zum gleichen Preis für 5 Jahre Abonniere und dann zur nächsten Version übergehe ist irgendwie auch gehüpft wie gesprungen, solange der Preis sich vergleichbar gestaltet.

Auch bei Smartphones und Hardware ist man zu mindest im Business-Bereich vielerorts mittlerweile gar nicht mehr interessiert diese zu kaufen, weil man sie nach 3 Jahren meist sowieso ersetze muss - da macht ein "Abo" bzw. Miete teilweise auch schon mehr Sinn. Das sehe ich ggf. auch im Privatbereich immer mehr kommen, gerade halt bei Leuten die jetzt nicht unbedingt so Technikaffin sind, dass sie ihre Rechner selbst zusammenbauen und Komponenten austauschen, sondern einfach nur eine taugliche Kiste wollen.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Es hat sich letztlich nichts geändert. Steam passt sich nur an die verändernde Gesetzgebung in Kalifornien an. Und sie sind damit die Ersten. Alle anderen müssen nachziehen, wenn sie weiterhin in Kalifornien Geschäfte machen wollen, egal ob sie nun Steam heißen oder Epic, Microsoft, Sony, EA, Take 2, Blizzard....

Letztlich hat man rein rechtlich schon immer nur eine Nutzungslizenz erworben. Selbst beim Kauf von Discs oder auf GOG.

Ich bin mir sicher, dass, wenn jemand das mit dem Entziehen von Lizenzen wirklich in voller Konsequenz durchziehen wollte, das sogar auf Betriebssystem-Ebene möglich wäre, bestimmte Codesignaturen nicht mehr ausführbar zu machen oder bei Konsolen bestimmte Discs als nicht mehr lesbar zu deklarieren.

Aber das ist eben einfach Bad Business, das das Vertrauen der Kunden nachhaltig schädigt, wie man aktuell an Ubisoft sehen kann. Das ist denen mächtig auf die Füße gefallen.

Ich sehe da aktuell etwas zu viel Drama, weil sowieso nichts für die Ewigkeiit ist. Hardware zum Abspielen der Software kann genauso kaputt gehen wie Speichermedien. Wenn beides passiert, ist vor allem auf Konsolen Ende Gelände.

Und auf dem PC sind durch den technischen Fortschritt schon so viele Spiele verloren gegangen, weil sie eben gar nicht oder nur schwer zum Laufen zu bekommen sind. Von DRM bis hin zu Hardware, die mittlerweile zu anders oder zu schnell ist.

Hier stehen noch so viele PC-Spielepackungen aus den 90ern und frühen 2000ern rum, von denen man bestenfalls die Handbücher zusammen mit Steam- und GOG-Versionen nutzen kann, weil die Discs wegen DRM und Co. praktisch nicht mehr nutzbar sind.

Und die waren zum Zeitpunkt als Steam und GOG entstanden sind nicht mal so alt wie Steam und GOG jetzt. Geschweige denn so alt wie die ältesten Spiele auf Steam und GOG.

Deshalb ist der PC immer noch die beste Plattform, wenn es um Game Preservation geht, auch wenn keine Lösung wirklich perfekt ist.

---

Zur eigentlichen Frage: Steam und GOG. Aus den bekannten und bereits hier genannten Gründen.

EA Play/Origin und Ubi Connect in Ausnahmen, wenn richtig günstig oder keine andere Option. Ich habe z.B. vor 2 Jahren bei Amazon noch einen Origin-Code für Shift 2 gefunden. Läuft halt nur über die EA-App, aber was soll's, da das Spiel schon lange delistet ist.
Die beiden Launcher sind nicht gut, aber immer noch erträglich.

Der Microsoft Store ist vermutlich der zickigste von allen, weshalb ich den gar nicht mehr nutze. Der macht mehr Probleme als er Nutzen hat.

Epic habe ich noch nie genutzt und habe es auch nicht vor. Ich finde deren Geschäftspraktiken einfach nicht gut. Die scheffeln Kohle ohne Ende, sind aber nicht bereit, ihren Store zu verbessern oder - noch schlimmer - die massiven Probleme der Unreal Engine auf dem PC zu beheben. Außerdem versuchen sie, ihre Epic Online Services in immer mehr Third-Party-Spiele reinzudrücken.
Und auch wenn man den Store und die Online-Services noch meiden kann, ist das bei der Unreal Engine nicht so, weshalb ich dieser Firma so wenig Geld und Daten wie möglich geben will.

Rockstar- und Blizzard-Spiele kaufe ich sowieso nicht mehr. Mein Blizzard-Account ist auch längst gelöscht. Von daher sind deren Stores für mich komplett irrelevant.

Im Grunde wäre GOG die ideale Lösung, aber am Ende ziehe ich Steam vor, weil die Controller-Integration aktuell unschlagbar ist, was für mich, der den PC beim Zocken vorwiegend wie eine Konsole am TV nutzt, einfach der wichtigste Faktor ist.

Und GOG hat schlicht und ergreifend das Problem, dass gewisse Genres, die mir wichtig sind (z.B. Rennspiele) dort überhaupt nicht stattfinden. Auch mit RPGs sieht es dort teilweise etwas düster aus. Zumindest in Sachen JRPGs.
 

Machine Head

Pförtner des Altenheims
Bei mir ist es bevorzugt GOG, wegen der DRM-Freiheit, wegen der europäischen Herkunft, wegen der Mühe, die sie in tolle alte Spiele stecken, wegen der freiwilligen gut funktionierenden Integration anderer Launcher, wegen der Wahlmöglichkeiten.

Steam ist auf Platz 2 wegen der Breite des Angebotes, des Workshops und der Guides.

Aber eben nur auf Platz 2, weil mit Steam die Launcherseuche begann und weil sie Titel delisten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
Ohne irgendwann noch Windows zu nutzen, brauche ich auch keine Bibliothek bei von Windows abhängigen Spielen.
Für die Spiele, die du dann hast, reicht aber auch ne geschlossene Windows 10 oder 11 Umgebung. Geschlossen dann, wenn es keine Sicherheitspatches mehr gibt, was für 11 noch ne Weile dauern dürfte. Dein Szenario ist also noch mindestens 10 Jahre weit weg. Und länger als das plane ich eh nicht, weil zu ungewiss. Für mich ist das aber auch kein so großes Problem, weil ich kaum Retro spiele und wenn dann solche Titel die es auf gefühlt allen Plattformen gibt. :ugly:

Ich nutze Steam und GOG. Mit verschiedenen Gründen mal hier und mal dort zu kaufen. CDPR Spiele grundsätzlich über GoG, damit sie die ganzen Einnahmen erhalten.

Ich kaufe nur im Store oder bei offiziellen Resellern. Keine Keyshops. Gab hier aber auch schon mal Ausnahmen. Ansonsten kein EGS, kein EA, kein Ubisoft oder andere Stores. Und auch keine Spiele, die bei Steam solche vorraussetzen.

Achja, den Gamepass nutze ich auch hin und wieder am PC. Viele Spiele werden von mir einmal durchgespielt und das wars, da eignen sich solche Abos ziemlich gut.
Der Beitrag wurde automatisch zusammengeführt.

weil mit Steam die Launcherseuche begann und weil sie Titel delisten
Der erste Punkt wäre diskutabel und führt hier wohl zu weit. Aber der zweite Punkt dürfte nicht an Steam liegen sondern Wunsch des Publishers sein. Wenn die wollen, dass ein Titel bei Steam verschwindet, müssen sie dem nachkommen. Das machen sie nicht einfach mal so, wäre meine Annahme.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Ahti

Rentenbezieher
Ich überlege ernsthaft (falls verfügbar) Spiele nur noch bei GOG zu erwerben, da kann ich mir sicher sein das es für die Ewigkeit ist.

Würde ich tatsächlich so machen, bevor du dir einen dicken, fetten Backlog auf Steam heranzüchtest (wie ich). Was du nicht auf GOG bekommst, kannst du dann ja immer noch auf Steam kaufen.

Was mich angeht, ich kaufe Steam-Keys hauptsächlich bei offiziellen Verkäufern (Fanatical, GreenManGaming, Gamersgate, Humble Bundle, Gamesplanet, 2game), da es dort Spiele häufig günstiger gibt als auf Steam; oder eben direkt auf Steam, nachdem ich die Preise auf isthereanydeal.com oder ggdeals.com verglichen habe. Spiele von UbiSoft kaufe ich in deren Shop. Ist meistens billiger dank ihres Treueprogramms und ich habe keine Lust, zwei Launcher beim Zocken eines Spiels laufen zu lassen.
 
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