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L.Kwas

Frührentner
Xenoblade Chronicles 3: Die erlöste Zukunft
Ist ein Standalone-DLC zum 3. Teil, der sich jedoch nicht einzeln kaufen lässt, sondern nur als Teil des Seasonpass. Es ist in wesentlichen ein Prequel und auch ein bisschen wie ein Klassentreffen, angesiedelt vor den Ereignissen von XC3, aber nach XC1 & 2, und man steuert eine neue Party mit teils alten Bekannten wie Shulk aus dem Erstling oder Rex aus dem zweiten Teil, und beide sind schon sichtlich älter geworden.
Ohne zu viel zu spoilern, aber wer in XC3 aufgepasst hat, wird auch wissen, wer die 6 Partymitglieder sind, nämlich die 6 Gründungsmitglieder der 6 Häuser der City, und Statuen ihnen zu Ehren sieht man dort in der Halle der Erinnerungen in XC3.

Das DLC rundet die Geschichte der drei Hauptteile ab und arbeitet viel mit Hommagen an vorherige Teile, man durchwandert etwa wieder ein paar der Locations aus dem allerersten Teil bzw. die Überreste dessen, und in Gesprächen zwischen Partymitgliedern gibt es auch paar Anekdoten aus alten Zeiten.

Das Gameplay wurde etwas gestreamlined, so gibt es die Ouroboros-Verwandlungen wie aus dem Hauptteil in der Vorgeschichte noch nicht, und die Klassen der jeweiligen Charaktere sind fix und nicht änderbar. Dafür allerdings kann man die Paare frei auswählen, und je nach Kombination gibt es unterschiedliche passive Boni.
Kettenangriffe gibt es weiterhin und sie funktionieren auch auf dieselbe Weise wie in XC3, aber weil sich bestimmte OP Klassen-Wombokombos nicht mehr auswählen lassen (wie etwa mehrere Frontkämpfer mitzunehmen, d.h. Lady Alexandrias Klasse), sind diese nicht mehr so übermächtig.

Ähnlich wie auch im Torna-DLC zu Teil 2 ist das Pacing deutlich straffer als im Hauptspiel, und die Spielzeit kürzer.

Es rundet wie gesagt insgesamt die Geschichte ab. War nen netter Ausflug, kann aber hinsichtlich der Geschichte mit Torna: Das Goldene Königreich nicht mithalten.


Metroid: Dread
Alternativer Titel Emmi vs Predator; war ein kompetent gemachtes, jedoch nicht überragendes 2D-Metroidvania.

Positiv anzumerken ist, dass MercurySteam bereit war, die Metroid-Formel etwas aufzudröseln und neues zu versuchen, Begegnungen mit den nahezu unzerstörbaren und sehr gut animierten E.M.M.I. haben durchaus etwas Survival-Horror-mäßiges, denn man kann sie nicht mit normalen Waffen bekämpfen und muss die Flucht suchen oder sich verstecken, und die wendigen Roboter können sehen sowie auch hören.
Auch in den Kämpfen gegen sie (insofern man das entsprechende Tool gefunden hat) muss man das Gelände mitberücksichtigen, und Distanz und ne freie Schussbahn schaffen, um ihre zähe Panzerung effektiv erodieren zu können.
Samus Arsenal wird dementsprechend auch unter anderem mit Skills erweitert, die extra dafür eher dem Stealth-Aspekt entsprechen.
Leider gibt es dahingehend eher wenig Abwechslung, die E.M.M.I. gewinnen im Laufe des Spiels die eine oder andere Fähigkeit neu hinzu, aber nichts davon ändert den Gameplayloop gegen sie grundlegend.

Es gibt, wie man es aus den Metroid-Spielen kennt, zig versteckte Upgrades zu sammeln und Karten aufzudecken. Die Kartenfunktion ist dahingehend auch sehr gut, sie verzeichnet jede Map und jeden Block detailliert und notiert auch, welche Art von Block da gerade den Weg versperrt.

Samus hat später ein ganzes Repertoire an Skills, aber die anspruchsvolleren Platformingeinlagen laufen leider in 100% der Fälle immer darauf hinaus, Samus Speedbooster richtig einzusetzen, um Speedblocks zu zerstören. Mio: Memories in Orbit hat dies z.B. besser gelöst, da kommt bei den anspruchsvollen Platformingsessions wirklich Mios gesamtes Arsenal an Skills im Tandem zum Einsatz.

Ärgerlich ist, dass es nullkommagarkeine Optionen im Bereich Steuerung gibt, man kann Tasten nicht neu belegen, und Samus lässt sich auch ausschließlich nur mit dem Stick und nicht dem Steuerkreuz steuern.

Hinsichtlich Story ist leider auch hier wieder viel Luft nach oben, und die 'Show don't Tell' Regel wird oft gebrochen, man wird mit Exposition und Erklärungen zu Spielmechaniken überschüttet.
Zumindest ist aber Raven Beak ein deutlich besserer Antagonist als Sylux (was aber auch nicht schwer ist).

Dafür aber hat das Spiel Vertrauen in den Spieler und lässt diesen auf eigene Faust erkunden und den weiteren Weg rausfinden, was ich gut find.

Mal schauen, wie es dann weitergeht, am Ende wird ja Samus temporär(?) zu einem vollwertigen Metroid und hat nen neuen Metroid-Suit, und vielleicht wird dieser Aspekt nochmal aufgegriffen und ausgebaut.
Jedenfalls hoffe ich, dass MercurySteam nachzieht und ein richtig gutes Spiel raushauen kann, denn mit dem Qualitätslevel, das wir derzeit im 2D-Metroidvaniabereich haben mit z.B. Silksong, Nine Sols und Mio, können sie grad nicht mehr mithalten imho.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gonzo

Altenpfleger
Little Nightmares III auf Switch 2

Gute 11 Stunden haben mich bis zum Abspann gut unterhalten. Die typisch schaurig düstere Little Nightmares Atmosphäre blieb erhalten, ebenso wie die unpräzise Steuerung.
Das Spiel kam mir leichter vor als die Vorgänger. Die Rätsel waren einfacher und es gab weniger herausfordernde Stellen.

Enttäuschend fand ich den Koop. Kein Couch Koop, keine Möglichkeit den Koop mit Switch 1 und 2 zu spielen. Und den Zwang, eine Online Mitgliedschaft zu besitzen.

Gebraucht oder im Sale kann ich den Titel empfehlen. Den Vollpreis würde ich nicht zahlen.
 

Wulgaru

Pförtner des Altenheims
Final Fantasy 9

Das Spiel hat für mich große Probleme mit dem Erzähl- und Spieltempo und ist deswegen eines der schwächeren der ersten Zehn Final Fantasys. Landet da bei mir auf Platz Sieben, wobei ich da bei den ersten auf die Pixel Remastered Versionen Bezug nehme. Spaß hat es mir gemacht und es ist auch ein gutes Spiel mit Schwächen.
Final Fantasy-Rankings sind noch schlimmer als Zelda-Rankings. Schein jeder völlig anders zu sehen. IX ist bei mir immer auf der 1 und ich hoffe das die Gerüchte stimmen, dass man nach VII diesem Teil diese Remake-Behandlung gibt.
 

Kodijack

Aushilfe der Essenausgabe
dass man nach VII diesem Teil diese Remake-Behandlung gibt.

Bitte nicht, dass FF7 Remake ist ein Graus.
Ich sage auch nicht das FF9 schlecht ist, die ersten zehn Final Fantasys sind alle gut, bis auf Teil 8. Die Story ist auch sehr schön beim Neuner. Die Frage nach dem Sinn des Lebens aufgrund seiner Vergänglichkeit ist schon sehr tiefgründig. Mit Vivi hat man auch einen tollen tragischen Helden. Nur Aufgrund der Story wäre 9 auch höher anzusiedeln, als ich es getan habe.
FF5 ist bei mir auf Platz 1, besonders wegen dem Job System. Mehr Möglichkeiten seine Charaktere zu individualisieren hatte man bei keinem anderen Teil.
 

Wulgaru

Pförtner des Altenheims
Bitte nicht, dass FF7 Remake ist ein Graus.
Ich sage auch nicht das FF9 schlecht ist, die ersten zehn Final Fantasys sind alle gut, bis auf Teil 8. Die Story ist auch sehr schön beim Neuner. Die Frage nach dem Sinn des Lebens aufgrund seiner Vergänglichkeit ist schon sehr tiefgründig. Mit Vivi hat man auch einen tollen tragischen Helden. Nur Aufgrund der Story wäre 9 auch höher anzusiedeln, als ich es getan habe.
FF5 ist bei mir auf Platz 1, besonders wegen dem Job System. Mehr Möglichkeiten seine Charaktere zu individualisieren hatte man bei keinem anderen Teil.
Ja nun...ich finde die Job/Ability-Systeme in FF sind wirklich immer Hit and Miss und Geschmackssache.

Ich finde halt das FF IX perfekte Figuren, Humor, Weltdesign usw. hat. Wenn es um ein Remastered geht, würde ich vielleicht sogar eher eine Art 2d-HD ala Octopath bevorzugen, denn das würde besser passen.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden, Legacy Edition (gespielt auf Xbox Series X)

Das Remaster eines 15 Jahre alten Spiels für ca. 18€ kam aus dem Nichts, ein Shadowdrop! Aber lohnt sich das? Aber ja, das lohnt!
Zumal die Spezialisten von Aspyr das Action-Rollenspiel sehr gut in die heutige Zeit transportiert haben. Denn nicht nur 4K/60fps sind hier Standard, sondern auch Texturen, Hintergründe und einige Animationen wurden verbessert. Dazu kommen eine verbesserte Zielerfassung, ein überarbeitetes Interface und schneller Charakterwechsel.
Denn das ca. 12-20 Stunden lange Abenteuer kann nicht nur solo sondern auch im Koop bis zu 3 Personen gespielt werden. Ich habe es mit meiner Partnerin (auf normal) gespielt, sie als Elb und ich als Waldläufer, den Zwerg übernahm eine ganz passable KI. Das hat prima und spielend einfach funktioniert.

Natürlich sieht man dem Spiel das Alter deutlich an. Hier und dort gibt es kantige Felsen, oder stellenweise uncanny Gesichter und so gut wie null Lippensynchronität, aber audiovisuell ist da noch jede Menge Herr der Ringe drin und das spürt man auch durchgehend. Der Waldläufer ballert mit seinem Bogen Orks und Uruks wie nichts weg und die Elbin zaubert uns einen Schutzkreis, aus dem der Zwerg mit seiner Streitaxt heraus Untote und Spinnen in Einzelteile zerhackt. Aragorn wäre stolz auf uns!

Das Abenteuer verläuft parallel zur Hauptgeschichte der Bücher bzw. der Filme, wo unser Dreiergespann den rauhen Norden gegen einen Diener Saurons sichern muss. Auf dem Weg treffen wir auch regelmäßig auf bekannte Charaktere.
Die Kapitel sind in Abschnitte aufgeteilt, in denen man sehr oldschool durch schlauchartige Level läuft und in Echtzeit allerlei Gegner erledigen muss. Nebenbei findet man überall Tränke, Waffen und Rüstungsteile, es gibt haufenweise Loot.

Das ist auch das beste am Spiel. Nach kurzer Zeit setzt das berühmte Diablo-Gefühl ein: Man will immer einen noch besseren Stab oder ein noch mächtigeres Schwert finden, um nach dem nächsten Aufleveln zu bemerken, dass das alles nur noch Schrott zum verkaufen ist. Was soll's? Das ist die DNA des Spiels und die ist zeitlos.

Kurzes Fazit: Das Spiel sieht auch heute (oder dank Aspyrs Sonderbehandlung) noch passabel bis gut aus und spielt sich auch so. Es wirkt hier und dort verständlicherweise altbacken und manchmal etwas sperrig. Dass man auch schnell (mit der RB-Taste) rennen kann, habe ich erst kurz vor Schluß herausgefunden, lol.
Trotzdem (besonders im Koop) ein unterhaltsames Spiel, das wie alter Wein gut gereift ist. Das Balancing ist durchgehend gut, das leveln macht Spaß, wenn man einen Boss gekillt hat gibt einem das ein gutes Gefühl und die bekannte Szenerie macht immer noch ein wenig Gänsehaut, z.B. wenn man bei einer Pause in einem sicheren Ort einen alten Bekannten aus den Büchern/Filmen trifft und sich mit ihm unterhalten kann.
Kann man mal wieder gespielt haben. Tolle HdR Atmosphäre!

8/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Jaegerhubi_4cl

Aushilfe der Essenausgabe
Eines der letzten Spiele war dann doch God of War Ragnarök. Hatte in früheren Beiträgen schon Geschrieben ob ich es überhaupt noch mal in Angriff nehme. Story ist auf jeden Fall erledigt aber die Platin werde ich da höchstwahrscheinlich nicht holen.
 

Savoreth

Pförtner des Altenheims
Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden, Legacy Edition (gespielt auf Xbox Series X)

Kurzes Fazit: Das Spiel sieht auch heute (oder dank Aspyrs Sonderbehandlung) noch passabel bis gut aus und spielt sich auch so. Es wirkt hier und dort verständlicherweise altbacken und manchmal etwas sperrig. Dass man auch schnell (mit der RB-Taste) rennen kann, habe ich erst kurz vor Schluß herausgefunden, lol.

8/10

Ich habe das Spiel noch nicht gespielt, war aber ein Sofortkauf. Ich habe es damals auf der X360 genossen, schön zu lesen, dass das auch heute noch möglich ist. Die Mechaniken mögen gealtert sein, aber am Storytelling hätte sich die Mordor-Reihe gerne ein paar Scheiben abschneiden können. Ich befürchte allerdings, dass die damals vorhandenen Bugs auch das Remaster überlebt haben, aber was solls.

Normalerweise warte ich bei sowas ein besseres Angebot ab. Aber das ist eines der Spiele, das etwas Unterstützung durchaus verdient hat. Ich stelle zunehmend fest, dass ich trotz genügend Auswahl dann doch wieder bei den Spielen hängen bleibe, die ich schon seit Jahren spiele. Und dieser Titel hier wird sich da ganz sicher einreihen.
 
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