So, ich hab heut mal ein Stündchen halbwegs fortdauerndes Spiel draufgeschafft ...
Die Grafik und das Artdesign machen halt Spaß, und zwar vom ersten Moment an. Hinzu komm, dass das Ding (bisher jedenfalls noch) konstant auf den 90 FPS rennt, auf die es limitiert ist, was, obwohl bei so einem SP-Slasher überperformant, ebenfalls Spaß macht.
Auf Gameplayseiten hab ich bisher wenig zu beanstanden, denn das Viechergehaue spielt sich flockig und präzise und ist mit genügend QTE-Gimmicks verfeinert, dass das Geklicke auf

und

nicht allzu eintönig wird. Und obwohl man zu Beginn den Eindruck gewinnt, das Spiel wäre ein Cakewalk, werden einem recht bald größerkalibrige Gegner entgegengeworfen. Einmal war's sogar recht haarig geworden, was vielleicht auch mit mangelndem Geschick am Pad zu tun hatte.
Jau, das sollte unterm Strich eigentlich für eine unterhaltsame Spielerfahrung sorgen, richtig?
Na ja, leider fehlt mir bisher etwas das, na ja, Metafleisch am Knochen. Soll heißen: Die meiste Zeit bewegt man sich durch Kartenschläuche, die absolut keinen Hehl darum machen, Schläuche zu sein, was hin und wieder durch ein offeneres Gebiet aka eine Klopparena unterbrochen wird. In diesen Karten sind weder irgendwelche lore-vertiefenden Text- oder Audiologs zu finden, noch Geheimnisse irgendeiner Art aufzutun. Tatsächlich sind die einzigen Pick-Ups entlang des Weges Munitionskisten und Granaten. Es gibt keine Abzweigungen auf dem Weg oder anderes Optionales.
Entsprechend bin ich auch gar nicht sicher, ob man seinen Space Marine in irgendeiner Form weiterentwickelt. Das sollte aber im Jahr 2025 quasi selbstverständlich sein.
Das ist mir tatsächlich grad etwas wenig. Es muss kein OW-Survival-Crafting-Kram sein, aber eine sorgfältig austarierte Dosis an Metaprogression wäre schön, so wie beispielsweise in A Plague Tale: Innocence, das nebenbei bemerkt außerdem die Levelstruktur etwas diverser gestaltet.
Space Marine 2 spielt sich momentan wie ein sehr kompetenter Third-Person-Hack'n'Slayer, bei dem das Kerngameplay funktioniert, aber es deutlich am spielerischen Drumherum mangelt.