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Über den Sinn und Unsinn von Achievements und Trophys (Gedankenaustausch und Diskussion)

Interessieren euch Erfolge in Spielen?

  • Ja sehr, ich will sie alle haben!!!

    Abstimmungen: 9 13,8%
  • Hm, ein paar zu ergattern ist schon ganz nett. Mehr nicht.

    Abstimmungen: 44 67,7%
  • Interessiert mich nicht die Bohne.

    Abstimmungen: 12 18,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    65

anamelessdevil

Jungspund
Hallo zusammen,

ist schon eine ganze Weile her seit dem ich den Thread erstellt habe. Zwischenzeitlich bin ich immer mal wieder über die Frage gestolpert ob Trophys mein Spielerlebnis wirklich bereichern. Abschließend kann ich für mich sagen: nein. Mein Zweifel war hauptsächlich, daß ich befürchtet habe Spielinhalte ohne das abarbeiten der Trophy Liste zu verpassen. Auch hat mir die Herausforderung, die Spiele erschwert durchzuspielen immer sehr gefallen.

Zu den verpassten Spielinhalten:

Letztlich habe ich mich hier gefragt, wie ich früher gespielt habe und ob ich wirklich Spiele nach der Hauptkampagne weggelegt habe. Baldurs Gate 2, Final Fantasy 10 sind nur 2 Beispiele die aus einer Zeit stammen wo es noch keine Trophys gab und in die ich >100 Stunden Spielzeit gesteckt habe. auch nach Beendigung der Kampagne. Letztlich glaube ich, daß eher meine Art ein Spiel nach Trophy Manier zu spielen meine Spielweise und meine Spielintensität negativ beinflusst hat.

Ich bin nämlich meistens so vorgegangen:

1. Trophy Liste gecheckt
2. Plan überlegt wie ich im ersten Durchgang die meisten Trophys ergattere und die Hauptstory mitbekomme
3. Clean Up, sprich Collectibles und kille 1000 XX
4. die harten Nüsse knacken

Und da liegt schon der Fehler. Früher habe ich viel mehr Zeit in der Kampagne verbracht um Secrets zu suchen, Fragmente der Story zu finden. Problem hier ist nämlich wenn man die Audio, Logs, Nachrichten usw. die die Story passiv erzählen in einem Trophy CleanUp sammelt ergibt sich oft nicht mehr der thematische Zusammenhang zur Story. Ist mir jüngst bei Hellblade so gegangen. Story durchgespielt und dann in einem CleanUp versucht die Runensteine mit den Northmen Storys abzuklappern. Nach Chapter 4 hatte ich keine Lust mehr weil ich die Haupt-Story kannte und das eintauchen in der Story nicht mehr so gut klappte wie beim ersten Durchlauf als das Spiel super intensiv war und die Runensteine mich total bereichert hätten.

Zu den Herausforderungen

Ich liebe Herausforderungen. Spiele auf Ultra Hard durchzuspielen und einen Checkpoint 20 mal zu probieren bis man es schafft macht mir einfach grossen Spass. Ich habe daher skillbasierte (sofern man das im PVE so nennen kann) Trophys immer besonders geliebt. Aber auch hier liegt der Teufel im Detail. Ich hatte im Thread schon mal Shadow of the Tomb Raider erwähnt. Deadly Obsession ohne Checkpoints war die Herausforderung. Super nervig retrospektiv betrachtet da oft die hakelige Steuerung für Tode gesorgt hat und nicht die Gegner. Die Folge waren 1/2 Stunde Zeitverlust und das nicht weil man selbst versagt hat sondern der Code.
Das ist aber auch gar nicht nicht die Art von Herausforderung die mir eigentlich Spass macht wie ich feststellen musste (lustig wie man von seiner alten Meinung abweicht wenn man einfach mal seine Denk- und Verhaltensmuster in Frage stellt). Für mich wäre die Challenge viel mehr gewesen, wenig Munition, harte Gegner intelligentes Ausnutzen des Terrains. Für mich resultiert nämlich ganz oft der Reiz an hohen Schwierigkeitsgraden aus der situativen Veränderung meiner Spielweise bei Gegnern und das Ausnutzen von Vorteilen des Environments. 10 Retrys mit 10 neuen Möglichkeiten zum "Schaffen" des Checkpoints kickt mich und gibt mir ein gutes Gefühl wenn ich es schaffe.

Übrigens sind das alles meine persönlichen Eindrücke. Jeder sollte das Spiel so spielen wie es ihm letztendlich Spass macht :)
 

AlterZockherr

liebt 4k/60fps Gaming
Hallo zusammen,

ist schon eine ganze Weile her seit dem ich den Thread erstellt habe. Zwischenzeitlich bin ich immer mal wieder über die Frage gestolpert ob Trophys mein Spielerlebnis wirklich bereichern. Abschließend kann ich für mich sagen: nein. Mein Zweifel war hauptsächlich, daß ich befürchtet habe Spielinhalte ohne das abarbeiten der Trophy Liste zu verpassen. Auch hat mir die Herausforderung, die Spiele erschwert durchzuspielen immer sehr gefallen.

Zu den verpassten Spielinhalten:

Letztlich habe ich mich hier gefragt, wie ich früher gespielt habe und ob ich wirklich Spiele nach der Hauptkampagne weggelegt habe. Baldurs Gate 2, Final Fantasy 10 sind nur 2 Beispiele die aus einer Zeit stammen wo es noch keine Trophys gab und in die ich >100 Stunden Spielzeit gesteckt habe. auch nach Beendigung der Kampagne. Letztlich glaube ich, daß eher meine Art ein Spiel nach Trophy Manier zu spielen meine Spielweise und meine Spielintensität negativ beinflusst hat.

Ich bin nämlich meistens so vorgegangen:

1. Trophy Liste gecheckt
2. Plan überlegt wie ich im ersten Durchgang die meisten Trophys ergattere und die Hauptstory mitbekomme
3. Clean Up, sprich Collectibles und kille 1000 XX
4. die harten Nüsse knacken

Und da liegt schon der Fehler. Früher habe ich viel mehr Zeit in der Kampagne verbracht um Secrets zu suchen, Fragmente der Story zu finden. Problem hier ist nämlich wenn man die Audio, Logs, Nachrichten usw. die die Story passiv erzählen in einem Trophy CleanUp sammelt ergibt sich oft nicht mehr der thematische Zusammenhang zur Story. Ist mir jüngst bei Hellblade so gegangen. Story durchgespielt und dann in einem CleanUp versucht die Runensteine mit den Northmen Storys abzuklappern. Nach Chapter 4 hatte ich keine Lust mehr weil ich die Haupt-Story kannte und das eintauchen in der Story nicht mehr so gut klappte wie beim ersten Durchlauf als das Spiel super intensiv war und die Runensteine mich total bereichert hätten.

Zu den Herausforderungen

Ich liebe Herausforderungen. Spiele auf Ultra Hard durchzuspielen und einen Checkpoint 20 mal zu probieren bis man es schafft macht mir einfach grossen Spass. Ich habe daher skillbasierte (sofern man das im PVE so nennen kann) Trophys immer besonders geliebt. Aber auch hier liegt der Teufel im Detail. Ich hatte im Thread schon mal Shadow of the Tomb Raider erwähnt. Deadly Obsession ohne Checkpoints war die Herausforderung. Super nervig retrospektiv betrachtet da oft die hakelige Steuerung für Tode gesorgt hat und nicht die Gegner. Die Folge waren 1/2 Stunde Zeitverlust und das nicht weil man selbst versagt hat sondern der Code.
Das ist aber auch gar nicht nicht die Art von Herausforderung die mir eigentlich Spass macht wie ich feststellen musste (lustig wie man von seiner alten Meinung abweicht wenn man einfach mal seine Denk- und Verhaltensmuster in Frage stellt). Für mich wäre die Challenge viel mehr gewesen, wenig Munition, harte Gegner intelligentes Ausnutzen des Terrains. Für mich resultiert nämlich ganz oft der Reiz an hohen Schwierigkeitsgraden aus der situativen Veränderung meiner Spielweise bei Gegnern und das Ausnutzen von Vorteilen des Environments. 10 Retrys mit 10 neuen Möglichkeiten zum "Schaffen" des Checkpoints kickt mich und gibt mir ein gutes Gefühl wenn ich es schaffe.

Übrigens sind das alles meine persönlichen Eindrücke. Jeder sollte das Spiel so spielen wie es ihm letztendlich Spass macht :)
Interessant und richtig finde ich deine Aussage, wonach sich die eigene Meinung bisweilen ändert, wenn man eigene Verhaltensweisen hinterfragt. Geht mir oft genauso! Meine Meinung zu den Gamerscore/Trophys nochmal in Kurzform: Ich nehme sie gerne mit, wenn ich sie bekomme, aber wenn ich keine Lust mehr auf ein Spiel habe, dann sind sie für mich bedeutunglos. Eigentlich ist es imho gar eine schlimme Fehlentwicklung, wenn man Spiele vorrangig nach Trophys ausrichtet, weil man dann nicht mehr selbsbestimmt spielt, sondern eher wie ein dressierter Hund (pawlow'scher Reflex - falls das jemandem was sagt).
 

anamelessdevil

Jungspund
Interessant und richtig finde ich deine Aussage, wonach sich die eigene Meinung bisweilen ändert, wenn man eigene Verhaltensweisen hinterfragt. Geht mir oft genauso! Meine Meinung zu den Gamerscore/Trophys nochmal in Kurzform: Ich nehme sie gerne mit, wenn ich sie bekomme, aber wenn ich keine Lust mehr auf ein Spiel habe, dann sind sie für mich bedeutunglos. Eigentlich ist es imho gar eine schlimme Fehlentwicklung, wenn man Spiele vorrangig nach Trophys ausrichtet, weil man dann nicht mehr selbsbestimmt spielt, sondern eher wie ein dressierter Hund (pawlow'scher Reflex - falls das jemandem was sagt).

Das selbstbestimmte Spielen ist für mich ganz persönlich durch meinen Ehrgeiz in den Hintergrund getreten. Ich habe auch oft Spiele danach ausgewählt wie "wohlwollend" der Trophy Guide über das erreichen der Trophäen geurteilt hat. Das Spiel selbst war da erst mal nebensächlich. Doof oder? Ganz krass ist das bei Multiplayer Titeln die man gerne mal anspielen möchte, aber es dann lässt, weil Multiplayer Trophys oft zufallsabhängig sind (treffe mit einer Granate 2 Spieler wenn die Sonne auf 11 Uhr steht) oder nicht mehr zu erreichen sind da Multiplayer Spiele mittlerweile sehr kurzlebig sind und die Spielersuche keine Ergebenisse mehr liefert.

Ich muss mich erst mal wieder selbst darauf konditionieren Spiele - ich sag es mal krass - "als freier Geist" zu spielen und nicht durch die leistungsorientierte Trophy Brille die erst mal den Guide checkt (meistens spoilert man sich beim sichten der Trophy Guides schon das halbe Spiel) und dann ein systematisch Spiel "abarbeitet".
 

Frosch

Achievement Panda
Team
Ich habe ziemlich lange sehr intenstiv die Achievements gejagt, aber bin seit einigen Wochen/Monaten sozusagen in einem Gamerscore-Burnout.

Nach über 1000 gespielten Spiele und eben so vielen komplettierten Games, spiele ich seit Anfang des Jahres mehrheitlich nur Sachen, wo ich Bock und Lust darauf habe. Gut, ab und an rutschen mal ein paar einfache Titel dazwischen, aber bisher fahre ich ganz gut damit. Ich habe auch den einen oder anderen Titel, wo mir noch einen Erfolg fehlt, ich mich nicht dazu aufraffen kann, diesen zu erspielen.

Maneater fand ich z.B. mega unterhaltsam, Destroy all Humans! war auch spassig. Jetzt mal schauen, was ich als nächstes Spielen möchte. Minecraft habe ich schon über 90 Stunden gesuchtet und macht mit der richtigen Truppen nach wie vor mega viel Spass.

Die Liste vom Game Pass ist lang:

Call of the Sea (heisst es glaubs), Hellblade (da stecke ich fest), Plague (noch jungfräulich) und Wreckfest (ebenfalls jungfräulich).

Viel zu sehr habe ich auf die Achievements geachtet statt auf den Genuss/Spass im Spiel.
 

Semi Silesian

Oller Schafskopp
Ich gestehe:
Mir fehlt komplett der Ehrgeiz,um das eine oder andere Archievement zu erspielen.
Mir fallen da gerade die 70 Goldmedaillen bei RDR2 ein-ich hab´nicht eine einzige davon geholt.

Na und,is´mir egal,mir hat das Spiel auch so Spaß gamacht,da einfach die Athmosphäre stimmt.

Daddeln beschert mir Entspannung und Ablenkung vom Alltag.
Ploppt da mal so´ne Trophäe auf,freue ich mich schon.
Wenn nicht,is´doch nich´schlimm.

So bin ich aber auch im realen Leben drauf.
Mir wars immer schon egal,wie ich wohl beim Schulsportfest abschneiden würde.
Und ob ich dabei überhaupt Punkte holen würde.
Einmal hab ich die "Null" geschafft.
An dem Tag wars brüllend heiß,da hab´ich schon beim rumstehen geölt.
Und wozu noch mehr ölen :LOL:

Also hab ich mich Null angestrengt und bekam dafür Null Punkte.
Egal,wat solls-Leben geht weiter
 

AlterZockherr

liebt 4k/60fps Gaming
Ich gestehe:
Mir fehlt komplett der Ehrgeiz,um das eine oder andere Archievement zu erspielen.
Mir fallen da gerade die 70 Goldmedaillen bei RDR2 ein-ich hab´nicht eine einzige davon geholt.

Na und,is´mir egal,mir hat das Spiel auch so Spaß gamacht,da einfach die Athmosphäre stimmt.

Daddeln beschert mir Entspannung und Ablenkung vom Alltag.
Ploppt da mal so´ne Trophäe auf,freue ich mich schon.
Wenn nicht,is´doch nich´schlimm.

So bin ich aber auch im realen Leben drauf.
Mir wars immer schon egal,wie ich wohl beim Schulsportfest abschneiden würde.
Und ob ich dabei überhaupt Punkte holen würde.
Einmal hab ich die "Null" geschafft.
An dem Tag wars brüllend heiß,da hab´ich schon beim rumstehen geölt.
Und wozu noch mehr ölen :LOL:

Also hab ich mich Null angestrengt und bekam dafür Null Punkte.
Egal,wat solls-Leben geht weiter
So ein kleines bisschen Ehrgeiz kann aber manchmal auch nicht schaden. Muß ja jetzt nicht unbedingt beim Zocken sein. ;)
 

aBro

Aushilfe der Essenausgabe
Mir sind die GS oder Trophäen so ziemlich egal. Ich spiele ein Spiel so, wie ich es möchte und achte gar nicht auf Erfolge oder lasse mich davon nicht beeinflussen. Hätte auch kein picken damit, Erb die abgeschafft werden würden…
 

Alexkannsingen

Mario was my first love
Ich freue mich auf den diversen XBOXen über Erfolge aber habe auch Spaß mit Spielen auf der Switch ohne die XBOX oder PS Trophäen oder wie auch immer.
Ich weis nicht wie oft ich zum Beispiel Wave Race 64 durchgespielt habe.
Auf allen Schwierigkeitsstufen auf dem N 64 und bis heute auf der Wii U.
Auch die Donkey Kong Spiele auf den diversen Nintendo Konsolen sind so ein Beispiel.
Aktuell die Rare Collection mit den Banjo Spielen, Perfect Dark und Conker.
Wichtig ist mir der Spaß.
Wenn es mir zu schwer wird reduziere ich wenn möglich den Schwierigkeitsgrad.
Wenn nicht versuche ich mich bei Rennspielen oder Jump and Runs durchzuboxen.
Bei den Genres bei denen ich nicht in der Bundesliga spiele verliere ich das Interesse wenn es brettschwer wird.
Ich muss mir mit 58 nichts mehr beweisen.
Videospielen entspannt und unterhält mich und das soll so bleiben.
Nur meine Meinung. 🙂
 

Semi Silesian

Oller Schafskopp
...
Wichtig ist mir der Spaß.
Wenn es mir zu schwer wird reduziere ich wenn möglich den Schwierigkeitsgrad.
...
Ich muss mir mit 58 nichts mehr beweisen.
Videospielen entspannt und unterhält mich und das soll so bleiben.
Nur meine Meinung. 🙂


Meine Meinung auch (y)
Bei den von mir gerne benutzten Fußballspielen zocke ich meist auf Halb-Profi und dabei auf der langsamsten Geschwindigkeits-Stufe.
Nur keine Hektik :LOL:
Die Chancen sind dann 50:50 und das ist völlig o.k. für mich.

Ich finde es generell gut,daß man als nicht ehrgeiziger und mäßig begabter Zocker dennoch Spaß beim Zocken haben kann,wenn dann der Hersteller das beim Spiel berücksichtigt.
Bei RDR2 und GTA V ist es das Überspringen von Sequenzen.
Ich schaffs nun mal nicht,wie Rambo 50 und mehr Gegner zu plätten-aber dennoch hat man die Möglichkeit,das Spiel zu beenden-nur halt mit weniger Trophäen.
Beide Spiele haben eine so faszinierende Umgebung,daß es mir total egal ist,ob man dabei etwas gewinnt oder nicht.

Es macht einfach Spaß-und genau aus diesem Grund daddel ich auch gerne :)
 
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