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The Outer Worlds

The Outer Worlds
Firmen
Virtuous, Private Division, Obsidian Entertainment
Genres
Role-playing (RPG), Shooter

Thommysoft

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Team
Ich hab jetzt auch mal mit der Game Pass-Version angefangen.

Der Ersteindruck ist eher mittelmäßig und das liegt vor allem an 2 Dingen:

1. Der Textpatch ist ein Witz. ja, es gibt größere Schrift, aber nur an einigen wenigen Stellen. In den Menüs ist die Schrift weiterhin viel zu klein. Sorry Obsidian, aber das ist zu wenig. Setzen, 6.

2. Der exzessive Gebrauch von chromatischer Aberration. Ich weiß nicht, wer den Entwickler in den letzten Jahre andauernd einflüstert, dass sie chromatisdche Aberration nutzen sollen, aber lasst uns diesen Kram wenigstens deaktivieren. Ja, wahrscheinlich ist das irgendeine "künstlerische Entscheidung", die den Eindruck vermitteln soll, als wäre der Spielercharakter auf Drogen oder hätte eine Gehirnerschütterung. Was auch immer die Intention ist, dieser Effekt ist einfach nur grauenhaft und wird in The Outer Worlds so exzessiv genutzt, dass mir da schon fast von schlecht wird.

Davon abgesehen scheint da bisher ein ziemlich ordentliches Spiel drinzustecken, aber da ich noch im Anfangsgebiet bin, kann ich mir da noch kein großartiges Urteil erlauben.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Die Winzschrift und die chromatische Aberration stören mich zwar immer noch massiv, aber so langsam habe ich mich eingegroovt.

Das Spiel erinnert mich stark von Alpha Protocol vermischt mit einigen Bethesda-Elementen, die aber auch alle wie in Fallout New Vegas die Obsidian-Note tragen. Das gilt insbesondere für die vielen Skill-Checks.

Im Vergleich zu vielen anderen Action-RPGs der letzten Jahre steckt da auf jeden Fall deutlich mehr Tiefe drin, was dazu führt, dass sich das Spiel irgendwie angenehm altmodisch anfühlt. In vielen Reviews wurde ja geschrieben, dass es stark an Fallout erinnert. Das empfinde ich jetzt gar nicht mal so. Ich sehe da tatsächlich eher Parallelen zu dem bereits erwähnten Alpha Protocol, zu Kotor, Dragon Age und sogar Divinity Original Sin.

Als Rollenspielfan geht mir da bei diversen Aspekten des Spiels auf jeden Fall das Herz auf. Die 20-30 Stunden, die so für das Spiel veranschlagt werden, halte ich für meinen Spielstil (möglichst alles erkunden und ausprobieren) keinesfalls für realistisch. Ich bin grade erst auf der dritten Karte und hab schon fast 20 Stunden auf der Uhr.

Wirklich schön, dass es noch Entwickler gibt, die diese Art von RPG pflegen, selbst wenn diese Spiele nicht perfekt sind. Bonuspunkte gibt es aber auch dafür, dass man komplett auf (Always) Onlinefeatures, Vorbestellerboni und Mikrotransaktionen verzichtet hat. In der Beziehung ist das Spiel schon fast sowas wie eine Zeitreise.
 

Thommysoft

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Je länger ich spiele, desto mehr kommt in mir das Gefühl auf, dass diese ganzen Fallout-Vergleiche, die in dutzenden Reviews gemacht wurden, eigentlich nicht wirklich passend sind und das Spiel unter einer leicht falschen Prämisse verkaufen.

Der einzige Ort, der sich wirklich nach Fallout anfühlt, ist Fallbrook. Und das liegt sowohl am Art Design auch als an der Musik, die dort gewählt wurde und die stark nach New Vegas klingt. Und klar, die Kritik am Hyperkapitalismus, die die Fallout-Serie ausmacht, findet sich auch hier wieder, aber das ist hier ein weitaus zentraleres Thema als in Fallout, wo das eher ein pemanent vorhandenes Hintergrundgeräusch ist. Aber ansonsten sind in das Setting schon jede Menge eigene Ideen eingeflossen, denen mit den Fallout-Vergleichen nicht wirklich angemessen Respekt gezollt wird.

Ich empfinde es eigentlich eher so, dass da wirklich enorm viel DNA aus vielen unterschiedlichen RPGs eingeflossen ist. Da ist eine Prise Alpha Protocol drin, aber auch eine Prise Mass Effect, Kotor, Divinity Original Sin, Pillars Of Eternity und so weiter. Man merkt halt ganz genau, dass hier Genrevetranen bei der Arbeit waren, die sich genau auskennen und sich auch nicht zu schade dafür sind, von anderen Genregrößen zu lernen. Das hat man schon bei Alpha Protocol sehen können, bei dem Obsidian das Dialog- und Entscheidungssystem sowie das Paragon-/Renegade-System aus Mass Effect genommen und auf die nächste Stufe gehoben hat.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4101

Guest
@Thommysoft hat mir mit seinem ganzen Geschreibe hier noch mal richtig Lust auf meinen zweiten Durchgang gemacht :)
Wollte ich eigentlich erst nächstes Jahr mal angehen aber irgendwie juckt es jetzt schon ^^ ;)

Diesmal mit komplett anderen Entscheidungen natürlich :)
 

Thommysoft

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Team
Aber Look und Gameplay fühlen sich doch auch heftig nach Fallout an.

Finde ich jetzt gar nicht mal. Die ganzen Planeten sehen schon sehr anders aus als Fallout. Vor allem auch viel farbintensiver. Ausnahme halt: Fallbrook. Und auch die ganzen Klamotten haben meiner Meinung nach eher einen eigenen Look.

Und das Gameplay finde ich jetzt auch nicht so falloutig. Klar, die Zeitverlangsamung ist VATS ähnlich, aber mich erinnert das spielerisch eher an die Adrenalinfähigkeit der Soldatenklasse in Mass Effect 2. Und obwohl das Shooter-Gameplay (wie bei Fallout) nicht perfekt ist, fühlt es sich halt doch schon besser an als in F3/FNV.
 

Zäpp

Moderator
Team
Bei Look, meine ich mehr die Darstellung der NPCs (für mich auch die Klamotten, aber eben auch der Rest) oder der Gebäude. Klar ist kein postapokalypitisches Amerika der 50er, sondern Weltall. Es hat aber für mich ein ähnliches nostalgisches Gefühl.

Beim Gameplay dachte ich auch mehr an die Konversationen. Davon hatte ich mehr als Kämpfe.

Aber ja, Mass Effect kommt da auch drin vor.

@Thommysoft hat mir mit seinem ganzen Geschreibe hier noch mal richtig Lust auf meinen zweiten Durchgang gemacht :)
Wollte ich eigentlich erst nächstes Jahr mal angehen aber irgendwie juckt es jetzt schon ^^ ;)

Diesmal mit komplett anderen Entscheidungen natürlich :)

Intelligenz auf eins scheint wohl ein ganz besonderes Erlebnis zu sein. Da gibt es offenbar sogar noch ein eigenes Ende.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Naja, so viel länger als die veranschlagten 20-30 Stunden hab ich dann doch nicht gebraucht. 36 waren es am Ende auf "Hart".

Es ist halt wie mit jedem RPG: Die ersten 10 Stunden sind die langsamsten. Man kennt die Systeme noch nicht. Man hat keine Ausrüstung. Man keine Skills.

Und das Spiel wird in der Tat ab der Spielmitte deutlich einfacher, weil man dann die Ressourcen hat, um die Ausrüstung regelmässig aufzuwerten.
Interessanterweise wird es dann gegen Ende nochmal ziemlich schwierig. Da bin ich dann nochmal zu einem Spielstand vor dem Ende zurückgekehrt, hab die Respec-Maschine genutzt und zwei kleine Korrekturen vorgenommen. Das hat mir dann tatsächlich noch einen dritten Lösungsweg eröffnet, der mir sogar erlaubt hat, den zweiten Lösungsweg, den ich eigentlich im Blick hatte, auch komplett zu überspringen.

So jetzt muss ich noch ein paar Erfolge aufräumen gehen. Da ich mir die geheimen Erfolge vorher nicht durchgelesen habe, habe ich einen dummerweise verpasst, der gar nicht so schwer zu verpassen ist. Echt blöde, da gibt es in dem eigenen Gebiet 3 Quests und bei 2 von den 3 Quests habe ich jeweils beide möglichen Optionen ausprobiert. Nur bei der dritten Quest, für die es den Erfolg gibt, hab ich das nicht getan, weil ich den Questgeber nicht leiden konnte...

Intelligenz auf eins scheint wohl ein ganz besonderes Erlebnis zu sein. Da gibt es offenbar sogar noch ein eigenes Ende.

Um es mit The Outer Worlds zu sagen: "Worte schwierig. Denken doof."
 
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Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
@Thommysoft Ganz schön kurz für diese Art RPG.

Nope. Und ich glaube, dieses "kurz für diese Art RPG"-Empfinden kommt halt meiner Meinung nach auch von den ganzen Vergleichen zu Fallout, die ich ja etwas weiter vorne schon als etwas unpassend kritisiert habe.

Obwohl es durchaus einige Parallelen zu den Betheda-RPGs gibt, ist es halt keines dieser BGS-Open-World-Spiele, sondern viel eher vergleichbar mit Level-/Hub-basierten RPGs wie Alpha Protocol, Mass Effect, Kotor oder Dragon Age 2, bei denen man auch bestenfalls 40-50 Stunden pro Spieldurchgang rausholen kann. Auch die urprünglichen Fallouts (also 1 und 2) waren effektiv nicht sooo viel länger. Bei denen kam ein Großteil der Länge auch nur durch die rundenbasierten Kämpfe, die sich durchaus mal in die Länge ziehen können. Nur denken die meisten Leute heutzutage bei dem Begrif Fallout ja nur F3/FNV/F4. Klar, in die kann man natürlich 100 bis 500 Stunden versenken.

Und die 36 Stunden sind ja nur die Netto-Spielzeit, die mir die Spielstände anzeigen. Und ich finde, diese Spielzeit ist auch vollkommen in Ordnung, da locker 3/4 davon auf Story/Dialoge und Erkunden entfallen, während die Kämpfe bei meinem Spielstil eher eine Nebenrolle gespielt haben.
Die Brutto-Spielzeit liegt wahrscheinlich eher bei etwas über 50 Stunden, da ich auch regelmässig neu geladen

Zudem hat man ja auch für fast jede Quest mindestens 2 verschiedene Lösungsmöglichkeiten, so dass man in einem Spieldurchgang gar nicht alles vom Spiel sieht.

Oder hast du noch Missionen offen?

Nope, aber ich müsste so grob durchgezählt um die 60 Quests absolviert haben. Das sind mehr Quests als z.B. Fallout 3 ohne DLCs überhaupt hat. Der Fokus ist hier halt ein ganz anderer.
 
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