Classy Striker - 6k oder 9k Variante?
Classy Striker und die ewige Frage, ob man ihn mit 6000 oder 9000 Ausdauerpunkten spielen sollte. Man sollte es auf jeden Fall in beide Richtungen ausgiebig testen, denn danach weiß man, was man wirklich präferiert.
Nichtsdestotrotz habe ich diese Thematik mal auf ein Stück Papier gebracht, um nackte Zahlen der beiden Stürmer-Varianten vergleichen zu können. Getestet wurde in der DZ und unten in der Base auf der Shooting Range und meine Waffe war eine Leichtversion M4 mit Tödlich, Nachtragend und Empfänglich (als freies Talent). Zudem haben beide Stürmer auf Weste und Knien Lebenspunkte gerollt (und auf dem Rucksack Stabilität).
Dabei kam heraus, dass der 6k Striker bei 100% Stacks zwar 25% mehr Schaden verursacht als der 9k Striker, aber es ist auch viel schwieriger mit dem 6k in die hohen Schadensgefilde zu gelangen, weil die Gegner beim Aufbau der Stacks viel zu früh liegen und man zwischen den Gegnern auch wieder schnell Stacks verliert. Der 9k heilt zudem pro Sekunde satte 80%(!) mehr als der 6k Striker.
Aber langsam. Über das Mehr an Schaden der 6k-Variante braucht man sich ja nicht wundern. Wenn man 7k Schusswaffen um 100% steigert muss deutlich mehr rauskommen, als wenn man 4k um 100% steigert. Logisch. Sowohl bei den Crit Hits (93.000) als auch beim Grundschaden (39.2k) hat die 6k-Variante 25% mehr Schadensoutput als der 9k Striker (75.500 und 31.6k) zu bieten. Da enden aber auch schon die Vorteile des 6k Strikers.
Was der 6k dem 9k in Sachen Schaden voraus hat, hat der 9k mehr an Lebenspunkten. Um genau zu sein hat ein voll optimierter 9k Striker 415.000 Lebenspunkte (ohne Punkte auf dem Rucksack) und damit 27% mehr als sein 6k-Bruder (327.000). Doch wo ist da der Vorteil? "Lebenspunkte werden so schnell weggeschossen, da gehe ich doch lieber auf mehr Schaden", denken viele. Aber der Vorteil des 9k Strikers ist die Heilungsrate. Und diese ist keine 25% besser, sondern genau 80% besser!
Die Heilungsrate, also Lebenspunkte pro Sekunde, generiert sich aus dem Pool an Lebenspunkten und hat zusätzlich bei 9k einen höheren prozentualen Zuwachs. Während man die 327.000 des 6k mit 0,12% multiplizieren muss, rechnet man beim 9k Striker 415.000×0,17%. Beide Ergebnisse muss man noch ×100 nehmen und dann hat man die Heilungsrate bei 100 Stacks.
Pro Sekunde heilt ein 9k Striker also 30.000 Lebenspunkte mehr als sein kleiner Bruder! 6 Mal tickt der Lebensbalken unten und er ist wieder voll, wenn er wirklich am seidenen Faden hing. Ist er halb weg, reichen 3 Sekunden in Deckung aus, um wieder mit vollem Leben in den Kampf zu ziehen. Genau das ist die wahre Stärke des 9k Strikers! Seine Überlebensfähigkeit sucht seinesgleichen. Da kann nur noch der Nomade mithalten, wenn er denn aktiv wird.
Und klar macht er weniger Schaden als der 6k, aber immer noch mehr als alle anderen Sets da draußen. Mit 8000 Schusswaffen hat eine voll optimierte M4 etwa 22.5k Grundschaden. Da sollte man von einem Damage Dealer reden können oder? Nun, der 9k Striker mit 100 Stacks hat einen Grundschaden von 31.6k und damit also 9000 mehr Grundschaden als ein Set, was auf Schaden gerollt ist.
Und 9k Striker sind öfter in den hohen Stackgefilden als 6k Striker. Die Stacks lassen sich an nur einem Gegner hochfahren, weil dieser eben nicht nach 40 Stacks umfällt, sondern erst nach 80 oder mehr. Und dann hat man bei dem schon starken Heal sehr viel Zeit, um auch bereits Schaden auszuteilen. Während der 6k Striker noch versucht, ohne eingehenden Schaden die 100% zu erreichen oder sich bereits aktiv heilen muss, teilt der 9k einfach aus. Und das mit viel mehr Sicherheit. Dadurch dass man so schnell so stark heilt, kann man viel öfter in den direkten Kampf gehen. Facetanking ist mit 9k kein großes Problem, erst recht nicht mit einer Shotgun, wo jedes Schrotkorn einen Stack darstellt.
Sieht man sich die Werte an und erkennt man für sich, dass eine deutlich höhere Überlebensfähigkeit heutzutage wichtiger ist als etwas höherer Schaden, dann gibt es nur eine wirklich sinnvolle Variante den Stürmer zu spielen, aber das entscheidet natürlich jeder für sich selbst und vor allem nach seiner eigenen Spielweise.