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Tainted Grail: The Fall of Avalon

Tainted Grail: The Fall of Avalon
Firmen
Awaken Realms
Genres
Role-playing (RPG), Adventure, Indie

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Okay, viel später im Spiel, nämlich mit deutlich mehr als vierzig Stunden auf der Uhr, gibt's von einigen Abenteuern zu erzählen, unten im Sanktuarium der Wächter, im Wirtshaus am Kaminfeuer. Geschichten von Ogern und zweifünfzig hohen Zweihänderschwingern, Geschichten von glibbrigem Viehzeug in Seehöhlen und von Nekromanten in staubigen Grüften ...

Jau, es macht Spaß. In Punkten bewertet würde ich die allgemeine Motivationskurve auf einer recht konstanten 7 bis 8/10 einordnen. Größere inszenatorische Highlights bleiben aus, diese Momente, an die man später nachts noch wohlig zurückdenkt, wenn man im Bett liegt. Dafür gibt's aber auch keine Ausreißer nach unten, was großteils der Quicksave- und Loadbarkeit des Spiels zu verdanken ist.

Besondere Erwähnung verdient allerdings das Kampfsystem, das, etwas durch Fähigkeitenpunkte aufgewertet, wirklich Spaß macht und dem Spiel sowas wie einen USP verschafft, der es deutlich von einem Oblivion bzw. eigentlich jedem Bethesda-RPG mit seinen eher staksigen Kämpfen abhebt.
Hinzu kommt, dass einen schon das übliche Mobfutter während der freien Traverse durch die Welt gut fordern kann, während die Bossfights überaus knackig daherkommen und einem einen kleinen - kleinen - Freudenschub nach Art Souls verschaffen, wenn sie bestanden sind.

So weit, das Spiel ein Souls-Like zu nennen, würd ich allerdings anders als manch anderer nicht gehen, denn dafür fehlt die allgemeine (An-)Spannung, die durch das Seelenhaushalten entsteht, sowie generell eine besonders belohnende oder motivierende Erkundung, wobei es sich tatsächlich um eine Schwäche des Spiels handelt.

Aktuell hänge ich übrigens immer noch in im Gebiet 'Hörner des Südens' rum, und im Logbuch finden sich immer noch genügend Gründe, in die Welt hinauszuziehen und Quests zu erledigen.

Mal grob über den Daumen gepeilt, also quasi in die Glaskugel geschaut, könnte die 100-Stunden-Marke gerissen werden, selbst wenn nach diesem nur noch zwei oder drei Gebiete in dieser Größen- und Umfangordnung folgen.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Kann mir mal jemand einen Schubser in die "richtige" Richtung geben?

Da gibt's im Norden der Karte Hörner des Südens, auf der ich nach wie vor rumhänge, diese Bienenkolonie, die man per soulscher Questreihe erreicht. Und dort trifft man auf die Queen. Und die Queen erzählt einem beunruhigende Dinge, und der anschließende Tagebucheintrag deutet auch nicht darauf hin, dass mit der Queen gut Kirschen essen ist. Also denke ich mir, nein, ich nehm deine Quest nicht an, unschuldige Leute um die Ecke zu bringen.

Problem allerdings: Wenn ich mich entscheide, die Queen zu bekämpfen, verpasst sie mir einen Einlauf, der sich gewaschen hat. Da zieht sie mir das Fell über die Ohren. Da gibt es einen Satz warmer Ohren.

Ehrlich, ich haue mit meinem gar nicht mal so schwächlichen Blutschwert des garstigen Todes auf der Tante rum, bis die Ausdauer komplett weg ist, und verursache quasi keinen am HP-Balken ersichtlichen Schaden. Und wenn sie zuhaut - und sie hat jede Menge Arten zuzuhauen drauf -, reißt sie mir ein Viertel des Lebensbalkens.

Bisher, und weil die Lernkurve relativ flach verläuft, war ich der Ansicht gewesen, die Viecher würden mit dem Spielerlevel skalieren. Und vielleicht tun sie das ja auch. Das wäre dann aber umso mehr ein Problem in diesem, für mich grad so ziemlich unschaffbaren Kampf.

Also hat jemand heiße Tipps? Wie seid ihr denn bei der Quest vorgegangen? And try keepin' it spoiler-free please. :)
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Okay, bei der Queen hat sich nun - nach etwas "Recherche" - erwiesen, dass man die Quest auch später noch angehen kann. Sowieso bin ich recht froh, dass man offenbar zwischen bereits besuchten Arealen hin- und herwechseln kann, was ein ganz anderes Pacing im Spiel erlaubt.

Na jedenfalls: Wenn ich es nach Cuanacht schaffen will, muss ich der Hauptquest folgen, und die Hauptquest sagt gerade, dass ich Galahad um die Ecke bringen soll.

Gehe ich zu ihm, wird ein kurzes Filmchen abgespielt, das den Dude nicht im allersympathischsten Licht erstrahlen lässt ... und dann hab ich im folgenden Dialog die Möglichkeit, nebst diversem Nebengeplänkel, zu entscheiden, ob ich ihn angreife, wie vom Questgeber aufgetragen, oder mich von ihm bequatschen lasse.
Option 2 hab ich noch nicht ausprobiert, einfach weil ich den Typen nicht leiden kann und ich kein Interesse an einer Zusammenarbeit in irgendeiner Form habe.

Allerdings: Greife ich ihn an, geht's anschließend fast genauso wie im oben erwähnten Kampf gegen die Queen zu, nämlich dass der Dude mit seinem Riesenschwert fuchtelnd durch die Gegend springt und nebenbei noch mit allerlei magischem Gedöns auf mich schießt ... da gibt's diese "Druckwelle", die wenn sie trifft einen auf den Hintern befördert, und während man hilflos zusieht, wie sich die Figur aufrappelt, ist der kack Gegner auch schon da und gibt einem den Rest.

Dieser Kampf könnte machbar sein, auch wenn ich bis zu einem Erfolg noch verflucht viele Federn lassen würde.

Aber grad nervt mich, dass mich das Spiel offensichtlich in eine bestimmte Handlungsweise quetschen will, indem links und rechts des Weges solche Roadblocks gesetzt werden. Nein, Spiel, ich will nicht in irgendwelche Ränke zwischen den Wächtern und den Leuten von der Tafelrunde verwickelt werden - ich will mein verdammtes Questziel erreichen und den "Butcher" umhauen.

Jetzt aus Bequemlichkeit klein bei zu geben, wäre echt schlechter Stil. Aber wie gesagt, der Kampf ist eigentlich auch keine besonders gangbare Option.

Leider muss diese Quest fürs Fortschreiten erledigt werden, anders als das Ding im Bienenstock.
 

DeluxeCapacitor

Frührentner
Allerdings: Greife ich ihn an, geht's anschließend fast genauso wie im oben erwähnten Kampf gegen die Queen zu, nämlich dass der Dude mit seinem Riesenschwert fuchtelnd durch die Gegend springt und nebenbei noch mit allerlei magischem Gedöns auf mich schießt ... da gibt's diese "Druckwelle", die wenn sie trifft einen auf den Hintern befördert, und während man hilflos zusieht, wie sich die Figur aufrappelt, ist der kack Gegner auch schon da und gibt einem den Rest.

Dieser Kampf könnte machbar sein, auch wenn ich bis zu einem Erfolg noch verflucht viele Federn lassen würde.
Den habe ich gleich beim ersten mal weggehauen, aber ich weis nicht mehr auf welchem Level ich dort war, wohl schon recht hoch für den Zeitpunkt im Spiel, da ich etwas Grind betrieben habe. Schwierigkeit auf normal.

Nutzt Du Beschwören? Beschwörung ist eine grosse Hilfe, da die Kreaturen den Gegner ablenken.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Ah ja, das heißt, dass die Theorie mit den skalierenden Gegnern entweder hinfällig ist, oder dass meine Figur unterentwickelt ist.

Nein, Beschwörungen nutze ich nicht, und ehrlich gesagt hab ich kaum Punkte in Spiritualität investiert, weil ich mehr der Nahkampfdulli in solchen Action-RPGs bin, jedenfalls beim ersten Durchgang. Entsprechend hoch ist der Einhandwert, was aber angesichts mangelnden Schadens nicht so viel bringt.

Mit Schild arbeite ich übrigens auch nicht oder generell mit Blocken - wie es sich für einen Meuchler gehört, wird per Alt dem Angriff ausgewichen. Das ist leider nur in diesem Kampf nicht so einfach, weil quer über die Arena Zeugs verteilt ist, an dem man gern mal hängenbleibt.

Level ist übrigens, äh, 28 oder so afaik.

Na ja, gut zu wissen jedenfalls, dass der machbar ist und dass ich anscheinend nur die "richtige" Strategie entwickeln muss.
 

DeluxeCapacitor

Frührentner
Ich würde als Backup wenigstens 1-2 Punkte in Beschwörung investieren. Es müssen ja nicht gleich 6 Kreaturen auf einmal sein. aber ein kleines Rotkäppchen kann schon genug nervig für den Gegner sein. Wenn dein Magie Level hoch genug ist, kannst Du direkt wenn die Kreatur stirbt, eine neue Beschwören. Das gibt Dir dann kleine Zeitfenster wo der Gegner mit der Kreatur beschäftigt ist, um hart reinzuschlagen. :D

Und Einhändig macht in dem Kampf nur Sinn mit Schild, oder eben Beschwörung, auf der anderen Hand.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Hm ja, irgendwie muss ich fundamental was am "Build" ändern, denn der Meuchler, der alles ohne je gesehen zu werden wegschleicht, sieht mal absolut kein Land in diesem Kampf.

Mein bester Versuch (von sechs oder mehr) war bei 10 Prozent seines Balkens geendet. Also echt knapp. Umso frustrierender war es, ins Gras zu beißen. Sowieso erscheint mir der Kampf viel zu random in dem Sinne, dass man nicht viel lernen kann. Es ist ein unheimlich stressiges Um-den-Gegner-Tänzeln - denn auf Distanz willst du ihn nicht haben -, um hin und wieder einen Treffer zu landen, der ein winziges Stück Balken abzwackt.

Zwischendurch dachte ich, ich speicher bei einem vielversprechenden Versuch zwischen, aber in dem Moment, wo man nach oben zu F5 umgreift, hat man sich auch schon so eine Druckwelle gefangen, die pretty much immer den Tod bedeutet.

Man liest vielleicht zwischen den Zeilen, dass ich ziemlich angepisst von dem Dulli bin. Und ehrlich gesagt finde ich das auch äußerst schlechten Gamedesign-Stil, einen für diesen Kampf zu nötigen, an seinem Charakter rumzuwerkeln, der ja mit einem (mehr oder weniger gut geratenen) Plan entstanden ist. Theoretisch könnte ich diesen "Ursprungstrank" einwerfen und alle Punkte neu verteilen - aber näh, das Wertegefummel ist schon generell nicht mein Lieblingsaspekt an Rollenspielen ...

Na ja, mal sehen. Kommt Zeit, kommt vielleicht Rat. Oder das Spiel wird wie so viele vor ihm versanden. :cautious:
 

DeluxeCapacitor

Frührentner
Das Spiel ist leider diesbezüglich nicht balanced. Magier oder Magie Skills sind fast unabdinglich. Hier gilt, etwas Magie, schadet ja nie. ☺️

Es kommt etwas später noch ein Bosskampf, der ohne auch etwas härter sein dürfte als mit.

Schwierigkeit eins runter, nur für den Kampf. Besser als Frust. 🙏
 

DeluxeCapacitor

Frührentner
Bin rasch ins Spiel. Gespeichert im DLC (Hauptspiel noch nicht durch). Habe da auch noch ein paar Stunden vor mir.
Mit diesem Build bis jetzt, auf normal, keine grossen Probleme.

Und falls es mal härter wird, benötige ich einfach mehr Gesundheitstränke. 🥵

Fall of Avalon 02.07.2026 21_18_41.pngFall of Avalon 02.07.2026 21_19_22.png
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Okay, ich musste nun wirklich dreimal tief durchatmen, nachdem das Spiel per Alt & F4 ins Nirwana beendet wurde.

Die gute Nachricht: Galahad liegt im Dreck und ich bin seiner Ausrüstung habhaft geworden. Das war mit Waffenöl mit Gifteffekt dann tatsächlich gar kein allzu großes Problem mehr - beziehungsweise wusste ich weißt Gott, wie ich auf seine Angriffe zu reagieren hab. Wichtig war, ihm auf die Pelle zu rücken, um bloß das Geheile zu unterbinden.

Anschließend - aber darauf hätte ich vorbereitet sein können - stürmen vier Minions in die Höhle, zwei Ritter und zwei Bogenschützen. Die waren dann noch mal fast so lästig wie der Boss selber, aber ebenfalls irgendwie - und unter Einsatz vieler Mahlzeiten - machbar.

Aber was dann folgt ...

Verlässt man die Höhle, steht man plötzlich in einem Haufen von sechs oder mehr Gegnern, die von allen Seiten hereinströmen und höchstens mehr werden, und muss um sein Leben kämpfen.

Da war dann endgültig Schicht im Schacht - bei meinen Fähigkeiten in Relation zur Ausrüstung, und bei meiner Geduld.

F♥ck dich, Entwicklermensch, der sich so eine G♥lle einfallen lässt.

Wahrscheinlich wäre ich problemlos aus der ganzen Geschichte herausgekommen, hätte ich das getan, wovon ich denke, dass es "Kanon ist", nämlich auf Galahads Worte einzugehen und dann in irgendwelche niederen Ränke verstrickt zu werden.
Aber nein, schon allein, weil du mich mit aller Macht daran hindern willst, Entwicklermensch, will ich jetzt mit dem Kopf durch die Wand - und wenn es bis zum Sanktnimmerleinstag dauert, wird jeder einzelne Heini, der mir mitm Schwert vorm Gesicht rumfuchtelt, in den Dreck geschickt.

Das ist jetzt was Persönliches geworden.
 
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