Der frühe Vogel... Oder so...

(Okay, vielleicht habe ich auch mal wieder seit langen fast die Nacht durchgemacht

)
Ich bin immer noch im "Startgebiet" ("Ruhige Zone") unterwegs, könnte allerdings auch schon in andere Bereiche "reisen", allerdings sind dort die Gegner eben so skaliert, dass es kein Sinn macht (Stichwort: Bloodsucker die "Bulletsponges" sind). Auch ist manch ein Zugang - wohl Storybasiert - tatsächlich noch "gesperrt".
Macht aber gar nix, denn A) ist sogar das Stargebiet voller Missionen/Nebenquests, da hat man genug zu tun und B) gibt es allein im Startgebiet so viel zu entdecken... Wie bereits geschrieben... Dieses Feeling aus den Vorgängern ist (noch) in jeder Sekunde spürbar. Ich hab damals schon beim Zocken ständig drüber nachgedacht, wie das wohl im "echten Leben" in der Sperrzone sein mag, jetzt mit der Unreal Engine kommt natürlich nochmals ein ganz anderers Feeling mit dazu.
Es sieht einfach fantastisch aus, ist voller Details und jede noch so kleine, verfallene Hütte steigert dieses Feeling enorm.
Ja... Es ist (bislang) nicht besonders abwechslungreich (Auch die Missionen sind im Kern bislang immer gleich - Gehe zu A, erledige Aufgabe XY, komme zurück - Aber eben gut "geschrieben") , und ja, auch gibt es (jetzt schon) verdammt lange Laufwege, die mitunter sehr "langweilig" sind (vor allem, wenn man sich auf den Straßen/Wegen bewegt, die in den meisten Fällen sehr harmlos sind). Packt einen aber mal der Erkundungsdrang, kann es auch mal ganz schnell, ganz böse enden!
Stalker ist eben wirklich nicht ein 08/15 Shooter, es stimmt schon... Jeder "Trip", ja sogar jeder Tag (Schlafen ist ungemein wichtig!) will sehr gut geplant sein. Mehr als noch bei Fallout ist es wichtig, drauf zu nackten was man im Rucksack hat und wasan vielleicht besser in seiner persönlichen Kiste lässt. Daher wird man sogar schon im Startgebiet zig Mal zurück zum "Hub" laufen, um dort seine Beute zu verkaufen oder einzulagern.
Ich bin wirklich mal gespannt, wie es in den anderen "Arealen" so abgeht, besonders gespannt bin ich natürlich auf Pripyat (mit seinen ikonischen Orten) und das Kraftwerk selbst gespannt.
Auch ob es dort dann zu größeren technischen/spielerischen Pannen kommt.
Denn auch das gehört wohl zur Wahrheit...
Stalker 2 ist an ein paar Stellen tatsächlich (noch) nicht ganz rund. Ich hab zum Beispiel ein Missionsmarker, bei dem ich die entsprechende Person nicht finde (entweder ich bin blind, hab irgendwas übersehen oder es ist tatsächlich ein Bug), leider ist es sogar eine Hauptmission. Zudem gibt es halt die "üblichen" Probleme mit NPC, Clippingfehler, komische Animationen wenn man nicht direkt "Face to Face" zu ihnen steht, nicht immer logische Laufwege oder auch mal gerne ein Sprinten voll in die Schußbahn.
Auch habe ich festgestellt, dass der KI auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad ("Anfänger") wohl einfach das Licht ausgeknipst worden ist. Sprich: Da ist tatsächlich nix von einem "intelligentem" Verhalten zu sehen. Die meisten Gegner gehen ein paar Schritte,drehen sich meisten dann nochmals im Kreis und bleiben dann auf der Stelle stehen bis man sie abgeschossen.

Sogar die Bloodsucker springen einen dann nicht mehr plötzlich an. Geht man mit dem Schwierigkeitsgrad allerdings dann hoch ("Stalker" o. "Veteran"), sieht das wieder ganz anders aus. Dann flankieren die Gegner einen, halten natürlich deutlich mehr aus agieren auch viel logischer. Das macht also viel aus und macht Stalker eben zu einem recht anspruchsvollen Game. Allerdings muss man auch sagen, dass die KI jetzt nicht unbedingt Weltklasse ist, aber auf "Anfänger" eben völlig wie trockenes Brot agiert.
Brot ist ein gutes Stichwort... In dem Video des Gamestar wurde ja kritisiert, dass man "ständig" essen muss. Ja, das stimmt... Sofern mal völlig überladen und übermüdet ist. Schläft man ausreichend, achtet ein bisschen auf seine Kondition, reicht eigentlich ein Stück Brot mit Wurst (Ist sogar ein Gamescore-Erfolg

) am Morgen und eine Dose... Eintopf am Abend. Klar hätte man das "Survivalelement" noch deutlich mehr ausbauen können, grad in Sachen Strahlung (Die ist bislang halt Strahlung, wenn man ihr aus dem Weg geht, ist alles gut) und vielleicht ja auch bei Nahrung/Flüssigkeit (Wasser/Bier/Schnaps ist ja eher "nur" ein Buffet und/oder hilft minimal gegen Strahlung - Macht aber eben betrunken & erschwert somit eben das Laufen/Zielen), aber dann hätte es wahrscheinlich wieder Gejaule gegeben, dass es viel zu viel wäre (mal abgesehen vom Gamestarvideo - kann ich so nicht nachvollziehen).
Man merkt schon dass viele Dinge ineinander greifen, wie eben die Last im Rucksack, der Zustand der Waffen, Anomalien im Umfeld und und und... Das "Problem" bei Stalker ist eben auch, dass man kaum bis gar nicht an die Ahdn genommen wird. War damals in den Vorgängern nicht anders finde ich persönlich auch gut so, macht ein "Spiel" aber eben nicht grad zugänglicher sondern eher eben anspruchsvoller.
Nichtsdestotrotz mag ich Stalker 2 bis hier her schon verdammt gern allein schon aufgrund der genialen Atmosphäre. Die Story ist bislang okay, wird sicherlich keinen Oscar gewinnen, reicht aber völlig um gut "in die Zone" reinzukommen, Technisch ist es (bislang) völlig okay, da haben andere (größere!) Spiele scho ganz andere Katastrophen abgeliefert. Kann natürlich sein, dass es im späteren Spielverlauf noch "schlimmer" wird... Das wird sich dann zeigen...
Aber bis hier her... Ist es ein verdammt guter Nachfolger von einer verdammt guten "Serie". Ich bin schwer begeistert, wie es nach all den vielen Jahren weitergeht. Und ja, ich bin ein ziemlicher Fan der Stalkerreihe!

