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Spieletipps - wem vertraut ihr?

cts

Rentenbezieher
Generell mit selbst was ich sehe in Gameplay-Videos. Bei etwas hardcorigen Genres wie z.B. Sim-Racing, gehe ich auch auf einen Pool an Genre-Experten auf Youtube, die können am besten beurteilen was Fahrphysik und Co angeht.
 

Kant ist tot!

Aushilfe der Essenausgabe
Geschriebene Spieletests meide ich, da die Tester entweder zu jung sind oder MMn. nicht mehr wissen wie man ein Spiel objektiv beurteilt.
Es gibt keine Objektivität. Ist aber auch Wurst, so lange die Person, die irgendwas reviewt, vernünftig begründen kann und man selbst am besten noch in der Lage ist, deren Geschmack einzuschätzen.

Ansonsten wurde schon viel genannt, wo ich auch gerne reinschaue. In Bezug auf klassische Reviews gefällt mir SkillUp am besten. Ich finde die Reviews von der ganzen Rhetorik her super stark, so dass ich da einfach wirklich gerne zuhöre.
 

L.Kwas

Frührentner
Mh die Spieletests der typischen Gamingmagazine beispielsweise nehme ich schon zur Kenntnis, aber allzu viel geben mir diese nicht, denn ich habe oft den Eindruck, dass sich die Tester aus Zeitmangel und mangelnder Kompetenz oft nur oberflächlich mit der Materie befassen - halt die Jack of all Trades and Master of None bzw. Hansdampf in allen Gassen Problematik, die Tester müssen viele Neuveröffentlichungen in Folge abfrühstücken, und haben schlicht keine Zeit, sich wirklich in irgendwas zu vertiefen. So kommt es dann oft vor, dass einige Spiele dank hübscher Grafik und Präsentation viele Bestnoten und Awards einheimsen, wo ich dann davor sitze und angesichts der spielmechanischen Belanglosigkeit und Langeweile nur den Kopf schütteln kann.

Großteils hör ich mittlerweile auf mein Bauchgefühl, und glücklicherweise bieten wieder mehr kommende Spiele auch Demos an. Daneben halt noch ein paar Kanäle wie bspw. den oben von Kant erwähnten SkillUp, wo ich auch immer wieder mal reinschaue. Aber sklavisch halt ich mich an nüchts.
 

FrancisYorkMorgan

Altenpfleger
In der Regel tatsächlich mir selbst. Ich weiß ja was mir gefällt und meistens liege ich auch richtig. Überraschung 😁. Ansonsten schaue ich seit Jahren Rakentenjansel auf YouTube, ich mag seine Art und seinen Humor (auch wenn ich seine Liebe für JRPGs nicht teile), dadurch sind auf jeden Fall einige Titel hinzugekommen, die ich sonst wohl nicht angefasst hätte.

Durch den Gamepass oder Playstation Plus Extras/Premium ist es in den letzten Jahren aber auch so viel einfacher an verschiedene Spiele unterschiedlicher Genres ranzukommen, es kommt sehr häufig vor, dass ich einfach mal in 1,2 Games reinschaue, wenn's nicht gefällt, ab zum nächsten. Ist auch ein Grund, warum ich immer weniger wirkliche "Spieletests", sei es in Print- oder Videoform konsumiere.
 

teltow

Altenpfleger
Nachteil ist, dass einem auf diese Art so manches Spiel entgeht, das einen zweiten Blick wert wäre.

Ist mir mit Days Gone so gegangen, das sich heute in meinen Top 10 befindet.

Da spielt es auch keine Rolle, ob Berichterstattenden nun bezahlte Influencer sind oder klassische Presse, die nur Zugang erhält.

Bezahlte Spieleinfluencer sind ja mal ein spannendes Thema =) Gibts hier irgendwo ne Liste? Warhorse hat ja ganz großzügig Codes für alle möglichen Blogger rausgehauen. Machen das alle Studios, Influencer bezahlen? Ich meine man kann das dem Video dann oft ansehen (anhören eher), ob das bezahlt war oder nicht.

Game Two, Greg's RPG Heaven und The Pod

Schon paar mal gehört hier. Werde ich mir alle mal dezidiert vor Augen führen. Alles in allem lasse ich mich wohl schon von Reviews beeinflussen, positiv wie negativ. Und ich liege immer wieder falsch damit. Bei KCD auch. Hakelig hiess es, Kampfystem blöd, Schlösserknacken doof, bugs.. nichts davon hat mich im Entferntesten gestört als ichs dann letztlich für quasi nichts am Ende letztes Jahr gekauft habe. Das meiste fand ich eher positiv.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Bezahlte Spieleinfluencer sind ja mal ein spannendes Thema =) Gibts hier irgendwo ne Liste? Warhorse hat ja ganz großzügig Codes für alle möglichen Blogger rausgehauen. Machen das alle Studios, Influencer bezahlen? Ich meine man kann das dem Video dann oft ansehen (anhören eher), ob das bezahlt war oder nicht.

Nicht unbedingt. Ich weiß nicht, ob man im deutschsprachigen Raum angeben MUSS, ob man das Spiel vom Publisher gestellt bekommen hat. Allerdings kann man davon ausgehen, dass alle, die bereits vor oder zur VÖ ein Review draußen haben, das Spiel nicht selber gekauft haben dürften.
 

X30 C64 Forever

Altmeister
Früher habe ich der Happy Computer und der Power Play vertraut. 93 kam dann mit der PC Player ein neues Spielemagazin, das auf dem Titel mit "Spielekompetenz von Lenhardt & Schneider" geworben hat. Denen habe ich auch noch vertraut. Ich kann mich nicht erinnern, damit je schlecht gefahren zu sein. Auch wenn manche Wertungen nicht mit der eigenen Meinung übereingestimmt haben (wie z. B. die viel zu niedrige 74 % für UFO Enemy Unknown). Previews haben mich übrigens noch nie die Bohne interessiert. Halte ich auch heute noch für die größte Platzverschwendung in Spiele-Magazinen.

Das Vertrauen ist in den letzten Dekaden auf null gefallen. Was mich nicht dran hindert, mir einmal im Jahr einen Readly-Monat zu gönnen, um die verpassten Ausgaben nachzuholen. Wobei aber eigentlich nur noch die M!Games lesenswert ist.

Ansonsten "vertraue" ich nur noch Tendenzen. Wenn ein Spiel auf Steam "overwhelming positive" ist, kann es kein Totalausfall sein. Ähnliches gilt für User-Meinungen auf meta- oder opencritic.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Tests und Previews im Netz, Newsseiten, Youtube etc. traue ich schon eine ganze Weile nicht mehr und Demos oder Refunds sind nicht mein Ding.
Bleiben also nur die Erfahrungswerte, auf denen ich aufbauen kann. Wenn man wie ich, fast alles zockt, kann man sich zumindest einen groben Überblick auf das zu Erwartende verschaffen.
Wird z.B. ein lange erwartetes Spiel also oftmals verschoben, könnte es evtl. aus der Entwicklerhölle kommen und dementsprechend der Aktualität hinterherhinken. Siehe Test Drive Unlimited Solar Crown. Steht der Entwickler aber unter Zugzwang, wie aktuell Ubisoft im Fall von Assassin's Creed Shadows, könnte das Spiel durch eine Verschiebung sehr gut werden! Erfahrungswerte eben.

Außerdem sagt mir die Erfahrung, dass es heute, im Gegensatz zur PS360 Ära, nicht mehr sinnvoll ist, Spiele direkt zum Release zu kaufen. Updates können ein zum Release schlechtes Spiel regelrecht gesund patchen, aber es geht leider auch umgekehrt.
Auch große Publisher fallen heute manchmal mit ihren Produktionen auf die Nase, siehe Cyberpunk 2077.

Bei fortlaufenden Serien wie Call of Duty von Actiblizz/MS oder FC 25 oder F1 von EA kann man eigentlich keine Fehler machen. Es sei denn, man spielt auf veralteter Hardware oder eine neue Engine kommt zum Einsatz. Dann ist auch dort Vorsicht geboten.
Auch gewisse bekannte Franchises wie GTA VI können quasi nicht floppen. Aber man sollte skeptisch sein, wenn jemand seinen Titel als "AAAA Produktion" schmackhaft machen will (Skull and Bones).

Printmedien, wie z.B. die M!Games, sind leider heutzutage dank Embargos, fehlenden Testmustern usw. nicht mehr aktuell. Dennoch ziehe ich eine solche Quelle allen anderen Medien vor. Man muss heute nicht mehr wirklich jedes Spiel zum Release kaufen, alleine schon wegen der gestiegenden Preise für große Produktionen und deren "Blockbuster"-Stempel.
Die Redakteure sollten vertrauensvoll und erfahren sein, Werbung nebensächlich und dann klappt's auch mit dem Nachbarn.
Das langsame Sterben der Printmedien macht die Auswahl allerdings nicht einfacher. Was in Computerbild-Spiele kürzlich noch hochgelobt wurde, kann zwei Wochen später schon wieder offline gegangen sein (Concord).

In der Not rate ich allen in den sauren Apfel zu beissen. Jeder macht mal einen Fehlkauf und hinterher ist man schlauer. Ich habe auch schon viel Schund gekauft, weil ich nicht gut informiert war oder einfach auf Werbeversprechen hereingefallen bin.
Allerdings hat das auch die positive Seite, dass man nächstes Mal mit etwas mehr geschärften Verstand das Objekt der Begierde angeht. Aus Fehlern zu lernen ist meiner Meinung nach der beste Weg zu den besten Games. Ein gesundes Selbstvertrauen kann dabei sehr hilfreich sein.
 

teltow

Altenpfleger
Etwa 30 Jahre immer wieder Fehlkäufe =) noch nicht schlauer aber etwas seltener doof.
GTA ist mE die einzige Franchise die nicht floppen kann. Aber nur einmal (nicht). Und je nach Geschäftsbedingungen (mir schwant Übles) und Preis vielleicht nicht mal einmal.
 

L.Kwas

Frührentner
Wenn ein Spiel auf Steam "overwhelming positive" ist, kann es kein Totalausfall sein. Ähnliches gilt für User-Meinungen auf meta- oder opencritic.
Da neige ich persönlich eher zur Vorsicht. Gerade bei kleinen Indiespielen passiert es öfters mal, dass die Entwickler Codes an ihre Discord-Kumpels verteilen, oder durch nen dicken Freundschafts- und Sympathiebonus werden gute Steam User Reviews eingeheimst.
So etwa geschehen bei Bleak Faith: Forsaken, einem Indie-Soulslike von einem sehr kleinem 3-Mann-Studio. Das Spiel sitzt auf einem "Größtenteils positiv" bzw. "Sehr positiv", aber als ich es angespielt hatte damals, da war es kompletter Murks, kann ich nur dringend von abraten.

Bei User Reviews auf bspw. Metacritic bin ich auch äußerst skeptisch, denn dort darf jeder seinen Senf dazugeben, ohne überhaupt nachweisen zu müssen, ob die das Ding überhaupt gespielt haben.

Dazu kommt auch noch das leidige Thema Culture War, und es wird nicht mehr länger das Spiel selber, sondern das Drumherum auf sozialen Netzwerken bewertet und derlei.

Siehe dazu etwa Lords of the Fallen (2023), das seit dem jüngsten Update plötzlich 9/10 und 10/10 User Reviews einheimste, weil die Entwickler "nicht woke" und "gegen DEI nonsense" seien und so ein Spökes. Wobei es danach aussieht, dass Metacritic aktuell einige davon wieder löscht.

Bei dem kommenden Kingdom Come Deliverance 2 rechne ich auch mit vielen negativen User Reviews, die nur sehr tangential etwas mit dem Spiel selber zu tun haben werden.
 
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