StephanKo
Kaffeefahrtpendler
Ich pack dann einfach mal einen Erfahrungsbericht meines letztens Spiels mit rein 
Civilization: Deutschland
Gegner: 19
Kartengröße: riesig, Kontinente
Stadtstaaten: 3
Katastrophenintensität: 2
Siegbedingungen: Punktsieg, 500 Runden
Schwierigkeit: König (5)
Regeln: Erweiterung Gathering Story
ansonsten Standard
Vorab, ich habe das Spiel nicht komplett gespielt, die Gründe folgen
Bei der Kartengröße mit 19 gegnerischen Zivilisationen kommt die Xbox One X ein wenig an die Grenzen; wie auch bei einem Standard PC kann es gerade im späteren Verlauf mal über eine Minute dauern bis ihr wieder dran seit. Ich spiele mit der zweiten Erweiterung, einiges davon ist nicht im Hauptspiel beinhaltet; soweit ich das weiß, habe ich es entsprechend blau markiert.
Los gehts. Eine riesige Karte hört sich entsprechend an, jedoch ist man bei der Menge an Zivilisationen auch recht schnell an den Grenzen der anderen dran. Mir war es also zunächst wichtig meine Grenzen zu sichern, also mussten Siedler her. Da natürlich auch Barbaren im Spiel waren wurde zunächst ein Krieger und Schleuderträger ausgebildet, zwei Späher habe ich zudem durch freundliche Dörfer erhalten. Und wie zu erwarten dauerte es keine 5 Runden, da war ich schon auf die ersten Nachbarzivilisationen gestoßen.
In meinem Fall waren das die Amerikaner und die Franzosen unter Eleonore von Aquitanien. Es hätte mich da schlimmer treffen können, allerdings hat die nette französische Dame eine gar nicht so nette Eigenschaft, Große Werke in ihrem Reich versuchen -1 Loyalität bei den anderen. Loyalität hört sich erstmal nicht schlimm an, ist aber elementar. Im Gegensatz zu einigen der Vorgänger des Spiels haben die quasi - und das wusste ich so direkt nicht - die Kultur hinsichtlich der Übernahme von Städten übernommen; sprich, baut man zu nah an ihren Grenzen, muss man mit einer Rebellion der Städte und entsprechender Übernahme rechnen. Böse.
Ich bin kein allzu kriegerischer Spieler; Militär setze ich meist nur gegen Barbaren ein oder wenn ich sehe das ich den Krieg schnell zu meinen Gunsten beenden kann. Meist ist dies aber erst in späteren Epochen meine Wahl. Die Barbaren stellten sich als recht lästig da, also mussten mehr Einheiten her und auch schnell die Bogenschützen erfunden werden. Ansonsten habe ich zugesehen das ich meine Grenzen zum Amerikaner und - im weiteren Umkreis - auch der Französin abgesichert habe. Es waren quasi drei Grenzstädte, die beiden Siedler habe ich in meiner Haupstadt direkt nach den Kriegern produziert und mich erst danach mit Handwerkern um den Ausbau gekümmert.
Das klappte erstaunlich gut, allerdings hatte ich auch das Glück auf meiner Seite. Im Gegensatz zu mir, kam die werte Französin so überhaupt nicht mit den Amerikanern aus; der aber wesentlich stärker war. So war ich erstmal aus allem kriegerischen raus, während der Amerikaner den Großteil der französischen Städte einnahm. Ich konzentrierte mich weiterhin neue Städte zu bauen, was allerdings ein Problem des Platzes wurde; knapp 6 Städte habe ich auf meinem Grund noch hinbekommen und versucht diese so ausgewogen wie möglich hinzubekommen. Eine Stadt war hauptsächlich für den Handel zuständig, eine übernahm Kultur, eine weitere Wissenschaft, und so weiter.
Problematisch wurde es bei der Anzahl mit Weltwundern und den Status Quo zu erhalten und somit nicht in das dunkle Zeitalter zu fallen. Das wird in jeder Epoche neu berechnet und richtet sich nach Punkten (wie etwa für das Beseitigen von Barbaren, Städteausbau, etc.) und konnte jedes Mal noch recht knapp von mir erreicht werden. Auch das ein oder andere Weltwunder konnte ich mir sichern.
Soweit so gut, nur war weiterhin Land knapp. Und der Amerikaner als direkter Gegenspieler hatte irgendwie eine Menge mehr richtig gemacht als ich, in der Wissenschaft war er mir weit überlegen. Auch sein Krieg gegen die Franzosen lief dank Überlegenheit recht gut. Allerdings hat er da wohl zu stark auf den militärischen Aspekt gesetzt; die von ihm eroberten Städte rebellierten recht kurz danach. Hier kommt dann der Loyalitätsbonus ins Spiel; glückliche und große Städte haben einen entsprechend hohen und können andere Städte an den Grenzen zum Überlaufen bewegen. Und meine Städte waren zum Glück groß und glücklich
Von den vier vom Amerikaner eroberten Städte sind drei zu mir übergelaufen, die ich - dank Umsiedlung meiner Governeuere - auch tatsächlich vor dem erneuten Überlauf zu den Franzosen hindern konnte 
Es lief also eigentlich. Eigentlich deswegen, weil der Amerikaner mir wissenschaftlich immer noch sehr weit voraus war. Und mit ihm noch zwei bis drei Nationen, der Rest hatte so in etwa mein Niveau. Ich versuchte mit Campus und Bibliotheken/Universitäten gegenzusteuern, was mir aber nur teilweise gelang. Hinzu kam, das ich durch diplomatische Kanäle immer mehr Zivilizationen kennenlernte; was nicht nur vom Vorteil ist. Klar, man kann mit ihnen Handeln. Aber nicht alle sind freundlich gestimmt. Das hängt von mehreren Faktoren ab; hat man beispielsweise eine andere Regierungsform oder Ausrichtung, bringt das Minuspunkte. Das gleiche wenn man zu viel/zu wenig Militär hat, eine andere Religion oder Ausrichtung hat. Auch langjährige Beziehungen oder das erfüllen einer Agenda des jeweiligen Staatsoberhaupts tragen dazu bei. Es ist hier also schon ziemlich wichtig seinen Gegenspieler zu kennen und entsprechend gegenzusteuern.
Zu dem Zeitpunkt kamen dann verschiedene Faktoren auf mich zu, die mich vor Probleme stellten. Der militärische Chinese mochte mich nicht und schickte erstmal Spione zu mir rein. Die sind in diesem Spiel nicht zu vernachlässigen. Neben dem typischen wie Technologien klauen oder Unruhen anzetteln konzentriert sich die KI gerne mal darauf Rebellen zu generieren, die dann vor meinen Städten stehen und meine Modernisierungen oder Spezialbezirke zerstören. Um das abzuwehren brauch man Gegenspione im richtigen Bereich; um beispielsweise Rebellen zu verhindern muss ein Spion - möglichst gut ausgebildet - im Wohnbereich stehen. Spione werden aber nur besser, wenn sie selbst riskante Manöver erfolgreich durchführen oder Spione entdecken.
Das konnte ich aber noch ganz gut abfedern, problematischer wurden die Naturkatastrophen. Sie waren bei mir nur auf Stufe 2 und eine Überschwemmung oder Dürre geht nach ein paar Runden vorbei, auch die Schäden repariert man recht schnell. Ein größeres Problem sind aber die Überschwemmungen der Küstengebiete, die ab der Moderne ins Spiel kommen und gerne mal ein wenig Landmasse dauerhaft überschwemmen. Eine Maßnahme dagegen sind Überschwemmungsdämme. Das große Problem dabei, das Spiel denkt über den Fortschritt aller Zivilisationen, nicht der eigenen; sprich, da mir einige Zivilisationen wissenschaftlich ordentlich voraus waren und entsprechend CO2 produziert haben, konnte ich diese Dämme noch gar nicht bauen. Was mich einige Felder gekostet hat an den Küsten, wo natürlich auch die meisten meiner Städte waren...
So circa bei Runde 320 von 500 kam dann aber das Problem meiner Spielweise zum tragen; zu wenig Militär. Ein mir wenig freundlicher (weil wieder aggressiver) Zulu-Herrscher erklärte mir kurzerhand einen Überraschungskrieg, wodurch recht schnell eine meiner Städte gefallen ist. Die hätte ich wahrscheinlich wieder zurückbekommen und mich auch da noch gerettet, ich habe hier aber aufgehört weil mir die Rundenzeit einfach zu lang war. Bei so vielen Zivs hat man eigentlich nur die Möglichkeit militärisch vorzugehen, ansonsten zieht man zwei, drei Einheiten und gibt alle paar Runden mal was neues in Auftrag, das war mir aber dann doch zu lang.
Fazit: Das nächste Spiel werde ich mal wieder eher mit 7 bis 10 Zivilisation beginnen. Das waren dann doch zu viele, zumal ich militärisch kein guter Spieler bin. Und bei der Anzahl der gegnersichen Ziviliationen geht ein großes Reich eigentlich nur mit Eroberungen. Dennoch, es hat Spaß gemacht
Und gelernt habe ich auch wieder einiges. Auf Schwierigkeitsstufe Prinz (Stufe 4) verzeiht einem das Spiel noch recht viel, auf König muss man aber schon einiges mehr planen. In den bisherigen Spielen habe ich wohl auch zu sehr auf Kultur gesetzt, da werde ich ab jetzt mehr sehen das die Städte eine hohe Loyalität aufweisen. Auch werde ich das nächste Spiel wohl mit den Römern oder der französichen Eleonore von Aquitanien beginnen, die mehr zu meinem Spielstil passen.
Auf gehts in die nächste Runde
Civilization: Deutschland
Gegner: 19
Kartengröße: riesig, Kontinente
Stadtstaaten: 3
Katastrophenintensität: 2
Siegbedingungen: Punktsieg, 500 Runden
Schwierigkeit: König (5)
Regeln: Erweiterung Gathering Story
ansonsten Standard
Vorab, ich habe das Spiel nicht komplett gespielt, die Gründe folgen
Los gehts. Eine riesige Karte hört sich entsprechend an, jedoch ist man bei der Menge an Zivilisationen auch recht schnell an den Grenzen der anderen dran. Mir war es also zunächst wichtig meine Grenzen zu sichern, also mussten Siedler her. Da natürlich auch Barbaren im Spiel waren wurde zunächst ein Krieger und Schleuderträger ausgebildet, zwei Späher habe ich zudem durch freundliche Dörfer erhalten. Und wie zu erwarten dauerte es keine 5 Runden, da war ich schon auf die ersten Nachbarzivilisationen gestoßen.
In meinem Fall waren das die Amerikaner und die Franzosen unter Eleonore von Aquitanien. Es hätte mich da schlimmer treffen können, allerdings hat die nette französische Dame eine gar nicht so nette Eigenschaft, Große Werke in ihrem Reich versuchen -1 Loyalität bei den anderen. Loyalität hört sich erstmal nicht schlimm an, ist aber elementar. Im Gegensatz zu einigen der Vorgänger des Spiels haben die quasi - und das wusste ich so direkt nicht - die Kultur hinsichtlich der Übernahme von Städten übernommen; sprich, baut man zu nah an ihren Grenzen, muss man mit einer Rebellion der Städte und entsprechender Übernahme rechnen. Böse.
Ich bin kein allzu kriegerischer Spieler; Militär setze ich meist nur gegen Barbaren ein oder wenn ich sehe das ich den Krieg schnell zu meinen Gunsten beenden kann. Meist ist dies aber erst in späteren Epochen meine Wahl. Die Barbaren stellten sich als recht lästig da, also mussten mehr Einheiten her und auch schnell die Bogenschützen erfunden werden. Ansonsten habe ich zugesehen das ich meine Grenzen zum Amerikaner und - im weiteren Umkreis - auch der Französin abgesichert habe. Es waren quasi drei Grenzstädte, die beiden Siedler habe ich in meiner Haupstadt direkt nach den Kriegern produziert und mich erst danach mit Handwerkern um den Ausbau gekümmert.
Das klappte erstaunlich gut, allerdings hatte ich auch das Glück auf meiner Seite. Im Gegensatz zu mir, kam die werte Französin so überhaupt nicht mit den Amerikanern aus; der aber wesentlich stärker war. So war ich erstmal aus allem kriegerischen raus, während der Amerikaner den Großteil der französischen Städte einnahm. Ich konzentrierte mich weiterhin neue Städte zu bauen, was allerdings ein Problem des Platzes wurde; knapp 6 Städte habe ich auf meinem Grund noch hinbekommen und versucht diese so ausgewogen wie möglich hinzubekommen. Eine Stadt war hauptsächlich für den Handel zuständig, eine übernahm Kultur, eine weitere Wissenschaft, und so weiter.
Problematisch wurde es bei der Anzahl mit Weltwundern und den Status Quo zu erhalten und somit nicht in das dunkle Zeitalter zu fallen. Das wird in jeder Epoche neu berechnet und richtet sich nach Punkten (wie etwa für das Beseitigen von Barbaren, Städteausbau, etc.) und konnte jedes Mal noch recht knapp von mir erreicht werden. Auch das ein oder andere Weltwunder konnte ich mir sichern.
Soweit so gut, nur war weiterhin Land knapp. Und der Amerikaner als direkter Gegenspieler hatte irgendwie eine Menge mehr richtig gemacht als ich, in der Wissenschaft war er mir weit überlegen. Auch sein Krieg gegen die Franzosen lief dank Überlegenheit recht gut. Allerdings hat er da wohl zu stark auf den militärischen Aspekt gesetzt; die von ihm eroberten Städte rebellierten recht kurz danach. Hier kommt dann der Loyalitätsbonus ins Spiel; glückliche und große Städte haben einen entsprechend hohen und können andere Städte an den Grenzen zum Überlaufen bewegen. Und meine Städte waren zum Glück groß und glücklich
Es lief also eigentlich. Eigentlich deswegen, weil der Amerikaner mir wissenschaftlich immer noch sehr weit voraus war. Und mit ihm noch zwei bis drei Nationen, der Rest hatte so in etwa mein Niveau. Ich versuchte mit Campus und Bibliotheken/Universitäten gegenzusteuern, was mir aber nur teilweise gelang. Hinzu kam, das ich durch diplomatische Kanäle immer mehr Zivilizationen kennenlernte; was nicht nur vom Vorteil ist. Klar, man kann mit ihnen Handeln. Aber nicht alle sind freundlich gestimmt. Das hängt von mehreren Faktoren ab; hat man beispielsweise eine andere Regierungsform oder Ausrichtung, bringt das Minuspunkte. Das gleiche wenn man zu viel/zu wenig Militär hat, eine andere Religion oder Ausrichtung hat. Auch langjährige Beziehungen oder das erfüllen einer Agenda des jeweiligen Staatsoberhaupts tragen dazu bei. Es ist hier also schon ziemlich wichtig seinen Gegenspieler zu kennen und entsprechend gegenzusteuern.
Zu dem Zeitpunkt kamen dann verschiedene Faktoren auf mich zu, die mich vor Probleme stellten. Der militärische Chinese mochte mich nicht und schickte erstmal Spione zu mir rein. Die sind in diesem Spiel nicht zu vernachlässigen. Neben dem typischen wie Technologien klauen oder Unruhen anzetteln konzentriert sich die KI gerne mal darauf Rebellen zu generieren, die dann vor meinen Städten stehen und meine Modernisierungen oder Spezialbezirke zerstören. Um das abzuwehren brauch man Gegenspione im richtigen Bereich; um beispielsweise Rebellen zu verhindern muss ein Spion - möglichst gut ausgebildet - im Wohnbereich stehen. Spione werden aber nur besser, wenn sie selbst riskante Manöver erfolgreich durchführen oder Spione entdecken.
Das konnte ich aber noch ganz gut abfedern, problematischer wurden die Naturkatastrophen. Sie waren bei mir nur auf Stufe 2 und eine Überschwemmung oder Dürre geht nach ein paar Runden vorbei, auch die Schäden repariert man recht schnell. Ein größeres Problem sind aber die Überschwemmungen der Küstengebiete, die ab der Moderne ins Spiel kommen und gerne mal ein wenig Landmasse dauerhaft überschwemmen. Eine Maßnahme dagegen sind Überschwemmungsdämme. Das große Problem dabei, das Spiel denkt über den Fortschritt aller Zivilisationen, nicht der eigenen; sprich, da mir einige Zivilisationen wissenschaftlich ordentlich voraus waren und entsprechend CO2 produziert haben, konnte ich diese Dämme noch gar nicht bauen. Was mich einige Felder gekostet hat an den Küsten, wo natürlich auch die meisten meiner Städte waren...
So circa bei Runde 320 von 500 kam dann aber das Problem meiner Spielweise zum tragen; zu wenig Militär. Ein mir wenig freundlicher (weil wieder aggressiver) Zulu-Herrscher erklärte mir kurzerhand einen Überraschungskrieg, wodurch recht schnell eine meiner Städte gefallen ist. Die hätte ich wahrscheinlich wieder zurückbekommen und mich auch da noch gerettet, ich habe hier aber aufgehört weil mir die Rundenzeit einfach zu lang war. Bei so vielen Zivs hat man eigentlich nur die Möglichkeit militärisch vorzugehen, ansonsten zieht man zwei, drei Einheiten und gibt alle paar Runden mal was neues in Auftrag, das war mir aber dann doch zu lang.
Fazit: Das nächste Spiel werde ich mal wieder eher mit 7 bis 10 Zivilisation beginnen. Das waren dann doch zu viele, zumal ich militärisch kein guter Spieler bin. Und bei der Anzahl der gegnersichen Ziviliationen geht ein großes Reich eigentlich nur mit Eroberungen. Dennoch, es hat Spaß gemacht
Auf gehts in die nächste Runde