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Sid Meier's Civilization VI

Sid Meier's Civilization VI
Firmen
2K Games, Aspyr Media, Firaxis Games
Genres
Simulator, Strategy, Turn-based strategy (TBS)

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Ich pack dann einfach mal einen Erfahrungsbericht meines letztens Spiels mit rein :)

Civilization: Deutschland
Gegner: 19
Kartengröße: riesig, Kontinente
Stadtstaaten: 3
Katastrophenintensität: 2
Siegbedingungen: Punktsieg, 500 Runden
Schwierigkeit: König (5)
Regeln: Erweiterung Gathering Story

ansonsten Standard


Vorab, ich habe das Spiel nicht komplett gespielt, die Gründe folgen ;) Bei der Kartengröße mit 19 gegnerischen Zivilisationen kommt die Xbox One X ein wenig an die Grenzen; wie auch bei einem Standard PC kann es gerade im späteren Verlauf mal über eine Minute dauern bis ihr wieder dran seit. Ich spiele mit der zweiten Erweiterung, einiges davon ist nicht im Hauptspiel beinhaltet; soweit ich das weiß, habe ich es entsprechend blau markiert.

Los gehts. Eine riesige Karte hört sich entsprechend an, jedoch ist man bei der Menge an Zivilisationen auch recht schnell an den Grenzen der anderen dran. Mir war es also zunächst wichtig meine Grenzen zu sichern, also mussten Siedler her. Da natürlich auch Barbaren im Spiel waren wurde zunächst ein Krieger und Schleuderträger ausgebildet, zwei Späher habe ich zudem durch freundliche Dörfer erhalten. Und wie zu erwarten dauerte es keine 5 Runden, da war ich schon auf die ersten Nachbarzivilisationen gestoßen.

In meinem Fall waren das die Amerikaner und die Franzosen unter Eleonore von Aquitanien. Es hätte mich da schlimmer treffen können, allerdings hat die nette französische Dame eine gar nicht so nette Eigenschaft, Große Werke in ihrem Reich versuchen -1 Loyalität bei den anderen. Loyalität hört sich erstmal nicht schlimm an, ist aber elementar. Im Gegensatz zu einigen der Vorgänger des Spiels haben die quasi - und das wusste ich so direkt nicht - die Kultur hinsichtlich der Übernahme von Städten übernommen; sprich, baut man zu nah an ihren Grenzen, muss man mit einer Rebellion der Städte und entsprechender Übernahme rechnen. Böse.

Ich bin kein allzu kriegerischer Spieler; Militär setze ich meist nur gegen Barbaren ein oder wenn ich sehe das ich den Krieg schnell zu meinen Gunsten beenden kann. Meist ist dies aber erst in späteren Epochen meine Wahl. Die Barbaren stellten sich als recht lästig da, also mussten mehr Einheiten her und auch schnell die Bogenschützen erfunden werden. Ansonsten habe ich zugesehen das ich meine Grenzen zum Amerikaner und - im weiteren Umkreis - auch der Französin abgesichert habe. Es waren quasi drei Grenzstädte, die beiden Siedler habe ich in meiner Haupstadt direkt nach den Kriegern produziert und mich erst danach mit Handwerkern um den Ausbau gekümmert.

Das klappte erstaunlich gut, allerdings hatte ich auch das Glück auf meiner Seite. Im Gegensatz zu mir, kam die werte Französin so überhaupt nicht mit den Amerikanern aus; der aber wesentlich stärker war. So war ich erstmal aus allem kriegerischen raus, während der Amerikaner den Großteil der französischen Städte einnahm. Ich konzentrierte mich weiterhin neue Städte zu bauen, was allerdings ein Problem des Platzes wurde; knapp 6 Städte habe ich auf meinem Grund noch hinbekommen und versucht diese so ausgewogen wie möglich hinzubekommen. Eine Stadt war hauptsächlich für den Handel zuständig, eine übernahm Kultur, eine weitere Wissenschaft, und so weiter.

Problematisch wurde es bei der Anzahl mit Weltwundern und den Status Quo zu erhalten und somit nicht in das dunkle Zeitalter zu fallen. Das wird in jeder Epoche neu berechnet und richtet sich nach Punkten (wie etwa für das Beseitigen von Barbaren, Städteausbau, etc.) und konnte jedes Mal noch recht knapp von mir erreicht werden. Auch das ein oder andere Weltwunder konnte ich mir sichern.

Soweit so gut, nur war weiterhin Land knapp. Und der Amerikaner als direkter Gegenspieler hatte irgendwie eine Menge mehr richtig gemacht als ich, in der Wissenschaft war er mir weit überlegen. Auch sein Krieg gegen die Franzosen lief dank Überlegenheit recht gut. Allerdings hat er da wohl zu stark auf den militärischen Aspekt gesetzt; die von ihm eroberten Städte rebellierten recht kurz danach. Hier kommt dann der Loyalitätsbonus ins Spiel; glückliche und große Städte haben einen entsprechend hohen und können andere Städte an den Grenzen zum Überlaufen bewegen. Und meine Städte waren zum Glück groß und glücklich :D Von den vier vom Amerikaner eroberten Städte sind drei zu mir übergelaufen, die ich - dank Umsiedlung meiner Governeuere - auch tatsächlich vor dem erneuten Überlauf zu den Franzosen hindern konnte :D

Es lief also eigentlich. Eigentlich deswegen, weil der Amerikaner mir wissenschaftlich immer noch sehr weit voraus war. Und mit ihm noch zwei bis drei Nationen, der Rest hatte so in etwa mein Niveau. Ich versuchte mit Campus und Bibliotheken/Universitäten gegenzusteuern, was mir aber nur teilweise gelang. Hinzu kam, das ich durch diplomatische Kanäle immer mehr Zivilizationen kennenlernte; was nicht nur vom Vorteil ist. Klar, man kann mit ihnen Handeln. Aber nicht alle sind freundlich gestimmt. Das hängt von mehreren Faktoren ab; hat man beispielsweise eine andere Regierungsform oder Ausrichtung, bringt das Minuspunkte. Das gleiche wenn man zu viel/zu wenig Militär hat, eine andere Religion oder Ausrichtung hat. Auch langjährige Beziehungen oder das erfüllen einer Agenda des jeweiligen Staatsoberhaupts tragen dazu bei. Es ist hier also schon ziemlich wichtig seinen Gegenspieler zu kennen und entsprechend gegenzusteuern.


Zu dem Zeitpunkt kamen dann verschiedene Faktoren auf mich zu, die mich vor Probleme stellten. Der militärische Chinese mochte mich nicht und schickte erstmal Spione zu mir rein. Die sind in diesem Spiel nicht zu vernachlässigen. Neben dem typischen wie Technologien klauen oder Unruhen anzetteln konzentriert sich die KI gerne mal darauf Rebellen zu generieren, die dann vor meinen Städten stehen und meine Modernisierungen oder Spezialbezirke zerstören. Um das abzuwehren brauch man Gegenspione im richtigen Bereich; um beispielsweise Rebellen zu verhindern muss ein Spion - möglichst gut ausgebildet - im Wohnbereich stehen. Spione werden aber nur besser, wenn sie selbst riskante Manöver erfolgreich durchführen oder Spione entdecken.

Das konnte ich aber noch ganz gut abfedern, problematischer wurden die Naturkatastrophen. Sie waren bei mir nur auf Stufe 2 und eine Überschwemmung oder Dürre geht nach ein paar Runden vorbei, auch die Schäden repariert man recht schnell. Ein größeres Problem sind aber die Überschwemmungen der Küstengebiete, die ab der Moderne ins Spiel kommen und gerne mal ein wenig Landmasse dauerhaft überschwemmen. Eine Maßnahme dagegen sind Überschwemmungsdämme. Das große Problem dabei, das Spiel denkt über den Fortschritt aller Zivilisationen, nicht der eigenen; sprich, da mir einige Zivilisationen wissenschaftlich ordentlich voraus waren und entsprechend CO2 produziert haben, konnte ich diese Dämme noch gar nicht bauen. Was mich einige Felder gekostet hat an den Küsten, wo natürlich auch die meisten meiner Städte waren...

So circa bei Runde 320 von 500 kam dann aber das Problem meiner Spielweise zum tragen; zu wenig Militär. Ein mir wenig freundlicher (weil wieder aggressiver) Zulu-Herrscher erklärte mir kurzerhand einen Überraschungskrieg, wodurch recht schnell eine meiner Städte gefallen ist. Die hätte ich wahrscheinlich wieder zurückbekommen und mich auch da noch gerettet, ich habe hier aber aufgehört weil mir die Rundenzeit einfach zu lang war. Bei so vielen Zivs hat man eigentlich nur die Möglichkeit militärisch vorzugehen, ansonsten zieht man zwei, drei Einheiten und gibt alle paar Runden mal was neues in Auftrag, das war mir aber dann doch zu lang.

Fazit: Das nächste Spiel werde ich mal wieder eher mit 7 bis 10 Zivilisation beginnen. Das waren dann doch zu viele, zumal ich militärisch kein guter Spieler bin. Und bei der Anzahl der gegnersichen Ziviliationen geht ein großes Reich eigentlich nur mit Eroberungen. Dennoch, es hat Spaß gemacht :) Und gelernt habe ich auch wieder einiges. Auf Schwierigkeitsstufe Prinz (Stufe 4) verzeiht einem das Spiel noch recht viel, auf König muss man aber schon einiges mehr planen. In den bisherigen Spielen habe ich wohl auch zu sehr auf Kultur gesetzt, da werde ich ab jetzt mehr sehen das die Städte eine hohe Loyalität aufweisen. Auch werde ich das nächste Spiel wohl mit den Römern oder der französichen Eleonore von Aquitanien beginnen, die mehr zu meinem Spielstil passen.

Auf gehts in die nächste Runde :D
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Ich habe jetzt hier mal einen allgemeinen Tipps und Tricks Thread erstellt, Mitarbeit ist gerne gesehen :)


Momentan beiße ich mich auf dem Schwierigkeitsgrad König fest. Man merkt den Sprung zum vorherigen Schwierigkeitsgrad deutlich; die KI startet hier mit Vorteilen und ist sehr expansionistisch. Ich halte mich zwar im Spiel, beim letzten bin ich aber nicht über Platz 3 von 6 herausgekommen. Mit meinem direkten Nachbarn, den Niederlanden, konnte ich recht schnell eine gute Beziehung und später Allianz eingehen; damit war das Militär nicht so wichtig, da die Niederländer dort, wie in allem, führend waren. Aber trotz recht schnellem Aufbau und dem Setzen auf Wissenschaften habe ich es nicht geschafft technisch oder von der Landgröße her mitzuhalten. Mir blieb hier nur die Kultur, womit ich wenigstens etwas mithalten konnte. Meist konnte ich mich zumindest im normalen Zeitalter halten, allerdings war auch das schon schwierig. Ab dem Mittelalter waren die Niederländer auch bei den Weltwundern führend, meine Zivilisation im Endeffekt einfach zu klein um genügend Fortschritt zu produzieren.

Nächste Runde :D
 

BlutgruppeM

Sonntagsfahrer
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Sagt mal, es gibt doch bestimmt wieder jede Menge vorgefertigte Szenarien, oder!?

Bei, ich glaube, Civ4 gab es ein WW2 Szenario mit der kompletten Weltkarte, allen beteiligte Nationen und einem realen Zeitablauf. Ich glaube das war eine der Community-Karten die nachträglich veröffentlicht wurde.

Ist dieses, oder ein ähnliches Szenario wieder enthalten?

Wenn ja, dann wird es sofort gelauft!
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
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Sagt mal, es gibt doch bestimmt wieder jede Menge vorgefertigte Szenarien, oder!?

Bei, ich glaube, Civ4 gab es ein WW2 Szenario mit der kompletten Weltkarte, allen beteiligte Nationen und einem realen Zeitablauf. Ich glaube das war eine der Community-Karten die nachträglich veröffentlicht wurde.

Ist dieses, oder ein ähnliches Szenario wieder enthalten?

Wenn ja, dann wird es sofort gelauft!

Jede Menge? Nein. Es gibt so um die 9 vorgefertige Szenarien, wenn man alle DLCs kauft, ansonsten sind so um die 5.

Es gibt jede Menge Kartentypen und Einstellungsmöglichkeiten, aber nur wenige spezifische Szenarien.
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Sagt mal, es gibt doch bestimmt wieder jede Menge vorgefertigte Szenarien, oder!?

Bei, ich glaube, Civ4 gab es ein WW2 Szenario mit der kompletten Weltkarte, allen beteiligte Nationen und einem realen Zeitablauf. Ich glaube das war eine der Community-Karten die nachträglich veröffentlicht wurde.

Ist dieses, oder ein ähnliches Szenario wieder enthalten?

Wenn ja, dann wird es sofort gelauft!

Wie @Thommysoft schon sagte, bezüglich der Szenarios ist dieses mal leider nur wenig geboten. Ein WW2 Setting habe ich jetzt auch nicht bemerkt, die die ich bisher gespielt habe (Pest in Europa sowie polnisches Königreich) waren zudem recht kurz gehalten und lagen bei etwa 80 Spielrunden. Ob mehr kommt keine Ahnung, wahrscheinlich gibt es auf dem PC auch eine Moddingszene, aber halt auf Konsole nicht.

Wegen den Szenarios brauchst du dir das Spiel eher nicht zu holen. Alles andere stimmt aber :)
 

Hirogen

Tomorrow, my friend
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Warte sehnsüchtig auf einen Xbox Patch damit endlich die DLC Erfolge gehen! Bei zwei Erweiterungen sind jeweils ALLE Erfolge verbugt und der 2k Support gibt sich wie immer ahnungslos.
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Aktuell sind der Titel - sowie das Add-On bereits im PS4 und XBox Store im Angebot:

PS4 - schlägt dort mit 32,99 EUR zu Buche, das Add-On ist um 10 EUR auf 29,99 EUR reduziert.
Xbox - 37,49 EUR (Gold: 32,49EUR), Add-On 33,19 bzw. 29,99 EUR mit Gold.
 
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