Ahti
Rentenbezieher
Doch, das tut es.Das hat Remnant 2 ja nicht unbedingt, es gibt zwar den Weltenstein den man als Leuchtfeuer interpretieren kann, man stirbt oft und hat große Bosse, aber es fühlt sich nicht wie Soulslike an.
Gerade wenn es um das Spielgefühl geht, bietet Remnant genaus das, was Demons/Dark Souls immer ausgezeichnet hat: Die situative Spannung, das Sich-langsam-herantasten, weil hinter jeder Ecke der Tod lauern könnte. Remnant treibt es in gewisser Weise auf die Spitze, denn du kannst in einem Moment simple Standardgegner bekämpfen, und im nächsten spawnt plötzlich - angekündigt durch einen speziellen Ton - ein weitaus stärkerer Gegner, und du weisst noch nicht mal was für einer oder woher er kommt.
Seit einigen Jahren werden alle möglichen Spiele als Souls-likes bezeichnet, einfach nur, weil sie herausfordernd sind, aber Remnant gehört meiner Meinung nach zu den Reihen, auf die diese Beschreibung tatsächlich zutrifft. Nur geht die Reihe ihren eigenen Weg, weshalb es nicht viel bringt da jetzt mit einer Checkliste ranzugehen.
Die Souls-Spiele selbst haben sich mit der Zeit auch deutlich gewandelt. Die sehr seltenen Speicherpunkte für die Demons Souls und Dark Souls noch berüchtigt waren, waren mit Dark Souls 3 eigentlich passé und in Elden Ring findet man gefühlt alle zehn Meter ein "Bonfire". Remnant ist da stellenweise viel krasser, denn es gibt Dungeons, in denen du nur am Anfang und kurz vor dem Boss einen "Speicherstein" findest. Verlässt du so einen Dungeon, um zum Beispiel ein anderes Gebiet zu erkunden, musst du - wenn du zurückkehren willst - dann wieder an den Anfang des Dungeons.
Es geht weniger um einzelne Elemente, als um das Spielgefühl und den Spirit, sozusagen. Deswegen ist es nicht verkehrt, Remnant als Souls-like zu bezeichnen, auch wenn es eine eigene Interpretation davon verfolgt.
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