Was ich halt schon erstaunlich finde ist die krasse Diskrepanz zwischen "Reviews" und Benutzermeinung. Es gibt da mittlerweile mehrere Umfragen z.B. von Mein-MMO. Die Mein-MMO Redaktion hat das Spiel mit 9,9/10 Punkten bewertet. Die Community nur mit 6,9/10.
Das ist schon ein krasser Unterschied und zeigt das wir - die Meckerer hier - nicht völlig alleine sind *g*
Und es gibt ja auch jede Menge Reviews die 10/10 oder 99/100 oder 100/100 vergeben haben. Was ja eigentlich bedeutet: Perfektes Spiel. Aber genau das ist es eben nicht. Es ist - ohne Zweifel - ein gutes Spiel. Und MIR macht es auch Spaß. Aber perfekt geht anders. Abgesehen von den vorhandenen Bugs gibt es noch etliche Dinge die nicht zeitgemäß sind. Wobei mich immer noch am Meisten die Gängelung bei den Missionen stört. Gestern wieder so ein Beispiel:
1. Ich nehme eine Mission von und mit einem Lagerkollegen an.
2. Ich reite zum ersten "Zielpunkt".
3. Unterwegs reite ich aus Versehen einen Unbeteiligten um. Kurz vor dem Ziel.
4. Ich komme am Ziel an und entschließe mich zum versehentlich - möglicherweise verletzten - NPC zurückzureiten.
5. Roter Bildschirm. Mission fehlgeschlagen, weil ich meinen Lagerkollegen "verloren" habe
Sorry - aber sowas ist heute schlicht nicht mehr zeitgemäß. Wenn ich das jetzt z.B. mit Assassin's Creed vergleiche: Dort kann ich eine Mission annehmen und aktivieren. Unterwegs weist mich das Spiel auch auf andere - nahe - Missionen hin. Die kann ich jederzeit dazwischenschieben ohne die eigentlich "gebuchte" Mission zu gefährden. SO muss das heutzutage funktionieren.
Klar: Man kann sich darauf einstellen das die Missionen in RDR 2 so statisch ablaufen. Aber sowas muss heute einfach nicht mehr sein. Das geht klar besser und ehrlich: Ich hätte da in einem 2018 erscheinendem Spiel schlicht auch mehr erwartet. Alle reden von der riesigen Open World. Von der Freiheit zu machen was man gerade möchte. Aber in der Story bleibt von dieser Freiheit dann schlicht nichts mehr über.
Oder so Dinge wie "Notwehr gibt es nicht". Wenn ich angegriffen werde und mich verteidige bekomme ich trotzdem ein Kopfgeld? Warum? Soll ich mich stattdessen lieber abknallen lassen? So richtig die freie Wahl ob ich als "ehrenhafter Revolverheld" oder als hinterhältiger und krimineller Schurke spielen will habe ich natürlich auch nicht. Dazu gibt die Story einfach zu viel vor.
Klar: Das kann man alles akzeptieren oder sich damit arrangieren. Und trotz aller Schwächen macht das Game ja durchaus Spaß und deshalb werde ich es wohl auch durchspielen. Es gibt viele Spiele die erheblich schlechter sind. Aber es ist eben kein perfektes Spiel. Und als solches wird es von den "Profis" in den Redaktionen leider häufig dargestellt - und das ist schlicht nicht korrekt.
Das die Steuerung teilweise komplex ist stört mich dagegen weniger. Daran gewöhnt man sich schnell - wobei halt so unergonomische Dinge wie der eagle eye dann doch stören. Und klar: Es ist mir am Anfang auch ständig passiert das ich auf Leute geschossen habe die ich eigentlich nur grüßen wollte. Da spielt auch die relativ unpräzise "Zielerfassung" mit. Ist lästig, aber man gewöhnt sich dran. Auch an die Verwaltung von Waffen und Gegenständen bzw. das geteilte Inventar zwischen Arthur und dem Pferd. Das sind kleine Dinge die man verbessern könnte. Mein Hauptkritikpunkt bleibt aber die unzeitgemäße Spielmechanik in den Missionen.
Die Messlatte an der sich das Spiel - für mich - messen lassen muss ist halt durch den Vorab-Hype und die vielen Reviews, Leaks und Vorberichte extrem hoch. Und diesem extrem hohen Anspruch wird das Spiel nicht gerecht. Was es aber ja nicht gleich zu einem schlechten Spiel macht.
Ciao, Udo
P.S.:
@Droplexx
Es sind ja nicht zwei normale "Knöpfe" sondern die Sticks. Die kann man praktisch nicht gleichzeitig drücken ohne sie dabei zu bewegen. Außerdem ist der Druckpunkt auf den PS4-Controllern sehr stramm. Außerdem muss man die mit den Daumen drücken - dabei "lockert" sich der Griff um den Controller. Ist einfach unergonomisch.
Ich würde diese Funktion z.B. gerne auf den Schultertasten haben. Beide Gleichzeitig drücken ginge da deutlich leichter.
Das ist schon ein krasser Unterschied und zeigt das wir - die Meckerer hier - nicht völlig alleine sind *g*
Und es gibt ja auch jede Menge Reviews die 10/10 oder 99/100 oder 100/100 vergeben haben. Was ja eigentlich bedeutet: Perfektes Spiel. Aber genau das ist es eben nicht. Es ist - ohne Zweifel - ein gutes Spiel. Und MIR macht es auch Spaß. Aber perfekt geht anders. Abgesehen von den vorhandenen Bugs gibt es noch etliche Dinge die nicht zeitgemäß sind. Wobei mich immer noch am Meisten die Gängelung bei den Missionen stört. Gestern wieder so ein Beispiel:
1. Ich nehme eine Mission von und mit einem Lagerkollegen an.
2. Ich reite zum ersten "Zielpunkt".
3. Unterwegs reite ich aus Versehen einen Unbeteiligten um. Kurz vor dem Ziel.
4. Ich komme am Ziel an und entschließe mich zum versehentlich - möglicherweise verletzten - NPC zurückzureiten.
5. Roter Bildschirm. Mission fehlgeschlagen, weil ich meinen Lagerkollegen "verloren" habe
Sorry - aber sowas ist heute schlicht nicht mehr zeitgemäß. Wenn ich das jetzt z.B. mit Assassin's Creed vergleiche: Dort kann ich eine Mission annehmen und aktivieren. Unterwegs weist mich das Spiel auch auf andere - nahe - Missionen hin. Die kann ich jederzeit dazwischenschieben ohne die eigentlich "gebuchte" Mission zu gefährden. SO muss das heutzutage funktionieren.
Klar: Man kann sich darauf einstellen das die Missionen in RDR 2 so statisch ablaufen. Aber sowas muss heute einfach nicht mehr sein. Das geht klar besser und ehrlich: Ich hätte da in einem 2018 erscheinendem Spiel schlicht auch mehr erwartet. Alle reden von der riesigen Open World. Von der Freiheit zu machen was man gerade möchte. Aber in der Story bleibt von dieser Freiheit dann schlicht nichts mehr über.
Oder so Dinge wie "Notwehr gibt es nicht". Wenn ich angegriffen werde und mich verteidige bekomme ich trotzdem ein Kopfgeld? Warum? Soll ich mich stattdessen lieber abknallen lassen? So richtig die freie Wahl ob ich als "ehrenhafter Revolverheld" oder als hinterhältiger und krimineller Schurke spielen will habe ich natürlich auch nicht. Dazu gibt die Story einfach zu viel vor.
Klar: Das kann man alles akzeptieren oder sich damit arrangieren. Und trotz aller Schwächen macht das Game ja durchaus Spaß und deshalb werde ich es wohl auch durchspielen. Es gibt viele Spiele die erheblich schlechter sind. Aber es ist eben kein perfektes Spiel. Und als solches wird es von den "Profis" in den Redaktionen leider häufig dargestellt - und das ist schlicht nicht korrekt.
Das die Steuerung teilweise komplex ist stört mich dagegen weniger. Daran gewöhnt man sich schnell - wobei halt so unergonomische Dinge wie der eagle eye dann doch stören. Und klar: Es ist mir am Anfang auch ständig passiert das ich auf Leute geschossen habe die ich eigentlich nur grüßen wollte. Da spielt auch die relativ unpräzise "Zielerfassung" mit. Ist lästig, aber man gewöhnt sich dran. Auch an die Verwaltung von Waffen und Gegenständen bzw. das geteilte Inventar zwischen Arthur und dem Pferd. Das sind kleine Dinge die man verbessern könnte. Mein Hauptkritikpunkt bleibt aber die unzeitgemäße Spielmechanik in den Missionen.
Die Messlatte an der sich das Spiel - für mich - messen lassen muss ist halt durch den Vorab-Hype und die vielen Reviews, Leaks und Vorberichte extrem hoch. Und diesem extrem hohen Anspruch wird das Spiel nicht gerecht. Was es aber ja nicht gleich zu einem schlechten Spiel macht.
Ciao, Udo
P.S.:
@Droplexx
Es sind ja nicht zwei normale "Knöpfe" sondern die Sticks. Die kann man praktisch nicht gleichzeitig drücken ohne sie dabei zu bewegen. Außerdem ist der Druckpunkt auf den PS4-Controllern sehr stramm. Außerdem muss man die mit den Daumen drücken - dabei "lockert" sich der Griff um den Controller. Ist einfach unergonomisch.
Ich würde diese Funktion z.B. gerne auf den Schultertasten haben. Beide Gleichzeitig drücken ginge da deutlich leichter.