Die Spiele sollten zumindest bei der PS5 durch die neue SSD, Installationsart (Singleplayer oder Multiplayer) und Architektur kleiner werden. Aber gut. Dazu gehören immer 2 Parteien. Der Hersteller bietet die Möglichkeit an und der Entwickler pfeift drauf.
Daran hab ich aber ehrlich gesagt auch meine Zweifel.
Sicher, bei dem aktuellen COD könnte man Unmengen an GB sparen, wenn man den Multiplayer nicht installiert. Bei anderen Spielen könnte man jede Menge Platz sparen, wenn man nur deutsch oder englische Sprache installieren müsste und nicht den ganzen EFIGS-Katalog. Andererseits zeigen Spiele wie AC Odyssey, dass die Sprachausgabe, die man optional installieren muss, auch nur eine Handvoll GB ausmacht.
Und Open World-Spiele könnten davon profitieren, dass Daten nicht mehrfach dupliziert auf der Platte liegen müssten, um bessere Ladezeiten zu erzielen, weil die SSDs halt schneller sind als normale Festplatten.
Aber wenn ich mir so andere Spiele anschaue... Dirt Rally 2.0 war in der Launchfassung um die 25 GB groß. Durch die DLCs, die alle ins Hauptspiel gepatcht wurden, ist die Größe mittlerweile auf fast 60 GB angeschwollen. Das Spiel ist nicht Open World und hat auch kaum Sprachausgabe. Da stelle ich mir schon die Frage, wieviel davon wirklich eingespart werden kann, wenn die Hersteller schon heute nicht bereit sind, DLC als optionale Download anzubieten, sondern sie in Hauptspiel reinzupatchen.
Bevor ich das wirklich glaube, dass Spiele in der nächsten Gen trotz echter 4K-Assets wirklich kleiner werden, will ich das erstmal sehen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt für mich eher, dass wir nach einer kurzen Phase, in der Spiele vielleicht wirklich etwas kleiner werden, langfristig dennoch wieder steigende Installationsgrößen erleben werden, die den Kauf von zusätzlichen Speichermedien schmerzlich teuer machen werden. Sony setzt zwar im Gegensatz zu MS nicht auf potenziell noch teuere proprietäre Hardware, aber dennoch kann man da ja nicht beliebige SSDs ranklemmen, sondern nur die, die von Sony empfohlen/zertifiziert werden. Und das werden ganz sicher nicht die günstigen Modelle sein, weil denen die Schnelligkeit fehlt.
Klar, ist kein Problem, das alle betrifft. Wer Spiele kauft, sie durchspielt und sie dann wieder verkauft, wird mit einer 825 GB-SSD so gut auskommen wie mit einer 500GB-PS4. Aber wer sich über die Jahre eine Bibliothek aufbaut und diese gerne ohne permanente Neuinstallationen verfügbar hat, wird meiner Erwartung nach in der nächsten Generation ein dickes Problem bekommen.
Das weiß ich. Dennoch bleibt die Architektur gleich. Meine One S ist genauso langsam wie meine ehemalige One. Meine Pro kämpft mit den gleichen Fehlern wie meine Launch PS4.
Naja, die S ist sogar tatsächlich etwas schneller als das Originalmodell. Minimal schneller, aber dennoch schneller, weil sie etwas höhere Taktraten hat.
Aber davon abgesehen ging es mir eigentlich nicht darum, dass die Hardware leistungsstärker wird, sondern schlicht und einfach ausgereifter, günstiger und energieeffizienter.