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Life Is Strange

hausmarke20

Jungspund
...ich frag mich wenn die disc Version rauskommt ob dann auch für die downloadversion, die untertitel nachgeliefert werden. Aber ich glaub da heisst es einfach mal warten.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Das kommt ja passend! Ich hab's mir im Sale vor einiger Zeit runtergeladen und noch gar nicht angefangen, weil ich noch Assassin's Creed Syndicate spiele und davor noch meinen Pile of Shame abgearbeitet hatte. Jetzt unterstützen die auch noch meine Sprachfaulheit, super! :top:
 

hausmarke20

Jungspund
ich habe es gestern ne runde gespielt und es ist alles untertitelt..manchmal zwar etwas komisch aber das kennt man ja auch von den telltale games.
 

BlackBetty466

Pförtner des Altenheims
F*ck
Bin gerade fertig geworden. Zum Einen mit dem Spiel, aber auch emotional bin ich fix und fertig...

Was für'n Spiel. Glatte 10. Es ging alles genau so aus, wie ich es erwartet habe, aber ohne auch nur ansatzweise langweilig zu sein. Genau dieser Verlauf der Geschichte ist mMn der einzig logische. Und so sehr man sich auch ein Happy End wünscht - wenn es eines gäbe, wäre man enttäuscht, weil es einfach unlogisch ist...

Max und Chloe sind mir unheimlich ans Herz gewachsen, und auch all die anderen Charaktere sind unfassbar glaubwürdig gezeichnet. So sehr, dass mein Gefühl mir bei jedem Einzelnen sofort gesagt hat, wer vertrauenswürdig ist und wer nicht, auch wenn die Infos zu den Personen rational betrachtet gegenteilig waren.

Wow, mit dem Spiel werde ich mich noch länger beschäftigen, hier will ich die 1000 GS voll machen und noch viele andere Entscheidungen probieren.

Edit: Die Entscheidung am Ende finde ich super und absolut notwendig. Entweder alles war umsonst, oder Max erreicht, was sie von Anfang an wollte. Beide Möglichkeiten bringen nicht nur das Gewünschte, sondern auch etwas Katastrophales mit sich.
 
Zuletzt bearbeitet:

BlackBetty466

Pförtner des Altenheims
Nach wie vor bin ich von dem gesamten Spiel total begeistert. War ich direkt nach dem Spiel, und bin es nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe immer noch.
Und es beschäftigt mich noch immer. Faszinierend finde ich auch, wie unterschiedlich es bei verschiedenen Spielern ankommt. Allerdings muss ich auch sagen, dass es beim 2. Durchgang, den ich begonnen habe, auch wirklich ziemlich anders auf mich wirkt als beim ersten mal. Beim ersten Mal habe ich tatsächlich meinem Empfinden nach gehandelt, und auf die Weise gefällt mir Episode 5 inkl. dem Ende super (siehe Spoiler).

Jetzt spiele ich mal komplett pro Chloe, was schon in der ersten Episode eine ganz andere Stimmung erzeugt.

Ein Happy End ist zwar genau das, was man sich während des ganzen Spieles wünscht und worauf man hinarbeitet - aber mal im Ernst: Das Leben bietet auch nicht oft Happy Ends, deshalb finde ich Filme, Bücher oder Spiele mit Happy End meistens unglaubwürdig, kitschig und aufgesetzt. Und das hätte zu der Stimmung in Life is strange überhaupt nicht gepasst.

Die Wahl zwischen den beiden möglichen Enden ist genau das, was am Ende passieren muss:

1. Wenn Max sich überhaupt nicht eingemischt hätte, dann wäre zwar Chloe gestorben. Aber Kate hätte überlebt, Nathan und Jefferson wären ihrer verdienten Strafe zugeführt worden, und Joyce und David hätten eine funktionierende Beziehung und ganz Arcadia Bay würde alles seinen normalen Gang weitergehen.

2. Durch das Zereissen des Siegerfotos bekommt Max ihre Kraft (im selben Moment fliegt der Schmetterling herein). Diese nutzt sie, um Chloe vor Nathans Attacke retten. Dadurch bewirkt sie aber auch, dass Nathan und Jefferson nicht überführt werden, dass Kate einen Selbsmordversuch unternimmt und dass Joyce und David sich streiten. Um all das wieder in Ordnung zu bringen, muss Max ihre Kraft wieder und wieder einsetzen, wodurch sie den Sturm weiter nährt.

Am Ende hat sie dann die Wahl, ob all ihre Bemühungen einen Sinn hatten und Chloe (scheinbar entgegen ihrem Schicksal) überlebt, koste es, was es wolle. Oder ob sie den Schaden, den sie mit dem Gebrauch ihrer Kraft angerichtet hat, wieder rückgängig machen will und den Dingen einfach ohne Eingriffe ihren Lauf lässt.


Ich habe mir beide Enden angesehen, hatte mich zunächst aber ganz klar für Chloe entschieden. In den meisten Spielen ist es ja so, dass sich der Held wie ein Märtyrer verhält und eigene Interessen hinter das Gemeinwohl stellt. Das finde ich unrealistisch, im wahren Leben würde ich mich auf jeden Fall für die mir näher stehende Person einsetzen. Daher fand ich Gothic 1 so toll, weil der Held nicht die Welt retten, sondern sich selbst aus der Barriere holen will. Im krassen Gegensatz dazu rettet man in Fallout 3 die ganze Welt, obwohl diese einem nicht viel mehr als Hass und Verachtung entgegen bringt. Das macht zwar trotzdem Spass zu spielen, ist aber irgendwie künstlich.
Trotzdem ist das Ende, in dem Arcadia Bay ohne Chloe aber unversehrt weiter existiert vermutlich das von den Entwicklern angestrebte und auch das von den meisten Spielern gewählte (Die fast gleiche prozentuale Verteilung schiebe ich mal auf die Tatsache, das bestimmt fast jeder sich beide Enden ansieht). Um dem entgegen zu wirken, durchlebt man kurz vor der Entscheidung nochmals sämtliche Schlüsselszenen mit Chloe, um mit der Nase darauf gedrückt zu werden, wieviel sie Max bedeutet. Auch dass sämtliche Gegenspieler nochmal auftauchen und man ihnen ausweichen muss ist wichtig, denn es unterstreicht, wieviele Probleme und Personen Max im Weg standen, bevor sie Chloe retten konnte.

Deshalb ist mein Fazit. dass in einem Spiel wie Life ist strange, in dem die komplette Story für mich persönlich total glaubwürdig ist, es eben ganz am Ende nur die Wahl geben kann zwischen:
1. Ich erreiche, was ich von Anfang an wollte und zahle einen hohen Preis dafür, oder
2. Ich mache den von mir selbst verursachten Schaden wieder rückgängig, weil er im Verhältnis zu meinem Wunsch einfach unangemessen hoch ist.
 
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