Man ist zu viel im Internet, wenn man Diskurse mitkriegt wie den um Silksongs Schwierigkeitsgrad. Und der ist schlimm (vergleichbar mit dem Diskurs, wenn mal wieder jemand nach einen Easy Mode für Souls-Spiele fragt).
Um den Diskurs zu feiern (und damit quasi Meta-Selbstgespräche zu führen), meine 2 neuen Modi für SIlksong:
- Easy Mode hinzugefügt!
- Alle Angriffe von Gegnern und Bossen sowie Fallen machen nur noch eine Maske Schaden.
- In Stacheln, Lava oder ähnliches reinzufallen, macht keine Maske Schaden mehr.
- Assist Mode hinzugefügt!
- Accessibility-Optionen hinzugefügt!
- No Fail-Mode (keine Masken Schaden, kein Tod möglich)
- Möglicherweise verunmöglicht das Nutzen dieser Optionen, besondere Achievements freizuspielen.
Für mehr reicht meine Kreativität nicht aus!
Mich nerven diese Diskurse. Natürlich leben Spiele wie Silksong von ihrem Anspruch, aber die elitäre Gamerwelt tut immer so, als würde sich irgendwas daran ändern, wenn es einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad bekommt oder sogar so "krasse" Accessibility-Modes hat wie Tunics "No Fail Mode", wo man keinen Schaden mehr bekommt und nicht mehr sterben kann.
Metroid Dread wurde nicht plötzlich zu einem schlechteren Spiel, als es nach dem Dread Mode auch noch einen Rookie Mode bekam. Prince of Persia The Lost Crown ist kein schlechtes Spiel, nur weil man den Schwierigkeitsgrad bis auf's kleinste Detail selbst individualisieren kann.
Ich raff die Haltung nicht, dass ein leichterer Modus irgendwas ändern würde. Die Argumente sind dann auch denkbar schlecht. Da werden dann Vergleiche gezogen zu Spielen wie Getting Over It, dessen einziger Witz die Frustration durch fehlende Checkpoints o.ä. sei, wenn man mal wieder 1000 Kilometer runterfällt. "Nicht jedes Spiel ist für jeden" - duh! Ja und? Was hat das mit Silksong zu tun?
Das lustigste Argument, das ich gelesen habe, war ein Vergleich zur Literatur: Es gebe derart anspruchsvolle Literatur, dass man schon auf der ersten Seite große Schwierigkeiten hat! Da ändert man ja auch nix! Blöd nur: Erstens gibt es von der meisten anspruchsvollen Literatur schon Mal Übersetzungen, was eine enorme Vereinfachung darstellt, da man keine uralte Sprache oder Griechisch oder sowas lernen muss. Dann gibt es häufig Versionen in einfacher Sprache oder Zusammenfassungen, Kurzversionen, ganze Bücher, die es erklären oder als Hilfe herangezogen werden können. Es gibt literally Easy Modes für Literatur. Niemand außer ein paar Mediävisten oder so muss sich das Nibelungenlied in originaler Handschrift geben, wtf!
/meta-rant mit mir selbst ende