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Größte Überraschung/größte Enttäuschung

Ahti

Rentenbezieher
Die größten Spielenttäuschungen waren für mich sicherlich Metal Gear Solid 2 und Metal Gear Solid V. Ersteres kam nicht mal im Ansatz an die Genialität des Vorgängers heran und letzteres war in erzählerischer Hinsicht so dermaßen schwach, dass es sich nicht einmal angefühlt hat wie ein Metal Gear Solid.

Überraschungen gab es einige - Nier Automata und Doom (2016) fallen mir spontan ein. Beide waren für mich zunächst nicht interessant ("Fanservice" bei dem einen, schlechtes Marketing bei dem anderen), aber als ich mich dann durchgerungen hatte, sie zu spielen, war ich stark beeindruckt.
Hi-Fi Rush gehört auch dazu, wobei hier meine Überraschung in erster Linie daraus resultierte, dass ich so ein Spiel nicht von einem Studio erwartet hätte, das sich zuvor nur auf Horror konzentriert hat. Und dann hauen die auch noch so einen Knaller raus!😍
 

Stryx

Altenpfleger
Meine größte Überraschung war Overlord. Irgendwann hatte ich einen Screenshot in einem Magazin gesehen, den ich ganz ansprechend fand. Ich hörte nichts weiterdavon, bis ich es zufällig in einem Laden stehen sah und spontan kaufte. War eine tolle Idee. Overlord stellte sich als richtig gutes Spiel heraus, wo man seine Minions losschicken konnte, um ordentlich Unheil anzurichten.

Die größte Enttäuschung ist und bleibt GTA 4. Jeden Vorhängen habe ich gespielt, speziell GTA 1, Vice City und San Andres heiß und innig geliebt und dann kam dieser Trümmerhaufen. Die Story konfrontierte mich zum ersten Mal mit ludonarrativen Dissonanzen, da sie nicht zum Gameplay passte. Ich lernte, wie sehr ich Deckungsshooter hasse und fast alle Nebenaktivitäten, wie Feuerwehr - oder Taxieinsätze, wurde wegrationalisiert. Die Hauptmissionen bestanden nur noch aus "Fahre von A nach B, knall alle ab und fahr wieder weg". Die Fahrphysik war für die Tonne und die Spielwelt bestand nur aus Stadt, Stadt und noch mehr Stadt. Erneut fehlte komplett die Abwechslung, wodurch sich GTA 4 nicht mehr wie die Abenteuerspielplätze der Vorgänger anfühlte.
Um den ganzen noch die Krone aufzusetzen, ist GTA 4 bis heute das technisch größte Wrack, was mir über den Bildschirm flimmerte. Dagegen waren die Releaseversionen von Gothic 3 oder S.T.A.L.K.E.R. artige Schuljungen. Wenn es nicht abstürzte, wollte bis auf ein paar Autos die Welt nicht laden. Falls es dennoch mal funktionieren sollte, war die Performance unterirdisch, während die optische Qualität miserabel war. Danach habe ich nie wieder ein Spiel zum Release gekauft. Den technischen Müll lasse ich mir von keinen Entwickler mehr gefallen.
 

Khorny

Moderator
Team
Enttäuschung:
GTA Trilogie - Auch nicht unbekannt, ja. Aber die Umsetzung mit 1:1 den gleichen Bugs wie im Original, nur in richtig schlecht. Das war wirklich enttäuschend. Die alten Titel laufen auf dem PC auch relativ problemlos, und daher hat die Trilogie keinen richtigen Mehrwert für mich.
Da gehe ich mit. Größte Enttäuschung wäre es für mich vermutlich nicht, aber dieses Spiel kann man ruhig erwähnen. Ich habe es auch ziemlich schnell abgebrochen, und bereue nichts.

Größte Enttäuschungen gäbe es potentiell viele, da könnte ich mich spontan gar nicht festlegen.

Eine große Enttäuschung würde schließlich auch bedeuten, dass man wirklich Großes von einem Spiel erwartet hat. So eine Enttäuschung müsste für mich dann irgendwo zwischen SNES und 7. Generation der Konsolen liegen, denn danach hat der Run auf Spiele zu Release bei mir stark nachgelassen, und somit wusste ich meist schon um die Qualität der Spiele, ehe ich sie angefasst habe.

Die größte Überraschung war aber vermutlich seinerzeit das hier erst kürzlich im Forum erwähnte, und zuletzt durchgespielte Castlevania: Symphony of the Night. Ich habe den Titel damals gebraucht in einem Laden mit, wobei selbst die Verpackung für PSone schon einen Sprung drin hatte. Aber das waren eben 20 Mark, und ich hatte auf GB und SNES Castlevania gerne gespielt. Nachdem ich aber schon im 3. Jahr mit der PSX unterwegs war, hatte ich echte Bedenken, mir ein 2D Castlevania zu geben. Was ich auf der Rückseite der Verpackung aber sah, fand ich recht ansprechend. Aus dem Kauf wurde dann hintenraus eines meiner Lieblingsspiele überhaupt, denn nach dem Anspielen war ich hin und weg. Ich hatte eben ein klassisches 2D Castlevania mit klassischen Stages erwartet, aber keinen Metroid-Klon. Hinzu kam noch ein wirklich absurd guter Soundtrack, und für PSX Verhältnisse wunderschöne Sprites. So war das 3D-Zeitalter dann wieder vergessen, und SotN legte irgendwo auch den Grundstein, wieder (unabhängig von Plattform und Generation) mehr klassische 2D-Spiele wertzuschätzen.

Für die 20€ damals, hatte ich eigentlich nur ein nettes Abenteuer erwartet, aber das war dann schon deutlich mehr.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Die größte Enttäuschung ist und bleibt GTA 4. Jeden Vorhängen habe ich gespielt, speziell GTA 1, Vice City und San Andres heiß und innig geliebt und dann kam dieser Trümmerhaufen. Die Story konfrontierte mich zum ersten Mal mit ludonarrativen Dissonanzen, da sie nicht zum Gameplay passte. Ich lernte, wie sehr ich Deckungsshooter hasse und fast alle Nebenaktivitäten, wie Feuerwehr - oder Taxieinsätze, wurde wegrationalisiert. Die Hauptmissionen bestanden nur noch aus "Fahre von A nach B, knall alle ab und fahr wieder weg". Die Fahrphysik war für die Tonne und die Spielwelt bestand nur aus Stadt, Stadt und noch mehr Stadt. Erneut fehlte komplett die Abwechslung, wodurch sich GTA 4 nicht mehr wie die Abenteuerspielplätze der Vorgänger anfühlte.
Um den ganzen noch die Krone aufzusetzen, ist GTA 4 bis heute das technisch größte Wrack, was mir über den Bildschirm flimmerte. Dagegen waren die Releaseversionen von Gothic 3 oder S.T.A.L.K.E.R. artige Schuljungen. Wenn es nicht abstürzte, wollte bis auf ein paar Autos die Welt nicht laden. Falls es dennoch mal funktionieren sollte, war die Performance unterirdisch, während die optische Qualität miserabel war. Danach habe ich nie wieder ein Spiel zum Release gekauft. Den technischen Müll lasse ich mir von keinen Entwickler mehr gefallen.
Das kann ich leider überhaupt nicht nachvollziehen. Ich verstehe die Leute, die mit Taxifahren oder Feuerwehr in San Andreas ihren Spaß hatten. Aber als ich die erste Begenung mit Brucie hatte, war das alles obsolet. Die Charaktere aus GTA 4 sind alle so oversized geschrieben, ich kam aus dem lachen kaum noch raus!

Auch die Immigranten Story fand ich so genial. Nico Belic, ein serbischer Kriegsveteran aus dem (Kosovo?-) Krieg kehrt auf der Suche nach dem Glück zu seinem Bruder Roman in die USA zurück, der sich aber als absolute Pappnase und Hochstapler herausstellt. Nico fährt dann am Ende aber selber Taxi und stellt fest, dass das alles nicht das Gelbe vom Ei ist. Dann fängt er an Leute umzulegen und gerät in eine abstruse Spirale aus Gewalt und Mord, dass er spätestens dann feststellt, er wäre besser in Serbien geblieben, weil da eigentlich alles besser war als nach seiner Ausreise.

GTA war schon immer bitterböse Satire auf den American Way of Life und hat mit Teil 4 den Vogel komplett abgeschossen. Die Open World Spielwiese war mir in GTA 4 nie wirklich wichtig gewesen. Viel bedeutsamer waren die Charakterzeichnungen der Protagonisten, je durchgeknallter, desto besser! GTA 5 hatte nie dieses Niveau erreicht, außer vielleicht mit der Folterszene, mit der die meisten Nicht-GTA-Veteranen wahrscheinlich überfordert waren. Sprich, zu grausam, nicht als Satire erkennbar, spielerisch unvermeidbar etc. pp.
Vielleicht auch noch die Einführung von Trevor, wie er anfangs den Kopf von Johnny Klebitz in einen Pfannkuchen verwandelt.

GTA 4 kann ich also hier guten Gewissens noch als positive Überraschung hinzufügen, denn ein GTA ohne Kontroversen wäre kein GTA mehr. Das war schließlich in der Vergangenheit so erfolgreich wie "No Russians" bei CoD. Grenzen müssen überschritten werden, um ein Spiel außergewöhnlich zu machen und damit konnte Rockstar immer überzeugen.

Von der Technik her kann ich nur aus meiner Xbox 360 Erfahrung berichten, der Plattform auf der das Spiel für Konsolen zuerst erschien und da war es technisch einwandfrei. Ich hatte keine Bugs oder Grafikfehler, es lief einfach fantastisch.
Es läuft heute ebenso noch via Steam sehr gut und auch die (an Realismus angelehnte) Fahrphysik finde ich sehr spaßig. Schließlich gab es in Liberty City keine Low Rider, also mußten auch alle anderen Autos etwas von GTA San Andreas mitnehmen. So ist das mit der Satire eben.
 
Zuletzt bearbeitet:

teltow

Altenpfleger
Die größte Überraschung dürfte bei mir "Disco Elysium" gewesen sein.

Ohja, das wollte ich auch nochmal spielen. Gar nicht mehr dran gedacht..

3. Kaufe niemals ein Spiel, dass durch mehrere Verschiebungen durch die Entwicklerhölle gegangen sein musste

Auf einen 80 Euro Fehlkauf hab ich auch keinen Bock. Wenn das ^ zutrifft, ist Bloodlines 2 aber verloren =(( Hölliger wirds nicht mehr.
Ich warte die Kritiken der Spieler ab.

Die Charaktere aus GTA 4 sind alle so oversized geschrieben, ich kam aus dem lachen kaum noch raus!...GTA war schon immer bitterböse Satire auf den American Way of Life und hat mit Teil 4 den Vogel komplett abgeschossen. ...Charakterzeichnungen der Protagonisten.....GTA 5 hatte nie dieses Niveau erreicht..

Du musst wohl mein verlorener Zwillingsbruder sein.
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Mhm, das ist tatsächlich schwer zu beantworten. Klar, es gab immer mal wieder positive oder negative Spoeleüberraschungen.

Als erstes würde ich als Enttäuschung aber die allgemeine Entwicklung in der Spieleindustrie nennen. Das fällt da in die Gesamtheit,seien es Mikrotransaktiomem, unfertige Spiele, übermäßige politische/gesellschaftliche Verflechtung in Spielen gerade westlicher Entwickler, wenig neue Ideen aufgrund der Gefahr das diese nicht ankommen, Onlinezwänge selbst bei Singleplayerspielen,etc.

Nicht alles ist der Industrie selbst zuzuschreiben. Das ist im Gegensatz zu C64/Amiga Zeiten nun mal kein Bereich von kleinen aufstrebenden Spieleentwicklern, sondern eine milionen/milliardenschwere Branche, bei dem ein Misserfolg das ganze Unternehmen und Arbeitsplätze gefährden kann. Spiele werden aufwendiger, verursachen mehr Prouktionszeoten und Kosten, die müssen halt auch eingeholt werden. Im westlichen Markt muss man dabei auch tierisch aufpassen nicht einen Shitstorm von der ein oder anderen Seite zu erhalten,man verlässt sich zudem zu sehr auf bewährte Mechaniken. Heutzutage sind es halt gerade die Games as a Service Spiele, die quasi nie fertig sind und Gelder generieren. Man geht erst gar nicht mehr davon aus, beim Kauf eines Vollpreistitels auch das volle, komplett spielbare Spiel zu erhalten. Wobei es auch da Ausnahmen gibt.


Was mich zu den positiven Überraschungen führt, nämlich der Entwicklung des so genannten Indie Bereichs. Der ist heutzutage schwer abzugrenzen, nennen wir sie der Allgemeinheit mal kleine Entwickler und Indiestudios. Der Bereich hat sich meiner Meinung nach in den letzten Jahren immer mehr und sehr positiv entwickelt. Seien es altbewährte Spieleideen neu verpackt, wie beispielsweise Stardew Valley. Oder ein Dave the Diver, ein Dysmantle. Oder ein Minecraft, seinerzeit auch ein Ein Mann Projekt. Viele der Spiele sind mit Kickstarter Unterstützung finanziert, allgemein ist da die Nähe zu den Kunden einfach höher.

Viele dieser Spiele werden auch über Jahre noch von ihren Entwickler gepflegt. Ein Stardew Valley ist inzwischen beispielsweise doppelt so groß von den Inhalten her..durch kostenlose! Updates.

Gerade in diesem Bereich kommen auch immer mal wieder neue Spieleideen, die Entwickler trauen sich hier weitaus mehr. Und zeigen oftmals, dass es bei einem guten Spiel nicht nur auf tolle Grafik und durchdesignte Spielinhalte ankommt.


Man kann da natürlich auch nicht alles über einen Kamm scheren, zu beidem gibt es sicherlich positive und negative Faktoren. Die Mischung macht es. Und da finde ich den Indiebereich heuzutage immens wertvoll.
 

Hypothala Musik

Neuankömmling
Moin Moin, die Frage ist wirklich nicht einfach zu beantworten. Wäre das hier ein Buchforum dann steht >Fernab von Malkovich< von Theo. B. Livion als erstes auf der Enttäuschtenliste. Nicht weil es schlecht ist, sondern einfach zu günstig. Wenn es um Ärzte gehen würde dann Dr. Brinkmann, er hatte den Titel einfach nicht verdient. Als Spiel kann ich den Manifold Garden als echte Enttäuschung anbringen.
 

BlutgruppeM

Sonntagsfahrer
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Enttäuschen kann mich nur etwas, wenn ich mich auch darauf freue. Da ich mich aber auf die wenigsten Spiele wirklich freue, fällt das mit dem Enttäuschen auch recht schwer.

Aber ein Titel hat es dennoch geschafft und das war Battlefield 2042.

Eine der wenigen Serien die ich wirklich ununterbrochen spiele und bei der ich mich auf jeden neuen Ableger freue.

Ja, bei jedem BF gab es irgendwo Probleme und Unzulänglichkeiten, welche den spielspaß, zumindest temporär, einbremsen, aber was DICE da abgeliefert hat war einfach bodenlos.

Das war kein Battlefield mehr sondern ein Random Hero-Shooter der rein garnichts mehr mit BF gemeint hat.

Lieblos dahingerotzte Maps die keinen Spaß machen und vom Leveldesign einfach unbrauchbar sind. Das Klassensystem wurde erstmal eingestampft und nachher reumütig, zumindest halbwegs, nachgeliefert. Auch wenn ich jetzt einen Medic mit Munikiste und vollautomatischen Sturmgewehr spielen kann....

Die Levolution (Zerstörung der Umgebung) war nur rudimentär vorhanden so das es schon beim hinschauen weh tut wenn ein Panzer von einer Hauswand gestoppt wird anstatt hindurch zu fahren.

Kein Scoreboard (wurde erst extrem spät nachgepatched) in einem FPS, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Kein spürbarer Recoil, so das sich alle Waffen wie Einheitsbrei anfühlen.

Dazu noch die Voicelines der Charaktere die zum fremdschämen sind.

Aus einem teambasierten fastpace Shooter wurde ein Hero-Shooter gebaut den keiner wollte und den man einfach unter dem Deckmantel Battlefield unter die Leute bringen wollte.

Dann noch die wirklich gute Idee mit Portal die man jedoch durch selbst gesetzte Beschränkungen zum Scheitern verurteilt hat.

Wenn man dann bedenkt das 5 Studios an diesem Elend gearbeitet haben, dann muss man wirklich anfangen an EA und DICE zu zweifeln. Aber hey immerhin der Ingame Shop hat Day One funktioniert, man muss ja Prioritäten setzen.....

Es gäbe noch so viele weitere Unzulänglichkeiten die man hierzu aufführen könnte, aber das ersparen ich mir und euch.

Das ist auf jedenfalls mein Lowlight der letzten Jahre.

Als Highlight würde ich wenn, dann ein Hell let Loose anführen, da ich nie daran geglaubt habe das es so ein Spiel mal auf die Konsole schafft. Das Ganze geht schon eher in den Bereich Simulation und ist so extrem auf Teamplay ausgelegt das es eine wahre Freude ist (wenn man denn auch wirklich Teamplayer in seinem Team hat).
 
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