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God of War Ragnarök

God of War Ragnarök
Firmen
Bluepoint Games, Original Force Ltd., Valkyrie Entertainment, SIE Santa Monica Studio, Sony Interactive Entertainment, Jetpack Interactive, RedHot Software, SuperAlloy Interactive, Supergenius Studio
Genres
Hack and slash/Beat 'em up, Adventure

Spodydary

Rentenbezieher
Ich habe jetzt 21 Stunden auf der Uhr und will mal kurz mein Zwischenfazit niederschreiben. Und ich denke, da wird sich bis zum Ende auch nicht mehr wirklich viel dran ändern.

Positiv:

Mir gefällt die Story bisher etwas besser. Auch wenn Kratos das hier nur tut, um seinen Sohn zu unterstützen. Ohne selbst daran zu glauben und vor allem: Ohne es selbst zu wollen. Das fühlte sich anfangs etwas halbgar an aber mittlerweile geht das schon klar.
Auch der Artreus ist besser geschrieben und nicht mehr so nervig. Viele der Dialoge sind auch toll.
Das Backtracking hält sich bisher auch stark in Grenzen. Mich hat das in Teil 1 genervt, das man immer auf dem See unterwegs war. Auch wenn der sich verändert hat. Oder immer wieder Abstecher in Welten, in denen man schon war.
Was das angeht, fühle ich mich ordentlich unterhalten.
Technisch kann ich auch nicht meckern. Der Schwierigkeitsgrad "Schwer" kommt mir noch etwas knackiger vor, als beim Vorgänger. Das mag ich. Da gibt es aber auch ein "Aber"....

Negativ:

1:
"Aber": Das Spiel greift lachhaft ein. 3-4 Mal draufgehen und plötzlich schafft man den Fight ohne große Probleme. Ich hasse sowas.
Überhaupt ist es total affig, wie sehr der Zocker an die Hand genommen wird. Ich habe vorher HZD2 gezockt und da schon eine Hassader bekommen, das Aloy ALLES erklärt, was man machen muss, was wo wohl ist und wohin man muss.
Und hier ist es noch schlimmer. Atreus oder andere Begleiter halten nicht die Klappe. Hat man mal nicht nach 2 Sekunden den Weg oder die Lösung gefunden, quatschen die dazwischen. Und teilweise so ein offensichtliches Zeug, was man machen muss!
Das ist doch alles keine Raketenwissenschaft, wohin man die Axt werfen muss oder was man anzünden soll!!! Lasst den Zocker doch mal selber etwas überlegen! Auch auf die Gefahr hin, mich jetzt unbeliebt zu machen aber wer hier an jeder 2. Stelle das große Fragezeichen über dem Kopf hat, ist wohl bei Tetris besser aufgehoben. Mann, wie mich das nervt.

2.
Die Kämpfe sind mittlerweile recht lahm.
Ständig die gleichen Standardgegner. Und auch die GoW-typischen Augenöffner und WOW-Fights vermisse ich komplett. Einer im Prolog und einer zwischendrin. Stichwort: Großmutter. Die ließen GoW-Feeling erahnen.
Alle anderen "Böss-chen" dazwischen waren null kreativ oder abwechslungsreich. Das war am Anfang noch ok aber bald hat man sich daran sattgesehen. Eigentlich sind die immer gleich aufgebaut: Schnelle Attacken über die ganze Fläche. Die meisten dieser Kämpfen fühlen sich gleich an und erledigt man auch gleich. Ganz ganz ganz ganz mau das Ganze.

3.
Auch die Level sind lahm. Die haben mir im Vorgänger besser gefallen. Bissl Dschungel. Bissl Winter. Bissl Strand. Aber nahezu null Eye-Catcher. Kaum was besonderes.

4.
Punkt 4 bietet einen wunderbaren Ansatz für eine Grundsatzdiskussion: Wie viel "müssen" die Macher bei einem Nachfolger machen, um den Zocker zufrieden zu stellen? Die Antwort: Nicht viel, denke ich. Zumindest scheint das heutzutage so zu sein.
Und bevor ich jetzt weiterschreibe, möchte ich nochmal klar erwähnen, das ich GoW nicht scheiße finde. Aber wie man sich nun wohl denken kann, ist das für mich eben nicht dieser Hype-Titel, zu dem er von Fans und Medien gemacht wird. Klar, niemand will einen AAA Titel schlecht bewerten, weil man Schiss vor einem Shitstorm hat.
Was ich meine: Das Innovativste an Ragnarök ist die Namensänderung.
Ich habe das selbe zuvor schon bei HZD2 gedacht. Man könnte mir einen Screenshot zeigen und ich wüsste nicht, aus welchem Teil der ist. Es spielt sich komplett gleich. Sieht komplett gleich aus. Und fühlt sich einfach komplett gleich an.
Und das ist bei Ragnarök auch so. Keine neuen Waffen (wie mich das aufregt) irgendwie auch keine neue Ausrüstung. Die Angriffe sind halt auch immer die gleichen wie sonst auch.
Versteht mich nicht falsch. Die GoW Teile waren sich darin auch immer sehr ähnlich. Aber dennoch hat aus der Ur-Trilogie jeder noch etwas Neues geboten. Und dafür muss sich ein Spiel nicht immer neu erfinden.
Aber verdammte Leviathan-Axt nochmal....bringt doch frischen Wind wenigstens durch neue Waffen rein!
HZD2 und GoW Ragnarök sind so richtige Schablonen-Spiele. Man nimmt alles aus dem Vorgänger, packt das 1zu1 in den Nachfolger und ändert den Namen.
Alles feiern es, weil´s halt ein Nachfolger eine möglicherweise tollen Erstlings ist und in der Fachpresse wird mitgezogen, weil das so halt ist. Für mich ist das mal wieder Beweis dafür, das ich einen Scheiß auf Bewertungen gebe!
Das Gameplay in Ragnarök ist einfach irgendwann stinkenlangweilig, weil sich gefühlt nix oder zu wenig geändert hat. Als würde man einen DLC zocken oder nach langer Pause Teil 1 weiterspielen.
Und das war bei HZD2 schon genau mein Empfinden.

Und.....huch....ist jetzt doch ein kleiner Rant geworden aber das musste einfach mal raus.
ich werde das Spiel natürlich noch beenden, da mich die Story interessiert aber wirklich geflashed hat es mich nach 21 Stunden nicht und ich habe auch keine Hoffnung, das es danach noch anders wird.


Disclaimer:
Das sind einfach meine 2 Cents. Ich wünsche jedem damit 100% Spaß. Wäre es komplett Götterkacke, würde ich es ja auch nicht weiterzocken.
Wenn sich jetzt aber jemand hier getriggert fühlt und so auch in die Tasten haut, werde ich das komplett ignorieren und darauf gar nicht eingehen. Also spar´s dir.
 
Zuletzt bearbeitet:

X30 Trucase

Moderator
Team
Er schlachtet die heilige Kuh, brecht ihm die Beine!!!

😉
Nein, natürlich alles gut und richtig so. Es geht um Subjektivität und wenn das nur „more of the same“ für dich ist, dann ist es das.
Es ist ne Formel, die viele, große andere Marken abziehen, damit das investierte Geld auch schön wieder zurückfließt. Daran ist ja erstmal grundsätzlich nichts falsches. Aber es führt dann eben dazu, dass man davon eben enttäuscht ist.
 

Spodydary

Rentenbezieher
Nein, natürlich alles gut und richtig so. Es geht um Subjektivität und wenn das nur „more of the same“ für dich ist, dann ist es das.
Es ist ne Formel, die viele, große andere Marken abziehen, damit das investierte Geld auch schön wieder zurückfließt. Daran ist ja erstmal grundsätzlich nichts falsches. Aber es führt dann eben dazu, dass man davon eben enttäuscht ist.

Ich hatte da gestern schon mit einem Kumpel drüber diskutiert und hat er das gleiche gesagt wie du. Er hat dann auch das Beispiel TloU 2 gebracht. Naughty Dog hatte im 2. Teil was Neues probiert und etwas riskiert und gehörig kassiert deswegen. Ich fand das aber mutig und richtig so.
Seiner Vermutung nach, werden die das sicher nicht nochmal machen. Wobei ich persönlich mir da gar nicht so sicher wäre...aber das ist ein anderer Thread.

Wie ich schon geschrieben habe....eine Neuerfindung erwarte ich gar nicht. Da wäre man ja auch schön doof, wenn man den Spatz in der Hand gegen die die Taube auf dem Dach eintauscht. Aber das man schon spürbar an ein paar Stellschrauben dreht, gehört für mich persönlich einfach dazu.
Und das fehlt mir halt komplett....leider.
Aber das ist etwas, was jeder für sich abwiegen muss.
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Bin leider wegen Hauptplattform Xbox gar nicht mit den ganzen PS-Exclusives vertraut, lese es aber immer wieder, dass da bei diesen Big Budget-Produkten ganz selten mal was riskiert wird.
Ich kenn das von Assassin‘s Creed: Der Neustart mit „Origins“ war gewagt, und führte in eine neue Richtung. Das kam unterschiedlich gut an, aber beim Nachfolger „Odyssey“ blieb man grundsätzlich dabei und änderte nur nuanciert etwas. (Trotzdem mochte ich den Teil wegen der Heldin lieber als „Origins“). Aber dann kam „Valhalla“, das nochmal größer, aber gleichzeitig auch nochmal leerer wurde und plötzlich passte da nichts mehr zueinander. Hab es bis dato zwei Stunden gespielt und aktuell keinen Bock mehr drauf.
Aber Ubisoft wollen deswegen beim nächsten Teil „Mirage“ ja wieder back to the roots.
Mal sehen, ob das klappt.
 

Misc

Sonntagsfahrer
Hab jetzt so ca 26h auf der Uhr und das Storytelling, die Charaktere und auch das Kampfsystem sind genau mein Ding. Spiele im God of War Schwierigkeitsgrad was für mich die Kämpfe sehr interessant macht. Finde die Gegner auch bei weitem nicht so leicht zu lesen wie beispielsweise in Eldenring. Auch brauche ich keine zig Waffen. Mir reichen die Skillsets der Leviatanaxt und der Chaosklingen und die Kombination beider plus Schild und Teammate. Es gibt sehr selten Kämpfe bei denen ich nur mit einer Waffe draufhämmere. Block- und Dodgetimings finde ich sehr befriedigend.
Ich empfinde das Kampfsystem echt als gut und die Inszenierung auch(y)
Habe schon ewig auf die Fortsetzung von GoW2018 gewartet und wurde absolut nicht enttäuscht. Für mich bisher ganz klar Goty2022
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
@Spodydary

Das Kernproblem ist halt, dass Triple-A-Spiele mittlerweile Unsummen an Geld verschlingen. Und wenn da halt Unsummen an Geld investiert werden, wird halt auf Nummer Sicher gegangen, dass das Investment nicht flöten geht. Und das bedeutet halt, dass man risikoscheu wird. Und in der Spieleindustrie bedeutet das halt, dass man sich etablierten Formeln abarbeitet und auch mit allen Mitteln sicherstellen will, dass der Mainstream nicht abspringt.

Und dafür muss man halt die Hindernisse so klein wie möglich gestalten. Game Maker's Toolkit hat vor ein paar Tagen ein Video veröffentlicht, wo drauf eingegangen wird, warum Rätsel in AAA-Spielen von den Charakteren gespoilert werden. Ich kann wirklich empfehlen, sich das Video mal anzuschauen.

The video is played embedded by Youtube. Google's privacy policy applies.

Und es kommt halt auch hinzu, dass die ganzen detaillierten Spielwelten (man könnte "überladen" sagen) mit ihren vielen Grafikdetails immer schwieriger zu lesen sind. In einem Spiel von vor 20 Jahren war z.b. relativ klar, wo man springen oder klettern kann, heutzutage braucht man dafür visuelle Hinweise in der Spielwelt, wenn kein komplettes Freeclimbing-System hat.

Problematisch wird es halt, wenn diese ganzen Hilfssysteme, die die Spiele auch Leuten mit unterschiedlichsten Einschränkungen zugänglich machen, nicht deaktivierbar sind, weil man dann evtl. gewissen Gruppen die Spielerfahrung im Umkehrschluß kaputt macht und für die wiederum das genau Gegenteil bewirkt. Meiner Meinung nach sollten wir noch mehr Zugänglichkeitsoptionen haben als bisher, aber das sollte halt immer eine Option sein und nicht der Standard, weil die Anforderungen halt für jede Person anders sind. Und was die eine Person als extrem hilfreich empfindet, ist für eine andere hochgradig störend.

Dennoch glaube ich, dass grade die hohen Kosten ein entscheidener Faktor dafür sind, dass sich mehrere Teile einer Spieleserie hintereinander so ähnlich spielen. Wenn man erstmal eine Erfolgsformel hat, ist das nächste Spiel einfacher zu produzieren, weil man nicht x neue Systeme entwickeln und etablieren muss. Und durch die Erfolgsformel lässt sich das hohe Investment in einen ersten Teil mittel- und langfristig in deutlich mehr Profit umwandeln, als wenn man jedesmal das Rad neu erfindet und dementsprechend immer wieder ein neues Risikoinvestment tätigt, denn es gibt ja auch genug Spiele, die einfach daran scheitern, eine Erfolgsformel zu etablieren. Und diese Verluste muss man dann auch irgendwie ausgleichen.

Die Frage ist halt, ob und wie lange dieses Modell mit den massiven Investments überhaupt tragfähig ist und ob dieses Modell irgendwann wegen Marktsättigung in sich zusammenbrechen wird, so dass bei Spielen wieder kleinere Brötchen gebacken werden müssen. Aber selbst das muss von der Käuferschaft erstmal akzeptiert werden. Solange der Ruf nach immer mehr "Next Gen" und immer mehr Produktionsqualität/-budget so hörbar laut bleibt, muss man im Gegenzug wohl weiter damit leben, dass AAA (einige Entwickler sprechen ja mittlerweile sogar von AAAA) immer innovationsärmer wird, weil Innovation und Veränderung auch immer Risiko bedeutet.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Nachdem ich Tyr gefunden habe, muss ich mich zwingen weiterzuspielen. Ich finde es, gelinde gesagt, stinklangweilig. Selten bin ich in einer einst so actionreichen Reihe so dermaßen an die Hand genommen worden. Das können selbst die Kämpfe auf einem höheren Schwierigkeitsgrad nicht rausreißen, denn die kommen an die alten GoW Teile nicht mal ansatzweise heran und sind einfach Standardkost. Jeder Uralt-Teil von Devil May Cry war aufregender und spektakulärer. Oder Bayonetta. Oder Arkham Asylum.

Die Ähnlichkeit zum Vorgänger hat mich schon bei Horizon Fobidden West vom weiterspielen abgehalten. Gameplay und Storytelling sind quasi identisch. Sogar Atreus nervt mich mit seinem dazwischengequatsche noch mehr als beim Reboot. Eigentlich schade ums Geld, denn mit etwas Fantasie hätte man sich denken können, wie Fortsetzungen bei Sony-Exklusivtiteln aussehen, TLoU2 mal ausgenommen. More from the same, wie bereits vor Release von mir vermutet.
 

Joe Cool Cobra

Too Old to Die Young Now
Wirklich weit bin ich in Ragnarök noch nicht, da ich zuerst das 2018'er GoW nochmal (im Schnelldurchgang) durchspiele. Die meisten Beiträge der letzten Tage habe ich nur stichpunktartig gelesen, weil ich mich nicht zu sehr spoilern lassen möchte.

Den einen Vergleich zu Eldenring möchte ich kurz aufgreifen, denn das sind ja zwei grundlegend unterschiedliche Spiele. Eldenring habe ich erst begonnen, dort finde ich genau das, was bei GoW-R völlig anders ist (und teilweise kritisiert wird), nämlich dass man nicht ständig Questmarker hat und geführt wird, absolut genial. So etwas findet man in aktuellen Spielen kaum noch.

Mir war und ist absolut klar, dass GoW-R "more from the same" ist, wie das 2018'er. Dass man an die Hand genommen wird, stört mich aber bei den beiden Teilen überhaupt nicht. Es sind Spiele, die eine durchgängig bombastische Story erzählen. Es gibt relativ viele gescriptete Sequenzen, bei denen einem (mir) der Mund offen steht, aber die Erzählung nicht zu kurz kommt. Sicherlich ist das auch für die Verkaufszahlen und die positiven Bewertungen mitverantwortlich, aber warum nicht, wenn der Markt dafür da ist.

Und ob ein bestimmtes Spiel nun GotY wird oder nicht, ist für mich völlig unwichtig.
Wichtig ist, dass ich an 'nem Spiel Freude habe und es mich abholt.

[OT]
Was ich noch betonen möchte ist: Mir ist die letzten Wochen und Monate (subjektiv) aufgefallen, dass die Art der Diskussionen über bestimmte Spiele viel sachlicher geworden ist, einem Forum für Erwachsene deutlich angemessener. (y)
Das war schon mal anders.
 

Misc

Sonntagsfahrer
Den einen Vergleich zu Eldenring möchte ich kurz aufgreifen, denn das sind ja zwei grundlegend unterschiedliche Spiele. Eldenring habe ich erst begonnen, dort finde ich genau das, was bei GoW-R völlig anders ist (und teilweise kritisiert wird), nämlich dass man nicht ständig Questmarker hat und geführt wird, absolut genial.
Stop, ich hab nur den Vergleich zum oft so gelobten Kampfsystem in Eldenring gezogen.
 
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