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Ich hab mir jetzt noch die erste und dritte Folge angehört. Zur ersten Folge kann man ja nicht wirklich viel sagen, da es ja erstmal mehr ums Vorstellen ging. Dennoch nutze ich Folge 1 einfach mal für 2 generelle Kritikpunkte. Punkt 1: Ihr solltet unbedingt die Dateinamen bei Euren Podcasts ändern. Als nicht nur die Episodennummer, sondern auch den Podcastnamen (abgekürzt) einbringen. Grade, wenn man mehrere Podcasts auf dem Rechner hat, ist die Kombination Ep-Nr. + Thema ohne Podcastnamen extrem unübersichtlich. Führende Nullen wären auch nicht unpraktisch, solltet ihr mehr als 9 Podcasts planen. Punkt 2: Den ganzen Apple-iPhone/Pod-Kram empfand ich persönlich als extrem ermüdend. Ich hab zwar nur eine 360, interessiere mich aber generell schon für Gaming allgemein, insofern höre ich mir auch gerne PS3/Wii-Tehmen an - selbst mit Handheld-Themen hab ich kein Problem. Aber diese ganze "Gaming auf Apple"-Geräten-Geschichte nervt mich mittlerweile ziemlich an, weil derzeit so gut wie jeder Podcast und jedes Magazin auf diesen Zug aufspringt und es dadurch einen totalen Overkill gibt. Zumal es sich in der Regel auch immer und immer wieder um die gleichen Spiele dreht. Wie gesagt, ist eine total subjektive Betrachtung und ich gebe auch gerne zu, dass ich diesem ganzen "iTunes-Imperium" sehr, sehr kritisch gegenüber stehe, aber ich wollte den Punkt einfach mal einbringen.
Aber weg vom Allgemein hin zu Folge 3:
Ich hab sie mir dann doch angehört, obwohl mich L4D2 nicht wirklich interessiert und in Sachen MW2 derzeit ja ein absoluter Informations-Overkill herrscht. Aber grade bei solchen Themen kann man ja gut feststellen, wie die Leute hinter den Podcasts so ticken.
Kleiner Disclaimer vorneweg: Ich habe weder L4D1/2 (die Zombie-Apokalypse lässt mich sowas von kalt) noch MW2 oder ein anderes Call Of Duty-Spiel der letzten Jahre gespielt - von MW2 kenne ich nur die Flughafenszene. Desweiteren stehe ich dem Shooter-Genre mittlerweile sehr kritisch gegenüber, da ich es aus verschiedenen Gründen generell für ein leicht antiquiertes und stagnierend-überholtes Genre halte. Insofern bin ich ich logischerweise nicht gänzlich objektiv an die Sache rangegangen.
Dennoch hat mich der Podcast sehr überrascht - im positiven Sinne. Beim Thema L4D ist sehr rübergekommen, warum der erste Teil so beliebt war und wo dessen Faszination lag. Das war mir zwar vorher auch schon bekannt, aber ich fand diesen Punkt im Zusammenhang mit der Kritik an der Demo sehr gelungen. Ich hätte im Vorfeld nicht erwartet, dass L4D2 so abgewatscht wird, da die Medien-Kritiken ja doch eher sehr positiv auffallen. Insofern ein Lob dafür, dass ihr bei dem Spiel nicht an Kritik gespart habt und vor allem auch gut rübergebracht habt, warum diese Kritik aus Eurer Sicht angebracht ist.
Das Thema MW2 hingegen ist ja doch ein wesentlich schwierigeres. Aber auch hier ein Lob. Ich fand es sehr gut, dass ihr ausführlich auf die Flughafen-Problematik eingegangen seid. Ihr seid über das Thema nicht einfach drübergebügelt, sondern habt Euch sehr ausführlich und kritisch damit auseinander gesetzt. Das hat mir in der Ausführlichkeit bei anderen Podcasts der letzten Zeit ein wenig gefehlt.
Auch wenn ich mir ehrlich gesagt noch ein wenig mehr Schärfe dabei gewünscht hätte. Ich hab die Szene zwar nur als Video gesehen und bin auch generell nicht so zart besaitet, dass ich nichts aushalte, aber ich fand diese Szene einfach ekelerregend, widerwärtig und menschenverachtend. Insofern ist dieser Ausschnitt für mich so ein Downer, dass ich für das restliche Spiel (so gut es vielleicht auch sein mag), vermutlich kein einziges gutes Wort mehr gefunden hätte. Insofern wäre es schön gewesen, wenn ihr noch etwas mehr auf den moralischen Gesamtkontext des Spiels eingegangen wärt. Aber das ist halt eine höchst persönliche Ansicht der Dinge. Insgesamt habt ihr Eure Sache bei dem Thema wirklich gut gemacht, da ihr es in dem Euch gegebenen Zeitrahmen umfassend von verschiedenen Seiten aus betrachtet habt.
Daher möchte ich Euch hier wirklich ein Lob aussprechen. Diese Episode hat mich wirklich dazu motiviert, mal öfter bei Euch reinzuhören. Macht weiter so und vielleicht gibt es ja sogar noch ein bisschen Steigerungspotential
Und nun ist auch erstmal genug geschrieben, da ist ja schon wieder ein halber Roman.
PS
Bioshock war nicht zu lang, sondern viel zu kurz. Aber ich bin auch eher ein derjenigen, die Spiele mit unter 20 Stunden Singleplayer-Spielzeit eher im Regal liegen lassen, da ich das als Geldverschwendung empfinde.