Temperatur ist in meinen Augen wichtiger zum Haftungsaufbau als Reifendruck. Also lieber den Reifendruck verändern und so einstellen, dass die optimale Temperatur erreicht wird.
So gehe ich ein Setup an:
-Ich setzte den Reifendruck erstmal auf ca. 1,9 bar runter.
-Bremsbalance 47% vorn, Bremsdruck 100%
-Dann fahre ich 2 bis 3 Runden.
-Jetzt stelle ich mir das Getriebe so ein, dass es im Fall vom Audi A4 DTM in den ersten 3 Gängen möglichst lang übersetzt ist. So kann man das Durchdrehen der Räder beim Starten und Rausbeschleunigen in den Griff kriegen. Den letzten Gang so einstellen, dass dieser nicht in die Nähe vom Begrenzer kommt auf der längsten Geraden. In dem Drehzahlbereich fehlt die Kraft.
-Wenn das Auto stark übersteuert, kann man das mit einer negativen Spureinstellung an der Hinterachse ausbügeln. -0,5 bis -0,7° zeigen da große Wirkung.
-Beim Radsturz stelle ich vorn zw. -1° und -0,7° ein, hinten zw. -0,8 bis -0,5°. Also hinten etwas weniger als vorn.
-Dann gehe ich wieder auf die Strecke und fahre einige Runden. Hier schaue ich nach, ob die Reifentemperatur hinhaut, ob man das Auto sauber durch die Kurven kriegt (Unter/Übersteuern) und ob das Getriebe passt.
-Danach stelle ich die Bodenfreiheit möglichst tief ein. So, dass das Auto gerade so nicht aufsetzt.
-Und erst jetzt stelle ich die Federhärte und die Dämpfer ein. Ehrlich gesagt muss ich da ganz schön herumprobieren, bis da was ordentliches bei rauskommt

Hierzu kann ich also keine Hilfestellungen geben.
-Zum Schluss teste ich verschiedene Flügeleinstellungen.
Aber bevor man am Setup rumfummelt, sollte man erstmal zusehen, die Strecke auswändig zu lernen bis die Zeiten nicht mehr schneller werden. Sonst macht das wenig Sinn. Hatte Steppenwolf schon geschrieben und das sollte man auch beherzigen.