Blackjack Britton
Aushilfe der Essenausgabe
Das Paralleluniversum der Videogames kann manchmal sonderbar und verwirrend sein. Da spielen sich unfassbare Dinge ab, die alle bekannten ökonomischen Gesetzmäßigkeiten auf den Kopf stellen können. Eines der besser dokumentierten Phänomene ist das plötzliche Verschwinden einer Serie ins satte Nichts pixeliger Realitäten.
Meistens läuft das so: Ein Publisher hat ungeahnten Erfolg mit einer neuen IP (Intellectual Property) und generiert schon bald eine große Anhängerschar. Ein zweiter Teil wird veröffentlicht, der umso enthusiastischer aufgenommen wird von Kritikern wie Publikum. Für alle Seiten läuft es fantastisch, jeder ist zufrieden. Und dann passiert...nichts mehr.
Eines Tages wacht man verschwitzt auf, sieht unter dem Bett nach und kann die einstmals so grandiose Serie nirgendwo mehr finden, als wäre ihre Existenz getilgt worden. Die Gründe dafür sind im besten Fall undurchsichtig und verlieren sich oft in verwinkelten Studiostrukturen ferner Länder. Prominente Beispiele gibt es dabei zuhauf.
Man könnte sich nun den Staub abklopfen, die Scherben des eigenen Lebens zusammenkehren und den Weg weiter gehen. Aber so sind Gamer nun einmal nicht gestrickt. Anstatt sich damit abzufinden, rufen sie Petitionen ins Leben, schreiben sich die Finger in Foren wund und belästigen jeden erdenklichen Mitarbeiter mit irren Mails, nur um deutlich zu machen, daß höchstmöglicher Bedarf besteht.
Stattdessen werden sie aber mit belanglosen Fortsetzungen anderer Serien bedacht, die kein Mensch wirklich braucht. Oh ja, bitte noch einen Call of Duty – Teil! Und von Lego kann ich auch nicht genug bekommen, also gebt mir Lego: How I Met Your Mother!
Warum das so ist, kann ich nicht genau sagen. Doch ich weiß eines: Es wird Zeit, daß wir die Sequels bekommen, die uns zustehen.
Also lasst jeden unseren Ruf hören und schreibt auf, für welches Sequel zu einem Spiel ihr jederzeit ein inneres Organ hergeben würdet. Klassisch, modern, generationenübergreifend.
Meine eigene Vision ist ein weiterer Teil von The Secret of Monkey Island. Gebt euren frivolen Gedanken ein wenig Raum und malt euch aus, wie Guybrush in feinstem Cell-Shading oder toller Trickfilm-Optik aussehen würde, mit dem Charme und Witz vergangener Abenteuer, eingebettet in eine verdrehte, epische Handlung voller Grog und Affen.
Ich werde nie erfassen können, warum sie kein neues Spiel mehr machen - das sprengt einfach meinen Horizont. Haben sich die XBLA-Remakes etwa so schlecht verkauft, daß sie keinen Markt dafür erkennen konnten? Auf allen Plattformen veröffentlicht, würde doch jeder Mensch auf diesem Planeten einen Blanko-Scheck ausstellen, mit einem Lied auf den Lippen.
Doch vielleicht gibt es in der harten Welt von Space-Marines und moderner Kriegsführung keinen Platz mehr für trottelige Piraten. Und bevor sie Threepwood eine Cover-Mechanik verpassen, träume ich lieber weiter von vergangenen Tagen.
Meistens läuft das so: Ein Publisher hat ungeahnten Erfolg mit einer neuen IP (Intellectual Property) und generiert schon bald eine große Anhängerschar. Ein zweiter Teil wird veröffentlicht, der umso enthusiastischer aufgenommen wird von Kritikern wie Publikum. Für alle Seiten läuft es fantastisch, jeder ist zufrieden. Und dann passiert...nichts mehr.
Eines Tages wacht man verschwitzt auf, sieht unter dem Bett nach und kann die einstmals so grandiose Serie nirgendwo mehr finden, als wäre ihre Existenz getilgt worden. Die Gründe dafür sind im besten Fall undurchsichtig und verlieren sich oft in verwinkelten Studiostrukturen ferner Länder. Prominente Beispiele gibt es dabei zuhauf.
Man könnte sich nun den Staub abklopfen, die Scherben des eigenen Lebens zusammenkehren und den Weg weiter gehen. Aber so sind Gamer nun einmal nicht gestrickt. Anstatt sich damit abzufinden, rufen sie Petitionen ins Leben, schreiben sich die Finger in Foren wund und belästigen jeden erdenklichen Mitarbeiter mit irren Mails, nur um deutlich zu machen, daß höchstmöglicher Bedarf besteht.
Stattdessen werden sie aber mit belanglosen Fortsetzungen anderer Serien bedacht, die kein Mensch wirklich braucht. Oh ja, bitte noch einen Call of Duty – Teil! Und von Lego kann ich auch nicht genug bekommen, also gebt mir Lego: How I Met Your Mother!
Warum das so ist, kann ich nicht genau sagen. Doch ich weiß eines: Es wird Zeit, daß wir die Sequels bekommen, die uns zustehen.
Also lasst jeden unseren Ruf hören und schreibt auf, für welches Sequel zu einem Spiel ihr jederzeit ein inneres Organ hergeben würdet. Klassisch, modern, generationenübergreifend.
Meine eigene Vision ist ein weiterer Teil von The Secret of Monkey Island. Gebt euren frivolen Gedanken ein wenig Raum und malt euch aus, wie Guybrush in feinstem Cell-Shading oder toller Trickfilm-Optik aussehen würde, mit dem Charme und Witz vergangener Abenteuer, eingebettet in eine verdrehte, epische Handlung voller Grog und Affen.
Ich werde nie erfassen können, warum sie kein neues Spiel mehr machen - das sprengt einfach meinen Horizont. Haben sich die XBLA-Remakes etwa so schlecht verkauft, daß sie keinen Markt dafür erkennen konnten? Auf allen Plattformen veröffentlicht, würde doch jeder Mensch auf diesem Planeten einen Blanko-Scheck ausstellen, mit einem Lied auf den Lippen.
Doch vielleicht gibt es in der harten Welt von Space-Marines und moderner Kriegsführung keinen Platz mehr für trottelige Piraten. Und bevor sie Threepwood eine Cover-Mechanik verpassen, träume ich lieber weiter von vergangenen Tagen.
