Mich würde mal interessieren welcher Teil für dich der beste ist!?
Habe ja auch alle 3 gezockt und für mich ist Teil 2 mit Abstand der beste.
Nur bei ME2 habe ich auch die 100% inkl. der DLC's gemacht und fand es grandios!
Bis auf wenige Stellen selbst auf Wahnsinnig gut machbar, sofern man sein Team gut eingesetzt hat.
Teil 1 kommt bei mir direkt danach, auch wenn dieser etwas altbacken daher kam und mir die sterilen Planeten nicht gefallen haben.
Der dritte Teil war keinesfalls schlecht und die Story fand ich im Gegensatz zur Mehrheit sogar gelungen
Denke einige haben sie vielleicht auch nicht kapiert.
Mass Effect Andromeda kann ich nix zu sagen, werde es aber garantiert irgendwann mal zocken.
Ohje, da könnten wir wahrscheinlich einen ganzen Abend drüber diskutieren.
Im Kontext aller 3 Spiele gesehen, ist ME1 für mich mittlerweile der schwächste Teil, obwohl man das 2007 ganz anders gesehen hat. Die Gameplay-Systeme haben bereits das Potenzial, das sich erst in 2 und 3 zeigt, aber sie sind einfach noch zu hakelig und zu wenig auf den Punkt gebracht. Vor allem das Deckungssystem ist noch nicht wirklich gut. Gleiches gilt für das Waffenhandling. Letztlich macht das Gameplay erst wirklich Spaß, sobald man Zugang zu den Spectre-Waffen hat. ME1 hat von allem Teilen die komplexesten RPG-Mechaniken, aber das kommt dem Spiel leider nicht in allen Belangen zugute. Außerdem ist die ganze planetare Erkundung heutzutage eher Hindernis als Freude, vor allem weil die Orte für Nebenquests zu sehr recycelt werden. Letztlich sind nur die Hauptmissionsorte wirklicht gut durchdesignt.
Und was die Story betrifft, ist ME1 ein fantastischer Lore Dump, der das Universum in Szene setzt, aber die Haupstory kommt letztlich erst auf Virmire und Ilos wirklich zur Geltung. Und obwohl die Charaktere für damalige Zeiten extrem gut herausgearbeitet waren, wirken sie angesichts von ME2 und 3 doch noch verdammt schwach und farblos.
Aus dem Grund ist auch ME2 für mich das Highlight, was die Story anbetrifft. Das Gameplay hat auch massive Schritte nach vorne gemacht und spielt in einer ganz anderen Liga als ME1, aber sind vor allem die ganzen Charakterstorys, die für mich ME2 ausmachen. Bis auf die DLC-Charaktere haben alle Team- und Crewmitglieder mehr Farbe und Tiefe als in ME1, sie haben alle ein persönliche Geschichte und wirken auch mehr wie echte Persönlichkeiten als nur wie Avatare für ihr jeweiliges Volk, wie es noch in ME1 der Fall war. Und die gesamte Story des Spiels ist in ihrer Komposition ziemlich einzigartig. Ich glaube nicht, dass ich je ein Spiel gespielt habe, dessen finale Mission besser inszeniert ist. Sie braucht sowohl in der Vorbereitung (also sämltlichen Missionen vorher) und in der Ausführung nahezu 100%ige Perfektion. Die ganzen Mechaniken, die da ineinandergreifen und dazu führen können, dass die letzte Mission nahezu kompletter Fehlschlag werden kann, sind absolut faszinierend. Und auch die Mission selbst ist vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden ein absoluter Adrenalipusher, der der Missionsbeschreibung absolut gerecht wird.
Und davon abgesehen, dass sich ME2 so viel besser spielt, ist auch das Missions- und Umgebungdesign allererste Güteklasse. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Spiel in einer Zeit rausgekommen ist, in der sich die Spielebranche in der grau-braunen Depri-Optik voller Bloom regelrecht gesuhlt hat. ME2 bietet trotz des Untertons, der viel düsterer als in ME1 ist, jede Menge abwechslungsreiche Umgebungen, die teilweise vor Farbgewalt nur so strotzen und auch heute noch ziemlich gut aussehen.
ME2 ist für mich so der Serienteil, wo die ganzen Komponenten, die in ME1 großteils schon existieren, endlich zu einem einzigartigen Gesamtbild zusammenkommen.
Und Mass Effect 3... Tja, das habe ich damals in der reinen Day1-Originalversion gespielt und am Ende enttäuscht in die Ecke geworfen, weil ich, wie so viele andere, das Ende einfach furchtbar fand. Es hat nicht gehalten, was es versprochen hat und es war voller Logiklücken. Jetzt mit einigen Jahren Abstand und allen DLCs kann ich die Story als das akzeptieren, was sie ist, da viele Probleme durch den Extended Cut und die anderen DLCs gelöst wurden und sie insgesamt stimmiger ist. Denn bis auf das Ende hat die Story insgesamt wirklich viele emotionale Highlights (Tuchanka, Rannoch...) gehabt, die aber letztlich von den Ende überschattet wurden. Mittlerweile habe ich viel mehr Respekt für die restlichen 95%, die nicht das Ende sind.
Und spielerisch ist ME3 für mich auf jeden Fall das beste Spiel der Original-Trilogie. In ME2 wurden etwas zu viele Dinge gestreamlined und vereinfacht. Und ME3 ist quasi der beste Kompromiss aus Teil 1 und 2. Es gibt wieder mehr Optionen in den Skillbäumen und wieder mehr Optionen bei der Waffenauswahl, was insgesamt dazu führt, dass man einfach mehr Möglichkeiten zum Experimentieren hat. Und das verbesserte Cooldown-System inkl. der Tatsache, dass jede Klasse theoretisch alle Waffentypen nutzen kann, tragen da auch wesentlich dazu bei.
Letztlich hat jeder der drei Serienteile seine Stärken und Schwächen. ME1 ist als Basis für die Trilogie eigentlich unumgänglich. ME2 bietet meiner Meinung nach die beste Story und ME3 ist mit Abstand das Spiel, bei dem es am meisten Spaß macht, es wirklich zu spielen. Und letztlich würde ich heutzutage auch keines der Spiele einzeln ohne die anderen spielen wollen, weil es halt trotz der vielen Änderungen bei Gameplay, Interaktionen und Charakeren am Ende eine große Geschichte ist. Letztlich spricht es schon Bände, dass nach Mass Effect keine andere Spielserie auch nur versucht, eine Story mit hunderten von Entscheidungen und Variablen, die von Spiel zu Spiel übernommen werden, über 3 jeweils 30 bis 50 Stunden lange Spiele hinweg zu erzählen und dabei erstaunlich wenige Kontinuitätsfehler und ähnliche Probleme zu produzieren.