So, mittlerweile bin ich bei knapp 40 Stunden angekommen und ein Erz-Berserker geworden
Mittlerweile bin ich in Kapitel 3, vermute mal das Spiel dürfte maximal 4 oder 5 Stück davon haben. Das Spiel hat es wirklich in sich! Das mein Controller immer noch am Leben ist, dürfte meine größte Errungenschaft bisher sein

Ein Spiel, bei dem man nach knapp 40 Stunden immer noch mehr als genügend Gegner findet, die einen ganz schnell mal den Garaus machen, das hatte ich selten; wobei ich aber meist auch Spiele wie Dark Souls meide.
Wichtig ist wirklich, das man sich anfangs schon Gedanken macht, auf was man überhaupt geht. Die Berserker brauchen Stärke und Konstitution; wobei das im Prinzip bei allen Fraktionen keine schlechte Wahl ist. Wer aber beispielsweise nur darauf setzt, der wird sich schnell fragen warum er beispielsweise die tollen Kleriker Fernwaffen nicht nutzen kann, dafür zählt dann eher Geschicklichkeit. Man muss sich auch bewusst sein, das man hier nicht den Oberkämpfer schlechthin erstellen kann (wenn überhaupt, mit mehr als 100+ vermute ich). Das Attributesystem ist dafür nicht ausgelegt worden und würde auch nicht zur Spielweise des Spiels passen. Wer hier überleben will, der darf sich nicht blindlings in Kämpfe reinwerfen, sondern muss um die Stärken und Schwächen seiner Feinde in etwa Bescheid wissen...und die Gegend im Auge behalten. Im Kampf 1 gegen 1 ist das ganze kein großes Problem, aber ab zwei Gegnern ist Taktik gefragt. Und nicht selten ist man gerade mitten im Kampf und es kommen ein paar Gegner aus der Gegend hinzu, was den Kampf ganz schnell gegen euch wenden kann.
Ansonsten kann ich auch nur das empfehlen, was
@doh in the wind bereits erwähnte

; geht erstmal die Gegend erkunden, lernt die Fraktionen kennen und macht einige Quests. Es hat anfangs keinen wirklichen Sinn ihnen direkt beizutreten, da man dort erst ab gewissen Leveln aufsteigen kann, bei den Berserkern beispielsweise Level 15 und 25 meine ich. Zumal die besseren Rüstungen beim zweiten und dritten Aufstieg auch alles andere als preiswert sind.
Wer relativ schnell leveln will, der braucht zudem die Quests, da sie einem mehr EXP gegen als einfach nur Gegner zu töten, zumal ihr die höherwertigen eh anfangs nicht angehen werdet. Sinnvoll ist auch, recht früh zu Anfang die Quests eines potenziellen Begleiters zu machen; die taugen im Kampf zwar nicht wirklich viel, es sei denn man hat sie auf dem höchten Schwierigkeitsgrad. Aber sie lenken teils Gegner nun mal ab.
Weiterhin immens wichtig: Die Schnellspeicherung. Nutzt sie. Dauerhaft. Selbst bei "leichteren" Gegnern könnt ihr durch einen schlechten Start in den Kampf ernsthaft Probleme bekommen, zumal das Spiel nicht im Menü pausiert. Es wäre also auch gut, sich vorher schon die Schnelltasten mit Heilmitteln oder Essen vollzustopfen; aber auch hier Achtung, in der Zeit in der das Heilmittel zu sich genommen wird, ist natürlich keine Deckung vorhanden. Im allgemeinen werdet ihr anfangs aber sowieso sehr viel Hide and Seek anwenden. Es gibt wie bereits erwähnt kein Startgebiet und die Gegner sind hier nicht gebietsweise nur nach leichten oder schweren Gegnern sortiert. Einige davon können auch Fernkampf anwenden, und die zielen gut (meiner Meinung nach viel zu gut). Das Jetpack solltet ihr also auch schon recht früh beherrschen, ihr werdet es oft brauchen.
Die Quests selbst sind anfangs zumindest wirklich eher eine Qual bzw. kann einem das so vorkommen, je nachdem wie ihr normal spielt. Ich spiele ja meist eher den "Guten", das fällt bei dem Spiel aber schwer. Ich finde alle drei Ideologien nicht wirklich prickelnd; die einen übertreiben es mit ihren Regeln, die anderen sind sehr glaubensfürchtig und die Outlaws interessiert im Endeffekt weder Regeln noch Zusammenhalt oder die Welt. Es ist schwer, hier oftmals zwischen gut oder böse zu wählen. Bei der einen Quest meint beispielsweise jemand zu mir, sie wäre zu Unrecht aus dem Dorf vertrieben worden. Schön und gut, aber weiß ich ob das stimmt? Entweder habe ich etwas übersehen, oder es gibt da weder Beweise für oder gegen diese Aussage. Also muss ich mir eher die Frage stellen, finde ich es übertrieben das jemand aufgrund eines Diebstahls dauerhaft aus dem Dorf verbannt wurde, oder nicht?
Das Spiel variiert ganz gut mit solchen Sachen. Beispiel aufleveln: Die Attributpunkte sind recht wenig, zumal diese, je weiter ein Attribut ist, auch immer mehr Punkte zum Levelaufstieg brauchen. Es gibt zwar so genannte Elextränke, womit ich mir weitere Attribut- oder Lernpunkte sichern kann, diese sorgen aber auch dafür, das mein Charakter "kälter" wird; was später durchaus mal Auswirkungen haben kann. Damit diese Kälte sich wieder verringert, kann man entsprechend klug und richtig antworten beispielsweise; aber auch da sieht man oftmals nicht, was denn jetzt die richtige Antwort wäre. Es macht das Spiel durchaus herausfordernd, über lange Strecken.
Motzen müsste ich über die "legendären" Waffen, die man finden kann. Bisher für mich sinnlos, da ich meist im Stärkewert schon stärkere Waffen habe, welche ich zum Zeitpunkt deren Nutzung wählen kann. Das liegt daran, das diese meist zwei verschiedene Werte auf einem bestimmten Level haben müssen; als Krieger geht man meist auf Stärke/Konstitution, viele brauchen aber auch einen hohen Intelligenz oder Geschicklichkeitswert, den man als Krieger meist vernachlässigen muss. Und halt die Begleiter KI, die ist größtenteils ein Grauen in den Kämpfen; je höher der Beliebtheitswert, umso besser werden sie zwar, richtige Änderungen habe ich aber erst auf der höhsten Stufe bemerkt.
Auch bei den Charaktermodellen und den "Massen"kämpfen merkt man dem Spiel an, dass das Bugdet irgendwo begrenzt war. Bei ersterem habe ich das Gefühl man hat ein, zwei Gesichter genommen und diese dann nur mit unterschiedlichen Narben oder Haarvariationen verändert. Bei zweiterem dachte ich bei einer Schlacht um einen Konverter ""Wow, endlich gehts los"; begleitet wurde ich dann von meiner Begleiter KI und vier bis fünf weiteren Einheiten.
Weiterhin top: Die Spielewelt. Richtig schön, unterschiedlich und überall gibt es was zu entdecken. Ich bin am liebsten einfach nur auf der Suche nach dem nächsten zerfallenen Gebäude, welches ich untersuchen kann. Das haben die Jungs und Mädels wirklich richtig gut hinbekommen, mein Endzeit Ego ist auf jeden Fall sehr glücklich damit.
Ich werde sehen, das ich es durchgespielt bekomme

Wie gesagt, der Schwierigkeitsgrad ist schon auf normal happig, wer wenig frustresistent ist, der sollte sich vielleicht auf Leicht versuchen und in den Einstellungen einige Sachen wie beispielse mehr Schaden einzustecken anstelllen. Da weiger ich mich bisher, auch wenn der Frust ab und an schon etwas höher ist
