Verstehe die Welle auch nicht.
Nicht jeder hat soviel Geld zur Verfügung sich neue Spiele zu kaufen.
Meist sind es die Jugendlichen die zu wenig Geld dafür haben...also die Zahlungskräftige Kundschaft von Morgen!
und wenn man es sich mit der verscherzt....:nunu:
Die Welle liegt darin, dass die Industrie immer noch keinen Weg gefunden hat, die explodierenden Entwicklungskosten und zusammen mit einer rentablen Preisstruktur unter einem Hut zu bekommen und jetzt hilflos nach neuen Lösungen suchen.
Zusätzlich ist halt noch das Problem da, dass im Vergleich zu früher einfach so viele Titel erscheinen, dass viele die Spiele einfach nur noch als durchlaufenden Posten betrachten, während sie früher einen so hohen Wert hatten, dass man sie einfach behalten hat. Die Zahl, dass ein einzelnes Spieleexemplar bis zu 4-5 Besitzer hat, hat auch mich als "Spielebehalter" etwas erschreckt, weil mir das schon als ziemlich Entwertung vorkam. Aber der entscheidende Punkt ist halt, dass der Hersteller an 4-5 Käufen nur ein einziges Mal verdient. Und da hilft selbst der Vergleich mit Autos nicht mehr, denn ich bezweifel wirklich, dass ein durschnittliches Auto in seinem Leben 4-5 Besitzer hat.
Ob diese EA-Aktion jedoch wirklich Erfolg hat, bezweifel ich auch. Das geht vielleicht noch bei Sportspielen und mega-angesagten Multiplayer-Spielen, aber auf breiter Front...? Mit einer besseren Preispolitik (geringere Spielepreis oder frühere "Budget-Werdung") könnte man dann doch vielleicht mehr Erfolge einfahren.
Ich glaube auch der Deutsche Markt wird nur "so nebenbei" mitgenommen.
Die Hauptkundschaft von EA kommt wohl aus den Staaten (siehe Spiele wie Eishockey,Basketball,American Football,Baseball,Golf) ,wo die Spiele nur einen Bruchteil dessen kosten was wir bezahlen müssen.
die Deutsche Kundschaft ist so wichtig,das nicht mal die Menüführung (zumindest beim Golf) in Deutsch ist....
Der deutsche Markt ist schon wichtig für die Hersteller, immerhin ist er meines Wissens nach der dritt- oder viergrößte Markt weltweit.
Aber es gibt halt mittlerweile Produkte, die sich hier aufgrund der geringen Verkaufszahlen einfach nicht rentieren. Dazu gehört vor allem Madden NFL, das hierzulande gar nicht mehr regulär erscheint, aber auch die Tiger Woods-Serie. Hier hat man erst die Kosten für Übersetzung eingespart und dann sogar komplett die PC-Version, die hier immer noch die am meisten verkaufte sein dürfte.
Dennoch stimme ich Dir voll zu: Bei der Madden-Serie war es aufgrund der Extrem-Nische noch nachvolllziehbar, aber bei Tiger Woods habe ich auch nie verstanden, warum man die Lokalisierungskosten für die Menüs eingespart hat - zumal diese zu Großteilen in jedem Jahresupdate identisch sein dürften. Das finde ich auch ziemlich untentschuldbar, zumal es früher Tiger Woods-Versionen gab, die zwar englischen Kommentar hatten, aber sonst wenigstens lokalisiert waren.
Aber anscheinend verkaufen sich NHL und NBA Live trotzdem massiv besser, denn hier erscheinen lokalisierte Versionen und im Gegensatz zu TW scheinen sich die Verkäufe auch so sehr zu lohnen, dass man hier nach einiger Zeit die Budget-Version veröffentlicht, was bei TW nicht der Fall ist.
Für die Plattform No. 1 in Deutschland - den PC - erscheinen übrigens gar keine Titel der Serien NFL, NHL, NBA und TW mehr. Selbst die WM-Version von FIFA gibt es nur noch für Konsolen.
In Deutschland geht im Gegensatz zu den USA in Sachen Sportspielen ausser Fussball und mal so Sachen wie Tennis nicht wirklich viel. Ich bezweifel auch, dass sich ein Handball-Spiel hier wirklich gut verkaufen würde.
PS
Die Spielepreise sind in den USA natürlich niedriger als hier, das regt mich auch immer wieder auf. Jedoch relativiert sich das zumindest geringfügig dadurch, dass die Preisen in den USA in der Regel ohne Steuern ausgewiesen werden und die Einkommensstrukter in den USA in einigen Regionen unter der in Europa liegt. Insgesamt gesehen werden wir Europäer jedoch schon über die Maßen abkassiert.