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Das Spielejahr 2022

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Nachdem mit den Games Awards das letzte große Spieleevent diesen Jahres abgehalten wurde und die meisten Firmen jetzt in die Weihnachtszeit gehen, wirds mal wieder Zeit für einen Rückblick auf das Spielejahr :)

Ich fang mal an mit meinen Spielen des Jahres

1. Elden Ring
(Forenlink) - Tja, wer hätte das gedacht. Soulslikes waren nie mein Genre; mit Bloodborne habe ich es mehrfach versucht, mit Dark Souls auch, aber das wurde mir einfach zu frustrierend. Bei Elden Ring reizte mich aber das Setting und die Open World, daher habe ich ihm einfach eine Chance gegeben. Die ersten Minuten ließen mich dann eher darüber nachdenken was denn so schlimm und schwierig an dem Spiel sei..nach dem ersten Ritter zu Pferde wusste ich dann aber recht schnell wie das Spiel läuft..Sterben im Dauerdurchlauf.

Aber, hier hats mich diesmal nicht gestört. Die Open World hat da vieles gerettet; bevor ich überhaupt beim ersten richtigen Boss angekommen bin, hatte ich schon nicht unerhebliche Teile der Welt entdeckt und entsprechend gelevelt. Da werden Souls Veteranen sicher mit der Nase rümpfen, aber bei mir hat das so ein tolles Spielerlebnis gebracht, welches ich auch tatsächlich zu Ende gespielt habe. Ja, es war frustrierend..oftmals. Aber hey, ein Blick in die YouTube Videos zu der Zeit und man wusste, man ist nicht allein damit :D

Freuen tue ich mich auf die Erweiterungen, die sicher kommen werden. Glückwunsch zu diesem Meisterwerk From Software :)

1. Sonderpreis - Persona 5 (Royale) (Forenlink) - Über dieses Spiel in den Highlights des Jahres kann man sicher diskutieren, schließlich ist das Original von 2017. Macht für mich aber nichts, zumal es erst dieses Jahr für die Box und Switch herausgekommen ist :)

Das Original hatte ich seinerzeit auch schon auf der PS4 gespielt, die Royale Inhalte waren mir neu. Zugegebenermaßen habe ich dort wohl auch nicht so viel verpasst, wie man es der Diskussion im Forenlink schon entnehmen kann. Aber das Basisspiel, das ist nach wie vor für mich eines der Highlights der letzten Spielejahre überhaupt.

Die Persona Reihe ist seither jetzt nicht wirklich massenmarkttauglich, da ändert auch Teil 5 nichts dran. Es ist ein 100+ Spiel, man muss vieel lesen, da sind viele Gamer schon raus. Aber Persona 5 macht bei dem was es tut, eigentlich alles richtig. Es wechselt zwischen Kampf und sozialer Interaktion mit seinen Mitstreitern gekonnt ab, man hat hier tatsächlich das Gefühl eine Schultruppe über das Jahr hinweg zu begleiten. Jeder Charakter hat seine eigene Geschichte, sie alle komplett in einem Durchlauf zu schaffen dürfte schwer, wenn nicht unmöglich sein. Das reizt zum wiederholten Spielen. Und der Detailgrad..einfach Wahnsinn. Es sind so Kleinigkeiten wie die Katze beispielsweise, Morgana; man sieht sie fast überall mit drin. Einfach ein klasse, wenn auch unübliches J-RPG.

3. Horizon II - Forbidden West
(Forenlink) - Das Spiel ging wie ich finde ein wenig unter. Klar, konsolenexklusiv und die Playsi hatte dieses Jahr einige herausragende Titel wie God of War oder Stray zu bieten. So oder so ist Aloys Abenteuer mehr vom ersten Teil, nur mit sinnvollen Erweiterungen. Guerilla Games hat sich hier wenige Schwächen erlaubt und bietet nach wie vor eine Open World, die faszinieren und begeistern kann :)

4. Dreamlight Valley (Forenlink) - Etwas überraschend, aber ich mag diesen Titel von Gameloft wirklich gern. Das perfekte Spiel um abends entspannt abzuschalten. Egal ob Farmen, soziale Interaktion oder einfach nur die komplette Gegend neu zu strukturieren, man kann in Ruhe das tun was man mag. Viele schöne Kleidungen und Gegenstände die es zu erspielen gibt runden das ganze ab. Abzuwarten bleibt, was für Welten noch umgesetzt werden und wie sehr der Pay to Win Faktor herausstechen wird, sobald die Vollversion raus ist.

5. Return to Monkey Island (Forenlink) - Hat es gerade noch so in meine Liste geschafft. Hauptsächlich wohl aus Nostalgie, wobei Return to Monkey Island bei weitem kein schlechtes Adventure ist und vieles richtig macht. Bei der Grafik scheiden sich die Geister; ich finde sie weder schlecht noch übermäßig toll. Was zählt sind die Rätsel und der Wortwitz, und hier können Ron Gilbert und Co. schon größtenteils an die "alten" Zeiten anknüpfen. Man muss halt auch sagen das zumindest die ersten beiden Teile seinerzeit einfach das Nonplusultra neben meinetwegen noch Indy IV waren, zumindest was Grafikadventures angeht. Es ist schwer, bei diesem Vergleich überhaupt eine würdige Fortsetzung hinzubekommen, gerade nach Ende des zweiten Teils. Insgesamt finde ich aber es ist ihnen gelungen.

Indietitel des Jahres: Dysmantle (Forenlink) - Da ich bei Stray noch warte und auf Umsetzungen hoffe, ist es bei mir Dysmantle geworden. Kam direkt zu Beginn des Jahres auf die Konsolen und hat mich mit seiner Einfachheit wirklich gefesselt. Viel zu erkunden und ein perfektes Spiel für zwischendurch.


Bei der Liste fehlen noch viele Spiele; ein God of War oder ein Xenoblade Chronicles 3 wären sicher ein Kandidat, dazu bin ich aber zeitlich noch nicht gekommen die richtig anzuspielen. Hauptsächlich waren es dieses Jahr eher kleinere Titel die ich gespielt habe, Medieval Dynasty beispielsweise oder den Gas Station Simulator..oder das sehr schön gelungene Arcade Paradise.

Dazu dann noch Titel der "immer mal wieder spielen" Kategorie, wie Civilization 6 oder Fallout 76.


Apropos Civ 6, da kommen wir dann schon zu einer der Enttäuschung des Jahres: Konsolenumsetzungen. Gemeint ist damit in erster Hinsicht, wie Spiele auf Konsole portiert werden, aber auch wie es mit der Umsetzung von Zusatzinhalten aussieht. Am Beispiel Civ 6 ist es der Leaders Pass, der kürzlich auf PC veröffentlicht wurde. Der bringt mehrere neue Anführer ins Spiel und ist je nach gekaufter Version von Civ 6 kostenlos. Veröffentlicht wurde dieser nur auf PC, obwohl das Spiel auch für alle gängigen Konsolen erschienen ist. Auch auf Nachfrage teilt Publisher 2k da nicht mit, ob Konsoleros auch mit den neuen Inhalten rechnen dürfen.

Das finde ich bescheiden. Alleine schon deswegen weil gerade Xbox User dieses Spiel einen nicht gerade unerheblichen Zeitraum so gar nicht richtig spielen konnte, weil es alle paar Runden abstürzte. Irgendwann, nachdem selbst die Microsoftforen überquelten, kam dann mal ein Patch der half.

Technisch dürfte es kein großes Thema sein, den Pass auch auf Konsole zu veröffentlichen, es geht hier nur um ein paar zusätzliche Anführer. Bleibt abzuwarten ob da noch was kommt.


Das andere sind fehlende Anpassungen. Stichwort: Schriftgröße. Ich mein, kann es wirklich so schwer sein anpassbare Schriftgrößen in ein Spiel zu integrieren? Gerade bei PC-Ports fällt das öfters aus. Aber nicht nur da. Auch Squares Star Ocean beispielsweise, was zeitgleich veröffentlicht wurde, krankt an viel zu kleinen Bildschirmtexten auf Konsole. Das ist in dem Fall doppelt nervig, da das Spiel in diesem Fall nur mit englischen Untertiteln verfügbar ist..warum auch immer, die Vorgänger hatten meine ich noch deutsche. In dem Fall hat es bei mir dahin gewirkt, dass ich das Spiel erstmal links liegen lasse.


Zum Spielejahr allgemein:

Ich bin ja Multikonsolero, also kann man sagen das dieses Jahr wirklich mehr als genügend Highlights hatte. Gerade Playstation Nutzer dürften sehr zufrieden sein, mit God of War, Horizon II, Gran Turismo 7 oder auch Stray dürfte für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein. Ein starkes Jahr für Sonys Konsole.

Auch Switchler dürften mit Titel wie Xenoblade Chronicles oder Bayonetta zufrieden gewesen sein, zumal zeitexklusive Titel wie Monkey Island ihr übiges taten. Solide.

Für Xboxler dürfte es ein durchwachsenes Jahr gewesen. Ist meine Hauptplattform, aber da hat dieses Jahr nicht wirklich viel gepasst. Zahlreiche Verschiebungen wie Starfield, Redfall oder auch Stalker II, viele Exklusivhighlights gab es da nicht, vielleicht Pentiment.

Gut, Verschiebungen kommen vor; ein ähnliches Problem hatte Sony letztes Jahr. Grundsätzlich nicht schlimm, umso mehr Highlights gibt es nächstes Jahr. Aber auch sonst; die Games with Gold als Beispiel, mit zwei Spielen weniger. Gut, die Spiele sind eigentilch eher nur Dreingabe für den Onlineservice und die Ressourcen von Microsoft fließen in den Gamepass, das ist unbestreitbar. Dennoch, es wurde gestrichen und bei den Spielen, nun ja. Ich selbst erwarte da keine großen Spiele, eher im Gegenteil, die habe ich meist selbst. Geschmack ist zudem auch verschieben..aber bei den letzten beiden Spielen wusste ich nicht mal, dass sie existierten.

Dazu das Heckmeck um ActivionBlizzard. Ob der Deal jetzt zustande kommt oder nicht, es hat Microsoft eher gelähmt. Zumindest die Begründung der FTC liest sich halbwegs verständlich, wobei ich ehrlich gesagt gar nicht mal glaube das der Deal so eine große Auswirkung auf den Konsolenmarkt hätte; der liegt in meinen Augen eher im PC- und Mobile Bereich.

Prinzipiell würde ich es begrüßen, wenn der Deal zustande kommt. Titel wie CoD werden auch auf anderen Plattformen kommen. Ansonsten bliebe Microsoft nur der Weg von Sony: Hinzukaufen von kleineren Studios und Exklusivdeals. Ob das für die Spielelandschaft wirklich der bessere Weg ist? Ich bezweifle es.


Alles in allem, es war ein gutes Spielejahr. Mal sehen was die Neufassung von Crisis Core: Final Fantasy VII noch bringen kann, für mich das letzte (bekannte) Highlight der Saison; ist sogar schon bei mir eingetroffen die Retailfassung, allerdings momentan dank fehlendem Patch nur im Offlinemodus spielbar. Für nächstes Jahr wurden ja schon einige Highlights angekündigt, besonders fiebere ich Starfield entgegen. Aber auch sonst wird da wohl einiges kommen :)
 

cts

Rentenbezieher
Ich knall einfach mal stumpf meine Liste hier rein. Gerade nicht in Stimmung für ausschweifende Texte.
Viel aus 2022 gespielt habe ich nicht. Glaube nur 15 Titel.

1 Elden Ring
2 A Plague Tale Requiem
3 Tunic
4 Vampire Survivors
5 Splatoon 3
6 Stray
7 Tinykin
8 TMNT: Shredders Revenge
9 Dying Light 2
10 God of War Ragnarök
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Wenn ich so zurückblicke, ist 2022 von den ganzen letzten Jahren das Jahr, in dem ich die wenigsten Spiele gespielt habe. Ein Faktor war, dass ich im Frühjahr/Sommer eine Phase von fast 2 Monaten hatte, in denen ich gar keine Lust auf Spielen hatte. Und der Rest des Jahres bestand dann mehr oder weniger aus Spielen, die alle sehr sehr lang sind (Rollenspiele, Rennspiele).

Ich habe in diesem Jahr 5 Spiele zum Launch gekauft (Tiny Tina's Wonderlands, LEGO Star Wars Skywalker Saga, MX vs. ATV Legends, F1 22, Grid Legends), ein weiteres 22er Spiel etwas später im Angebot (Elex II). Dazu kommen Ni No Kuni, Persona 5 Royal und der PowerWash Simulator, die ich im Launch-Fenster über den Game Pass gespielt habe. Durch Microsoft Rewards und Game Pass/EA Play-Rabatte habe ich jedoch für keines der Spiele den Vollpreis bezahlt.

Ansonsten habe ich noch ein paar ältere Spiele nachgeholt (Pillars Of Eternity 2, Wasteland 3, Mutant Year Zero, Cyberpunk 2077, Dragon Quest XI).

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Die nachgeholten Spiele kann ich alle empfehlen. Cyberpunk würde ich nur als gut einstufen, der Rest ist exzellent, wobei ich die Rangliste so aussehen würde: MYZ < DQ11 < POE2 < WL3. Alleine mit den 3 Rollenspielen kann man jeweils mehrere wunderbar unterhaltsame Wochen verbringen, wobei Wasteland 3 für das absolute Rollenspiel-Highlight der letzten 3-4 Jahre ist.

Die Game Pass-Spiele würde ich ebenfalls alle als sehr gut einstufen, wobei der PowerWash-Simulator dort die Krone vor Ni No Kuni und Persona 5 gewinnt, weil das ein Spiel ist, das so viel besser ist als es beim dem simplen Konzept eigentlich sein dürfte.

Die Launch(fenster)-Käufe wiederum sind eine ziemlich gemischte Angelegenheit. Wonderlands und Elex II streiten sich bei mir um den Game Of The Year-Award. Zu den beiden Spielen will ich auch gar nicht viel schreiben, weil heutzutage eigentlich alle wissen müssten, ob ihnen ein Piranha Bytes-Spiel oder Gearbox-Spiel gefällt oder nicht.

MX vs. ATV bekommt den Preis für das unfertigste Spiel, mit dem ich trotzdem mehr Spaß hatte als mit so manch anderen Sachen. Mittlerweile sind die Probleme auch fast alle gefixt, aber das Spiel wurde definitiv 3 Monate zu früh veröffentlicht.

Grid Legends ist ein ordentliches Rennspiel, das zum Kaufzeitpunkt bei mir eine Lücke (Autorennspiele) gefüllt hat, die grade gefüllt werden musste. Ich hatte meinen Spaß damit, aber mehr als Mittelmaß ist es am doch nicht, was vor allem auch dem erbärmlich schlechten DLC liegt, der erst lange auf sich warten ließ und dann von Umfang und Qualität her weit unter den bei Codemasters sowieso schon niedrigen Erwartungen liegt. Kein richtiger Fehlkauf, aber dennoch meilenweit hinter Grid Autosport.

LEGO Star Wars Skywalker Saga empfinde ich als eine totale Katastrophe. Ich habe mich beim Spielen die ganze Zeit gefragt, wie sehr die Macher hinter dem Spiel Star Wars hassen müssen, um ein Spiel zu kreieren, das so frei von Liebe für das Ausgangsmaterial ist. Im Vergleich zu den bisherigen LEGO-Spielen (Star Wars oder nicht) sind vor allem die Story-Levels dermaßen ideen- und lieblos gestaltet, dass ich mich als Disney geweigert hätte, dieses Machwerk unter meiner Marke zu veröffentlichen.

Und F1 22... Nun, kein abgrundtief schlechtes Spiel. Aber auch hier wird der permanente Abstieg von Codemasters hin zu einem absoluten Mittelmaß-Entwickler (mit der Tendenz zur Unterdurschnttlichkeit). Die Neuerungen (Supercars, F1 Life) kann man komplett vergessen, da sich die Autos richtig schrecklich fahren und der ganze Kosmetikkram von F1 Life nur dazu dient, noch mehr MTX ins Spiel zu bringen. Beim Rest gibt es nur minimale Änderungen und gar keine Verbesserungen. Und die Wünsche der Fans (klassische Autos und Strecken) werden weiterhin ignoriert, während das Spiel wie eh und je auch wieder buggy ist und die KI auch immer schlechter wird. Ich denke, ich werde jetzt mindestens 1-2 Jahre aussetzen, wenn es um die F1-Serie geht.

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Es gibt sicherlich noch ein paar Spiele aus diesem Jahr, die ich irgendwann nachholen werde, aber irgendwie eilt das momentan alles nicht. 2022 hat jetzt allgemein nicht sonderlich viele Spiele auf meine Beobachtungsliste gespült, auch wenn es durchaus noch eine Handvoll gibt.

Aber aufgrund meiner großteils negativen Erfahrungen mit neuen Spielen, dem kreativen Stillstand im Bereich Triple A und den wenigen Neuerscheinungen in den mir wichtigen Genres würde ich 2022 als Spielejahr persönlich nur eine Note 5 bescheinigen.

Vor allem die Genres Action, Action-Adventure oder Shooter, bei denen ich immer nur mal einzelne Highights mitnehme, empfand ich diesem Jahr besonders schwach.
 

Ahti

Rentenbezieher
Dieses Jahr war für mich sehr vieles dabei, von großen Produktionen wie Horizon Forbidden West, Elden Ring, GOW Ragnarök und Modern Warfare II, über AA-Titel wie A Plague Tale: Requiem und Sniper Elite 5, bis hin zu Indie-Spielen wie Cult of the Lamb, Neon White, Norco und Sifu. Und extra für Bayonetta 3 habe ich mir eine Switch geholt...und es nicht bereut. Für mich sind all diese Spiele GOTY-Kandidaten und mehr oder weniger gleichwertig, deswegen spare ich mir an dieser Stelle eine Rangliste. 2022 dürfte mir als eines des stärksten Spiele-Jahre in Erinnerung bleiben.

Enttäuschend fand ich dieses Jahr den Zustand, in dem viele Spiele veröffentlicht wurden. Titel, die ohne nennenswerte Probleme erschienen sind, musste man schon mit der Lupe suchen. Covid is a bitch. Hoffentlich wird das in den nächsten Jahren wieder besser.
Ach, und die Xbox One und PS4 dürfen ruhig in Rente gehen. Dann müssen sich die Entwickler auch nicht mehr damit rumplagen.
Die ganze Remake-erei sehe ich auch kritisch.

Ich bin gespannt wie das nächste Spielejahr werden wird. Dank Titeln wie Zelda: Tears of the Kingdom, Alan Wake 2 und den beiden Horizon-Veröffentlichungen (DLC und VR-Ableger), weiß ich aber jetzt schon, dass mir vor dem Bildschirm nicht langweilig wird.😊
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Das Jahr 2022 war eines der schwächsten Jahre an die ich mich erinnern kann. Tatsächlich habe ich mehr Titel aus den Vorjahren gespielt als aktuelle Erscheinungen.

Fangen wir mit den Enttäuschungen an: Da wäre erst einmal Saints Row, von dem ich mir frischen Wind erhofft hatte. Stattdessen bekam man altbackenes Gameplay und eine verhältnismäßig schwache Grafik in einem Spiel, das so auch vor 5 Jahren hätte erscheinen können.
The Callisto Protocol überzeugte zwar in grafischer Hinsicht, bot mir spielerisch aber zu wenig Abwechslung und so richtig gegruselt habe ich mich auch zu keiner Zeit.
Apropros gruseln: Dying Light 2 konnte dem Vorgänger leider nicht das Wasser reichen. Der explizite Zombie-Survival-Horror musste der Parcour-Action und den Kämpfen mit normalen Menschen weichen. Die Nächte erzeugten keine Gruselstimmung mehr und die einst furchteinflößenden Nightcrawler waren nur noch Schießbudenfiguren.
Horizon Forbidden West konnte mich ebenso wenig abholen wie God of War Ragnarök, die nur mehr vom Gleichen als Inhalt boten. Keine neuen Innovationen, nur noch größere Open Worlds, vollgestopft mit unnützen und in die Länge gezogenen Dialogen und unspannenden Nebenquests.
Sogar Gran Turismo 7 blieb seiner Linie treu und bot keine positiven Überraschungen für einen Sony-Exklusivtitel. Dafür entfernte man die spannenden Stadtstrecken wie London oder Madrid komplett und belebte alte Fantasiekurse wieder, die nur unbefriedigend umgesetzt wurden.

Die PS5 wurde also hauptsächlich für ältere Titel genutzt, denn auch das preisgekrönte Stray konnte mich nicht gänzlich überzeugen.
Dafür überzeugte mich das Indy-Game As Dusk Falls, das mit seiner hohen Spannung und seinem individuellen Grafikstil punkten konnte.

Mein Highlight des Jahres war ohnehin ein Titel, den die meisten wohl weder als perfekt, noch als besonders spielenswert empfinden würden. Die Rede ist von WRC Generations. Die Rallye-Simulation der Franzosen von Kylotonn bringt das Reifen-Feature auf den Punkt, überzeugt mit überwiegend bugfreiem Gameplay (zumindest mit dem Controller) und einem riesigen Umfang.
Es mag ein Nischen-Titel sein, aber mir hat es sogar besser als Call of Duty Modern Warfare 2 gefallen, das endlich wieder eine tolle und spannende Singleplayer-Kampagne beinhaltete.

Zuletzt gefiel mir noch Need for Speed Unbound sehr gut. Persönlich liegt es noch hinter NfS Heat, aber auch mit dem neuen Grafikstil konnte es überzeugen, obwohl ich die strikte Trennung zwischen Single- und Multiplayer nicht nachvollziehen konnte.
Auf der Switch gefielen mir Bayonetta 3 und Xenoblade Chronicles 3 bisher sehr gut, aber die habe ich noch lange nicht durchgespielt.

Die Höhepunkte des Jahre 2022 bildeten neben meinen geliebten Rally-Games dann eher ältere Titel, die ich mit meiner Partnerin auf der Series X im Koop gespielt habe, u.a. Halo Infinite, Diablo 3 Reaper of Souls, Generation Zero, Ghost Recon Breakpoint, Far Cry 6 oder The Division 2.
Natürlich darf hier zuletzt der Dauerbrenner Forza Horizon 5 nicht gänzlich unerwähnt bleiben, auch wenn es bereits von 2021 ist. Es ist definitiv eines der besten Rennspiele aller Zeiten!
 
G

Gelöschtes Mitglied 7280

Guest
2022 war für mich das schwächste Spielejahr aller Zeiten. Ich habe gute Spiele gespielt, aber das waren zumeist neue Indie-Titel oder ältere Games, die weiterentwickelt werden (Generation Zero, The Long Dark, Cyberpunk 2077, State of Decay 2, The Hunter Call of the wild, etc.) oder aus dem Early Access in den Release (Grounded) gingen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich als alter Gamer immer anspruchsvoller werde oder die Games immer stromlinienförmiger? Sonyexklusives bieten nur noch mehr des gleichen. Formeln, die funktionieren. Wagnisse werden gemieden (siehe den für mich nicht nachvollziehbaren Entschluss, Days Gone 2 nicht zu entwickeln). God of War Ragnarök ist so glatt poliert, dass man überall schon durchschauen kann. Ich habe God of War echt genossen. Das war ein Spiel, für das ich mir u.a. die PS4 gekauft habe. Über Horizon 2 will ich mich hier nicht auslassen...

Egal wo man hinschaut: Nur noch glattpolierter und aufgehübschter Kram ehemaliger Erfolge. Remakes, Remaster und Openworlds nach bekannten Formeln. Am besten noch einen Hauch Wokeness dazu (Assassinˋs Creed 🤦🏻‍♂️) und fertig das langweilige Erfolgsrezept. Ubisoft kaufe ich gar nicht mehr und spiele die Titel nur noch im Game Pass. Forza Horizon 4 habe ich echt verschlungen, aber mit dem fünften Teil, obwohl er keine ersichtlichen Schwächen hat (außer dem bekoppten FSK6 Humor) kann mich nicht mehr länger als wenige Stunden fesseln.

Große Ankündigungen konnten durchweg enttäuschen. z.B. Dying Light 2, Callisto Protocol und auch Elden Ring für mich. Elden Ring steht so an der Grenze für mich. Ich habe den ersten Playthrough sehr genossen, trotz des stromlinienförmigen Designs. Früher ging es allerdings bei New Game Plus erst richtig für mich los. Der erste Durchgang war Tutorial, danach gehr es in die Vollen. Diesmal nada. Einmal durch, nie wieder angefasst und mittlerweile deinstalliert.

Traurig, dass der Titel auf den ich mich zum Weihnachtsgeschäft am meisten freue, The Witcher 3 - Next Gen Update ist.

Die Game Awards waren so langweilig wie nie zuvor für mich. Lediglich die Ankündigungen von Death Stranding 2 und Armored Core konnten meine Puls erhöhen.

Aber ich lasse mich 2023 gerne dacon überzeugen, dass es wieder aufwärts geht. Mal sehen…
 

fokuzx2

Frührentner
gab für mich eigentlich nur eins:

as dusk falls

ansonsten kann ich mich aber nicht beschweren, mein backlog ist gigantisch, irgendwas habe ich immer zu spielen.
 

knusperzwieback

Rat der Weisen
Viel AAA Titel hab ich dieses Jahr nicht gespielt - weiß garnicht ob überhaupt eins dabei war. 🤔

Dafür gabs das ein oder andere Nischenspiel im Bereich Simulator. So war ich in Lumberjacks Dynasty als Holzfäller unterwegs, errichtete im House Builder und Bau-Simulator 3(?) Gebäude, fuhr in Train Life meine Waren per Bahn von A nach B, ging bei Way of the Hunter auf die Jagd, baute meine Tankstelle im Gas Station Simulator auf... und ähnliches was mir gerade nicht einfällt.

War aber im großen und ganzen sehr zufrieden mit den Titeln und hatte viel Spaß. Wobei ich da noch nicht fertig mit bin. Das Schöne bei so Titeln ist ja für mich, dass man die immer mal wieder ausgraben und weiterspielen kann da meist der Weg das Ziel ist. :)

Zur Abwechslung gabs dann noch das ein oder andere Jump and Run in Pixeloptik zur Auflockerung dazu. So war dann insg. für genug Abwechslung gesorgt. Und wenn alles Stricke gerissen sind ist ja auch noch genug altes Zeug in der Bibliothek was man mal weiter-/anspielen kann um eine schöne Zeit zu haben. Die Titel werden ja IMHO nicht schlecht, nur weil sie etwas älter sind - aber das ist was für ein anderes Topic. ;)
 

Baumzebra

Hausmeister
Team
Da ich seit ein paar Jahren nicht mehr viel mit "digtalen" Spielen am Hut habe, aber immer noch hier mitlesen und den Hausmeister mime will ich mal meinen Senf aus der Perspektive eines Analog-Spielers abgeben.

Meinen Top 3 Spiele dieses Jahr waren

- OnePageRules - Die beiden kleinen (Skirmish) Varianten habe ich dieses Jahr am meisten gespielt. Schöne schnelle Spiele mit überschaubaren Regeln.

- The Silver Bayonete - Schönes Semi-Coop Spiel, das spannende Geschichten auf dem Tisch erzeugt. Außerdem habe ich endlich mal ein Grund mir Minis aus der napoleonischen Zeit zu kaufen und die anzumalen.

- Shootout in Dingstown - Ein kleines Indie-Tabletop "made in Germany". Ich konnte, das zwar nur auf einer Convention spielen, aber der Schreiber des Spiels ist ein unheimlich sympathischer Mensch, weswegen das Spiel im Kopf geblieben ist.
 

AlterZockherr

liebt 4k/60fps Gaming
Mein Spielejahr 2022 war wieder ziemlich durchwachsen und wahrscheinlich dem Vorjahr sehr ähnlich. Insgesamt leide ich weiterhin so ein wenig an der Open-World-Krankheit und kann diese Spiele insofern nur noch in gewissen Dosen ertragen. :rolleyes:

Elden Ring hat mich zwischendurch aus dieser Lethargie ein wenig herausgerissen und ein gewisse anfängliche Begeisterung in mir ausgelöst. Aber nach ca. 40 Stunden hatte ich dann von heute auf morgen keine Lust mehr. Trotzdem ist Elden Ring für mich womöglich das Highlight 2022 und ich hoffe, dass ich demnächst noch einmal Lust auf den Titel bekomme und irgendwann mit neuer Motivation von vorne loslegen kann. :unsure:

Das Spiel, das mich 2022 am längsten bei der Stange gehalten hat, war Gran Turismo VII mit etwas über 90 Spielstunden. Für mich als Fan von Autorennspielen war das wieder insgesamt eine sehr spaßige Angelegenheit, wenngleich mir am Ende aber auch wieder ein paar negative Aspekte aufgefallen sind, die mir bei Rennspielen früher oder später immer auffallen, wie bspw. die übliche dämliche KI im Singleplayer-Modus. Aber trotzdem ein sehr schönes Rennspiel, das mir viele Stunden Spielspaß garantiert hat. :cool:

Über 40 Stunden habe ich bis dato mit Days Gone zugebracht, viel mehr werden es allerdings nicht mehr werden. Kurzum: Sehr gelungene Variante eine Open-World-Spieles mit Zombies, die allerdings letzlich an der selben Krankheit leidet, wie die meisten Open-World-Spiele, dass nämlich immer alles so maßlos gestreckt ist und permanent wiederholt wird, bis es einem irgendwann regelrecht zum Hals heraushängt. :rolleyes:

Zwischendurch war dann immer wieder viel Leerlauf und ich habe hier und da was ausprobiert, bin aber nie so richtig mit irgendwas warm geworden. Gebessert hat sich Lust am Gaming erst gegen Ende des Jahres, als ich Sky Force Reloaded für mich wiederentdeckt habe, ein klassisches Shoot 'em up, das mich dann nach längerer Durststrecke mal wieder in eine Art enthusiastische Gamer-Stimmung versetzt hat. So 30-40 Stunden dürfte ich da mittlerweile versenkt haben und es werden auch noch ein paar mehr werden. Vor ein paar Tagen habe ich dann auch noch mit Death's Door angefangen und ich hab mich spontan ein klein wenig darin verliebt, weil es genau die Sorte Spiel ist, die mir gerade so gut tut, also kein Open-World-Gedöns, sondern ein kleines, aber feines Action-Adventure nach guter alter Machart. Zwar auch nicht perfekt, aber zur Zeit genau das Richtige für mich. :sneaky:

Ansonsten war 2022 auch das Jahr, in dem ich meine PS5 bekommen habe. Das kam dann zwischenzeitlich recht unerwartet, aber gefreut habe ich mich doch, wenngleich die riesengroße Begeisterung nicht mehr einsetzen sollte. Ist schon cool die Sony-Exclusives spielen zu können, so man sie denn mag. :cool: Allerdings habe ich mich über Sony dieses Jahr schon auch mehrfach geärgert und dieser totale Sony-Fanboy, der war ich noch nie und der werde ich auch nicht mehr werden. Insofern bleibt meine Lieblings-Plattform auch weiterhin mein Gaming-PC, dessen Vielseitigkeit ich nach wie vor sehr schätze und wo man im Schnitt auch immer ein bisschen weniger für die Spiele zahlt als auf den Konsolen. :geek:

Enttäuscht bin ich aber auf jeden Fall von Microsoft. Anfänglich war ich von der Series X ziemlich begeistert, aber weder die Konsole noch der Gamepass sind für mich noch von Bedeutung. Gibt einfach weiterhin keine nennenswerten Exclusives und der Gamepass ist mir viel zu belanglos, was die Spiele anbelangt. Microsoft MUSS im kommenden Jahr liefern! ☝️

Wenn ich nun also in die Zukunft bzw. auf das neue Jahr blicke, worauf freue ich mich dann? Gute Frage, aber das neue Zelda interessiert mich dann schon, wenngleich ich bei Nintendo dann auch immer ein wenig skeptisch bin. Noch interessanter wäre allerdings die Frage nach einer neuen Konsole, wobei mich irgendwie das Gefühl beschleicht, Nintendo hält noch mindestens 3-4 Jahre an der Switch fest. 😕 Kann mir aber auch egall sein, ich zocke dann das neue Zelda eh per Emu in 4k, wenn es denn erscheint. :devilish:

Grundsätzlich ist meine Stimmung aber weiterhin so, dass viel zuviele Spiele erscheinen und vor allem viel zuviel Mittelmaß!
Day-One-Käufe sind bei mir völlig aus der Mode gekommen und gekauft werden wenn, dann eher ältere oder Nischentitel, zumal ich die Vollpreise in den meisten Fällen nicht mehr bereit bin zu zahlen. Wie gesagt, Open-World hängt mir mehr oder weniger zum Hals heraus und da interessieren mich dann auch die Produktionskosten der Spiele wenig. :confused:

Was mich derzeit auch noch am ehesten begeistert, sind diverse alte Klassiker, Retro-Games bzw. Neuauflagen im neuen Gewand. Insofern bleiben Titel wie das neue God of War für mich erst einmal außen vor und ich widme mich bis auf weiteres lieber den Nischentiteln. :whistle:
 
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