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Cyberpunk 2077

Welchen Lebensweg werdet ihr als erstes wählen?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    11
  • Umfrage geschlossen .
Cyberpunk 2077
Firmen
QLOC, CD Projekt RED, CD Projekt, Digital Scapes Studios, CD Projekt Red Wrocław
Genres
Shooter, Role-playing (RPG), Adventure

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Mehr als die eine angekündigte Erweiterung wird es dann wohl auch nicht geben:

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Und ich hoffe mal, dass der Performance-Modus das Spiel auf der Series S jetzt auch angenehmer macht. Selbst für 30fps hat sich Steuerung in der Trial-Version nicht wirklich gut angefühlt. Selbst nach dem Umstellen von diversen Optionen fühlte sich die immer zäh und träge an.

Aber schon verwunderlich, dass das jetzt nach Techland und Dying Light schon der zweite Fall ist, bei dem der für die Series S angeblich unmögliche Performance-Modus doch noch nachgereicht wurde.

Lässt einen dann aber schon irgendwie drüber nachdenken, ob nicht vielleicht doch ein nicht grade unwesentlicher Teil der Kundschaft auf dieser Konsole spielt, wenn plötzlich unmögliche Dinge doch noch möglich werden.
 

Zäpp

Moderator
Team
Interessant:
"We decided to release one large expansion using the potential of the new generation of consoles", Kiciński said. "At the same time, I would like to emphasize that we want to further develop Cyberpunk's IP. We have invested a lot of time and effort to build this brand and we definitely intend to develop it further."
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baum2k

Kaffeefahrtpendler
Jap das klingt für mich nach: eine Erweiterung, dann das Base Game etwas erweitern noch und dann 2030 kommt Cyberpunk 2078 :D Quasi der Nachfolger in UE5 dann.

Glaub kaum, dass die es bei einem Spiel belassen.
 

Zäpp

Moderator
Team
Ja, denke auch, dass es um einen weiteren Teil geht. Finde es aber ein bisschen schwierig. 2077 ist zwar besser als zu Release, aber immer noch nicht in einem guten Zustand. Da ist es seltsam schon ein Sequel anzuteasen. Wobei UE5 vermutlich besser laufen wird als die Red Engine.
 

Spodydary

Rentenbezieher
Dank einiger anderer Faktoren bin ich zuletzt mal wieder kaum zum Zocken gekommen. Aber die "Edgerunner"-Serie auf Netflix hat mich erneut richtig angefixt und mittlerweile bin ich nach ca. 10 Stunden von der Hauptstory wieder an dem Punkt, wo ich damals im Dezember 2020 aufgehört habe. Quasi der gesamte Prolog.

Aber kann das sein, das die das Spiel einfacher gemacht haben? Ich habe diesmal extra auf Schwer angefangen aber bisher war alles ein totaler Selbstläufer. Ich hatte damals im Nakatomi-Center auf Normal am Ende schon etwas beißen müssen....aber diesmal waren sogar weniger Gegner da.

Ach, und die Heli-Einsatz von Silverhand habe ich neu starten müssen, da der letzte Gegner nicht aus dem Gebäude kommen wollte. Aber sonst lief es bisher ohne Probleme.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Ich habe lange kein Spiel mehr gespielt, das mich so zwiespältig zurückgelassen hat. Liegt vielleicht daran, dass ich Cyberpunk als zwei Spiele in einem empfunden habe. Und zwar zwei Spiele, die für mich kaum entfernter voneinander sein könnten.

Das erste Spiel ist im Grunde alles, was auf der Karte mit grünen oder blauen Icons versehen ist. Also im Grunde das Open-World-Füllmaterial, das die Größe der Spielwelt rechtfertigen soll und das eigentlich nur aus Gameplay mit minimaler Geschichte besteht.
Und das zweite Spiel ist fast alles, was hinter den gelben Icons auf der Karte versteckt ist. Also storygetriebene Haupt- und Nebenmissionen.

Und der Teil des Spiels, der für mich eine 8 bis 8,5 (von 10) darstellt, ist nicht der Story-Content, den ich bestenfalls mit einer 4 oder 5 bewerten würde, sondern tatsächlich das Füllmaterial.

Das Füllmaterial ist der sandboxigste Anteil des Spiels, denn ich mit einem hackenden Stealth-Charakter wirklich genossen habe. Das sind kleine Taschenuniversen innerhalb einer ansonsten komplett tot wirkenden Kulisse von Spielwelt. Hier gibt es vergleichsweise clevere (oder passender: aufmerksame) Gegner in wirklich gut gestalteten Levels innerhalb der offenen Welt, die vor allem Stealth-Spielern interessante kleine Puzzle-Spielplätze bieten, die mehrere unterschiedliche Vorgehensweisen und somit Rollenspiel ermöglichen. Vorausgesetzt, man stellt sich selber ein paar Regeln auf, denn wie bei so vielem in Cyperpunk sind die Ansätze da, aber sie werden einfach nicht konsequent umgesetzt. Das heisst in diesem Fall, dass es keine echte Bestrafung dafür gibt, wenn man sein Stealth bricht, und andererseits auch keine Belohnungen dafür, dass man Areale wirklich leise und ungesehen abschließt.

Cyberpunk hat mich an diesen Orten wirklich oft an Deus Ex, Metal Gear Solid V oder die Spiele von Arkane erinnert, weil die Grundrezeptur da ist, um ähnliche Stealth-Höhen zu erklimmen wie diese Spiele. Aber es fehlen halt die letzten 25 bis 30%, um dort anzukommen. Wenn man sich aber selbst ein paar Regeln auferlegt, kann man dort grade als Stealth-Hacker wirklich tolle Momente erleben, weil einem das Spiel hier ziemlich freie Hand lässt und die wenigen Charakter-Systeme, die im Spiel wirklich gut funktionieren, hier zu wirklich großartigen Kombinationen zusammenfinden können.

Ein paar dieser "magischen Orte" mit freier Vorgehensweise und entsprechend angepasstem Leveldesign findet man zwar auch in einigen Haupt- und Nebenmissionen, aber dort sind sie eher die Ausnahme als die Regel.

Und genau in den Haupt- und Nebenmissionen fällt Cyperpunk für mich komplett auseinander, weil die Entwickler anscheinend keinen Plan gehabt haben, was für ein Spiel Cyberpunk eigentlich sein soll. Ein Open-World-Spiel ist es dort nur sehr eingeschränkt. Eine Sandbox ist es auch nicht. Und aufgrund der vielen Limitierungen in den Haupt- und Nebenmissionen ist es erst recht kein Rollenspiel. Selbst die filmischsten RPGs westlicher Bauart erlauben mehr Einflussmöglichkeiten als Cyperpunk.

Was mir die ganzen Haupt- und Nebenmissionen, die teilweise wirklich interessante Geschichten oder Charaktere vorstellen, so richtig kaputt gemacht hat, ist der ganze AAA-Ballast, den diese Missionen mit sich herumschleppen. Fast jede für die Hauptgeschichte noch so irrelevante Nebenmissionen ist auf Film getrimmt und dementsprechend überanimiert, mit zu viel Schauspiel und Möchtegern-Gewicht inszeniert und zieht sich hin wie Kaugummi. Da waren Missionen bzw. Missionsketten, die aber effektiv nur eine in Kapitel unterteilte Mission darstellen, dabei, die länger waren also manches Point & Click-Adventure, das in der gleichen Zeit viel mehr Geschichte erzählt.

Ich war am Ende wirklich kurz davor, das Spiel abzubrechen und die unterschiedlichen Story-Enden gar nicht mehr zu spielen, auch wenn das eigentlich die einzigen Momente sind, in denen Entscheidungen überhaupt eine echte Rolle spielen. Aber ich hatte es im Laufe der Zeit einfach so über, noch einen weiteren "Setzen" oder "Einsteigen"-Prompt zu sehen, auf ewig lange Animationen zu warten, noch eine weitere überflüssige Autofahrt (die man zum Glück überspringen kann, sobald die Dialoge durch sind) hinter mich zu bringen oder einem weiteren Charakter langsam zu hinterher zu kriechen. Mal ganz abgesehen von diesen viel zu oft auftretenden Momenten, in denen einem kurz die Kontrolle entzogen wird. Um spoilerfrei zu bleiben, belasse ich es mal bei dieser groben Beschreibung.

Und das ist jetzt mal wirklich eine ganz persönliche Ansicht, weil ich musikalisch halt aus einer ganz anderen Ecke komme und das andere Leute vermutlich komplett anders empfinden: Ich hatte am Ende das ganze Rockstar-Rebellen-Gesülze einfach nur satt. Ich kann nachvollziehen, was CDPR damit vorhatte, aber bei mir hat das vorne und hinten nicht gezündet, sondern einen Großteil der Story, die ansonsten durchaus interessante Elemente hat, eher ziemlich ruiniert, weil es in meinen Augen einfach nicht gut genug und interessant genug inszeniert war.

Letztlich das ist für mich, der Cyberpunk jetzt in 2022 auf einer Series S in meist 60fps mit wenigen Bugs und nur 1 Absturz gespielt hat, mehr oder weniger die Geschichte von Cyberpunk. Es stecken einige wirklich gute Ideen drin, die aber meist nur halbfertig umgesetzt sind und dazu führen, dass das Spiel von Anfang bis Ende eine spielbare Identitätskrise ist.

Es hätte ein wirklich tolles systemgetriebenes Sandbox-Spiel sein können, das die Story nur als roten Faden im Hintergrund gebraucht hätte.. Es hätte ein wirklich tolles Rollenspiel werden können, wenn man wirklich mehr Einflussmöglichkeiten hätte, die durch unbedingte AAA-Inszenierung leider nicht möglich sind. Es hätte ein wirklich tolles storygetriebens, lineares Action-Adventure werden können, das die Open World und viele Gameplay-Systeme nicht gebraucht hätte. (auch wenn ich es dann nicht hätte spielen wollen). Es hätte so vieles sein können, aber leider ist es nur ein Mischmasch von unfertigen Ideen, die mal besser und mal schlechter zueinander finden.

Ich könnte jetzt vermutlich noch weiter seitenlange Abhandlungen schreiben. Darüber zum Beispiel, dass das Skillsystem zu viele komplett unnütze Fähigkeiten enthält, während die echten Gameplay-Changer hauptsächlich durch Implantate ins Spiel kommen. Über die wirklich schlechte UI. Über das Loot- und Itemsystem, das kompletter Overkill ist (braucht es wirklich dutzende unterschiedlich benannte Consumables, die alle mehr oder weniger den gleichen Effekt haben?. Über teilweise miese Steuerung, die gegen alle möglichen etablierten Standards verstößt (z.B. das Verhalten des Sprint-Knopfes oder dass die Menü- und Inventar-Buttons im Vergleich zu fast allen anderen Spielen vertauscht sind.

Aber am Ende bringt es sowieso nichts, da CDPR hier vermutlich alles das gerettet hat, das sie retten konnten und die wahre Vision oder zumindest das wahre Potenzial von Cyberpunk 2077 vermutlich nie umgesetzt werden wird.

Und wenn die ganzen restlichen Probleme auch noch aufführe, wird der Text vermutlich noch negativer. Und das passt dann halt noch nicht so richtig zu meiner Zeit mit CP2077. Denn die meiste Zeit, die ich schleichend und hackend mit den grünen und blauen Icons auf der Karte und einigen Highlight-Sequenzen in den Story-Missionen verbracht habe, hatte ich mit der selbst auferlegten Regel, das alles auch als Geist zu spielen, einen diebischen Spaß mit dem Spiel.
Ich wünschte nur, ich könnte eine Version von CP2077 spielen, die komplett darauf reduziert wäre und mich den ganzen cinematischen Story-Ballast überspringen lassen würde. Dann würde ich sofort nochmal von vorne anfangen, da mir im Nachhinein bei diesen ganzen kleinen Stealth-Spielplätzen viele alternative Wege aufgefallen sind, die auch noch hätte ausprobieren können.

Alles in allem würde ich CP2077 eine 7 bis 7,5 von 10 geben.
 

Kosh Kenobi

Altenpfleger
Ich habe lange kein Spiel mehr gespielt, das mich so zwiespältig zurückgelassen hat. Liegt vielleicht daran, dass ich Cyberpunk als zwei Spiele in einem empfunden habe. Und zwar zwei Spiele, die für mich kaum entfernter voneinander sein könnten.

Das erste Spiel ist im Grunde alles, was auf der Karte mit grünen oder blauen Icons versehen ist. Also im Grunde das Open-World-Füllmaterial, das die Größe der Spielwelt rechtfertigen soll und das eigentlich nur aus Gameplay mit minimaler Geschichte besteht.
Und das zweite Spiel ist fast alles, was hinter den gelben Icons auf der Karte versteckt ist. Also storygetriebene Haupt- und Nebenmissionen.

Und der Teil des Spiels, der für mich eine 8 bis 8,5 (von 10) darstellt, ist nicht der Story-Content, den ich bestenfalls mit einer 4 oder 5 bewerten würde, sondern tatsächlich das Füllmaterial.

Das Füllmaterial ist der sandboxigste Anteil des Spiels, denn ich mit einem hackenden Stealth-Charakter wirklich genossen habe. Das sind kleine Taschenuniversen innerhalb einer ansonsten komplett tot wirkenden Kulisse von Spielwelt. Hier gibt es vergleichsweise clevere (oder passender: aufmerksame) Gegner in wirklich gut gestalteten Levels innerhalb der offenen Welt, die vor allem Stealth-Spielern interessante kleine Puzzle-Spielplätze bieten, die mehrere unterschiedliche Vorgehensweisen und somit Rollenspiel ermöglichen. Vorausgesetzt, man stellt sich selber ein paar Regeln auf, denn wie bei so vielem in Cyperpunk sind die Ansätze da, aber sie werden einfach nicht konsequent umgesetzt. Das heisst in diesem Fall, dass es keine echte Bestrafung dafür gibt, wenn man sein Stealth bricht, und andererseits auch keine Belohnungen dafür, dass man Areale wirklich leise und ungesehen abschließt.

Cyberpunk hat mich an diesen Orten wirklich oft an Deus Ex, Metal Gear Solid V oder die Spiele von Arkane erinnert, weil die Grundrezeptur da ist, um ähnliche Stealth-Höhen zu erklimmen wie diese Spiele. Aber es fehlen halt die letzten 25 bis 30%, um dort anzukommen. Wenn man sich aber selbst ein paar Regeln auferlegt, kann man dort grade als Stealth-Hacker wirklich tolle Momente erleben, weil einem das Spiel hier ziemlich freie Hand lässt und die wenigen Charakter-Systeme, die im Spiel wirklich gut funktionieren, hier zu wirklich großartigen Kombinationen zusammenfinden können.

Ein paar dieser "magischen Orte" mit freier Vorgehensweise und entsprechend angepasstem Leveldesign findet man zwar auch in einigen Haupt- und Nebenmissionen, aber dort sind sie eher die Ausnahme als die Regel.

Und genau in den Haupt- und Nebenmissionen fällt Cyperpunk für mich komplett auseinander, weil die Entwickler anscheinend keinen Plan gehabt haben, was für ein Spiel Cyberpunk eigentlich sein soll. Ein Open-World-Spiel ist es dort nur sehr eingeschränkt. Eine Sandbox ist es auch nicht. Und aufgrund der vielen Limitierungen in den Haupt- und Nebenmissionen ist es erst recht kein Rollenspiel. Selbst die filmischsten RPGs westlicher Bauart erlauben mehr Einflussmöglichkeiten als Cyperpunk.

Was mir die ganzen Haupt- und Nebenmissionen, die teilweise wirklich interessante Geschichten oder Charaktere vorstellen, so richtig kaputt gemacht hat, ist der ganze AAA-Ballast, den diese Missionen mit sich herumschleppen. Fast jede für die Hauptgeschichte noch so irrelevante Nebenmissionen ist auf Film getrimmt und dementsprechend überanimiert, mit zu viel Schauspiel und Möchtegern-Gewicht inszeniert und zieht sich hin wie Kaugummi. Da waren Missionen bzw. Missionsketten, die aber effektiv nur eine in Kapitel unterteilte Mission darstellen, dabei, die länger waren also manches Point & Click-Adventure, das in der gleichen Zeit viel mehr Geschichte erzählt.

Ich war am Ende wirklich kurz davor, das Spiel abzubrechen und die unterschiedlichen Story-Enden gar nicht mehr zu spielen, auch wenn das eigentlich die einzigen Momente sind, in denen Entscheidungen überhaupt eine echte Rolle spielen. Aber ich hatte es im Laufe der Zeit einfach so über, noch einen weiteren "Setzen" oder "Einsteigen"-Prompt zu sehen, auf ewig lange Animationen zu warten, noch eine weitere überflüssige Autofahrt (die man zum Glück überspringen kann, sobald die Dialoge durch sind) hinter mich zu bringen oder einem weiteren Charakter langsam zu hinterher zu kriechen. Mal ganz abgesehen von diesen viel zu oft auftretenden Momenten, in denen einem kurz die Kontrolle entzogen wird. Um spoilerfrei zu bleiben, belasse ich es mal bei dieser groben Beschreibung.

Und das ist jetzt mal wirklich eine ganz persönliche Ansicht, weil ich musikalisch halt aus einer ganz anderen Ecke komme und das andere Leute vermutlich komplett anders empfinden: Ich hatte am Ende das ganze Rockstar-Rebellen-Gesülze einfach nur satt. Ich kann nachvollziehen, was CDPR damit vorhatte, aber bei mir hat das vorne und hinten nicht gezündet, sondern einen Großteil der Story, die ansonsten durchaus interessante Elemente hat, eher ziemlich ruiniert, weil es in meinen Augen einfach nicht gut genug und interessant genug inszeniert war.

Letztlich das ist für mich, der Cyberpunk jetzt in 2022 auf einer Series S in meist 60fps mit wenigen Bugs und nur 1 Absturz gespielt hat, mehr oder weniger die Geschichte von Cyberpunk. Es stecken einige wirklich gute Ideen drin, die aber meist nur halbfertig umgesetzt sind und dazu führen, dass das Spiel von Anfang bis Ende eine spielbare Identitätskrise ist.

Es hätte ein wirklich tolles systemgetriebenes Sandbox-Spiel sein können, das die Story nur als roten Faden im Hintergrund gebraucht hätte.. Es hätte ein wirklich tolles Rollenspiel werden können, wenn man wirklich mehr Einflussmöglichkeiten hätte, die durch unbedingte AAA-Inszenierung leider nicht möglich sind. Es hätte ein wirklich tolles storygetriebens, lineares Action-Adventure werden können, das die Open World und viele Gameplay-Systeme nicht gebraucht hätte. (auch wenn ich es dann nicht hätte spielen wollen). Es hätte so vieles sein können, aber leider ist es nur ein Mischmasch von unfertigen Ideen, die mal besser und mal schlechter zueinander finden.

Ich könnte jetzt vermutlich noch weiter seitenlange Abhandlungen schreiben. Darüber zum Beispiel, dass das Skillsystem zu viele komplett unnütze Fähigkeiten enthält, während die echten Gameplay-Changer hauptsächlich durch Implantate ins Spiel kommen. Über die wirklich schlechte UI. Über das Loot- und Itemsystem, das kompletter Overkill ist (braucht es wirklich dutzende unterschiedlich benannte Consumables, die alle mehr oder weniger den gleichen Effekt haben?. Über teilweise miese Steuerung, die gegen alle möglichen etablierten Standards verstößt (z.B. das Verhalten des Sprint-Knopfes oder dass die Menü- und Inventar-Buttons im Vergleich zu fast allen anderen Spielen vertauscht sind.

Aber am Ende bringt es sowieso nichts, da CDPR hier vermutlich alles das gerettet hat, das sie retten konnten und die wahre Vision oder zumindest das wahre Potenzial von Cyberpunk 2077 vermutlich nie umgesetzt werden wird.

Und wenn die ganzen restlichen Probleme auch noch aufführe, wird der Text vermutlich noch negativer. Und das passt dann halt noch nicht so richtig zu meiner Zeit mit CP2077. Denn die meiste Zeit, die ich schleichend und hackend mit den grünen und blauen Icons auf der Karte und einigen Highlight-Sequenzen in den Story-Missionen verbracht habe, hatte ich mit der selbst auferlegten Regel, das alles auch als Geist zu spielen, einen diebischen Spaß mit dem Spiel.
Ich wünschte nur, ich könnte eine Version von CP2077 spielen, die komplett darauf reduziert wäre und mich den ganzen cinematischen Story-Ballast überspringen lassen würde. Dann würde ich sofort nochmal von vorne anfangen, da mir im Nachhinein bei diesen ganzen kleinen Stealth-Spielplätzen viele alternative Wege aufgefallen sind, die auch noch hätte ausprobieren können.

Alles in allem würde ich CP2077 eine 7 bis 7,5 von 10 geben.

Also bis jetzt unterhält mich tatsächlich das gesamte Spiel sehr gut.

Wobei ich das aber auch so empfinde dass mir das "Füllmaterial" tatsächlich mehr Freiraum lässt den Char auszutesten etc.
Bin aber auch noch nicht sehr weit. Grade mal gut 20 Stunden ca.

Was mir bisher gar nicht gefällt ist das Inventar -.- Also da tue ich mich persönlich total schwer.

Ansonsten, mal abwarten :)
 
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