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Clair Obscur: Expedition 33

Clair Obscur: Expedition 33
Firmen
Kepler Interactive, Sandfall Interactive
Genres
Role-playing (RPG)

delphinchen

Pförtner des Altenheims
Bin gerade wieder durch ein ganzes Gebiet quasi gerannt.

Old lumiere.... Wo man ja teilweiser sogar Maelle alleine spielen muss. War überhaupt gar kein Problem da sie so kranken Schaden raushaut. 🤷🏼‍♀️
Auch der Endboss nicht, obwohl er ein Teammitglied weggezaubert hat. War mir eigentlich sicher da kommt eine zweite Phase aber nö.

Ich spiele weiter, weil es so schön ist und mich die Story interessiert. Aber für mich ist das balancing komplett kaputt.
Klar können sie das alles noch patchen aber ist halt sehr sehr schade wenn man schon mittendrin in der Story ist 🙁
 

Krule

Frührentner
Ich weiß natürlich nicht, wie schlimm es ist und kann schon sein, dass das Balancing nicht ideal ist, aber...

Ist es nicht in jedem Rollenspiel so, dass man sich Abschnitte deutlich leichter machen kann, wenn man jedes optionale Gebiet angeht und jede Nebenquest macht? Wenn ich in Elden Ring mit Stufe 120 zu General Radahn komme, dann wird das eine andere Erfahrung als wenn ich ihm mit Stufe 50 entgegentrete.
Wenn ich bei Baldurs Gate 3 alle Nebenquests mache und alle Gebiete zu 100% erforsche, komme ich mit Maximallevel in Akt 3 an und bin stärker als jemand, der das nicht getan hat. Das ist soweit doch völlig normal und auch in Ordnung so, schließlich kann der Spieler sich so auch individuell vorbereiten und stärker werden, um es sich leichter zu machen. Ich möchte doch in einem Rollenspiel genau dieses Progress-Gefühl.

Ich würde ein System wie in Oblivion nicht wollen, wo die Gegner alle mitleveln und es quasi irrelevant ist, wieviel Progress der Spieler bereits hinter sich hat - dann hast du aber für jeden Spielertyp zu jedem Zeitpunkt eine gleiche Herausforderung, egal ob der Spieler nun Completionist ist oder durchgerusht ist.

Wie gesagt, ich weiß nicht wie schlimm es in Clair Obscur ist. Ich bin nicht so weit wie du und habe absichtlich aus genau diesem Grund nicht alle optionalen Gebiete gemacht (obwohl ich ggf. sogar am Ende 100% angehen werde). Viele spielen Clair Obscur in 25h durch und rennen linear durch jedes Gebiet - ich bin Anfang Akt 2 bei 20h (weil ich die Gebiete, die ich mache, zu 100% erkunde) und ich werde bis zu den Credits bestimmt 45h brauchen. Du wirst mit deinem Spielstil wahrscheinlich ~60h benötigen. Es ist schwer ein Spiel für all diese Spielertypen zu balancen. Kritikwürdig ist es natürlich trotzdem, wenn es für dich dein Spielerlebnis verschlechtert - ich hatte ein ähnliches Problem damals mit BG3 und kann verstehen, dass es nerven kann...
 

delphinchen

Pförtner des Altenheims
Natürlich hast du Recht, dass es bis zu einem gewissen Grad immer so ist.
Aber hier hat's halt einen Grad erreicht wo es mich stört.
Gerade weil das Kampfsystem ja an sich interessant und belohnend ist. Ich hab gerade wieder an picto/lumina Kombinationen getüftelt obwohl ich es ja nicht müsste, nur weil es cool ist Kombinationen zu finden die harmonieren.

Mit BG3 kann man das aber nicht vergleichen da hat man ja ganz andere Möglichkeiten. Da habe ich zb auch nie verstanden warum so viele den Kampf gegen Raphael schwer finden aber das lag nur daran dass der bei mir die ganze Zeit nur am Boden lag und lachte weil dieser Zauberspruch geklappt hat 🤣 Das hätte ich aber nicht als balancing Problem angesehen ^^
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Die ersten Hotfixes sind jetzt draußen, genervt wurden wohl vor allem Sachen von Maelle *klick

Ich bin aktuell noch im NewGame+. Die Gegner haben hier deutlich mehr HP und teilen teils auch ordentlich mehr aus. Das gleicht die stärkere Party zu Beginn recht gut aus. Hauptsächlich gehts mir aber darum, die Sachen die ich im dritten Part opional nicht mehr angegangen bin, noch abzuschließen.

Der Erfolg des Spiels freut mich wirklich riesig. Einerseits, weil er m.M. absolut verdient ist. Die Entwickler haben hier zwar nichts gänzlich neues erschaffen, aber eine richtig gute Mischung verschiedenster Spielelemente geschaffen. Gepaart mit einer tollen Story und einem großartigen Soundtrack. Beides muss man natürlich nicht mögen, es ist wie das Kampfsystem Geschmackssache.

Zum anderen aber auch in Hinblick auf die Spieleindustrie. Clair Obscure (und auch Baldurs Gate 3) zeigen recht deutlich, welche tollen Spiele auch innerhalb eines kleinen Teams möglich sind. Dazu auch mal ein Verweis auf ein Interview mit dem Chefentwickler des Spiels *klick Mir persönlich sind solche Spiele inzwischen einiges lieber als große AAA Titel, welche hauptsächlich auf Games as a service und ähnliche Mechanismen setzen. Wenn solch ein Spiel dann auch noch den notwendigen finanziellen Erfolg bekommt, dann umso besser :)

Bin mal gespannt, ob noch mehr, beispielsweise in Form eines DLCs auf und zukommt. Momentan scheint man aber wohl eher bei Bugfixes und ähnlichem dran zu sein.
 

Mafuba 2.0

Jungspund
Bin jetzt nach 22 h bei Akt 3 angekommen und weiterhin sehr begeistert vom Spiel. Beim Endboss von Akt 2 war nur noch Maelle mit 10% HP auf den Beinen und ich war mir nicht sicher ob der Skill den ich ausgewählt hab genug ist um den Boss umzuhauen. Da raste das Herz :D

Ich finde die Balance gelungen. Ich ließ grad im 2. Akt viele Nebenschauplätze und Quests aus, da ich verdammtnochmal wissen wollte wie die Geschichte weiter geht. Das führte dazu, dass ich immer wieder mal SKG-Spikes hatte. Diese waren aber mit etwas Erfolg bei Parry/Ausweichen gut machbar. Und spätestens wenn man wieder neue Piktos aufgesammelt und ausgerüstet hat war die Party auch etwas Schadens resistenter.

Nach 22h fallen einem natürlich hier und da Schwächen auf. Für mich aber bisher klar mein GoTY. 2025 ist für mich bisher das Perfekte Spielejahr: erst das grandiose Lies of P nachgeholt und dann kommt diese Perle aus dem nichts :)
 

Krule

Frührentner
Ich bin jetzt auch im dritten Akt. Ich habe mich mit einigen (optionalen) Bossen schwer getan. Ich höre immer wieder, dass das Spiel eher auf der leichten Seite wäre, aber das kann ich für mich so nicht bestätigen. Ich habe mich ehrlich gesagt in Souls oder Sekiro nicht schwerer getan.
Vielleicht liegts daran, dass ich keine optionalen Gebiete erkundet habe und leicht unterlevelt bin, vielleicht liegts aber auch einfach an mangelnden Fähigkeiten bzw Reaktionsvermögen :)

Ich habe trotzdem immer noch extrem viel Spaß mit dem Spiel. Die Kämpfe sind großartig (vielleicht gerade weil sie für mich so hart sind) und die Geschichte und das Worldbuilding wunderschön. Das Spiel ist auch bei mir auf GotY-Kurs und wird bestimmt in die Top10 meiner liebsten JRPGs überhaupt kommen. Für mich mit BG3 das vielleicht beste RPG dieser Gen.

Hat sicherlich auch einige Schwächen aber trifft für mich als Fan des Genres einen Sweetspot...

Ich hätte mir aber in den Gebieten noch mehr Abwechslung gewünscht (vielleicht kleine Rätsel?). Letztlich ist man nur am Erkunden und Kämpfen. Ich bin auch durchaus überrascht, dass es einen User Score von 9.7 hat. Eigentlich ist es strukturell ein recht klassisches & konservatives JRPG und sollte eher eine kleinere Nische ansprechen...naja, freut mich, dass es so nen kleinen Hype auslösen konnte.
 
Zuletzt bearbeitet:

sabienchen.banned

Frührentner
also ich fand auch manche Story Bosse nicht sonderlich leicht. :)
Nun gut ich habe mich auch nicht sonderlich mit Builds beschäftigt, und kein Character hatte wirklich Vitality oder Defense gelevelt, aber trotzdem.
Auch habe ich während der Kampagne kaum Lumina Points zusätzlich gesetzt.

Sooo und mittlerweile habe ich fast das ganze Team auf Level 99, (Sciel und Lune sind 96 oder so) und ein optionaler Boss macht mir aktuell trotzdem noch das Leben schwer. :cry:

Und auch wenn ich kaum (J)RPGs spiele.. aber früher sehr wohl sehr gerne, und es auch "heute" noch Ausnahmen wie bspw. Persona 5 für mich gibt, muss ich sagen, dass es kein rundenbasiertes "JRPG" aus den letzten Jahren gegeben hätte, bei dem mir das Kämpfen soviel Spaß gemacht hat.

Und damit hört es nicht auf ... es gibt unendlich viele optionale Gebiete, Bosse, Secrets ... und die Geschichte ist überraschend gut.
Und ach... der Soundtrack .. .
 
Zuletzt bearbeitet:

KptnBlaubär

Jungspund
Ich spiele weiter, weil es so schön ist und mich die Story interessiert. Aber für mich ist das balancing komplett kaputt.
Sehe ich anders. Bei meinem ersten Run habe ich kaum Nebencontent gemacht, und da war die Story sehr fordernd, aber nicht unmöglich. Was für mich ein gutes Balancing ist.

Ich habe inzwischen einen 2. Run durch (normal, also kein NG+), und da habe ich alles mitgenommen an Nebengebieten, was zum jeweiligen Zeitpunkt erreichbar war. Hier war dann natürlich bei der Hauptstory irgendwann ein Punkt erreicht wo Gegner selbst auf hohem Schwierigkeitsgrad sehr einfach wurden. Dafür hatte man bei der Spielweise aber sehr gute Herausforderungen eben in den Nebengebieten. Die Herausforderungen hier gingen in der Regel auch über den der Hauptstory im ersten Durchgang hinaus, und ich musste oftmals sehr viel probieren um einen Boss zu schaffen.

Ich sehe das bei derartigen Spielen aber als normal an. Ich kenne kein Level basiertes Rollenspiel, bei dem das wirklich anders ist. Vergleiche mit auf D&D oder ähnlichen Systemen basierenden Spielen wie BG3 funktionieren hier nicht wirklich.

Und ehrlich gesagt will ich das ja auch so. Wenn ich mich durch die Nebengebiete prügel, dort XP, Lumina, Pictos und Waffenupgrades farme, dann ist doch meine Erwartungshaltung auch genau die, das der Maincontent einfacher wird. Deswegen habe ich das eben bei meinem ersten Durchgang auch nicht gemacht. Aber für mich ist das Teil des Balancings und finde nicht das dieses deswegen als kaputt zu betrachten ist. Das ist eher so gewollt.
 

delphinchen

Pförtner des Altenheims
Ich habe es heute beendet, naja zumindest die Story.

Was ich Spoilerfrei sagen kann: das ist eine Geschichte ohne gut und böse. Ohne schwarz oder weiß, es gibt keine Charaktere deren Sichtweise und daraus resultierende Handlungen ich gar nicht nachvollziehen könnte.... Und genau das macht die Geschichte soooo gut und Herzzerreißend. Auch wenn sie mich jetzt nicht zum weinen gebracht hat, aber das sagt nichts aus ...denn Spiele die das geschafft haben kann ich an einer Hand abzählen.
Ebenso ist die Geschichte wirklich ganz anders verlaufen als ich erwartet habe, absolut unvorhersehbar - chapeau ! 👍

Mich würde noch interessieren welches Ende ihr gewählt habt ?
Gefühlt habe ich das gewählt, dass die Mehrheit als "das schlechte" Ende ansieht.
Obwohl ich finde wie gesagt dass hier schlecht oder gut nicht existiert. Mehr dazu im Spoiler.

Ich habe Maelle gewählt. Denn auch wenn ich als Mutter Renoir verstehen kann, sehe ich es als Egoistisch an wenn er sie rettet. Sie hat ein Leben mit Gesicht und Stimme und Freunden verdient. Das hätte sie in der echten Welt nicht. An ihrer Stelle würde ich auch diese fiktive Welt wählen auch wenn ich dafür in der echten sterbe. Sie würde dort nur für ihre Eltern existieren, die Mutter ohnehin schon gebrochen und die Beziehung zu ihr für immer zerstört da sie Maelle/Alicia die Schuld an Versos Tod gibt...
Und naja, die Trauer folgt ihr ohnehin, egal wohin sie geht.

Jetzt fange ich beim schreiben und darüber nachdenken vielleicht doch noch das Heulen an 😅 aber ich denke mir jeder der schon Verlust erlebt hat, kann doch den Wunsch nachvollziehen quasi mit einem Fingerschnips in eine Fantasiewelt abzuhauen in der der verlorene wieder da ist. Ich hatte es einfach nicht übers Herz gebracht Alicia/Maelle das zu nehmen. 🥹

Meine Balancingprobleme sind natürlich nicht besser geworden, im Gegenteil. Der Endkampf dauerte unter eine Minute 😅
Ja ich weiß es gibt noch optionale Bosse die mir trotzdem das Hinterteil aufreißen werden.
Die gehe ich jetzt auch suchen ! Und spiele noch solange es mir Spaß macht. Die Platin ist leider leider nicht machbar für mich wegen der Platforming Abschnitte, die Nerven und Zeit habe ich einfach nicht.

Fazit: ich sage Ja, es hat das Goty verdient aus vielen Gründen aber der Hauptgrund ist für mich die Geschichte und Charaktere.

Ich bleibe auch dabei dass es eine getrennte Einstellung braucht für die ausweichen/parieren Schwierigkeit und das balancing völlig kaputt ist für Spieler die alles erkunden sobald es möglich ist.
 

Krule

Frührentner
Ging mir ähnlich. Ich konnte die Sichtweisen jedes einzelnen Charakters verstehen und am Ende...

...hat mich Renoir, der eigentliche Antagonist der Geschichte, sogar am meisten überzeugt.
Ich habe daher auch das Verso-Ende gewählt. Ich empfand die Flucht in eine Phantasiewelt für Maelle nicht angemessen - ähnlich Drogenkonsum in der Wirklichkeit. Ich bin da bei Renoir: Es wird trotz der schlimmen Einschränkungen schon wieder besser werden, wenn man sich damit abfindet. Das Leben muss weiter gehen...
Darüber hinaus finde ich, dass auch Verso ein Recht hat frei über sein Schicksal zu bestimmen und nicht nur eine Phantasiefigur zu sein, die irgendjemand für seine egoistische Trauerbewältigung erschaffen hat. An die anderen Charaktere dieser Welt wie Sciel oder Lune habe ich bei meiner Auswahl aber nicht gedacht - die haben dieses Recht natürlich auch und Verso entscheidet einfach für sie mit.

ich war trotzdem am Ende zufrieden mit meiner Auswahl. Habe mir natürlich auch noch das andere Ende angeschaut.
 
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