Unterführungen gehen doch.

Geht sogar mir mehrspurigen Straßen. Ich habe es allerdings noch nicht mit Straßenbahnen versucht.
Meine Stadt ist mittlerweile auf 23.000 Einwohner angewachsen, und langsam nimmt die Stadt riesige Ausmaße an. So ganz verstehe ich noch immer nicht die Dynamik, wie das Spiel Arbeitsplätze berechnet, denn auch wenn ich Industriezweige aufbaue, darf ich davon nicht zu viele verwenden, denn dort habe ich großen Leerstand. Bei Gewerbegebieten und Bürozonen habe ich dort auf jeden Fall bessere Karten. Hier finde ich die gewerblichen Spezialisierungen toll: Mal flugs auf Tourismusbranche umgestellt, schießen in wenigen Tagen Wolkenkratzerhotels und Bürotürme wie Pilze aus dem Boden und verliehen dem Spiel, besonders bei Nacht, eine faszinierende Atmosphäre.
Wie sich die industriellen Spezialisierungen auswirken, habe ich noch nicht erfahren können. Habe mal für meine ölbefeuerten Kraftwerke eine Gebietsspezialisierung für Petrochemie gemacht, aber da hagelte es dann sofort Unkenrufe aus der Bevölkerung, weil das doch so umweltschädlich und vor allem laut ist. Ich habe aber gesehen, dass es auf manchen Kartenstücken Vorkommen für Erze usw. gibt, so dass Spezialisierungen im weiteren Spielverlauf wohl wichtiger werden.
Das Thema Verkehr bekomme ich langsam in den Griff. Zwar habe ich immer noch stark frequentierte Adern in meiner Stadt, aber das kann ich bisher mit Kreisverkehren und Einbahnstraßen einigermaßen kontrollieren. Für den massenkompatiblen Transport bin ich von Bussen auf Straßenbahnen umgestiegen. Vor allem bei mehrspurigen Straßen verstopfen diese nicht die Fahrbahnen, sondern fahren schön im Mittelstreifen. Das Loslösen von Straßenbahnen und Straßen gehe ich aber vielleicht noch einmal an, bisher lege ich beides übereinander. Ich habe mich jetzt auch mal getraut, eine erste U-Bahnlinie zu bauen, die zwar noch etwas kreuz und quer fährt, aber eben aufgrund der Reichweite eine schöne Netzabdeckung unterirdisch ermöglicht. Alles, was sie an der Oberfläche braucht, ist ein Quadrat mit 2x2 Feldern an einem Straßenzugang. Diese U-Bahneingänge an stark frequentierten Orten (z. B. einer Universität oder einem Geschäftsviertel), lassen die Fahrgastzahlen in die Höhe schnellen. Mittlerweile nutzen über 3.000 Einwohner täglich meinen öffentlichen Nahverkehr. (um das Verkehrsaufkommen zusätzlich zu vermindern, muss ich aber noch Bezirksverordnungen wirksam werden lassen, vor allem auf Autofreiheit und Fahrradstraßen muss ich hier achten)
Die Umweltverschmutzung ist noch ein großes Problem. Zwar konnte ich mit Überschreiten der 22.000-Einwohner-Marke endlich Klärwerke freischalten, so dass ich meine Abwasser nicht mehr ungefiltert in den nächsten Fluss leiten muss, aber vor allem Industriegebiete verseuchen die Luft und den Boden. Vor allem bei letzterem habe ich das Problem, dass ich auf einem ehemaligen Industriegebiet nun ein Wohngebiet errichtet habe. Die Folge - meine Bewohner sind dauerkrank, im ganzen Bezirk fahren Ambulanzen und Rettungswagen herum. Als direkte Folge davon habe ich ein großes Krankenhaus in unmittelbarer Nähe errichtet. Aber ich werde der Verseuchung nicht Herr. Hat da jemand von euch Tipps, wie ich Verschmutzung entferne? Bei Müllkippen und Krematorien (wenn meine Friedhöfe mal wieder überfüllt sind, unglaublich, wie viele Menschen da auf einmal hingerafft werden) ist es das Gleiche. Wie soll ich jemals eine saubere Stadt haben, wenn meine elementaren Industrie- und Zulieferbetriebe solch eine Verschmutzung mit sich ziehen? Wenigstens habe ich mich jetzt von den Ölkraftwerken getrennt und setze auf Erdwärme und Windenergie. Ich wollte auch einmal einen Staudamm einsetzen, aber der wurde vom Fluss erst einmal komplett überflutet. Als ich dann gesehen habe, was der Damm mit meinem Flussbett anstellt (man kann wirklich ein Absinken des Wasserspiegels beobachten!) habe ich ihn direkt wieder abgerissen. Und was ist passiert? Eine Flutwelle ist erst einmal in mein nahes Industriegebiet gelaufen und hat einige Gebäude unbewirtbar gemacht. Danach brachen Feuer aus und die Einsatzkräfte rückten an. Nach ein paar Minuten war das Schauspiel zum Glück vorbei und das Wasser wieder abgelaufen. Vorsicht mit Staudämmen, das sollte man sich zweimal als Stromlieferant überlegen.
Im Moment trete ich ein bisschen auf der Stelle, will meine Stadt eigentlich weiterwachsen lassen, fürchte aber, alsbald die Übersicht zu verlieren, wenn die Fläche immer größer wird. Verkehrsnetze und Fahrrouten sind leider auch manchmal etwas fummelig, und wenn man Fahrrichtungen durch Einbahnstraßen oder Kreisverkehre umleitet, sollte man dringend überprüfen, wie sich die Änderungen auf die Bus- und Bahnnetze auswirken. Da dreht ein Bus schon einmal zwei Extrarunden, bevor er wieder aus dem Kreis ausfährt. Leider ist die Bedienung der Linien mit dem Controller nicht optimal, oftmals platziert man Haltestellen falsch.
Aber es wird, und es macht Spaß.