Da wird wohl Bayern wieder in die Bresche springen. :lol:
Fox News: Bulletstorm soll Sexualdelikte fördern
Der US-amerikanische Nachrichtensender
Fox News hat auf seiner Website einen neuen Artikel mit der Überschrift "Ist Bulletstorm das schlimmste Spiel aller Zeiten?" veröffentlicht. Demnach soll das Spiel -- obwohl es vom ESRB, dem amerikanischen Äquivalent der USK, keine Jugendfreigabe bekommen hat -- mit seinem Marketing auch auf Kinder ab neun Jahren anziehend wirken. Mit seiner übertriebenen Darstellung von Gewalt im Zusammenspiel mit dem großzügigen Gebrauch von Schimpfwörtern könne der Nachwuchs erheblichen Schaden nehmen und am Ende auch im richtigen Leben zu Straftaten verleitet werden. Mutmaßt Fox News.
Unter anderem kommt in dem Bericht die amerikanische Fernsehpsychologin
Carole Lieberman zu Wort. Sie behauptet, dass Videospiele eine wichtige Rolle bei der ansteigenden Zahl von Vergewaltigungen spielen würden. Auf welche Studien oder sonstige Quellen diese These referenziert, lässt sie offen:
Die Zunahme von Sexualdelikten kann in großen Teilen auf das Nachspielen derartiger [sexueller] Szenen in Videospielen zurückgeführt werden.
Anschließend wird in dem Artikel
Billy Pidgeon, seines Zeichens M2-Forschungsanalyst im Bereich Videospiele, zitiert:
Videospiele, deren Qualität nach Meinung der Entwickler nicht ausreicht, erhöhen oft den Anteil der Darstellung von Gewalt und Sex im Gameplay, um von den Medien beachtet zu werden. Eine Taktik, die schon bei Spielen wie Postal und BMX XXX [in Deutschland beschlagnahmtes Spiel] kläglich versagt hat.
Der Publisher Electronic Arts reagierte umgehend auf den Artikel und gab sich kämpferisch. Folgendermaßen äußerte sich
Tammy Schachter, Vice President of Public Relations bei EA, gegenüber der amerikanischen
Game Informer:
Epic Games, People Can Fly und Electronic Arts sind Unterstützer der Electronic Software Association und glauben an die Richtlinien und Maßstäbe des Entertainment Software Rating Boards. Bulletstorm ist mit "M" für Mature eingestuft und enthält Blut/Splatter sowie starke Gewaltdarstellung, Schimpfwörter, Nacktheit und Alkoholgebrauch. Das Spiel und das Marketing entsprechen den Richtlinien des ESRB und sind beide an Menschen über 17 Jahren gerichtet. Zu keinem Zeitpunkt wurde und wird das Spiel an Kinder vermarktet.
Außerdem verwies Schachter auf das Recht eines jeden Künstlers, für Erwachsene zugängliche Inhalte zu erstellen und nannte die Filme
Kill Bill und
Sin City als Beispiele.