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Brettspiele - Kartenspiele - Gesellschaftsspiele

knusperzwieback

Rat der Weisen
LCG sind IMHO für eine sehr spezielle Zielgruppe. Ich würde mal sagen, für Leute die auch mit Roguelike (nicht light) glücklich sind.

Ich habe mal etwas das Herr der Ringe LCG gespielt und mir war von Anfang an klar, dass ich vermutlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sterben werde so lange ich nicht genau weiß was ich mache und dann noch Pech beim Kartenziehen habe.
ABER genau das macht für mich den Reiz aus. Ich erlebe eine Geschichte mit meiner Gruppe bzw. der Weg ist das Ziel.
Wer ein LCG schnell runterspielen möchte, wird bei dem Genre vermutlich nicht glücklich werden.

/nur so allgemein gesprochen, ohne Jemanden angreifen zu wollen. :)
 

schockbock

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Hm, ich musste googeln und fühle mich nicht angegriffen, weil ich afaik keine "LCGs" spiele. Und da ich auch nicht wirklich weiß, inwiefern sich deren Gameplay von dem eines "Brettspiels mit Kartenaspekt" unterscheidet ...

Jedenfalls: Bei nicht prozedural generierter Umgebung - das heißt in erster Linie Viecheraufkommen - kann man ja nicht mal von einem Rogue-like sprechen. Dann ist es eher so wie in jedem bockharten Spiel, nämlich dass man im Zuge mehr oder weniger zahlreicher Anläufe das Spiel auswendig lernt. Wobei das vielleicht auch nicht funktioniert, denn eine Zufallskomponente in Form gezogener Karten besteht ja.

Na ja, ist vielleicht irgendwas dazwischen. Fest steht: Wenn ein Run in meinem liebsten (digitalen) Rogue-like, Spelunky 2, zwei Stunden dauern würde, plus eine Stunde an Auf- und Abbau, und ich zwischendurch nicht speichern könnte ... dann hätte ich das Spiel wohl schon deutlich früher liegenlassen.
 

Kindra

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Im Fall von Arkham Horror - Das Kartenspiel ist es variabel, weil die Decks immer durchgemischt werden müssen (Ermittlerdecks und Begegnungsdeck, aus dem in der Mythos-Phase* jeder Spieler eine Karte zieht, die zu 99% was Schlechtes bringt). Das bedeutet, dass Gegner aus dem Begegnungsdeck jederzeit auftauchen können, z.B. auch nach der ersten Runde schon.

*Das Spiel ist in 4 Phasen (=1 Runde) aufgeteilt
1. Mythos-Phase (wird in der ersten Runde übersprungen): Ein Verderben wird auf die Agenda gelegt (negativer Story-Progress), jeder Spieler zieht eine Karte vom Begegnungsset (den Karten des Szenarios)
2. Ermittlerphase. Jeder Ermittler hat 3 Aktionen, um Karten zu spielen, zu ermitteln, sich von Ort zu Ort zu bewegen, zu kämpfen, Gegnern auszuweichen etc. Meistens muss man durch Ermitteln an Hinweise kommen (meistens Voraussetzung für positiven Story-Progress, "Szene", statt Agenda)
3. Gegnerphase. Jäger- und Patroullien-Gegner bewegen sich und alle Gegner greifen an, wenn sie mit Spielern im gleichen Ort / verwickelt sind
4. Unterhaltsphase. Spieler bekommen 1 Ressource und ziehen eine Karte vom eigenen Deck. "Erschöpfte" Karten (inkl. Gegner) werden wieder spielbereit gemacht etc.
Danach geht's wieder zur Mythos-Phase usw.
 
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Kindra

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Nach einer Woche Pause mit Brett- und Kartenspielen haben wir uns nochmal ans Kartenspiel von Arkham Horror gewagt.

Ich hab mir auf arkham.build verbesserte Starterdecks für alle Ermittler zusammengebastelt (war ne ziemliche Fummelarbeit, da aus jedem Deck was entnommen und hinzugefügt werden musste) und dann haben wir's heute nochmal probiert. Wir haben doch tatsächich das erste von drei Szenarien der Kampagne geschafft. :ugly:

Jetzt stehen meinem Bruder 7 Erfahrungspunkte und mir 5 Erfahrungspunkte (-2 wegen gezogener Schwäche ...) zur Verfügung, um unsere Decks zu verbessern. Und spätestens hier denk ich mir zum ersten Mal:"Hätt ich doch bloß unendlich Geld für die ganzen Karten, denn der Pool an verfügbaren Karten zum Verbessern ist in der Core Box ... dürftig." Es gibt nämlich nichts, womit ich das, wofür Joe Diamond hauptsächlich verantwortlich ist (Hinweise sammeln), in irgendeiner Form verbessern könnte (etwa durch bessere Versionen solcher Karten, die ich im Deck habe). Ich hab mal eine Taschenlampe rausgeschmissen und eine starke Stufe-5-Karte reingenommen.

Trotzdem macht das alles echt Spaß ... ich seh mich schon das Innsmouth-Paket kaufen xD
 

Kindra

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Das 2. Szenario der Core Box 2026-Kampagne von Arkham Horror - Das Kartenspiel wurde heute gespielt und halberfolgreich abgeschlossen.

Das 2. Szenario ist wohl dazu da, dem Spieler beizubringen, dass auch die Aktion "Aufgeben" mehr oder weniger zum Erfolg führen kann bzw. nicht automatisch bedeutet, dass man verloren hat. Außerdem ist es deutlich freier, da man entscheiden kann, wie man vorgeht. So kann man mit Gewalt jeden und alles umbringen oder jeweils eine andere Lösung wählen. Letzteres birgt noch eine neue Spielmechanik (Kodex), weshalb ich denke, dass man da schon ermutigt wird, nicht jeden umzukloppen. Die "win condition" ist deutlich flexibler und sehr clever designed. Es bringt einem auch neue Schlüsselwortfähigkeiten bei, so etwa "Zürückhaltend" (Gegner mit diesem Wort verwickeln Ermittler nicht von sich aus in einem Kampf) oder "Schwer zu fassen" (Gegner, die angreifen oder angegriffen wurde, bewegen sich danach an einen anderen Ort). Vor allem letzteres haben wir gerne mal vergessen auszuspielen, was uns natürlich zum Vorteil gereichte ... da das Spiel einem nix schenkt, sei das mal verziehen!

Die Anzahl der Orte war ebenfalls deutlich größer und es ist cool, dass beim Aufbau manche dieser Orte mehrere Versionen haben. Diese werden dann entweder auf Basis des Storyverlaufs aus dem 1. Szenario ins Spiel gebracht oder aber zufallsbasiert ausgewählt. Das macht mir natürlich direkt großen Spaß, weil ich mich eh sehr gern durch Arkham bewege.

Es geht im Grunde darum, wie immer Hinweise zu sammeln. Diese gibt man dann aus, um Karten, die unter bestimmten Orten liegen, aufdecken zu können. Diese Karte dann zu töten oder anderweitig mit ihr auszukommen, lässt diese dann auf den Siegpunktstapel oder "unter die Szene" wandern. Da die Zeit knapp wurde und wir natürlich nicht wussten, was passieren würde, wenn die Zeit abläuft, entschieden wir uns 1 Runde davor, die Aktion "Aufgeben" zu verwenden. Wir hatten 4 / 6 der benötigten Karten fertiggestellt. Die 2 übrigen wurden dann mit der wahren Identität desjenigen gemischt, den wir gesucht haben, und ob es weiterging oder nicht, entschied sich dann dadurch, ob man zufällig den richtigen zog oder nicht - ein guter spielmechanischer Kompromiss, um die Möglichkeit eines Weiterkommens auch dann zu gewährleisten, wenn man nicht alles geschafft hat.

Zum Unwohl meiner Geldbörse mag ich das leider schon sehr ... die Innsmouth-Erweiterung ist eigentlich schon so gut wie gekauft (man muss sie nur finden), und es gibt auch schon eine Kampagne, die auf Berge des Wahnsinns basiert ... (mal ganz abgesehen von all dem alten "Kapitel 1"-Kram vor 2026, was man theoretisch alles benutzen könnte)

LCG sind IMHO für eine sehr spezielle Zielgruppe. Ich würde mal sagen, für Leute die auch mit Roguelike (nicht light) glücklich sind.

Eigentlich bin ich überhaupt kein Rogue(-like/-lite)-Spieler. Und ich bin jetzt auch nicht der heftigste RPG-Spieler (was das hier ja durchaus ist). ich denke, die Mischung aus Setting (Lovecraft), Fokus auf Story / Atmosphäre und Meta- bzw. Min-Max-Gaming (RPG-Anteil, Deckbuilding) ist's irgendwie für mich.
 
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Kindra

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Gibt wohl hier und da neues Material für Arkham Horror: Das Kartenspiel. Zum Kaufen gefunden habe ich nur eine "kleine Kampagnen-Erweiterung" namens "Kinder des Blutes". ~50€, nur 3 Szenarien, aber gut, ich will zocken, also hab ich das mal auf Abholung bestellt (mal gucken, ob ich es bekomme, denn die Ware ist dort bereits wieder weg). Das, was ich haben will, die Innsmouth-Verschwörung, ist mittlerweile sogar von der deutschen Asmodee-Seite komplett verschwunden, 404.

Ne, also ganz ehrlich: Das nervt und ist teuer. Ich guck jetzt, ob ich diese Mini-Kampagne bekomme oder nicht, werde mir die Innsmouth-Kampagne holen, falls sie mal irgendwo "offiziell" zu "Normalpreis" auftauchen wird, und dann soll's das auch gewesen sein mit mir und diesem Kartenspiel. Zu zersplittert (einzelne Ermittler mit 60 Karten + x Karten zum Leveln; Ermittler-Erweiterungen passend zu den jeweiligen Kampagnen-Erweiterungen), zu teuer und zu wenig verfügbar, als dass ich mir das auf längere Zeit antun wollen würde. Auch die englische Version geht für bis zu 200€ auf ebay weg ... künstliche Verknappung oder ist das Spiel so nischig, dass die nur 12 Stück produzieren können? Nichts genaues weiß man nicht.

Außerdem wurde die CATAN-Reihe um die Seefahrer-Erweiterung bereichert.
 
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schockbock

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Außerdem wurde die CATAN-Reihe um die Seefahrer-Erweiterung bereichert.

Heißt das, dass noch Addons erscheinen? Oder dass DU bzw. IHR euch das Addon besorgt habt?

Was ich so nebenbei bemerkt relativ guten Gewissens empfehlen kann, ist "Catan - Das Duell", was eine Zwei-Spieler-Variante des Brettspiels ist, wo großteils mit Karten hantiert wird. Das hat eine angenehme Tiefe, ohne den nervigen Leerlauf eines DSvC - mein absolutes Hassspiel. Leider leidet das Grundspiel an einem gewissen Mangel an strategischen Möglichkeiten, sein Spiel zu individualisieren. Oder anders gesagt, wenn zwei halbwegs versierte Spieler aufeinander treffen, geht das Game (nach etwa einer Stunde) meist mit nur einem oder zwei (von zwölf) Siegpunkten Unterschied aus.

Diesem Makel könnte man allerdings mit Anschaffung der Erweiterung begegnen, die neue Themenpacks enthält und damit das Spiel entweder um neue ökonomische Optionen ("Zeit des Geldes") oder um einen Fokus auf Konflikt ("Zeit der Wirren") erweitert.

Oder so ähnlich. Hab das grad ausm Kopf geholt und seit längerem nicht mehr gespielt. Jedenfalls: Es bockt und hat tatsächlich auch trotz rudimentärer Präsentation sowas wie Immersivität.

Und nebenbei erwähnt bezahlt man keine 200 Euro für das Spiel (inklusive Erweiterung). ;)
 

Kindra

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Heißt das, dass noch Addons erscheinen? Oder dass DU bzw. IHR euch das Addon besorgt habt?
Weiß ich gar nicht, ob da noch was passiert. Wir haben einfach ne Erweiterung geholt. Angefangen hatten wir, logischerweise, mit dem Hauptspiel. Dann haben wir die 6-8-Spieler-Erweiterung für das Hauptspiel gekauft. Danach haben wir die Erweiterung "CATAN Ritter und Städte" geholt, die mir sehr gut gefällt, da es Catan clever um neue Bau- und Upgrade-Möglichkeiten erweitert. So kann man in Politik, Wirtschaft und Handel Gebäude bauen, Städte mit Mauern verstärken und schließlich zu Metropolen aufwerten. Genau das, was dem Hauptspiel fehlt.

Und jetzt halt die Seefahrer-Erweiterung. Die ist von der Idee her cool (mag so Seefahrer-/Piraten-Zeugs), aber bei der Umsetzung bin ich mir noch nicht sicher. Die Regeln werden nur wenig erweitert und es basiert stark auf Szenarien.

Das, was neu ist, ist also sehr "vereinzelt". Es gibt natürlich auch einen freien Aufbau, aber die Möglichkeit, einige der Szenario-Mechaniken zu kombinieren, scheint mir nicht so leicht (oder zufriedenstellend) möglich. Ich würde bspw. gerne die Mechanik des Aufdeckens von Feldern durch Entdecken mit dem Wunderbau-Szenario kombinieren, aber die Bedingungen zum Aufbau (z.B. für die Wunder) stehen dieser Idee etwas zu sehr im Weg - das Spielfeld gibt nicht genug her, um beides gleichzeitig zu haben.

Die Duellvariante von Catan ist sicher einen Blick wert und nen Faible für Kartenspiele hab ich wegen Arkham Horror wohl definitiv entwickelt, aber bisher waren 1on1-Sessions auch mit dem Catan-Basisspiel durchaus spaßig (allerdings mit ein paar Hausregeln, um die in einem 1on1 wenig sinnvolle Handelsphase auszugleichen).
 
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schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Na ja, you do you, und anscheinend hat DSvC eine ziemlich große Fangemeinde – schließlich wird das Game seit 30 oder 40 Jahren gespielt.

Aber ich hab ein extrem schlechtes Verhältnis zu dem Spiel entwickelt, was wahrscheinlich auch mit meiner Charakterschwäche, ein schlechter Verlierer zu sein, zu tun hat. Jedenfalls kommt mir das Spiel sinnlos in die Breite gewalzt vor, während das Gameplay sehr flach bleibt. Hab allerdings auch als erstes (vor vielen, vielen Jahren und eher zufällig) die damalige Duellvariante gespielt, die uns ausgesprochen gut gefiel.

Und tja, wenn man keine Stunde, sondern zwei oder länger, an so einem Match im Brettspiel sitzt, und dann verliert, fühlt sich das halt umso frustrierender und nach verschwendeter Zeit an. Aber wie gesagt, leider hab ich auch eine ziemlich kurze Zündschnur bzw. ein dünnes Nervenkostüm.
 
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