Ich hab gestern mit dem Teil angefangen und bin schon süchtig. :fettes Grinsen:
Es erinnert von der Spieldynamik viel mehr an Assassin's Creed III, aber die Grafik wurde um einiges aufgebohrt und ist für 360-Standards exzellent. Das Gameplay ist absolut flüssig und dabei wirkt es alles noch viel lebendiger und farbenfroher als Teil 3.
Ich komme allerdings noch nicht ganz mit allen Geländegängen klar, da man am Anfang (bin erst in Sequenz 1) sehr viel durch Schneelandschaften rennt, und zwischen normalen Gräsern, Verstecken und Absprungpunkten noch nicht so leicht unterscheiden kann. Auch ist die Steuerung des Helden beim Parcours wieder recht fummelig, und wegen des Dauereinsatzes der Sprinttaste hüpft Shay des öfteren mal auf ein Hindernis, an dem er vorbeirennen sollte.
Ob Shay mehr Fähigkeiten besitzt, als Edward oder Connor, bleibt abzuwarten, aber im Gegensatz zu Arno aus "Unity" kann Shay wenigstens aus Verstecken heraus pfeifen und kann Gegnerhorden wieder schneller mit One-Hit-Kills ausschalten. Gegner können auch wieder mit der A-Taste als menschliches Schutzschild benutzt werden, was vor allem die Kämpfe gegen Gewehrschützen enorm erleichtert. Viel geändert zu den Vorgängern hat sich also nicht, aber das finde ich gerade gut. ("Unity" halte ich sowieso für das schwächste Assassin's Creed seit langem)
"Rogue" macht jedenfalls alles richtig und ich bin auch wieder auf die Geschichte gespannt. Es gibt auch wieder "Offline"-Missionen in der Gegenwart, in der es wieder einer Verschwörung auf die Schliche zu kommen gilt. So gesehen schließt es also nahtlos an "Black Flag" an. Auch wieder herrlich sind die Computervirusrätsel. Ganz neue Variante. Freue mich auf das Teil!
Hmm, also den Vergleich zu III kann ich jetzt absolut nicht nachvollziehen. Eigentlich ist das eher Black Flag in Grün (und Weiß). Mal abgesehen von der Optik, die stellenweise an III erinnert, was ja angesichts der Schauplätze nicht verwundert, ist es spielmechanisch durch und durch Black Flag mit einigen Ergänzungen (Eisberge/Eiswände, Konterentern, usw.).
Shay hat durchaus ein paar neue bzw. veränderte Fähigkeiten, die aber großteils erst zum Tragen kommen, sobald er kein Assassine mehr ist.
Was die Geschichte betrifft, ist es absolut unverständlich, dass Ubisoft dieses Spiel komplett hat untergehen lassen, weil es diesbezüglich der wahrscheinlich wichtigste Titel der Seriengeschichte überhaupt ist, weil er gleich 3 andere AC-Titel miteinander verbindet: Rogue erzählt die Geschichte der Figuren von Black Flag weiter. Es beantwortet die Frage, warum der nordamerikanische Assassinen-Orden am Anfang von ACIII komplett am Boden liegt. Und die Story von Rogue geht nahtlos in die von Unity über. Wer Rogue vor Unity spielt (was der Idealfall ist), bekommt somit den perfekten Übergang. Und wer Rogue nach Unity spielt, dem bläst es angesichts der Story-Wendung, die sich dort offenbart, wahrscheinlich nachträglich komplett das Hirn weg. Ganz ehrlich, der Plot-Twist am Ende von Rogue und dessen Verbindung zu Unity in Zusammenspiel mit der Rolle, die der Spieler darin einnimmt, ist wahrscheinlich der beste Story-Moment der gesamten Seriengeschichte.
Es ist schon irgendwie ironisch, dass am gleichen Tag zwei neue AC-Titel erscheinen und ausgerechnet das Spiel, in dem man einen Templer spielt, das deutlich bessere ist.
Zumal es meiner Meinung nach nicht nur das bessere Spiel, sondern auch das bessere AC ist, da die ganzen Stealth-Mechaniken weitaus besser funktionieren als die ganzen "Neuerfindungen" (die ja eigentlich nur anderen Ubi-Titeln wie Splinter Cell entlehnt wurden) in Unity.
Wer Fan der Serie ist und wer mit Unity nicht so recht oder gar nicht zufrieden war und sich zudem an der ganzen Sache mit der Rumschipperei nicht stört, sollte Rogue auf jeden Fall spielen. Denn bietet das gute alte AC-Feeling mit all seinen Fehlern, dafür ohne Online-/Multiplayer-/Koop-Zwang, Mikrotransaktionen, Begleitapp-Gedöns usw.