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Xbox One - Microsoft will die Vorschriften massiv lockern!!

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

buu

Frührentner
"Optional" wäre das Zauberwort gewesen.

Wer Family Share will, muss installieren und bekommt den 24 Stunden (oder auch gerne einen längeren Zeitraum) Check.

Wer ohne Disk spielen will, ebenso.

Wer nicht online sein will, für den bleibt alles beim Alten.

Das i-Tüpfelchen wäre dann gewesen, wenn man es für jeden Titel separat hätte einstellen können.

das hat mit dem installieren doch nix zu tun, es ging darum die Spiele zu registrieren, ähnlich wie bei Steam. dann kannst du es sharen, ohne Disc spielen oder auf jeder Konsole mit deinem Gamertag aus laden. da gibts kein optional, entweder ganz oder gar nicht. sonst würde ja jeder seine Spiele installieren und direkt wieder weiterverscherbeln, kann man ja ohne Disc spielen :rolleyes:
 

Starsky

Damn good coffee...!
Ich bin etwas zwiegespalten über die nun erfolgte "Kastration" der Xbox One. Einerseits ist es natürlich erfreulich, dass man die von der breiten Masse geforderte Lockerung im Bezug DRM und Online-Zwang nun vorgenommen hat, um damit das vorpgrogrammierte Scheitern des Produktes zu verhindern. Das sichert uns langfristig wohl die weitere Existenz zweier "Big Player" in diesem Segment (Nintendo beackert mittlerweile ja eine ganz andere Zielgruppe), die sich gegenseitig fordern und antreiben.

Auf der anderen Seite bin ich sehr enttäuscht von der "Gamergemeinde". Diese stellt sich ja gerne als fortschrittlich und modern da, offen gegenüber neuem und technikverliebt. In Wahrheit hat sie sich jedoch nun als stock-konservativ entlarvt. Meiner Meinung nach tolle Funktionen wie Family-Sharing, Disc-loses Spielen, eine Cloud-basierte Spielebibliothek wurden nicht gewollt. Umfangreiche Zusatzfeatures der Konsole für die Intergration ins Heim-Entertainment-System (HDMI-IN, Live-TV, Twitch, Skype...) sowie ein technisch beeindruckender neuer Kinect-Sensor werden belächelt oder als überflüssig angesehen.
Die breite Masse der Gamer erwartet offenbar von der nächsten Konsolengeneration aber einfach nur eine bessere Grafik. Ansonsten will man bloß keine Veränderungen - Disc ins Laufwerk, Controller in die Hand, bessere Grafik bewundern und losdaddeln.

Der Gedanke von Microsoft, neue Wege zu gehen und Zusatznutzen gegenüber den aktuellen Geräten zu schaffen, wurde von der potenziellen Kundschaft auf nie dagewesene Weise abgestraft. Stattdessen wurde ein mutlos designtes und innovationsarmes Produkt wie die PS4 abgefeiert, das Stand heute noch nicht mal in seiner Kernkompetenz - den Spielen - überzeugen konnte. Die auf der E3 gezeigten Exklusivtitel waren allesamt lauwarme Aufgüsse bestehender IPs.

Ich bin also nicht sicher, ob wir uns als Gamer wirklich langfristig hier als Gewinner sehen dürfen. Klar, nun können wir weiterhin gebrauchte Spiele kaufen und dem Arbeitskollegen auch mal ein Spiel ausleihen. Und die Konsole muss (!) sich nicht alle 24 Stunden ins Internet vebinden (obwohl sie in einer Industrienation wie Deutschland oder den USA sowieso 365/24 Tage im Jahr verbunden ist.). Aber wir zahlen auch einen Preis dafür - fehlende Innovationen. Was sich schon bei der Software zeigt (jedes Jahr kaufen Millionen Leute mit COD, FIFA und Madden immer wieder das gleiche Spiel) wird nun künftig auch bei der Hardware Einzug halten. Den gleichen Fehler, den Konsumenten zu überschätzen wird Microsoft nicht nochmal machen.
 

X30 C64 Forever

Altmeister
[MENTION=2058]Zsadist[/MENTION]: Danke für die Zusammenfassung!

Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis ein günstigeres Modell ohne Kinect angekündigt wird :fettes Grinsen:
 

Tarma115

Rentenbezieher
das hat mit dem installieren doch nix zu tun, es ging darum die Spiele zu registrieren, ähnlich wie bei Steam. dann kannst du es sharen, ohne Disc spielen oder auf jeder Konsole mit deinem Gamertag aus laden. da gibts kein optional, entweder ganz oder gar nicht. sonst würde ja jeder seine Spiele installieren und direkt wieder weiterverscherbeln, kann man ja ohne Disc spielen
rolleyes1.gif


In der Tat. Man könnte höchstens noch hardwareseitig die Disc nach dem Installieren fest mit dem Profil verknüpfen bzw. für andere unbrauchbar machen, wie etwa bei diesem Sony-Patent. Oder jedes neue Spiel müsste einmalig online registriert werden, kann anschließend aber von Festplatte unbegrenzt lange offline gespielt werden. Eine Registrierung auf anderen Systemen wäre dann nicht mehr möglich oder (optional) höchstens, indem beide Systeme zugleich online sind und die Registrierung von der ersten wieder entfernt wird - bzw. vorher selbst schon manuell entfernt wurde. Oder eine erneute Registrierung nur alle paar Monate ermöglichen, ähnlich der Lizenzübertragung derzeit, dann könnten Spiele zwar immer noch gegen den Willen der Publisher geteilt werden, aber zumindest deutlich eingeschränkt. Oder bei den Disks alles beim alten belassen und die ganzen DRM- und Sharing-Neuerungen auf Games on Demand beschränken.

Es gäbe so oder so zumindest genügend Alternativen, die alle zufrieden stellen sollten - und wenn es diese von Anfang an gegeben hätte, hätte sich auch keine dermaßen krasse Ablehnung der One gegenüber entwickelt -, jetzt ist es an Microsoft, daraus etwas zu machen, freilich ist es damit nicht gerade leichter geworden.

@Starsky: Die meisten Zusatzfeatures haben doch mit dem ganzen DRM-Kram sowieso nichts zu tun und könnten ja immer noch verwirklicht werden. Es wurde nur darüber hergezogen, als der Fokus nach der ersten Präsentation scheinbar zuerst darauf statt dem eigentlich Kern, dem Spielen, lag, nach der E3 hatte sich das schnell gegeben. Kinect, hm, fand ich auch nie so schlimm, bei zwangsweise vorhandener Hardware ist die Chance natürlich höher, dass diese auch sinnvoll statt nur für Spielereien eingesetzt wird, andererseits war der Nutzen selbst bei der Wii begrenzt. Letztlich wurde gegen Kinect aber auch nie dermaßen gewettert und nach bisherigen Stand bleibt es ja auch dabei, genau wie bei den Multimedia-Features. Family Sharing (der Nutzen wäre sowieso fraglich gewsen bzw. ob es nicht von Publishern hätte sehr beschränkt werden können), Disc-loses Spielen und Cloud-Gaming, die einzigen Punkte, die es wirklich trifft, sind jetzt aber auch keine großen Innovationen (schon praktisch, aber das Hobby an sich wird dadurch auch nicht besser) und hier wägt halt jeder ab, was ihm wichtiger ist, diese Möglichkeiten oder eben, Spiele verleihen oder sogar uneingeschränkt verkaufen, auch offline und für immer, unabhängig von Servern, zocken zu können. Zudem ist es ja an Microsoft, seinen Kunden ggf. beide Alternativen anzubieten.
 
Zuletzt bearbeitet:

X30 C64 Forever

Altmeister
Auf der anderen Seite bin ich sehr enttäuscht von der "Gamergemeinde". Diese stellt sich ja gerne als fortschrittlich und modern da, offen gegenüber neuem und technikverliebt. In Wahrheit hat sie sich jedoch nun als stock-konservativ entlarvt.

Kann leider nicht im Detail auf deinen Post eingehen, Starsky (-> Handy). Nur soviel: ich glaube, da tust du der "Gamergemeinde" unrecht; ja, du entmündigst sie ja regelrecht. Ich glaube, der Gamer kann durchaus unterscheiden, was ihm wirklich einen Mehrwert bringt und welche der neuen "Features" ihn letztlich nur bevormunden.

Einige der neuen Features wären sicherlich positiv gewesen, keine Frage. Aber dafür all die Konsequenzen in Kauf nehmen, die Microsofts Politik für viele Gamer gehabt hätte?

Ich glaube nicht, dass die Gamergemeinde stock- konservativ ist, sie ist nur nicht so dämlich, wie Microsoft dachte...:zwinker:
 
G

Gelöschtes Mitglied

Guest
Sind wir doch mal ehrlich, die Vorteile überwiegen doch nach den Änderungen immens.

Und was ich auch noch sagen wollte: Wie oft wurde man hier als Hater beschimpft, nur weil man nicht alles mit sich machen lässt und hinnimmt wie es ist.

Im Endeffekt sind es doch die "Hater", denen man es zu verdanken hat, dass Microsoft einlenkt und nicht das Risiko eines Finanziellen Desasters eingeht.

Hätte sich nämlich nicht eine so große Masse in Blogs, Foren, Sozialen Netzwerken und auf Youtube Luft gemacht, dann würde die Xbox One mit ihren ganzen bescheuerten Restriktionen auf den Markt kommen.

Ich bin jedenfalls froh, dass die Masse sich eben nicht alles gefallen lässt und gezeigt hat, dass der Kunde die Macht hat etwas zu verändern!
 

ZettMan

Sponsor
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Dass ich dafür jetzt auf FamilySharing verzichten muss, find ich schon schade. Ich fand diesen ganzen SchnickSchnack schon ansprechend. Nun Gut. Der lauten Kritik wurde vorerst nachgegeben. Nun wird uns das mittels Salamitaktik nach und nach untergeschoben. Auch gut.
 

Starsky

Damn good coffee...!
Kann leider nicht im Detail auf deinen Post eingehen, Starsky (-> Handy). Nur soviel: ich glaube, da tust du der "Gamergemeinde" unrecht; ja, du entmündigst sie ja regelrecht. Ich glaube, der Gamer kann durchaus unterscheiden, was ihm wirklich einen Mehrwert bringt und welche der neuen "Features" ihn letztlich nur bevormunden.

Einige der neuen Features wären sicherlich positiv gewesen, keine Frage. Aber dafür all die Konsequenzen in Kauf nehmen, die Microsofts Politik für viele Gamer gehabt hätte?

Ich glaube nicht, dass die Gamergemeinde stock- konservativ ist, sie ist nur nicht so dämlich, wie Microsoft dachte...:zwinker:
Es liegt mir fern, jemanden zu entmündigen. Ich akzeptiere ja die vorherrschende Meinung, dass die Nachteile (Always-On, Gebrauchtspiele...) zu groß waren. Allerdings ist das eben ein sehr konservativer Ansatz, bei dem man sich mit den Vorteilen (wie Family-Sharing oder die Cloud-basierte Spielebibliothek, die auf jeder Konsole zugänglich ist) nicht anfreunden, sondern den Status Quo beibehalten wollte.

Ich bin da persönlich recht indifferent. Ich hätte gut mit der ursprünglichen angedachten Lösung leben können und hätte mich dabei auch nicht "dämlich" gefühlt. Aber nun bleibt halt alles beim Alten, wie wir es seit Jahrzehnten kennen - auch gut! :huhu:
 
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