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Wie wichtig ist euch Story in Spielen?

Marcee0815

Aushilfe der Essenausgabe
Hallo liebe Senioren,

bin gerade über eine kleine Diskussion im Pragmata Thread gestolpert. Und habe das zum Anlass genommen die Frage mal an die Allgemeinheit zu stellen, weil ich sie sehr interessant finde. Wie man sich am Thread Namen schon denken kann, lautet die Frage:

Wie wichtig ist euch Story in Spielen?

Für mich persönlich ist Story schon wichtig in Spielen. Nicht umsonst hab ich einen Youtube Kanal der Plot & Play heißt :)

Tatsächlich gibt es Spiele, die habe ich nur durchgespielt, weil ich wissen wollte wie die Story weitergeht obwohl das Gameplay mir nicht taugen wollte. Relativ aktuelles Beispiel Bloodlines 2. Auch wenn hier die Story am Ende das Spiel auch nicht retten konnte.

Natürlich gibt es auch Spiele, die ich richtig gut finde die kaum Story haben. Das originale Ufo Enemy Unknown zum Beispiel. Ich mein als Story hat das eben ohh Alien Invasion . Oder zum Beispiel Vampire Survivors da hab ich auch mehr stunden drin versengt als mir lieb ist, warum auch immer....

Am Besten ist es natürlich wenn Gameplay und Story gut zusammenpassen, so wie bei Claire Obscure oder Baldurs Gate.

Klar ist natürlich in Rollenspielen die Story wichtiger als in anderen Spielen. Aber wenn ein Spiel egal ob Shooter, Rundenstrategie oder Beat em Up mir zumindest ne solide Geschichte erzählt, wertet das für mich die Erfahrung definitiv auf. Und wenn die Story zum Kotzen schlecht ist, wertet das für mich Spiele sogar ab. Etwas komisches Beispiel Call of Duty Infinite Warfare, da sind die Charaktere im Spiel so strunz dumm, dass ich es mich komplett rauszieht, weil wir definitiv kein Mitglied einer Spezialeinheit sein können.

Tatsächlich ist die Story für mich dann auch ein Kaufsargument. Beispiel hier wieder Crimson Desert. Großes Open World (Rollen)Spiel und die allgemeine Aussage ist, die Story ist eher Beiwerk. Dann ist für mich klar muss ich nicht spielen. Natürlich ist nicht in allen Genres die Story gleich wichtig. Ich erwarte in Shootern kein Story Meilenstein, aber warum ich hier unterwegs bin und Pixel über den Haufen schieße sollte schon Relevant sein.

Aber genug von mir erstmal, bin wirklich gespannt auf eure Meinungen.

P.S. Ich bin wahrscheinlich der Einzige der in Assassins Creed immer wissen wollte wie es mit Desmond weiter geht. Alle anderen die ich so kenne, fanden die Passagen eher nervig.
 

sabienchen.banned

Frührentner
Kann ich für mich gar nicht wirklich sagen...
Story in den Souls Spiele hat mich bspw. nie interessiert .. aber Storytelling ist dort ja eher unkonventionell.. und man kann WENN MAN WILL .. eintauchen.. muss aber nicht.
Nur die Tatsache, dass es da was gäbe womit ich mich beschäftigen KÖNNTE... macht es schon interessanter. :)

Allgemein würd ich sagen ist mir Story (abseits von VNs/Adventures) nicht zuuuuuu wichtig, sofern das Gameplay passt..
World Building.. ich glaube das ist mir wichtig. (abseits von reinen Gameplayerfahrungen wie arcade/rennspiel)

Letztlich hängt s auch von der Spielzeit ab...
5-10 Stunden kann ich auch mit ner erzählerisch langweiligen "Welt" leben.. .
20, 30 ... 50 oder mehr... eher weniger.. .da muss dann schon ultra Gameplay sonst dabei sein ^^
 
Zuletzt bearbeitet:

Savoreth

Pförtner des Altenheims
Ich bevorzuge eine gute Mischung aus Gameplay & Story.

Wenn ein Spiel nur Gameplay hat, wirds irgendwann langweilig. Weil man die Mechaniken beizeiten durchschaut.
Es gibt Spiele wie Age of Wonders, Stellaris oder No Mans Sky, die das mit viel Varianz strecken können, aber auch das hat seine Grenzen.

Hat ein Spiel hingegen nur Story, muss die schon sehr gut und passend sein. Wie in jedem Film auch. Bei Schwächen neigt man dann sehr schnell dazu, es abzubrechen. Mangels Gameplay gibt es dann auch kein Korrektiv, das einen darüber hinweg sehen ließe. Final Fantasy 13 war z.B. so ein Titel für mich - die Kämpfe gingen mir auf die Nerven, aber Story und Charaktere haben mich mitgerissen. Das ist allerdings wirklich selten.

Bei einer guten Mischung hingegen kann ich mich erstmal in der Welt und im Gameplay austoben. Wird das zu langweilig, kann die Story das ausgleichen. Im Idealfall kann man diese Mischung steuern - solche Spiele sind z.B. die Bethesda-Spiele wie Skyrim & Fallout. Es hängt am Ende aber auch sehr viel an der Spielzeit und wann ein Spiel repetitiv wird.

Eine Ausnahme von dieser Regel ist bei mir allerdings Star Wars Battlefront 2. Es ist im Grunde immer dasselbe, aber die Maps spielen sich mit immer anderen Spielern so unterschiedlich, dass ich da Stunden reinstopfen kann, ohne dass es jemals komplett langweilig wird.
 

Hotze

Pförtner des Altenheims
Ich mag Storytelling, so wie es die Fallout Reihe seit Teil 3 macht.

Nicht zu viel Blabla, wenn dann nur bei der Mainquest ein wenig. Backgroundinfos gerne über kleine Zettelchen, Bücher oder wie die Umgebung gestaltet ist.

Crimson Desert bekommt das auch ganz gut hin.



Mich schrecken Titel ab, bei denen in der ersten halben Stunde nichts passiert, außer Cutscenes und Dialogen ohne Ende. Da deinstalliere ich schon mal, wenn sich das nicht skippen lässt.
 

Ahti

Rentenbezieher
Die Geschichten an sich, sind mir so gut wie nie wichtig, Storytelling und Worldbuilding hingegen schon. Und das immer mehr, weil mich das reine Gameplay mittlerweile nur selten wirklich fesseln kann, da es in modernen Spielen häufig zu vorhersehbar, unkreativ und/oder nicht herausfordernd genug ist.

Aber natürlich hängt das auch vom jeweiligen Spiel, von der eigenen Erwartungshaltung und von der Bereitschaft, sich anzupassen, ab:
Ein Doom Eternal oder Mario Odyssey kann ich stundenlang spielen, und deren Geschichten könnten mir nicht egaler sein - weil das so ist, aber auch, weil ich weiß, dass ich in der Hinsicht nicht viel erwarten kann.
Ein Red Dead Redemption 2 - welches ebenfalls zu meinen Lieblingsspielen gehört -, würde mich hingegen nicht lange begeistern können, wenn es nicht so eine fantastische Welt und diese unvergesslichen Figuren hätte. Aber selbst da: Die Story an sich ist mir relativ gleichgültig.

Ideal wäre natürlich ein Spiel, das sowohl spielmechanisch als auch erzählerisch herausragend ist. Aber so etwas gibt es nur selten. Das macht aber nichts.:)
 

AlterZockherr

liebt 4k/60fps Gaming
Für mich zählt eigentlich nur die Atmosphäre. Die Story interessiert mich da nur am Rande. In aller Regel klicke ich diese Erzähl-Passagen weg.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
Sponsor
Ich halt es mit dem TO: So ganz ohne Geschichte ist doof, wobei die Relevanz der Erzählung mit dem Genre steht und fällt. Wichtig ist außerdem, dass es ein gewisses elegantes Pacing gewahrt bleibt beim Zusammenspiel zwischen Narrative, also bspw. Cutscenes, und Gameplay. Dieses Pacing wird von Leuten wie Hideo Kojima in seinen MGS-Games leider bis über jede Grenze hinaus torpediert - aber dem Kerl verzeihe ich das sogar.

Früher™ war ich da gar komplett dogmatisch unterwegs und hab mir, besonders in den zahlreichen gespielten Pixel-Japano-Games, jede noch so triviale Sprechblase brav durchgelesen, und später in Oblivion empfand ich es als meine spielerische Pflicht, die überall verstreuten Textdokumente zu lesen - auch wenn sie drei Minuten später wieder vergessen waren.
(Immerhin wurde auf die Art während der 150 Stunden Skyrim sowas wie Expertise die Lore des TES-Universums betreffend raufgeschafft - zusammen mit der Erkenntnis, dass das nur verhackstückte Geschichtsfragmente sind, die sich kaum kohärent zusammenfügen lassen.)

Dieses Prinzip wurde erstmals in Bloodstained abgelegt, wo ich tatsächlich dann irgendwann den Story-Schnullibulli genervt durchgeklickt hab.

Und was mir noch einfällt: Als besonders niederträchtig empfinde ich jene Form der Erzählung, wo man über verstreute Textdokumente sowas wie Einblick in die Spielwelt erfährt. Bloß kommt es sehr häufig vor, dass diese Einblicke nur peripher mit der Handlung des Spiels zu tun haben, und obendrein sind sie häufig so verfasst, dass man sich erst mühsam in irgendeine Situation hineindenken muss, und das macht mir absolut keinen Spaß.

Honorable Mentionings: Was gar nicht geht, völlig unabhängig von Genre und Thema und Alter des Spiels, ist esoterisches Geschwafel über irgendwelche Götter oder Dämonen, die von irgendwem inbrünstig angebetet werden. Gutes (Negativ-)Beispiel für diesen Unfug ist Shadow of the Tomb Raider.
 

Hotze

Pförtner des Altenheims
Honorable Mentionings: Was gar nicht geht, völlig unabhängig von Genre und Thema und Alter des Spiels, ist esoterisches Geschwafel über irgendwelche Götter oder Dämonen, die von irgendwem inbrünstig angebetet werden. Gutes (Negativ-)Beispiel für diesen Unfug ist Shadow of the Tomb Raider.
Ich fand zum Beispiel das esoterische Geschwafel der Jünger des Atoms in Megaton erheiternd. (FO3)
Bei Gothic 1, haben mich die "Anhänger des Schläfers" mit Ihrem Geschwurbel dazu bewegt dem Sumpflager beizutreten!
 

Marcee0815

Aushilfe der Essenausgabe
Da fällt mir direkt auf, dass man sogar definieren müsste was alles unter Story fällt. Es gibt Spiele, die haben eine tolle Atmosphäre und gutes Worldbuilding, aber eine entäuschende Story.

Aber Worldbuilding und Atmosphäre würde ja keiner zum Gameplay rechnen. Nehmen wir Dark souls als Beispiel (hat ja Sabiennchen auch schon erwähnt) hier würde ich nicht sagen, dass das Spiel mir eine gute Story erzählt. Aber es hat unbestreitbar eine gute Atmosphäre und gutes Worldbuilding.
 
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