Hab‘ die Probleme der „Analysis Paralysis“ irgendwie nicht so. Kam auch schon vor, ist aber schon etliche Jahre her…
...
Zurzeit spiel‘ ich gerade
Rage 2, da das extrem kurz ist (ca. 25h), hab‘ ich das nach
DOOM 2016 kurz dazwischengeschoben. Ich wusste vorher, dass das Spiel ziemlicher Mist ist und das hat sich auch großteils bestätigt, macht mir aber gar nix aus, da ich tatsächlich mal zwei, drei Abende ein Hirn-aus-Spiel wollte und ich bin jetzt auch schon kurz vor Ende
Die Idee war, nach
DOOM noch ein wenig mehr id-Software (…-ishes) „Gunplay“ zu konsumieren, aber nicht so auf 180 gedreht, sondern ein, zwei Gänge runtergeschaltet. Und ja, ich weiß, dass
Rage 2 von Avalanche stammt und nicht von id, auch wenn Letztere sich vor Release noch ziemlich prominent in den Vordergrund gestellt haben (und nach dem kommerziellen Flop dann plötzlich nichts mehr davon wissen wollten – Avalanche durfte’s dann ausbaden).
Diese Idee hat leider nur so leidlich gegriffen. Das Spiel ist unterm Strich mehr oder weniger reine Zeitverschwendung. Klar, das schnelle, wuchtige Gunplay erinnert stellenweise wirklich an
DOOM und hat auch seine Momente – vor allem in Kombination mit den teils visuell eindrucksvollen Effekten und den Spezialfähigkeiten. Aber das verläuft sich aufgrund der repetitiven Natur der Tätigkeiten recht schnell.
Alles Andere ist purer Schmutz ohne irgendeine Art von kreativer Vision oder irgendeiner Art von Aussage. Und das ärgert mich tatsächlich, da sogar so Mistprodukte wie die letzten
Assassin’s Creed-Teile – bei aller Fokusgruppenoptimierung – zumindest noch sowas wie eine Idee oder Richtung hatten.
Rage 2 dagegen wirkt wie ein Frankenstein-Spiel aus unausgereiften Konzepten, zusammengehalten von der Farbe Pink. Und ja, über die wurde bei Release viel gewitzelt – dabei ist das noch mit das Beste am Spiel. Sie verleiht dem Ganzen wenigstens einen klitzekleinen Hauch von Eigenständigkeit.