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Warum ich (fast) keine Rennspiele mehr spielen mag...

Jarvius71

Aushilfe der Essenausgabe
aber das ist letzten Endes wegen der PS5 gestorben, da mein Headset ja nicht ohne irgendeinen komischen Adapter läuft

Den kann man sich tatsächlich umsonst bei Sony bestellen lassen. Dauert dann ne Weile, bis er ankommt. Keine Ahnung, ob es das noch so gibt. Hatte ich mir vor ca. 2 Jahren schicken lassen, damit der Besuch auch an der PS5 mal die ganzen VR Sachen sehen konnte :)

Hab mal den alten Link gefunden:
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Spyder0815

Sonntagsfahrer
Den kann man sich tatsächlich umsonst bei Sony bestellen lassen. Dauert dann ne Weile, bis er ankommt. Keine Ahnung, ob es das noch so gibt. Hatte ich mir vor ca. 2 Jahren schicken lassen, damit der Besuch auch an der PS5 mal die ganzen VR Sachen sehen konnte :)

Hab mal den alten Link gefunden:
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Ja davon hab ich damals auch gehört, aber irgendwie nie motiviert gewesen das zu versuchen 🙈😄
 

krismopompas

Jungspund
Mir gehts da genauso.
Früher hab ich racer gesuchtet und mir dafür extra ne ps2 geholt, da der gamecube damals in dieser richtung fast gar nichts zu bieten hatte.
Über die jahre hatte ich in dem genre dann auch irgendwann alles mal gesehen und ausser grafikupdates tut sich da ja nicht viel. Selten gibts ausnahmen, die mich dann nochmal so richtig fesseln können. Excite truck und the crew fallen mir da spontan ein. Das eine ist durch die wiimotesteuerung besonders, das andere durch die gigantsche oberwelt. Aber bei forza motorsport oder gt schlaf ich echt ein 🥱

Wenn ich heute ein rennspiel zocke, dann lieber grafisch simple topdown racer, ein excite truck, das nach wie vor unerreichte wave race 64 oder momentan mal wieder the crew 2. Horizon 3+4 kommen auch schon mal vor. Aber so ganz "normale" rennspiele schon lange nicht mehr 🤷🏻
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Ich nehme mal das folgende Video zum Anlass, weil der Ersteller ein wichtiges Thema anspricht, das moderne Rennspiele gegenüber älteren Titeln falsch machen: das komplette Belohnungssystem ist „broken“.

Beitrag anhand des Beispiels „Test Drive Unlimited“ von 2006.

The video is played embedded by Youtube. Google's privacy policy applies.

Da ich FH6 noch nicht gespielt habe, kann ich das nicht direkt vergleichen, aber ich habe „Horizon 5“ gespielt, und das scheint vom Prinzip her identisch zu sein.

Kurzum: das Freischalten der Fahrzeuge und das Erarbeiten des Fortschritts findet nicht mehr statt.

Wurde man in TDU beispielsweise dafür belohnt, dass man mit dem Startauto durch sukzessives Freischalten einiger weiterer Upgrades immer besser wurde, mehr Events gewann und sich so die Meriten verdiente, ein besseres Auto kaufen zu können, wird man in modernen Titeln mit kostenlosen Geschenken überhäuft, was dazu führt, dass man sich mit dem Auto nicht mehr identifizieren kann. Fortschritt spielt keine Rolle mehr.

Ich habe das bei Horizon 5 gefühlt. 600 Autos, die zwar toll aussahen, aber absolut gleich waren. In den mittleren Fahrzeugklassen ist es völlig egal, was man fährt. Ziehst du Offroadreifen drauf, kannst du mit einem BMW Kombi genauso durch das Gelände pflügen, wie mit einem Jeep Wrangler.
Wo ist der Sinn dahinter?

Neuere Spiele fühlen sich nur noch casual an, nach Content. Entwicklung findet nicht mehr statt.

TDU war, wie im Video beschrieben, sicher nicht perfekt, aber das Gefühl, jedes Auto zu verdienen, war so real, wie das für ein Rennspiel möglich war.
Neuen Spielen geht das ab, es fühlt sich falsch an.

Und ich glaube, das wird so bleiben. Die alten Zeiten sind vorbei.

Was denkt ihr?
 

Batsi

Altenpfleger
Das scheint das gleiche Problem zu sein, das auch schon länger bei (Action-)Rollenspielen in offenen Welten anprangert wird. Bei Titeln wie "Gothic II: Die Nacht des Raben" oder "The Elder Scrolls III: Morrowind" (beiden von 2002) musste man sich die Progression durch Dialoge, dem Lesen von Texten, dem vorsichtigen Herantasten und Herumexperimentieren noch selbst erschließen und man hatte noch richtige Erfolgserlebnisse.

Mit dem Aufkommen von mehr und mehr Quality of Life-Verbesserungen und glücksspielänlichen Mechaniken ist der Reiz bei mir auch ein Stück weit verflogen. Eine zugekleisterte Map wie bei "The Witcher 3: Wild Hunt" oder ein Loot-Gewitter wie bei "Borderlands 3" schmälert dann den Spaß ähnlich wie beim besagten "Forza Horizon 5" :)
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Die Überflutung mit Inhalten halte ich nicht für das Problem. Die sorgt zwar für Unübersichtlichkeit, aber auch für mehrere Möglichkeiten das Spiel zu spielen, wenn man denn erstmal herausgefunden hat, wie die Filterfunktion geht.
Das Problem ist auch nicht die Größe der Map. Hier gilt ja bei FH6 in Japan, je größer desto besser, weil es die Landschaften glaubwürdiger und die Übergänge derer homogener macht. Außerdem gibt es nun endlich mal einen riesigen geschlossenen Autobahnring, was wiederum eine Hommage an TDU sein könnte, da man dort auch einmal die Insel komplett umrunden konnte.

Das Problem liegt meiner Meinung nach an zwei bedeutenden Faktoren. Das erste ist das oft diskutierte FOMO, die Angst etwas zu verpassen, durch den Live-Service-Faktor und das zweite die allgegenwärtige Spielzeitstreckung.
Damit meine ich nicht, dass es nun länger dauert als im Vorgänger, bis man sich ein neues Auto leisten kann oder man nun bedeutend weniger Wheelspins bekommt, was die Sache eigentlich etwas spannender macht. Ich meine diese Art von Spielzeitstreckung, die überall im Detail zu finden ist.

Ich habe von KI-basierten Methoden gelesen, die den Spieler Sekunden in Situationen abverlangen, in denen er es gar nicht merkt. Zum Beispiel beim Start eines Rennens durch die (unnötige) Einblendung des Horizon-Banners.
Aber auch die allgemeine Progression durch schnelles vorankommen soll verhindert werden. Deshalb sind diesmal besonders beliebte Autos teurer und weniger populäre meistens sofort erschwinglich, so dass zuerst das Gefühl entsteht, der Spieler bekäme mehr zu tun, um ein befriedigendes Erfolgserlebnis zu erlangen. In Wirklichkeit soll das aber Augenmerk auf die Autogutscheine lenken, für die ungeduldig Spieler nochmals Echtgeld investieren sollen. So bekommt man unmissverständlich auf der Titelseite des sechsten Reiters (von sechs) Angebote für z.B. 4 Autos für 4,99€ oder 25 Autos für 19,99€, wobei letzteres fast ein Viertel vom Verkaufspreis des normalen Spiels entspricht. Würde man alles Autos im Spiel mit Gutscheinen kaufen, wären weit über 400€ zusätzlich nötig.
Dazu kommt es natürlich nicht, weil man genügend Autos zwischendurch bekommt. Die sind allerdings nicht in der Kategorie "ledendär" zu finden, wobei wir wieder beim FOMO wären, denn spielt man nicht jede Woche mindestens zwei Stunden online, kann man extrem seltene Autos verpassen, die man nur schwer wiederbekommt oder man muss lange Zeit warten, bis sie wieder in einer Saison erscheinen. Man muss also viel spielen, um sich ein verpasstes Fahrzeug aus den Auktionshaus leisten zu können, falls es dort überhaupt auftauchen sollte, wenn es sehr selten ist, wie z.B. der Mazda Furai.

Erschwerend kommt hinzu, dass jeglicher Grind seitens Playground Games/Turn 10 unterbunden wurde, um schnell Fortschritte zu machen. So war es in der Vergangenheit möglich, im Eventlab eigene Strecken zu erstellen, mit denen man in 30 Sekunden 10 Skillpoints (ehemals Autopunkte) farmen konnte. Mit Skillpoints konnte man in bestimmten Autos Perks freischalten, um z.B. ein Super-Wheelspin zu erhalten. Das erhöhte die Wahrscheinlichkeit ein seltenes Fahrzeug oder sogar eine begehrte, äußerst seltene "Horizon-Edition" zu gewinnen, mit denen man wiederum schneller zu neuen Skillpoints kommt. Das wurde jetzt genervt, also so unterbunden, dass es den Zeitaufwand nicht mehr lohnt eigene Strecken zu erstellen.
Denn fertige, bereits veröffentlichte Grind-Strecken von anderen Spielern wurden aus dem Eventlab komplett gebannt, unbrauchbar gemacht oder komplett entfernt, um das gezielte Farmen von Credits oder Wheelspins zu verhindern.

Das alles in einem Spiel, dem man die Unfertigkeit an allen Ecken anmerkt. Das hatte damals bei TDU zwar andere Dimensionen, aber von einem Spiel von Microsoft ist man eigentlich andere Qualität gewohnt, als den derzeitigen Zustand von FH6.
Die Entwickler sind schon lange nicht mehr beim Spieler. Alles dreht sich sichtlich nur darum, den Spieler als zahlungswilligen Kunden zu verführen und ihn möglichst lange durch FOMO-Mechanismen zu beschäftigen.

Natürlich kann man auch noch mit FH6 Spaß haben, wenn man sich dieser Masche(n) bewusst ist. Es handelt sich schließlich nicht um ein Free-to-play Gacha-Game, sondern einen auf Hochglanz polierten Edel-Racer mit einer riesigen und wunderschönen Landschaft und unzähligen Möglichkeiten. Aber natürlich ist das auch kein Need for Speed Underground 2 mehr, wo man einfach nur die Disk ins Laufwerk geworfen hat und losgefahren ist.
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Ja, das Thema "Durchmonetarisierung" ist halt aus dem heutigen Zeitgeist nicht mehr wegzudenken. Die Zeit und der Aufwand beim Kreieren des Spiels wird nicht mehr in unvergessliche Momente oder Story gesteckt, sondern in Gewinnmaximierung durch Micro Transactions oder Battle-Pässe, die gegen Einwurf von Echtgeld mehr Inhalte und Exklusivität suggerieren.

Ich hatte vor einigen Monaten mal so eine kurze, aber intensive Horizon 5-Phase, aber nachdem ich ein mir selbstgestecktes Monatsziel erreicht hatte, war die Motivation weiterzuspielen sofort verpufft, weil mir dann wieder vor Augen geführt wurde, wie wenig Substanz eigentlich vorhanden war.

Und dann das Problem, das @X30 Neo mit dieser Exklusivität und den legendären Autos anspricht. Dass du trotz des riesigen Fuhrparks immer das Gefühl hast, wenn du nicht dauerhaft dabei bleibst, verpasst du was und bekommst es nie wieder. Das ist ja im Grunde nichts anderes als FOMO und Glücksspielmechaniken dahinter.
Ältere Spiele wie eben auch TDU hatten einen festgelegten Fuhrpark, zu verpassen gab es nichts. Keine zeitlich begrenzten Angebote für Autos, die es dann nie wieder gab.

Aber ja, was soll man sagen? Die Konsumenten scheint es ja nicht genug zu stören, so dass die Entwickler im Prinzip "carte blanche" haben und sowas zu Exzess durchziehen können.

Ich sehe dieser ganzen Entwicklung mit Besorgnis zu. Die einzig logische Entscheidung wäre, diese Masche nicht mitzumachen. Horizon 6, egal wie hübsch es aussieht, oder wie abwechslungsreich die Map ist, ist im Kern trotzdem nur so ein Produkt, das mir nach Kauf weiterhin das Geld aus der Tasche ziehen will. Da passe ich.
 

AlterZockherr

liebt 4k/60fps Gaming
Ich vermute dass sich diese Casual-Rennspiele mittlerweile einfach deutlich besser verkaufen und deswegen von den Publishern gepushed werden, während die echten Rennsport-Titel immer mehr Nische werden bzw. sind. Das letzte Forza Motosport war da ja auch eher ein ziemlich öder Rohrkrepierer. Da spiele ich auch lieber Forza Horizon, auch wenn man da mit Autos zugeschmissen wird und letztlich alles beliebig ist.
 
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