StephanKo
Kaffeefahrtpendler
Genre: Edutainment/Abenteuer
Preis: regulär 29,99 EUR
System: PC/XBox/Switch
The Oregon Trail von Gameloft ist seit gestern auch im Xbox Store erhätlich. Dort gibt es neben dem Hauptspiel auch bereits einen DLC für knapp 5 Euro zu erwerben, welcher das Hauptspiel, der weitere Reisen etc. beinhaltet.
Das Spiel beruht (zumindest vage) auf die Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA gefestige Route, welche in etwa von Missouri aus bis in den heutigen Bundestaat Oregon ging und zur Erschließung des Westens der USA diente. Hierzu boten die Vereingten Staaten Siedlern dort kostenloses Land an, worauf sich viele mit nur mit wenig Hab und Gut und ihren Planwagen auf den Weg über die damals noch nicht erschlossene Route samt aller Widrigkeiten machten.
Das ist jetzt die Kurzfassung, wer mehr oder genaueres über den geschichtlichen Hintergrund wissen möchte, der findet dort genügend Quellen im Internet
Erwähnenswert ist es deshalb, weil die Uprungsversion des Spiels bereits 1971 entwickelt wurde und später auch an einigen (sehr wenigen) amerikanischen Schulen im Unterricht eingeflossen ist Quelle
Das nun von Gameloft entwickelte Oregon Trail orientiert sich am Original, natürlich mit mehr Inhalten, verbeserter Grafik und so weiter. Das eigentliche Ziel ist aber das gleiche; kommt möglichst mit allen Personen eures Siedlertrupps gesund in Oregon an.
Hierzu stellt ihr erstmal eure Mannschaft zusammen, die insgesamt vier Personen umfasst. Zum Start habt ihr hier immer drei Personen zur Auswahl, wovon ihr euch jeweils für einen pro Runde entscheidet, bis dann die erforderliche Anzahl erreicht ist. Die Charaktere haben alle unterschiedliche Eigenschaften, Charaktermerkmale und Fähigkeiten, die euch auf dem weiten Weg zugute kommen können..oder auch nicht.
Habt ihr euch entsprechend für eure Route entschieden, kauft ihr zunächst die noch für euch relevanten Sachen für die Reise ein, beispielsweise Nahrung, Reperaturmaterial, Kleidung oder auch Kaffee. Dies ist auch direkt eine der wichtigsten Aspekte des Spiels; der Platz in eurem Planwagen ist nicht unendlich, eher im Gegenteil. Daher müsst ihr schon ein wenig planen, was euer Trupp dringend bis zur nächsten Etappe benötigt. Auf eurer Reise kann schließlich alles mögliche passieren; der Planwagen kann kaputt gehen, euer Trupp kann sich verletzen, ihr könnt anderen Personen begegnen die Hilfe brauchen..das sind alles Sachen die es einzuplanen gilt. Wer übervorsichtig ist und direkt den ganzen Planwagen voll macht, muss unter Umständen Sachen auf dem Weg ablegen wenn der Wagen beschädigt wird oder man Rohstoffe auf dem Weg findet.
Das sind eigentlich auch die Hauptaspekte des Spiels. Einmal auf dem Weg, können eurem Trupp alle möglichen Ereignisse und Personen über den Weg laufen, je nach gewählter Route (es ist nicht nur der Oregon Trail beinhaltet, sondern beispielsweise auch der Californian Trail, zudem sind die Routen auch in unterschiedlicher Schwierikeitsstufe und ggf. mit Zeitlimit versehen). Jede Route ist in einzelne Etappen unterteilt, so das ihr regelmäßig auch neue Waren einkaufen könnt oder mit andern Personen handeln könnt.
Die Reise eures Trupps verfolgt ihr aus der Seitenansicht. Neben den Ereignissen und Personen können euch auch Tiere über den Weg laufen, welches dann in einer Art Sammelalbum festgehalten werden. Zudem gibt es mit Jagen und Fischen zwei (sehr simple) Minispiele, ab und an werdet ihr auch vor Sprachentscheidungen gestellt, wo wie beim Jagen und FIschen oder auch Heilungen, etc. die Fähigkeiten eurere Charakter zur Geltung kommen (mehr Erfahrung oder Kenntise = höhere Erfolgschance).
Das ursprüngliche The Oregon Trail ist als Edutainment Spiel gekennzeichnet und so verhält es sich gewissermaßen auch hier. Es ist eher ein ruhiges Spiel und es versucht zumindest geschichtliches Wissen an gewissen Ereignissen rüberzubringen. Im Gegensatz zum Original kommt hier auch den Indianern und ihrer Betrachtungsweise mehr Wertschätzung rein, denn die Route führte zu einem nicht kleinen Teil durch das damalige Indianergebiet.
Zum Spiel selbst: Die grafische Aufmachung geht für ein Spiel dieser Art durchaus in Orndung, es gibt mit den verschiedenen Routen auch genügend Umfang, zumal die einzelnen Routen auch durchaus ein paar Stunden dauern. Klar, hier steht keine Action im Vordegrund, spielerisch gilt es hier vor allen den Weg gut zu planen, Entscheidungen zu treffen und kleinere Minispiele zu absolvieren.
Damit habe ich soweit kein Problem und das passt mir auch beim Preis/Leistungsverhältnis soweit. Kritik gibts aber trotzdem:
- die Schwierigkeit: Ich habe das Original nicht gespielt, aber das soll ziemlich herausfordernd sein. Beim vorliegenden Spiel hatte ich soweit zumindest auf der ersten Route in den ersten Stunden auf Standardschwierigkeit keine allzu großen Probleme; Essen beispielsweise war zuhauf vorhanden. Sollte sich das später noch ändern, ergänze ich das noch.
- Handel: Die Idee Güter zu tauschen statt zu handeln finde ich gut. Warum man aber im Laden keine Güter verkaufen, sondern nur kaufen kann, ist so nicht nachvollziehbar.
- das Geschichtliche: Der Punkt ist etwas tricky. Oregon Trail soll unterhalten. Es soll keinen Wert auf die detailgetreue Geschichte nehmen, das wäre für so ein Spiel auch einfach zu viel des Guten. Das Ziel des Urpsrungsspiels - auf das dieser Titel ja beruht - war es, amerikanischen Schülern etwas Geschichte beizubringen. Soweit in Ordnung. Zwischen dem Ursprungspiel und dieser Auflage liegen aber in etwa 50! Jahre. Und hier wäre, finde ich, mehr drin gewesen.
Es werden zwar immer wieder kleinere Geschichtsaspekte hervorgehoben, auch zu historischen Personen oder zu wichtigen Ereignissen, dies aber meist nur in ein bis zwei knappen Sätzen. Oder als Beispiel das Fischen: es gibt zig Fische zu fanden, alle dann mit einem kurzen Text...aber da hätte ein richtiges Bild beispielsweise die Immersion definitiv verstärkt.
Mir, als geschichtsinteressierter Person, gefällt dieser Titel bisher ganz gut, wobei wie erwähnt gerade in dem Bereich mehr Hintergrundinformationen wünschenswert gewesen wären.
Preis: regulär 29,99 EUR
System: PC/XBox/Switch
The Oregon Trail von Gameloft ist seit gestern auch im Xbox Store erhätlich. Dort gibt es neben dem Hauptspiel auch bereits einen DLC für knapp 5 Euro zu erwerben, welcher das Hauptspiel, der weitere Reisen etc. beinhaltet.
Das Spiel beruht (zumindest vage) auf die Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA gefestige Route, welche in etwa von Missouri aus bis in den heutigen Bundestaat Oregon ging und zur Erschließung des Westens der USA diente. Hierzu boten die Vereingten Staaten Siedlern dort kostenloses Land an, worauf sich viele mit nur mit wenig Hab und Gut und ihren Planwagen auf den Weg über die damals noch nicht erschlossene Route samt aller Widrigkeiten machten.
Das ist jetzt die Kurzfassung, wer mehr oder genaueres über den geschichtlichen Hintergrund wissen möchte, der findet dort genügend Quellen im Internet
Das nun von Gameloft entwickelte Oregon Trail orientiert sich am Original, natürlich mit mehr Inhalten, verbeserter Grafik und so weiter. Das eigentliche Ziel ist aber das gleiche; kommt möglichst mit allen Personen eures Siedlertrupps gesund in Oregon an.
Hierzu stellt ihr erstmal eure Mannschaft zusammen, die insgesamt vier Personen umfasst. Zum Start habt ihr hier immer drei Personen zur Auswahl, wovon ihr euch jeweils für einen pro Runde entscheidet, bis dann die erforderliche Anzahl erreicht ist. Die Charaktere haben alle unterschiedliche Eigenschaften, Charaktermerkmale und Fähigkeiten, die euch auf dem weiten Weg zugute kommen können..oder auch nicht.
Habt ihr euch entsprechend für eure Route entschieden, kauft ihr zunächst die noch für euch relevanten Sachen für die Reise ein, beispielsweise Nahrung, Reperaturmaterial, Kleidung oder auch Kaffee. Dies ist auch direkt eine der wichtigsten Aspekte des Spiels; der Platz in eurem Planwagen ist nicht unendlich, eher im Gegenteil. Daher müsst ihr schon ein wenig planen, was euer Trupp dringend bis zur nächsten Etappe benötigt. Auf eurer Reise kann schließlich alles mögliche passieren; der Planwagen kann kaputt gehen, euer Trupp kann sich verletzen, ihr könnt anderen Personen begegnen die Hilfe brauchen..das sind alles Sachen die es einzuplanen gilt. Wer übervorsichtig ist und direkt den ganzen Planwagen voll macht, muss unter Umständen Sachen auf dem Weg ablegen wenn der Wagen beschädigt wird oder man Rohstoffe auf dem Weg findet.
Das sind eigentlich auch die Hauptaspekte des Spiels. Einmal auf dem Weg, können eurem Trupp alle möglichen Ereignisse und Personen über den Weg laufen, je nach gewählter Route (es ist nicht nur der Oregon Trail beinhaltet, sondern beispielsweise auch der Californian Trail, zudem sind die Routen auch in unterschiedlicher Schwierikeitsstufe und ggf. mit Zeitlimit versehen). Jede Route ist in einzelne Etappen unterteilt, so das ihr regelmäßig auch neue Waren einkaufen könnt oder mit andern Personen handeln könnt.
Die Reise eures Trupps verfolgt ihr aus der Seitenansicht. Neben den Ereignissen und Personen können euch auch Tiere über den Weg laufen, welches dann in einer Art Sammelalbum festgehalten werden. Zudem gibt es mit Jagen und Fischen zwei (sehr simple) Minispiele, ab und an werdet ihr auch vor Sprachentscheidungen gestellt, wo wie beim Jagen und FIschen oder auch Heilungen, etc. die Fähigkeiten eurere Charakter zur Geltung kommen (mehr Erfahrung oder Kenntise = höhere Erfolgschance).
Das ursprüngliche The Oregon Trail ist als Edutainment Spiel gekennzeichnet und so verhält es sich gewissermaßen auch hier. Es ist eher ein ruhiges Spiel und es versucht zumindest geschichtliches Wissen an gewissen Ereignissen rüberzubringen. Im Gegensatz zum Original kommt hier auch den Indianern und ihrer Betrachtungsweise mehr Wertschätzung rein, denn die Route führte zu einem nicht kleinen Teil durch das damalige Indianergebiet.
Zum Spiel selbst: Die grafische Aufmachung geht für ein Spiel dieser Art durchaus in Orndung, es gibt mit den verschiedenen Routen auch genügend Umfang, zumal die einzelnen Routen auch durchaus ein paar Stunden dauern. Klar, hier steht keine Action im Vordegrund, spielerisch gilt es hier vor allen den Weg gut zu planen, Entscheidungen zu treffen und kleinere Minispiele zu absolvieren.
Damit habe ich soweit kein Problem und das passt mir auch beim Preis/Leistungsverhältnis soweit. Kritik gibts aber trotzdem:
- die Schwierigkeit: Ich habe das Original nicht gespielt, aber das soll ziemlich herausfordernd sein. Beim vorliegenden Spiel hatte ich soweit zumindest auf der ersten Route in den ersten Stunden auf Standardschwierigkeit keine allzu großen Probleme; Essen beispielsweise war zuhauf vorhanden. Sollte sich das später noch ändern, ergänze ich das noch.
- Handel: Die Idee Güter zu tauschen statt zu handeln finde ich gut. Warum man aber im Laden keine Güter verkaufen, sondern nur kaufen kann, ist so nicht nachvollziehbar.
- das Geschichtliche: Der Punkt ist etwas tricky. Oregon Trail soll unterhalten. Es soll keinen Wert auf die detailgetreue Geschichte nehmen, das wäre für so ein Spiel auch einfach zu viel des Guten. Das Ziel des Urpsrungsspiels - auf das dieser Titel ja beruht - war es, amerikanischen Schülern etwas Geschichte beizubringen. Soweit in Ordnung. Zwischen dem Ursprungspiel und dieser Auflage liegen aber in etwa 50! Jahre. Und hier wäre, finde ich, mehr drin gewesen.
Es werden zwar immer wieder kleinere Geschichtsaspekte hervorgehoben, auch zu historischen Personen oder zu wichtigen Ereignissen, dies aber meist nur in ein bis zwei knappen Sätzen. Oder als Beispiel das Fischen: es gibt zig Fische zu fanden, alle dann mit einem kurzen Text...aber da hätte ein richtiges Bild beispielsweise die Immersion definitiv verstärkt.
Mir, als geschichtsinteressierter Person, gefällt dieser Titel bisher ganz gut, wobei wie erwähnt gerade in dem Bereich mehr Hintergrundinformationen wünschenswert gewesen wären.