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The Lamplighters League

The Lamplighters League and the Tower at the End of the World
Firmen
Paradox Interactive, Harebrained Schemes
Genres
Role-playing (RPG), Turn-based strategy (TBS), Tactical, Adventure

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
"Rekrutiere ein Team von Außenseitern mit einzigartigen Fähigkeiten und verfolge den Verbannten Hof in einer Mischung aus Echtzeitinfiltration, rundenbasierten Kämpfen und einer charakterbezogenen Geschichte voller Abenteuer und Intrigen!"

Erscheint 2023 für PC und Xbox. Day One im Game Pass.

The video is played embedded by Youtube. Google's privacy policy applies.

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Feuerleitsystem

Jack of all trades
Klingt interessant. Von Harebrained Schemes, den Machern von Battletech. Story mit Außenseitern genau mein Fall, hoffentlich stimmt auch der Humor.
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Genre: Rundentaktik
Preis: 49,99 EUR (regulär) / 54,99 EUR Deluxe Edition
System: Series S/X / Steam
Im Gamepass enthalten: Ja

The Lamplighters League von Harebrained Schemes (Shadowrun Trilogy, Battletech) ist seit Dienstag auf den oben genannten Plattformen erhätlich.

Spielerisch orientiert sich der Titel an ähnlichen Vertretern wie beispielsweise Wasteland 3 oder Mutant: Year Zero. Sprich, man kann recht frei bestimmte Areale erkunden, kommt es zu einem Kampf läuft das ganze dann in der typsichen Rundentaktikmanier ab.

Interessant ist (zumindest für meinen Geschmack) das Setting. Wir befinden uns in einer alternativen Welt der 30er Jahre, in denen ein tyrannischer Kult versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen. Und wir müssen das mit unserem Team aus Außenseitern und Halunken mit einzigartigen Fähigkeiten natürlich verhindern.

Aus Zeitmangel konnte ich bisher nur kurz reinschauen. Wer die oben genannten Spiele kennt, der weiß in etwas was ihn spielerisch erwartet. Zumindest anfangs sind die Gegner noch sehr leicht zu besiegen, was auch an dem Verhalten der KI liegt, die nicht wirklich immer durchdacht handelt. Das kann sich im weiteren Spielverlauf natürlich noch ändern.

Mehr Eindrücke gibt es auf Steam, insgesamt hat der Titel bisher recht gute Rezessionen erhalten :)
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Ich hatte die Tage dann doch noch ein wenig mehr reingeschaut. Aktuell würde ich dem Titel ein "Gut" - mit Einschränkungen geben.

Mit Einschränkungen vor allem deshalb, weil gerade die teschnische Seite noch nicht überzeugen kann. Mit den ab und an vorkommenden Rucklern kann ich leben, ärgerlich sind da schon mehr die nicht gerade seltenden Abstürze zum Ende einer Mission. Das kann man Standardschwierigkeitsgrad mit regelmäßigem Speichern zwar abfedern, aber da bedarf es noch eines Patches. Auch kam es mir ab und an vor, das bei einer gewissen Aktion im Rundenkampf das ganze ein wenig "stotterte".

Aber auch sonst bin ich nicht rundum zufrieden, dazu gleich mehr.

Erstmal zum allgemeinen. Unser Team besteht (nach der Turtorialmission) schnell aus drei Personen, wobei weitere optional durch das Absolvieren von Missionen hinzugefügt werden können. Aktuell habe ich hier (nach rund 8 Stunden Spielzeit) vier Personen im Team sowie drei, die in der Basis aushelfen und wichtige Waren wie Rüstungen und Hilfselemente anbieten. Mindestens ein spielbarer Charakter dürfte aber wohl noch dazu kommen.

Das ist also ein relativ kleines Team, aber auch nicht weiter schlimm, denn auf die Missionen nehmt ihr eh nur drei spielbare Charaktere mit..der (in meinem Fall) vierte Charakter kann dann zeitgleich "Beschaffungsmissionen" durchführen; das sind kleine, nicht spielbare Missionen, durch die ihr entweder Wertstoffe oder auch neue Charaktere oder Spiezialmissionen erlangen könnt. Die eigentlichen Missionen spielt ihr aber wie erwähnt immer mit einem Team welches aus maximal drei Personen besteht.

Ziel des ganzen ist es, durch so genannte Sabotagemissionen die Weltherrschaft eines von drei Häusern zu verhindern. Ihr bekommt pro Spieltag eine Auswahl von verschiedenen Missionen auf der Weltkarte angezeigt, wovon ihr euch dann eine tatsächliche Mission und eine Beschaffungsmission auswählen könnt. Relevant sind hier die tatsächlichen Missionen; je nachdem für welche ihr euch da entscheidet, hat das Folgen.

Denn die einzelnen Häuser agieren eigenständig voneinander und haben jeweils eine eigene Fortschrittsanzeige. Absolviere ich also eine Mission des Hauses Sturm, geht deren Fortschrittsanzeige nach unten, während die der beiden anderen Häuser aber steigt. Da gibt es immer gewisse Gefahrenstufen, welche zu beachten sind; steigt diese bei einer Gruppierung, kommen in den nächsten Missionen gegen diese Fraktion stärkere Gegner.

Ab und an gibt es auch Spezialmissionen, beispielsweise das Rekrutieren neuer MItglieder, die keinem der Häuser unterliegen. Hier muss man dann abwägen ob es sinnvoll ist, das jeweilige Mitglied zu rekutrieren oder lieber einer der Missionen der Häuser zu machen um den Gefahrenwert unten zu behalten. Denn hat ein Haus einmal die Gefahrenstufe auf dem höchsten Level, ist das Spiel verloren...

Das kennt man so in etwa schon ein wenig von den Unterstützungen einzelner Länder in X-Com. Und das sorgt auch bei Lamplighers League für Spannung.

Auch die Begrenzung auf ein kleines Team finde ich nicht verkehrt. Man kann sich so gut auf dieses konzentrieren und alle Charaktere haben jeweils eigene Stärken und Schwächen. Hinzu kommt hier noch ein Kartensystem, durch welche man sie noch ein wenig mehr ausbauen kann. Diese Karte findet man bei eigentlich jedem Auftrag und sie erhalten Perks wie zum Beispiel mehr Lebenspunkte oder bessere Unterstüzungsmittel, teils aber auch in Zusammenhang mit gewissen Schwächen. Jeder Charakter kann drei solcher Karten ausrüsten und aufwerten, so das man hier wirklich die Charaktere nach eigener Spielweise anpassen kann.


Abzüge gibts dafür aber bei den Beschaffungsmissionen. Während die Haupt- und Spezialmissionen bisher immer eigene Areale bieten, wiederholen diese sich bei den Beschaffungsmissionen doch recht schnell; ich bin jetzt in der 13. Spielwoche (1. Woche = 1. Mission) und hatte da bei ca. 6 bis 7 durchgeführten Beschaffungsmissionen bereits je zwei identische Areala. Zwar sind da dann die Gegner anders, aber man kennt das Areal halt schon..


Zur KI (auf Standardlevel): Grundsätzlich sind die Missionen durchaus fordernd. Allerdings gibt sich die KI in vielen Fällen sehr angriffslustig und rennt beispielsweise fast immer in Bereiche, welche ich unter Feuerschutz gestellt habe. Meist wird es eher deswegen fordernd, weil die KI halt (wie üblich) in der Überzahl agiert. Es erfordert also auch hier schon taktisches Geschick, das Ausschalten einzelner Gegner bereits vor Rundenkampfbeginn kann hier durchaus entscheidend sein.

Mann muss hier auch nicht immer alle Gegner ausschalten. Ab und an lässt es sich nicht umgehen, einige Bereiche sind aber optinal; meist lohnt es sich aber wegen der zusätzlichen Ressourcen diese Bereiche auch anzugehen, denn was Ressourcen angeht wirft das Spiel nicht gerade um sich.


Zur Aufmachung: Von der Steuerung her geht das auf Konsole absolut in Ordnung und ist hier ähnlich wie bei anderen Vertretern des Genres gelöst. Große Bildschirmtexte gibt es auch, so das alles gut lesbar ist.

Abseits der Missionen befindet ihr euch meist in eurem Hauptquartier, wo ihr auf Wunsch den Gesprächen eures ungleichen Teams lauschen könnt. Auch auf den Missionen selbst findet ihr immer mal wieder so genannte "Kunde", welche im Endeffekt nichts anderes als kleine Notizen sind; manche erzählen mehr über die Welt in der ihr euch befindet, andere sind irrelevant.

Zumindest führt dies dazu, dass ihr euer eigenes Team ein wenig besser kennenlernt. Bei wichtigen Ereignissen gibt es auch immer kleinere Zwischensequenzen und die drei Häuser (also eure Gegner) bieten auch mal jeweils eigene Gegnereinheiten.

Das fügt sich ganz gut zusammen, aber gerade bei den einzelnen Missionskarten hätte ich mir gewünscht, dass man noch mehr aus dem interessanten Setting der dargestellten alternativen 30er Jahre des letzten Jahrhunderts herausholt. Das mag noch kommen, Publisher des Spiels ist Paradox und bei denen kann man eigentlich fest mit Add-Ons rechnen.


Hier muss ich allerdings nach dem aktuellen Spielzustand werten und da hat Lamplighers League ja selbst auf Konsolen inzwischen namenhafte Konkurrenz in Form von Spielen wie X-Com, Miasma Chronicles oder Mutant - Year Zero. Da fügt es sich grundsätzlich auch gut ein, auch wenn ich gerade die X-Com Reihe von der Taktik her noch weiter vorne sehe. Die hat dafür kein freies Erkunden, was die anderen beiden genannten Spiele bieten..und welche mindestens auf gleichem Niveau sind.


Ich werde die Tage noch weiter spielen. Und auch wenn einiges was ich geschrieben habe eher negativ klingt, für Fans solcher Spiele ist Lamplighters League sicher einen Blick wert, zumal es ja auch direkt im Gamepass ist.
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Zwei Sachen noch kurz als Nachtrag:

1. Es gibt wohl bis zu 10 (bzw. wohl 11 mit käuflich zu erwerbenden DLC) Mitstreiter, welche man in sein Team aufnehmen kann.

2. Die Abstürze - zumindest auf der Series X - sind in der Häufigkeit momentan grenzwertig. Ich bin niemand, welcher sich mal schnell wegen einem Absturz aufregt, aber hier kommt das bei mir aktuell nach fast jeder Mission beim Rückweg in die Basis vor, allerdings hatte ich auch schon innerhalb einer Mission einen Absturz und einmal fiel gar der Sound aus..

Kurz, da muss sich technisch noch was tun. Der Hersteller ist laut X (vormals Twitter) wohl dran, dennoch frage ich mich ob da die Qualitätsabteilung mal wieder im Tiefschlaf war...

Edit: Von den Zahlen her läufts wohl laut Paradox auch nicht so gut *klick Das ist wiederum sehr schade, denn abseits der technischen Mängel macht Lamplighters League Spaß
 
Zuletzt bearbeitet:

Zäpp

Moderator
Team
Paradox schreibt das Projekt wegen der 'enttäuschenden Vorauszahlen' ab. Mag auch daran liegen, dass es nicht so gut läuft, was wiederum im Zusammenhang damit stehen kann, dass Paradox angeblich bereits im Juli 80% der Belegschaft von Harebrained Schemes entlassen hat.

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