Eigentlich wollte ich mit der Vielschreiberei ja aufhören, aber zum PVP / RvR / AvA muss ich jetzt doch noch was vom Stapel lassen :shame:
Es gibt einen riesigen Grund, warum es wirklich was werden könnte: Game Director Matt Firor. Es gibt letztendlich exakt ein Spiel, das bis jetzt der Maßstab schlechthin ist für RvR: Dark Age of Camelot. Und genau dieser Matt Firor war einer der Hauptverantwortlichen dafür.
In ESO kann man ab Level 10 nach Cyrodiil gehen, um am Krieg um den Kaiserthron mitzuwirken. Drei Fraktionen erobern Festungen und liefern sich Schlachten, bis eine Fraktion so stark ist, dass sie den Kaiser ausrufen kann. Damit bekommt diese Fraktion diverse Verbesserungen und Buffs und die anderen beiden Parteien sollen sich gefälligst zusammenraufen und selber einen Kaiser auf den Thron setzen. Das Gebiet ist übrigens groß, richtig groß, leicht dreiecksfmörig angeordnet und es gibt 18 größere Festungen und 54 kleinere Ziele. Natürlich können die Festungen auch von Gilden beansprucht werden. Zudem gibt es natürlich auch noch die Elder Scrolls, am Anfang hat jede Fraktion glaube ich zwei Stück. Diese können gestohlen und wegtransportiert werden. Klingt das alles nicht verdächtig gut nach DAOC? :fettes Grinsen:
Theorie ist eine Sache, aber wie sieht's in der Praxis aus? Zuerst der technische Aspekt. Andere Spiele wie z.B. Guild Wars 2 haben einfach nur eine kleine Menge an Spielern gleichzeitig auf dem Bildschirm angezeigt. Dadurch verbesserte sich zwar die Performance, aber man konnte tot zwischen 150 Gegnern stehen und hat es nicht mal gemerkt... In ESO hingegen hat sich bereits in den ersten großen Schlachten ein gewissen episches Gefühl eingestellt. Ein paar hundert Spieler auf dem Bildschirm, unzählige Spells und Effekte und nur geringfüge Leistungseinbrüche? Gekauft! Und nebenbei auch noch richtig episch, wenn eine große Schlacht tobt und über einem die Geschosse der Belagerungswaffen fliegen - ohne Standbilder.
Am Anfang war ich etwas skeptisch, da man die eigenen und gegnerischen Spielernamen nicht sieht wie in anderen MMOs. Aber der vielzitierten Immersion tut's gut. Auch nervt mich etwas die Spielmechanik beim Heilen, aber hier merkt man sofort, wie brauchbar das flächendeckende Heilen ist. Auch kommt hier das actiongeladenere Gameplay viel besser zur Entfaltung als gegen träge Mobs, die eh immer nur das Gleiche machen. Ausweichen, Interrupten... quasi schon fast ein Muss gegen gegnerische Spieler.
Angeblich passen irgendwas von 2000 bis 4000 Spieler auf ein Schlachteld, genaue offizielle Angaben habe ich darüber aber noch nirgends gesehen.
Übrigens nennt sich das Ganze in ESO nicht PVP oder RvR sondern AvA: Allianz gegen Allianz. Warum? Diese Schlacht um den Rubinthron wird Kampagne genannt. Wenn man zum ersten Mal beitritt, wird man gefragt, welche Allianz man unterstützen will und man schließt sich dieser Heimatkampagne an. Wechseln scheint möglich aber sehr teuer zu sein. Eine Kampagne läuft, glaube ich, drei Monate, danach sollte man sich, vermute ich mal, umentscheiden können und eine andere Allianz wählen. Da sich alles auf einem großen Megaserver abspielt, tritt auch der Realm vs. Realm Gedanke etwas in den Hintergrund und es wird schon jetzt spekuliert, wie wichtig Bündnisse der großen Gilden werden. Was sich daraus entwickelt - warten wir's ab.
In Cyrodiil gibt's übrigens nicht nur PVP und ein paar dazu passende Quests. Es gibt stattdessen auch PVE-mäßig einiges zu entdecken und erforschen. Wenn man sich also als Gruppe gemütlich durch ein Dungeon prügelt, kann es gut sein, dass man dabei auf eine Gruppe einer anderen Fraktion trifft. Hallo Open World-PVP?
Wall of Text Ende :Teufel: