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Rückblick: Indizierte Spiele in den 80ern

Joe

Rentenbezieher
Condemned war auch ganz cool.

Bei Army of Two hab ich es null verstanden, dass es indiziert wurde, wenn um die selbe Zeit Zeug raus kam wie CoD 4
 

Mister Blue

Frührentner
Kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Wir hatten in den 90ern in der City einen kleinen Spieleladen, in dem ich seinerzeit häufiger war. Da durfte ich mal einen Blick in so eine Index-Liste werfen und natürlich gab es Spiele mit Kriegsbezug, bei dem das schon ein wenig nachzuvollziehen war (u. a. Dogs of War, Wings of Freedom, Cabal) aber damals wurde anscheinend erst mal alles erst mal indiziert, was auch nur einen Pixel breit Blut enthielt.
 

X30 Trucase

Moderator
Team
aber damals wurde anscheinend erst mal alles erst mal indiziert, was auch nur einen Pixel breit Blut enthielt
Man darf dabei nicht vergessen, dass die Pixel damals noch "größer" waren als heute.

Grundsätzlich finde ich einen Altersfreigabeprozess vernünftig, und auch geht für mich eine Indizierung dahingehend in Ordnung, wenn es sich um Gewaltverherrlichung handelt.
Beim Medium Film kann ich es hingegen oftmals weniger verstehen, weil man dort nur zuschaut und nicht aktiv dran beteiligt ist. Man ist dort größtenteils der "Laune" des Regisseurs ausgeliefert.

Bei Games wechselt sich aber der Standpunkt, denn man greift aktiv ins Geschehen ein. Da kann man argumentieren, dass es verrohend wirken kann, dass es auch Menschen dazu verleiten kann, dass sie ihre virtuellen Taten nicht von realen unterscheiden können. Trotzdem kann ich einige Spieleindizierungen bis heute nicht nachvollziehen, und dass einige Entwickler ihre Games für einen deutschen Markt anpassen mussten, damit sie sich hierzulande verkaufen lassen. Denke da an die ersten Command & Conquer-Teile, welche dann alle von Menschen zu Androiden gemacht wurden, oder der Ableger "Generals", der aus den Selbsmordattentätern der GLA rollende Bombenfässer werden ließ.
War alles schon ganz schön abstrus damals, alles im Zeichen des Jugendschutzes.

Deswegen ist eine ordentliche Altersfreigabenkennzeichnung sinnvoll, und ein ordentliches System, das Erwachsene nicht bevormundet, sondern in Grenzfällen auf die Erziehung und Verantwortung von Voll- und Minderjährigen appelliert. Mittlerweile gibt es halt die überarbeitete FSK und USK, und wenn deren Freigabe erteilt wird, sind Titel nicht mehr nachträglich indizierbar. Das System finde ich deutlich transparenter.
 

knusperzwieback

Rat der Weisen
Wir hatten in den 90ern in der City einen kleinen Spieleladen, in dem ich seinerzeit häufiger war.
Ja, so einen kleinen Laden hatten wir hier auch. Ich weiß noch wie ich fragte ob sie Hundefelsen 2 (die "böse" Version) da hätten. Ein Griff unter die Theke und da war es. Eine art Butterbrot-Tüte zum Verstauen, und die Jugend auf dem Nachhauseweg vor neugierigen Blicken zu schützen, gabs kostenlos mit dazu. :ugly:
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Bei Games wechselt sich aber der Standpunkt, denn man greift aktiv ins Geschehen ein. Da kann man argumentieren, dass es verrohend wirken kann, dass es auch Menschen dazu verleiten kann, dass sie ihre virtuellen Taten nicht von realen unterscheiden können.
Da gibt es aber heute empitische Studien, dass das nicht der Fall ist. Nach dem Amoklauf von Winnenden, wo dem Täter unterstellt wurde, dass intensives spielen von Counter-Strike Motivation für seine Tat war, wurde dieses ausführlich widerlegt.
Wer grundsätzlich böse Taten begeht, war auch schon vorher böse. Auch die Annahme, man könne aktives morden durch Computerspiele "trainieren", wird heute als Irritation angesehen. Es gehört im realen Leben mehr dazu einen Abzug zu drücken und verschiedene moralische und natürliche Hemmschwellen gibt es in Videospielen nicht.

Games mit gewalttätigen Inhalten waren damals aber auch noch nicht so weit verbreitet wie heute. Man konnte nicht aus Erfahrungen die erforderlichen Schlüsse ziehen, sondern aufgrund von Annahmen. Heute, im Zeitalter von Call of Duty als Mainstream, e-Sport Events mit tausenden Teilnehmern online, im TV und direkt vor Ort, juckt das natürlich niemanden mehr.
Die leichte Zugänglichkeit zu solchen Spielen hat heute eher das Gegenteil bewiesen und viele Menschen nutzen gewalttätige Spiele (und Filme) als Ventil, die Gewaltausbrüche im realen Leben vermutlich sogar verhindern können. Das konnte man früher einfach nicht wissen. Aber zu dieser Zeit glaubte man auch, dass ein Mikrowellenherd gefährliche Strahlung verbreitet.
 

Chief Brody 01

Frührentner
Also wir (als Kinder) haben diese Games auf dem C64 damals absolut gefeiert. Wir fanden an Spielen wie Barbarian, Green Beret.... nicht´s schlimmes. Das war ein "Boahh ey" Effekt, was die Technik alles kann. Als Kind denkt man ja anders darüber. Tatsächlich haben wir auch geschmunzel, z.B. über die "Bonusrunde" bei Comando Lybia und den Texten die als Untertitel dort gezeigt wurden. Allerdings waren es für uns immer Spiele und nichts was die Realität (in Pixeln😅) nachbildet.
 

Mister Blue

Frührentner
Ja, so einen kleinen Laden hatten wir hier auch. Ich weiß noch wie ich fragte ob sie Hundefelsen 2 (die "böse" Version) da hätten. Ein Griff unter die Theke und da war es. Eine art Butterbrot-Tüte zum Verstauen, und die Jugend auf dem Nachhauseweg vor neugierigen Blicken zu schützen, gabs kostenlos mit dazu. :ugly:
Kurioserweise weiß ich sogar direkt, welches Spiel gemeint ist. Glaub das war sogar in inhaltlicher Hinsicht zensiert, als aus Himmler Höllerich wurde. Oder war das die viel später erschienene Fortsetzung? Von der hatte ich eigentlich nur gelesen.
 

Semi Silesian

Oller Schafskopp
Für den Amiga gab es "Lost Patrol",wo man sich mit einem kleinen Trupp US-Soldaten nach einem Hubschrauber-Absturz in Vietnam zurück zur Basis durchschlagen soll.
Das erschien 1989 oder 1990 auf 2 Disketten und man traf unterwegs auf einzelne Vietcong oder auf einige Gruppen.
Das landete wegen dieser Thematik schnell auf dem Index,aber man kannte einen,der wiederum kannte einen,der das Spiel dennoch besaß :cool:
 
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