StephanKo
Kaffeefahrtpendler
Genre: J-RPG
System: alle gängigen
Preis: 49,99 bis 59,99 EUR
Homepage
Steam Link
Im Rahmen der diesjährigen Tokyo Games Show wurde der Titel von Square nun auch auf Xbox und Nintendo Switch Konsolen umgesetzt. Hierbei handelt es sich (laut Hersteller selbst, ich kenne das Original selbst nicht) um eine Neuauflage des 1993 auf SNES erschienenen Originals, welches es seit einigen Jahren bereits ebenfalls auf den aktuellen Konsolen (und PC) zum Download gibt.
Die Saga Serie ist hierzulande ein wenig unbekannter als die Final Fantasy Spiele, wobei einige wohl für den Westen als Final Fantasy Legend benannt sind, so ganz bin ich da ehrlich gesagt nicht drin. Im Kern ist zumindest auch Romancing Saga 2: Revenge of the Seven ein klassisches J-RPG. Auch in der Neuauflage, die nun im wirklich schick aussehender 3-D Grafik umgesetzt wurde, wurde das klasssische, rundenbasiere Kampfsystem beibehalten. Es gibt grundsätzlich keine Zufallskämpfe, fast alle Gegner sind frei auf der Karte zu sehen.
Hauptsächlich unterscheidet sich die Reihe bzw. dieser teil aber von der Aufmachung bzw. dem Spielprinzip. Spielt ihr beispielsweise bei den Titel der Final Fantasy Hauptreihe immer einen Charakter bzw. eine Gruppe, seit ihr in Romancing Saga über mehrere Jahrhunderte für eurer eigenes Königreich zuständig, mit dem Hauptziel, die sieben Antiprogranisten des Spiels zu besiegen.
Ihr spielt hier also nicht über alle Jahrhunderte nur einen Charakter, sondern auch dessen Abkömmlinge, welche den Thron dann nach einer gewissen Zeit erben. Hört sich erstmal kompliziert an, ist grundsätzlich aber recht einfach gestaltet. Euer Hauptcharakters behält alle seine bisher erlernten Fähigkeiten bei, was auch für eure Truppe selbst gilt, die ebenfalls in bestimmte Klassen (Magier, Kämpfer, etc.) unterteilt ist. Sprich, die Charaktere selbst wechseln, die bereits erlernten Fähigkeiten behalten ihre Nachfolger, sofern ihr die gleiche Klasse auswählt, aber bei.
Das sorgt für den ein oder anderen Twist. Ihr selbst könnt zwar bestimmen, wer der nächste Thronerbe wird, es steht aber immer nur eine Auswahl von ca. 6 Charakteren zur Verfügung. Es kann also durchaus mal sein, dass der Kreuzritter, den ihr als letzten Charakter gespielt habt, nicht als Thronerbe zur Verfügung steht, ihr stattdessen also einen Kämpfer nehmen müsst und diesen auch erstmal in Fähigkeiten aufleveln müsst; in einem Fall muss tatsächlich auch eine bestimmte Klasse auswählt werden, damit man eine gewisse Questreihe auswählen kann.
Square hat das ganze zwar abgemildert, ihr könnt beispielsweise wenn euch überhaupt kein Charakter zusagt, diese auch direkt wieder "abdanken" lassen und einmalig pro Thronbesteigung einen anderen Nachfolger bestimmen. Im Kern sollte man aber zumindest alle Klassen freischalten und in der Party genutzt haben, da man später deren Fertigkeiten auf seine gewählte Klasse einsetzen kann.
Bei diesem Spielelement war ich zunächst skeptisch, gerade auch da man nicht direkt Einfluss darauf nehmen kann, wann es zu einem Thronwechsel kommt..meist kommt dies nach dem Erledigen einiger Quests, ist aber im Spiel nie richtig genannt. Es macht aber wirklich Spaß, seine Klassen zu entwickeln, da auch das Kampfsystem nach kurzer Eingewöhnungszeit recht einfach von der Hand geht und die meisten Kämpfe bei Ausnutzen seiner Stärken durchaus schnell von der Hand gehen.
Mit der Zeit merkt man aber, das halt auch nicht alle Systeme komplett so umgesetzt wurden. Das eigene Königreich verwalten ist beispielsweise rudimentär implementiert; es gibt ein paar Gebäude die man mit der Zeit aufleveln kann, beispielsweise eine Schmiede und ein Zauberlabor, um stärkere Waffen zu schmieden oder Zaubersprüche zu lernen. Ansonsten gibt es in dem Bereich aber nicht viel; neue Territorien eignet man sich durch Quests an und auch die normalen Kämpfe sind grundsätzlich zwar optional da man die Gegner auf der Karte zwar sieht, man den Großteil aber dennoch machen muss um Geld und Erfahrung für die Gruppe zu erhalten.
Auch die Story ist hier eher Nebensache. Wir sollen sieben Bossgegner erledigen, welche mal Helden gewesen sind. Warum die so wurden, zeigen ca. 12 kurze Sequenzen. Das wars dann aber auch. Es gibt einige Nebenquests, die man auch machen sollte und welche auch ein wenig über die Welt und einzelne Charaktere Geschichten erhalten. Man bekommt einen ganz guten Einblick, ja, aber in diesem Bereich bleibt Romancing Saga 2 recht oberflächlich.
Kernelement ist hier das Entwickeln der eigenen Truppe sowie die für seinen Spielstil gewünschte Zusammenstellung zu finden. Und das macht durchaus eine Menge Spaß, zumal die Welt wirklich schön gestaltet ist uns Erkunden hier auch belohnt wird. Die zu findenden Schatzkisten beispielsweise haben hier noch wirklich Wert; einerseits bringen sie je nachdem ordentlich Geld ein, beinhalten aber auch öfters mal Bücher, wodurch man überhaupt erst stärkere Zauber lernt. Auch die zum Schmieden neuer Waffen benötigten Materialien findet man in der zwar nicht offenen, aber durch größere Bereiche unterteilten Welt.
Kämpfen wird man wie gesagt oft dürfen. Man kann wie erwähnt den Gegnern aus dem Weg gehen, allerdings kriegt man pro durchgeführtem Kampf auch Gold, was man fürs Schmieden und die Zauber zu entwickeln benötigt. Der Betrag steigt zudem, je mehr man seine Gruppe entwickelt hat. Die Kämpfe gehen grundsätzlich aber nicht allzu lang, zumal man mit der Zeit die Schwächen der Gegner sieht; nutzt man die gezielt aus, sind die meisten Standardkämpfe schnell durch.
Fazit: Mir hat Romancing Saga 2: Revenge of the Seven wirklich eine Menge Spaß gemacht. Man ist gut 40 - 60 Spielstunden beschäftigt, je nachdem ob man das sammelbare mitnimmt und wirklich alles erkunden will und die Charaktere hochleveln will. Deutsche, gut lesbare Texte sowie angenehme Ladezeiten runden das positiv ab. Den Reiz nimmt das Spiel hauptsächlich durch das Erkunden der Welt sowie das Entwickeln der einzelnen Charaktere.
Vieles ist aber auch rudimentär. Das Spiel geht beispielsweise über mehrere Jahrhunderte, man sieht dies aber der Welt nicht an. Und auch die Charaktere sind immer nur grafisch leicht verändert. Auch die drei, vier Verbesserungen von einigen Gebäuden geben hier nicht wirklich den Eindruck, als würde sich die Welt in den Jahrhunderten weiterentwickelt haben. Die Story selbst ist ebenfalls sehr dünn.
Dennoch stimmt für mich das Gesamtprodukt. Wäre bei mir wertungstechnisch irgendwo zwischen 80 - 85%
System: alle gängigen
Preis: 49,99 bis 59,99 EUR
Homepage
Steam Link
Im Rahmen der diesjährigen Tokyo Games Show wurde der Titel von Square nun auch auf Xbox und Nintendo Switch Konsolen umgesetzt. Hierbei handelt es sich (laut Hersteller selbst, ich kenne das Original selbst nicht) um eine Neuauflage des 1993 auf SNES erschienenen Originals, welches es seit einigen Jahren bereits ebenfalls auf den aktuellen Konsolen (und PC) zum Download gibt.
Die Saga Serie ist hierzulande ein wenig unbekannter als die Final Fantasy Spiele, wobei einige wohl für den Westen als Final Fantasy Legend benannt sind, so ganz bin ich da ehrlich gesagt nicht drin. Im Kern ist zumindest auch Romancing Saga 2: Revenge of the Seven ein klassisches J-RPG. Auch in der Neuauflage, die nun im wirklich schick aussehender 3-D Grafik umgesetzt wurde, wurde das klasssische, rundenbasiere Kampfsystem beibehalten. Es gibt grundsätzlich keine Zufallskämpfe, fast alle Gegner sind frei auf der Karte zu sehen.
Hauptsächlich unterscheidet sich die Reihe bzw. dieser teil aber von der Aufmachung bzw. dem Spielprinzip. Spielt ihr beispielsweise bei den Titel der Final Fantasy Hauptreihe immer einen Charakter bzw. eine Gruppe, seit ihr in Romancing Saga über mehrere Jahrhunderte für eurer eigenes Königreich zuständig, mit dem Hauptziel, die sieben Antiprogranisten des Spiels zu besiegen.
Ihr spielt hier also nicht über alle Jahrhunderte nur einen Charakter, sondern auch dessen Abkömmlinge, welche den Thron dann nach einer gewissen Zeit erben. Hört sich erstmal kompliziert an, ist grundsätzlich aber recht einfach gestaltet. Euer Hauptcharakters behält alle seine bisher erlernten Fähigkeiten bei, was auch für eure Truppe selbst gilt, die ebenfalls in bestimmte Klassen (Magier, Kämpfer, etc.) unterteilt ist. Sprich, die Charaktere selbst wechseln, die bereits erlernten Fähigkeiten behalten ihre Nachfolger, sofern ihr die gleiche Klasse auswählt, aber bei.
Das sorgt für den ein oder anderen Twist. Ihr selbst könnt zwar bestimmen, wer der nächste Thronerbe wird, es steht aber immer nur eine Auswahl von ca. 6 Charakteren zur Verfügung. Es kann also durchaus mal sein, dass der Kreuzritter, den ihr als letzten Charakter gespielt habt, nicht als Thronerbe zur Verfügung steht, ihr stattdessen also einen Kämpfer nehmen müsst und diesen auch erstmal in Fähigkeiten aufleveln müsst; in einem Fall muss tatsächlich auch eine bestimmte Klasse auswählt werden, damit man eine gewisse Questreihe auswählen kann.
Square hat das ganze zwar abgemildert, ihr könnt beispielsweise wenn euch überhaupt kein Charakter zusagt, diese auch direkt wieder "abdanken" lassen und einmalig pro Thronbesteigung einen anderen Nachfolger bestimmen. Im Kern sollte man aber zumindest alle Klassen freischalten und in der Party genutzt haben, da man später deren Fertigkeiten auf seine gewählte Klasse einsetzen kann.
Bei diesem Spielelement war ich zunächst skeptisch, gerade auch da man nicht direkt Einfluss darauf nehmen kann, wann es zu einem Thronwechsel kommt..meist kommt dies nach dem Erledigen einiger Quests, ist aber im Spiel nie richtig genannt. Es macht aber wirklich Spaß, seine Klassen zu entwickeln, da auch das Kampfsystem nach kurzer Eingewöhnungszeit recht einfach von der Hand geht und die meisten Kämpfe bei Ausnutzen seiner Stärken durchaus schnell von der Hand gehen.
Mit der Zeit merkt man aber, das halt auch nicht alle Systeme komplett so umgesetzt wurden. Das eigene Königreich verwalten ist beispielsweise rudimentär implementiert; es gibt ein paar Gebäude die man mit der Zeit aufleveln kann, beispielsweise eine Schmiede und ein Zauberlabor, um stärkere Waffen zu schmieden oder Zaubersprüche zu lernen. Ansonsten gibt es in dem Bereich aber nicht viel; neue Territorien eignet man sich durch Quests an und auch die normalen Kämpfe sind grundsätzlich zwar optional da man die Gegner auf der Karte zwar sieht, man den Großteil aber dennoch machen muss um Geld und Erfahrung für die Gruppe zu erhalten.
Auch die Story ist hier eher Nebensache. Wir sollen sieben Bossgegner erledigen, welche mal Helden gewesen sind. Warum die so wurden, zeigen ca. 12 kurze Sequenzen. Das wars dann aber auch. Es gibt einige Nebenquests, die man auch machen sollte und welche auch ein wenig über die Welt und einzelne Charaktere Geschichten erhalten. Man bekommt einen ganz guten Einblick, ja, aber in diesem Bereich bleibt Romancing Saga 2 recht oberflächlich.
Kernelement ist hier das Entwickeln der eigenen Truppe sowie die für seinen Spielstil gewünschte Zusammenstellung zu finden. Und das macht durchaus eine Menge Spaß, zumal die Welt wirklich schön gestaltet ist uns Erkunden hier auch belohnt wird. Die zu findenden Schatzkisten beispielsweise haben hier noch wirklich Wert; einerseits bringen sie je nachdem ordentlich Geld ein, beinhalten aber auch öfters mal Bücher, wodurch man überhaupt erst stärkere Zauber lernt. Auch die zum Schmieden neuer Waffen benötigten Materialien findet man in der zwar nicht offenen, aber durch größere Bereiche unterteilten Welt.
Kämpfen wird man wie gesagt oft dürfen. Man kann wie erwähnt den Gegnern aus dem Weg gehen, allerdings kriegt man pro durchgeführtem Kampf auch Gold, was man fürs Schmieden und die Zauber zu entwickeln benötigt. Der Betrag steigt zudem, je mehr man seine Gruppe entwickelt hat. Die Kämpfe gehen grundsätzlich aber nicht allzu lang, zumal man mit der Zeit die Schwächen der Gegner sieht; nutzt man die gezielt aus, sind die meisten Standardkämpfe schnell durch.
Fazit: Mir hat Romancing Saga 2: Revenge of the Seven wirklich eine Menge Spaß gemacht. Man ist gut 40 - 60 Spielstunden beschäftigt, je nachdem ob man das sammelbare mitnimmt und wirklich alles erkunden will und die Charaktere hochleveln will. Deutsche, gut lesbare Texte sowie angenehme Ladezeiten runden das positiv ab. Den Reiz nimmt das Spiel hauptsächlich durch das Erkunden der Welt sowie das Entwickeln der einzelnen Charaktere.
Vieles ist aber auch rudimentär. Das Spiel geht beispielsweise über mehrere Jahrhunderte, man sieht dies aber der Welt nicht an. Und auch die Charaktere sind immer nur grafisch leicht verändert. Auch die drei, vier Verbesserungen von einigen Gebäuden geben hier nicht wirklich den Eindruck, als würde sich die Welt in den Jahrhunderten weiterentwickelt haben. Die Story selbst ist ebenfalls sehr dünn.
Dennoch stimmt für mich das Gesamtprodukt. Wäre bei mir wertungstechnisch irgendwo zwischen 80 - 85%