AW: Project CARS - Zeitfahren – Second Gear 2017 (30.01.2017 – 19.02.2017)
Ich weiß das ,Turn 1 und die Doppelkurve vor Start und Ziel,überall anders bin ich schneller [emoji13]
Brno ist auch so eine Strecke, die, weil sie mir schon immer gut gefallen hat, SEHR viel gefahren bin.
Was die Rundenzeiten angeht, da ist ja zunächst mal positiv festzustellen, dass es hier definitiv keine Frage des Setups ist ...

... damit kann man das diesen "Problemkreis" schon mal 100%-tig ausschließen.
Was bleibt sind die Fahrhilfen. Und so gerne ich früher auch immer MIT Fahrhilfen gefahren bin; es ist wohl so, dass jede Einzelne auf der einen Seite zwar etwas mehr "Komfort" bringt (wenn man so will); jede Einzelne aber auch (Runden)Zeit kostet.
Bei meiner (bisher) schnellsten Runde hatte ich ABS und TK aus (ohne TK und ABS muss zwar das Gasgeben und das Bremsen etwas "sensibler" vor sich gehen, aber ohne TK wird das Auto etwas "spritziger" und ohne ABS wird der Bremsweg definitiv kürzer ... ), nur noch Stabil.-Hilfe an, und die werde ich beim nächsten mal auch ausschalten. Diese Stabilitätshilfe hilft zwar tatsächlich das Ausbrechen des Autos einzudämmen, aber ich glaube auch hier, dass das letztlich auf Kosten der Rundenzeit geht.
Obwohl ich ja tatsächlich nur "Just for Fun-Fahrer" bin, traue ich mich einfach mal, die folgenden zwei Tipps zu geben:
(Zuvor noch der Hinweis darauf, dass man zunächst mal die Strecke "wie im Schlaf" kennen sollte, und, dass man vielleicht doch nicht UNBEDINGT (zumindest nicht jeder) in der Cockpitperspektive fahren sollte, die schluckt tatsächlich sehr viel "Übersicht!")
1) Vielleicht ist es ja hier auch so was wie "Eulen nach Athen tragen" .., :zwinker: aber man stellt halt immer wieder fest, dass die Streckenführung ja tatsächlich nicht nur nach links und rechts, rauf oder runter geht, sondern dass auch die Neigungen der Strecke (wahrscheinlich der Realität entsprechend), definitiv nachempfunden wurden. Das hat zur Folge, dass es tatsächlich einen ENORMEN Unterschied macht, ob ich die Eine oder Andere Kurve ganz nahe an den Curbs vorbei fahre oder etwa einen halben Meter weiter außen fahre. So ist es z.B. der der bergauf der LINKS/RECHTS-Schikane, die weiter zur letzten LINKS vor S/Z führt so, das die LINKS der Schikane wohl ein enormes Gefälle /Neigung nach links hat. Ich habe da oft bemerkt, dass immer dann, wenn ich die Anfahrt nicht so hingekriegt habe, dass ich auch wirklich diese LINKS EXTREM innen fahren konnte, sehr weit nach rechts außen "abgetrieben" wurde, mit der Folge, dass dann natürlich auch die anschließende RECHTS "total im Eimer ist" .., und bei der ist es halt auch sehr wichtig flott durchzukommen, weil anschließen eine relativ lange Gerade zur letzten LINKS führt sich der Zeitvorteil den ich beim schnelleren Durchfahren der RECHTS mitnehme, sich auf dieser Geraden verfielfältigt ... Wie gesagt, es ist ja nicht nur so, dass das Engere Fahren an den Curbs für sich betrachtet schon geringe Zeitvorteile bringt, hinzu kommt eben, dass man je nach Fahrlinie auch noch die programmierte (tatsächliche?) Neigung der Strecke nach innen oder außen zu seinem Vorteil ausnutzen kann. U
nd das nicht nur im (kleinen) Streckenbereich der vorstehend etwas näher beschriebenen Schikane ...
2) Gerade auf Brno sind viele Kurven, deren Scheitelpunkt nicht da ist, wo man ihn bei der Anfahrt auf die Kurve, zumindest bei den ersten malen, vermutet. Bei sehr vielen Kurven muss man tatsächlich länger außen bleiben, weil man dann den Scheitelpunkt besser trifft, und als Folge davon VIEL früher auf das Gas gehen kann, was sich in der Folge schnell zu 1-2 Zehntelchen Zeitvorteil auswirkt ...
Entscheidend ist aber sicher auch, dass man einzelne Kurven einfach "Todesmutig" anfahren muss. Ich stelle es auch immer wieder fest; sobald man anfängt, einen kleinen Vorsprung auf seinen besten Geist, "zu verwalten" .., das heißt, etwas "vorsichtiger" zu fahren, hat man schon verloren.
Fazit:
In der Summe der einzelnen Faktoren (Fahrhilfen AUS, Streckenneigungen ausnutzen, Scheitelpunkt der Kurven immer besser kennenlernen und ausnutzen um früher auf das Gas zu gehen, nicht anfangen den Vorsprung zu verwalten), in der Kombination aller dieser Einzelfaktoren liegt wohl die zeitliche Differenz. Auf der gesamten Strecke dadurch nur an drei bis vier Abschnitten /Kurven, jeweils nur 2-3 Zehntel gewinnen, schon hat man fast ein um eine Sekunde bessere Rundenzeit.
Ich habe es noch mal durchgelesen, hört sich vielleicht ziemlich "Oberlehrerhaft" an, wobei ich alles andere bin als ein Lehrer, vor allem wenn es um das Rennfahren geht ... lol. .., aber die oben dargelegtn Punkte "liegen einfach auf der Hand" und sind ja auch ohne weiteres Nachvollziehbar. Die "Kunst" ist es halt (ich fahre ja auch nicht in jeder Runde meine Bestzeit ... :nervous

, mal EINE Runde zu schaffen, in der die Anwendung dieses "Wissens" um die Dinge auch tatsächlich mal funktioniert hat.
Was mir dazu noch einfällt; auch bei einer etwas langsameren Fahrt durch eine Kurve, kann man trotzdem, ein wenig, am Gas hängen .., und hat so immer eine etwas höhere Anfangsgeschwindigkeit wenn es auf die nachfolgende Gerade geht. Das muss nicht viel sein, summiert sich aber ja nach Länge der nachfolgenden Geraden.
So, genug davon

... ich kann und will hier weis Gott niemandem das Rennfahren beibringen ... lol., aber manchmal ist es vielleicht gut, sich die Eine oder Andere "Gesetzmäßigkeit" mal wieder vor Augen zu führen, und versuchen, sie für bessere Rundenzeiten zu nutzen.
Und jetzt schimpft bitte nicht mit mir, wie ich dazu komme Euch so was zu schreiben, solche Binsenweisheiten .., es kam halt so über mich ... :driver: :senior:
Noch ein Wort an die Pad-Fahrer:
Man könnte da viele Worte finden, Tatsache ist,
mit Lenkrad fahre ich auf Brno zwischen 2 1/2 und 3 Sekunden schneller als mit dem Pad. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass ich ein absolut schlechter Pad-Fahrer bin, aber in meiner Gedankenwelt /meiner festen Überzeugung ist es doch so, dass mit dem Lenkrad zum Einen letztlich doch viel präziseres Lenken möglich ist, und dass, zum Anderen,
die Lenkprogrammierung für Lenkrad doch eine ganz andere ist, als die für Pad.
Es gibt zwar, wie schon öfter hervorgehoben, einige Freaks, die mit dem Pad, auch in C.A.R.S. unheimliche Zeiten schaffen. Aber wenn ich mal davon ausgehe, dass wir hier nicht solche Freaks sind, kann man durchaus die These aufstellen, dass JEDER Pad-Fahrer hier seine Zeiten um mindestens 1-2 Sekunden ohne weiteres verbessern könnte, einfach nur dadurch, wenn er statt mit dem Pad mit einem Lenkrad zu fahren würde. Von daher relativiere ich auch immer die Zeiten derer, die mit Pad unterwegs sind.
Nun gibt es sicher immer Gründe, warum jemand letztlich lieber mit dem Pad unterwegs ist /unterwegs sein muss, aber so ist es eben ...