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Prey

Prey
Firmen
Arkane Studios, Bethesda Softworks
Genres
Shooter, Adventure

qione

Frührentner
GAME//view "PREY" (2017)
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Um das Ende, meine persönliche Meinung zu verstehen, müssen wir erstmal in die Zeit zurück reisen:

PREY (1)
1995 wurde das ursprüngliche PREY angekündigt, im Jahr 1999 wurde die Entwicklung wegen Technischen Problemen pausiert. Schon zu dieser Zeit war die Spielmechanik der Portale ein fester Bestandteil des Spiels. Dazu noch die Grafik von Quake 1 - Es hatte mich gefesselt. Wie oft ich mir das angeschaut habe, ich war einfach begeistert und traurig zu gleich, das es "eingestellt" wurde.

2001 wurde die Entwicklung von 3D Realms (Duke Nukem) wieder aufgenommen. Ich war aus dem Häuschen. Als neues Grundgerüst wurde die iD Tech4 Engine (Doom 3) benutzt. 3D Realms beauftragte das "Human Head Studio" für die Entwicklung. Die Presse sowie die Spieler Gemeinde waren seit der ersten Ankündigung 1995 gespannt auf das vielversprechende Projekt.

2006 war es dann soweit, PREY kam für PS3, X360 und PC. Ich hatte es für die X360 und war begeistert. Ich bin bekennender Fan von der allgemeinen Indianer Mythologie und PREY bediente sich sehr davon. Der Hauptcharakter Tommy war sympathisch und seine Geschichte hatte eine "Seele". Durchweg waren alle Charaktere gut geschrieben und die Entwicklung von Tommy sehr gut dargestellt. Er hielt die Mythologie über Geister als unfug, wollte von den Geschichten seines Vaters nichts hören. Doch als es um das Leben seiner Familie und seines ging, erwachten die Fähigkeiten in ihm. Das Spiel hatte eine tolle Story, lange Spielzeit, gute Rätsel, genialer Soundtrack, tolle Charaktere und ein super "Portal" Spielprinzip. Nach dem Abspann war mir klar: Ich will Teil 2. Ich wurde ein Fan des Franchises!

PREY (2)
Die "Human Head Studios" hatten zunächst an dem Nachfolger gearbeitet, der auf der E3 2011 Messe vorgestellt wurde. PREY 2 sollte eine offene Welt und einen neuen Hauptcharakter bieten, Tommy (aus Teil 1) sollte aber dennoch als Nebencharakter ein großer bestandteil des Spieles sein. Da die Rechte seit 2009 an Bethesda lagen und nicht mehr bei 3D Realms und diese mit dem Spiel nicht zufrieden waren, wurde PREY 2 eingestellt.

2016 gab es dann neue Lebenszeichen von PREY 2. Bethesda kündigte "PREY" an. Das neue Spiel ist aber keine Fortsetzung des genialen Erstling, sondern soll eine "neue Ausrichtung" des Franchises sein.Die Story dreht sich um eine Raumstation mit Wissenschaftlichen Versuche an Aliens. Den Rest kann man sich denken...

[Objektiv:] Das Spiel macht nichts falsch. Es verbindet viele (tolle) bekannte Spielmechaniken und erinnert an ein "System Shock + Bioschock" Spiel. Die Spielzeit ist wie im Vorgänger sehr lang (30+ Stunden, wenn man kein 5Min Speedrun macht :D ) und man bekommt eine gute Potion Action serviert. Es gibt mehrere Enden, Spieldesign mit vielen Interaktionen, die eigene Wahl wie man vorgeht und die Synchronisation gefällt. Außerdem gibt es viele Fähigkeiten zum Leveln und viele Sammelobjekte mit Hintergrund Informationen. Leider sind die Charaktere allesamt austauschbar. Dennoch ist es ein gutes, solides Spiel geworden.

[Meine Meinung:] Willst du mich verarschen Bethesda? Das Spiel heißt PREY, aber es ist kein PREY drin. Es fehlt die Indianer Mythologie, es fehlen die Portale, es fehlt Tommy.. ach es fehlt einfach alles was ich an Teil 1 mochte. Ich bekam hier ein Spiel, was sich für mich genauso Seelenlos spielt, wie zig andere Triple A Spiele. Gut, Objektiv kann man es loben, aber persönlich?

Das fängt schon an der Charakterwahl an. lol. Was sind das für austauschbare Charaktere? Tommy ist wie ein TUROK (!) ein Duke, ein Masterchief, ein Max Payne, eine Lara Croft, ... WTF.. was bekomm ich? So zwei Gesichtsbaracken. Schaut euch nur hier das Bild an. Links Tommy, rechts <mich kann man jederzeit austauschen> Ficker. Ja, die gleiche dumme Gestalt gibts auch als Frau <WOW>. Selbst ein "nicht kenner" des Originals checkt doch direkt, Tommy rockt.

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Die Story fetzt ja auch wie Sau. Noch nie erlebte ich eine Raumstation, wo schlaue Wissenschaftler scheiße bauen und das eine Reihe von Katastrophalen Kot-Ausfällen sorgt. Oh wow, (Achtung Spoiler) eigentlich sind wir Menschen die Bösen, die Aliens wollen das gar nicht und nur deswegen sind sie uns gegenüber feindselig.

Da wart' ich doch 11 Jahre auf Tommy's Rückkehr und bekomm so eine generierte Scheiße von Bethesda. Ne.. DOOM habt ihr zurück geholt, aber PREY Seelisch und Körperlich misshandelt, vergewaltigt, zerschnitten, zerstückelt, umgebracht und danach verbrannt. Wäre das nicht genug, habt ihr die Asche gefressen. Scheiß Wichser.
 

zen

Sherlock Holmes
Sponsor
Prey gefällt mir richtig gut. Am Anfang musste ich ziemlich oft an die Portal Spiele von Valve denken. Bin gespannt ob das so bleibt. Der Kauf hat sich auf jeden Fall gelohnt.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Prey gefällt mir richtig gut. Am Anfang musste ich ziemlich oft an die Portal Spiele von Valve denken. Bin gespannt ob das so bleibt. Der Kauf hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Ja, der Anfang hat schon gewisse Portal-artige Züge. Aber nach der ersten Stunde schlägt das Pendel eher in Richtung Systemshock, und die 0451-Spielelemente treten immer deutlicher zutage.
 
G

Gelöschtes Mitglied 5130

Guest
Hm, habe es heute mal zwei Stunden angespielt. Ist ja nicht mehr mit dem uralt Prey zu vergleichen, aber irgendwie zündet es nicht. Vielleicht wird das noch, bin ja nicht weit, aber..... abwarten.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Hm, habe es heute mal zwei Stunden angespielt. Ist ja nicht mehr mit dem uralt Prey zu vergleichen, aber irgendwie zündet es nicht. Vielleicht wird das noch, bin ja nicht weit, aber..... abwarten.

Ich denke, die größte Hürde dürfte für die meisten Spieler sein, das Spiel nicht als Ego-Shooter zu spielen. Prey ist ein Spiel aus der Ego-Perspektive, in dem es Ego-Shooter-Waffen gibt, aber dann hören die Gemeinsamkeiten mit Ego-Shootern aber auch schon auf. Die nächsten Verwandten von Prey 2017 sind nicht das originale Prey oder Wolfenstein, sondern Deus Ex, Dishonored, Thief oder System Shock.

Von daher muss man an Prey auch anders herangehen als an Standard-Ego-Shooter. Das fängt alleine schon damit an, dass man in Prey in Bezug auf die Levelgeometrie nicht nur horizontal, sondern auch vertikal und diagnoal denken muss. Die Gloo-Kanone z.B. ist nicht nur eine Waffe, die Gegner kurrzeitig unbeweglich machen kann, sondern deren Munition auch als Baustoff genutzt werden kann. So kann man damit z.B. Treppen bauen, um sich neue Bereich zu erschließen, oder sie nutzen, um Verstärkungen für die kleinen Geschütze, die man überall findet, zu bauen.

Als reiner Ego-Shooter gespielt, ist Prey unheimlich schwer, weil die Ressourcen knapp sind. Das Sammeln von Ressourcen, das Recylen von Gegenständen und das Management der Ressourcen sind elementare Spielbestandteile. Deshalb ist auch wichtig, jeden einzelnen Winkel der Spielwelt genau zu erkunden, weil sich dadurch immer neue kreative Lösungsmöglichkeiten für Probleme finden.

Außerdem spielen die Fähigkeiten, die man im Laufe des Spiels erwerben kann, eine essentielle Rolle. Man muss sich da nur mal die banal anmutende Fähigkeit, schwere Gegenstände heben zu könnenm anschauen. Man kann dadurch nicht nur vorher unzugängliche Bereiche erreichen, sondern z.B. auch Treppen, Deckung oder Hindernisse für die Gegner bauen. Und weit genug aufgelevt kann man über diese Fähigkeit sogar einen Getränkeautomaten zur Wurfwaffe machen.

Prey fängt vor allem dann an zu blühen, wenn man die ersten paar Stunden hinter sich hat, sich ein bisschen daran gewöhnt hat, wie sich das Spiel spielt, und sich dann voll darauf einlässt, der kreativen Spielweise vollen Lauf zu lassen und einfach anfängt, mit den vielen Systemen, die die Spielwelt bietet, zu interagieren und experimentieren.
 
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