Dann mal meine bescheidene Meinung zum Thema.
Grüner als ich sind hier wohl die wenigsten, wenn es um die besten Konsolen der Welt geht. Bin ein riesen Fan der Xboxen, seit dem ersten Klotz von Microsoft.
Allerdings schaue ich schon immer über den Tellerrand und besitze auch immer Sony Konsolen. Momentan eine PS4 Pro mit meiner neuesten Errungenschaft: Playstation VR.
Gespielt wird dort mal mehr und mal weniger. Multiplattformer spiele ich fast immer auf der Xbox One, weil mir die grafischen Unterschiede nichts ausmachen. Ich habe zwar einen UHD-TV, aber lege mehr Wert auf die Bildrate als auf die höhere Auflösung bei Konsolen.
Dann wären da natürlich die Totschlagargumente Hao, Gears, Forza. Damit verbringe ich schon einen Großteil meiner Gesamtspielzeit, so dass für die PS4 nicht mehr so viel Zeit übrig bleibt. Und wenn es dort mal einen der wenigen Top-Exklusivtitel gibt, der mich interessiert, dann ist der meistens in ein paar Tagen durchgespielt. Die Multiplayer der Exclusives sind oft nur Muittelmaß und der Singleplayer hat oftmals keinen Wiederspielwert. The Last of Us oder ein Uncharted kann man vielleicht 2-3 Mal durchspielen, aber auch dann ist dort Schluß. Dagegen kann ich mich mit Forza Horizon 3 Monate lang beschäftigen, nicht nur wegen dem Forzathon.
Egal ob Killzone, God of War, Horizon Zero Dawn: Alles wird mal gespielt und landet dann sozusagen im Archiv. Alles Top-Titel, aber eben alles Eintagsfliegen. Mir felt bei den Spielen von Sony diese gewisse Nachhaltigkeit, wie man sie bei einem Borderlands oder einem Diablo - oder eben den Exclusives von MS - findet. Fragt man einen Sony-Fan, was man nach dem durchspielen von Uncharted 4 noch machen kann, verweist er auf den Multiplayer oder die zu findenen Schätze. Aber das ist nicht das, was ich meine. Ich vermisse die Komplexität von Titeln, wie man sie oft nur bei Xbox-Titeln findet. Spiele, die man jederzeit wieder mal zocken könnte. Ich bekomme beim tippen gerade Lust auf eine Partie Halo!
Wärenddessen staubt die Sony Konsole oft Wochen vor sich hin, bis mal wieder ein neuer Exklusivtitel erscheint. Oder eine neue "Innovation" wie damals Playstation Move erscheint. Aber sogar an Playstation VR habe ich mich nach einer Woche bereits sattgesehen. Mir fehlen dafür momentan noch "richtige" Spiele (von Resident Evil 7 und Farpoint mal abgesehen). Kann ja noch kommen, hoffentlich!
Der DS4 ist mit Abstand der beste Controller den Sony jemals hergestellt hat. Alles andere davor war Plastikschrott. Trotzdem ist er nicht fehlerfrei: Ergonomisch hinkt er dem Xbox One Controller hinterher, allerdings ohne unbequem zu sein. Die Tasten haben keinen richtigen Druckpunkt, die Trigger haben einen zu kurzen Abzugsweg (ungünstig für die Dosierung bei Rennspielen), die Optionstaste ist zu klein, das Touchpad unnütz (kommt nie zum Einsatz bzw. wird in Spielen fast immer als zusätzliche Taste verwendet) und einen Share-Button brauchen wohl auch nur absolute Social-Media-Junkies.
Probleme mit der Tastenbelegung habe ich nicht mehr. Ich habe allerdings schon so viel mit Playstation-Controllern gespielt, dass ich verinnerlicht habe, dass das schwule Quadrat links ist (Eselsbrücke Marke Eigenbau)! :zwinker:
Als Fazit empfehle ich nur Leuten die PS4 als Zweitkonsole, die auch Geld dafür ausgeben können bzw. wollen. Es ist mehr ein Luxus zwei "große" Konsolen zu Hause herumstehen zu haben. Man spielt meistens sowieso mehr auf der einen, während die andere weniger genutzt wird. Das geht den "Blauen" mit ihrer Xbox One als Zweitkonsole auch nicht anders. Dort wird sich eine Box mit Forza Horizon 3, wegen Rennspielmangels auf der PS4, gekauft, ein paarmal gespielt und dann verstaubt die Xbox, so wie bei uns die PS4.