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Mario Kart World

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Ja, das wäre dann die Gamedesign-Grundlage, dass man halt bpsw. statt Markern, keine Ahnung, Windströme benutzt, um den Weg zum Ziel anzuzeigen. Oder man lässt den Spieler ohne Hilfen durch die Welt rennen.

Hat aber m. E. nur peripher mit der "Detailverliebtheit" der Spielwelt zu tun. Deswegen musste ich da mal reingrätschen, weil wenn Ubisoft eins kann, dann ist es Offene Welten zu erschaffen.

Aber vielleicht ist ein Teil des Großen Missverständnisses auch, dass wahrscheinlich nie ein Nintendo-Fan ein Assassin's Creed spielen wird und andersrum. :D
 
Zuletzt bearbeitet:

Organika

Altenpfleger
Mhm. Meiner Meinung nach nimmt sich das nichts, weil es halt beide Male eine schöne OW mit verstreuten Points of Interest ist. Also man kann sich über das zugrundeliegende Gamedesign der OW-Ansätze unterhalten, aber den Punkt, dass die Nintendo-OW "detailverliebter" sei als die von Ubisoft, kann ich nicht nachvollziehen. Im Gegenteil: Theoretisch ist es möglich, ein AC Odyssey auf unbegrenzer Bildrate in 8K zu spielen, aber, ähem, ich will nicht sticheln. :D

Und inwiefern ein Baum jetzt eine Daseinsberechtigung innerhalb der Spielweltlogik haben muss, versteh ich auch nicht so ganz. Ich meine, ein Baum wächst halt, das hat selten gute Gründe. Will sagen: Wenn jemand eine kompetente Spielwelt schafft, ist es mir relativ egal ob der Busch dort aus einem bestimmten kohärenten Grund da ist.

Aber das nur dazu. Da musste ich halt mal ein bisschen mein Turf verteidigen, obwohl das natürlich nicht heißen soll, dass BotW ein schlechtes Spiel ist. Aber ich glaub bei der allgemeinen Rezeption des Games ist auch viel Voodoo im Spiel.

Nachtrag: Aber so ganz allgemein finde ich als kreativ schaffend Tätiger den Ansatz interessant, dass man eine Designphilosophie verfolgt. Da hab ich noch, ohne jetzt ein weiteres Fass aufmachen zu wollen, das Making-Of zu einem GoW im Kopf, wo viel gelabert wurde und ich so gedacht hatte, Alter, nenn das Kind doch beim Namen.

Aber ich denk das ist schon so und trennt auch irgendwo ein bisschen die Spreu vom Multimillionen-Weizen: Dass der Ansatz NICHT ist zu sagen "guck mal, die haben das gemacht und das funktioniert, lass uns das kopieren", sondern quasi von Grund auf eine Philosophie zu entwerfen, wie auch immer die aussehen mag.

Bei Artdesignern ist das wahrscheinlich am besten zu beobachten, weil die halt die Vorhut sind und für das allgemeine optische Design zuständig. Die könnten halt sagen "ja, irgendso 'n Vieh wie in Spiel X, dann nehmen wir die Hörner ein Stück zur Seite und bauen Flügel dran", aber ich denke, wenn die gut sind, ist ihre Herangehensweise eine andere und intrinsischere.
Ich will da auch überhaupt nicht sticheln, aber ich vertrete da im oberen Punkt schon eine andere Meinung. Ich habe bei Botw eher das Gefühl, dass es nicht nur "Points of Interests" sind, sondern eher die Spielewelt so designed ist, dass sich dadurch Geschichten von selbst erzählen. Man erkundet etwas, sieht in der Ferne etwas besonderes und will dorthin, aber auf dem Weg gibts immer viel unerwartetes. Das sind für mich so kleine Geschichten, die sich durch die Spielewelt im Zusammenspiel mit meiner Fantasie erzählen. Es ist immer wieder diese Neugier davor, was einen erwarten wird und die Überraschung der Spielewelt, die dann doch immer wieder anders ist als erwartet.

Zur Designphilosophie. Ich arbeite auch in der Kreativbranche und mache Filme. In einem Film wird ja idealerweise auch nichts dem Zufall überlassen(außer in schlechten Filmen). Je genauer sich ein Film erzählt, desto besser ist dieser. Wenn jegliche nicht notwendige (Über-)Schmückung rausgenommen wird, dann bleibt der Kern erhalten. Ein Film oder Kunstwerk ist meistens dann besonders gut, wenn es auf seine Essenz reduziert ist. Beim Schnitt ist es dann oft "so lange wie nötig, so kurz wie möglich", weil jeder Frame zählt und nichts wird dem Zufall überlassen. Nintendo verstehe ich in deren Designphilosophie als sehr ähnlich, nur machen die halt keine Filme sondern Spiele. Ich glaube das ist auch oft der Grund, warum sie sich so gegen Filmsequenzen und Story wehren. Die erzählen ihre Geschichten durch die Interaktion mit der Spielewelt. Schon das erste Level in Super Mario Bros hat ja quasi das Spiel und das Design, durch die Umgebung und Interaktivität mit dieser selbst erzählt. Botw macht das auch, in einer wesentlich weiterentwickelten Version. Die sind auch extrem gut darin, aber natürlich findet man immer Schwächen wenn man danach sucht und sogar ein Botw erschöpft sich dann mit der Zeit schon deutlich. Aber dennoch denke ich, dass diese Genauigkeit das ist, was mir an Nintendo so gut gefällt.

Und um den Bogen zu Thema wieder zu spannen....ich glaube, dass die sich schon viele Gedanken gemacht haben werden, warum sie da jetzt eine Open World verwenden. Glaube nicht, dass sie das nur getan haben, weil es gerade modern ist. Zumindest hoffe ich das.
 

Kindra

Rentenbezieher
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Ich sehe da bezogen auf das Open World-Konzept nichts, was es von einem Forza Horizon (2012) unterscheidet (ob es das muss, ist eine andere Frage, ich persönlich bin jedenfalls nicht der größte Fan davon).

Das, was es einem FH voraushat, ist die Welt an sich. So eine Mario-Welt ist für mich definitiv interessanter als so eine stinklangweilige FH-Welt. Aber eine Open World mit ein paar Sammelaufgaben und belanglosen Missionen, das kickt mich nicht.

Ich kritisiere das Spiel nicht für die Wahl des Konzeptes an sich, aber ich glaube, es wäre mehr drin gewesen.

Spielerisch sieht es ja aber sehr interessant aus, sieht man von meist zu breiten Strecken und der viel zu vielen Geraden ab. Das Tricksen beim Geradeausfahren, Grinden und an der Wand fahren haben viel (Kombinations-)Potential und - Hallejulia! - die Items scheinen fast vollständig in Grund und Boden generfed worden zu sein.
 

Zornica

Aushilfe der Essenausgabe
[...]
Monster Hunter Wilds fühlt sich irgendwie für mich auch nicht viel offener als World an, es sei denn World war dir auch schon zu sehr Open World.
Versteh persönlich den Vorteil von den kleinen Ladezonen wie in einem Tri aber nicht.
ja, die Pest ging mit World los. Monster Hunter ist ein behäbiger Arena brawler. Auch wenn es "hunter" heißt, liegt der Fokus darauf das Kampfsystem zu meistern, und nicht darauf ewig herumzulaufen und zu suchen. Herumlaufen und suchen war immer und ist immer noch der mühsamste Aspekt des Spiels, eben weil es sich bewusst behäbig spielt. Mit den Zonen hat man das zähe herumlaufen auf ein Minimum reduziert und konnte zugleich extreme abwechslungsreiche Arenen bieten weil die Zonen nicht natürlich ineinander fließen mussten; weiters hat man damit das worum es geht, das Kämpfen, potenziert.
Wobei Nintendo mit Botw die meiner Meinung nach bisher beste Open World geschaffen hat [...]
deine Meinung in ehren aber... definitiv nein. Xbx hat als Nintendospiel zb ne deutlich aufregendere Welt... Zelda ist einfach nur leeres "nichts"....
 

Organika

Altenpfleger
ja, die Pest ging mit World los. Monster Hunter ist ein behäbiger Arena brawler. Auch wenn es "hunter" heißt, liegt der Fokus darauf das Kampfsystem zu meistern, und nicht darauf ewig herumzulaufen und zu suchen. Herumlaufen und suchen war immer und ist immer noch der mühsamste Aspekt des Spiels, eben weil es sich bewusst behäbig spielt. Mit den Zonen hat man das zähe herumlaufen auf ein Minimum reduziert und konnte zugleich extreme abwechslungsreiche Arenen bieten weil die Zonen nicht natürlich ineinander fließen mussten; weiters hat man damit das worum es geht, das Kämpfen, potenziert.

deine Meinung in ehren aber... definitiv nein. Xbx hat als Nintendospiel zb ne deutlich aufregendere Welt... Zelda ist einfach nur leeres "nichts"....
Klar, Geschmäcker sind verschieden und deine Meinung daher auch in ehren. Xbx habe ich noch nicht gespielt, vielleicht werde ich das auch mal ausprobieren, aber zumindest Teil 1 und 2 mochte ich zwar, aber ganz so überzeugt war ich nicht(Rollenspiele sind aber generell nicht so mein Ding). Ist ein bisschen Offtopic, aber ich erinnere mich noch dunkel, dass du damals auf 4players den Xenoblade 1 Thread gestartet hast und du warst offensichtlich einer der größten Fans des Spiels. Bei Xbx hast du mal gesagt, dass es nicht so deins ist. Da du so ein großer Fan des Erstlings warst, ist mir das irgendwie hängengeblieben. Aber dieses Mal scheints gezündet zu haben.
Ich sehe da bezogen auf das Open World-Konzept nichts, was es von einem Forza Horizon (2012) unterscheidet (ob es das muss, ist eine andere Frage, ich persönlich bin jedenfalls nicht der größte Fan davon).

Das, was es einem FH voraushat, ist die Welt an sich. So eine Mario-Welt ist für mich definitiv interessanter als so eine stinklangweilige FH-Welt. Aber eine Open World mit ein paar Sammelaufgaben und belanglosen Missionen, das kickt mich nicht.

Ich kritisiere das Spiel nicht für die Wahl des Konzeptes an sich, aber ich glaube, es wäre mehr drin gewesen.

Spielerisch sieht es ja aber sehr interessant aus, sieht man von meist zu breiten Strecken und der viel zu vielen Geraden ab. Das Tricksen beim Geradeausfahren, Grinden und an der Wand fahren haben viel (Kombinations-)Potential und - Hallejulia! - die Items scheinen fast vollständig in Grund und Boden generfed worden zu sein.
Diese breiten Strecken machen mir auch Sorgen. Habe Angst dass es dann nur ein Gewusel gibt und weniger Skills beim Fahren. Ich weiß du mochtest 8 nicht besonders, aber ich fand die Strecken dort schon meist recht gut und man konnte mit Skill recht viel Zeit rausschlagen. Bei breiten Strecken, werden dann wohl Items wichtiger. Vielleicht haben wir bisher aber auch eher die einfacheren Kurse gesehen.
 

Chibiterasu

Frührentner
ja, die Pest ging mit World los. Monster Hunter ist ein behäbiger Arena brawler. Auch wenn es "hunter" heißt, liegt der Fokus darauf das Kampfsystem zu meistern, und nicht darauf ewig herumzulaufen und zu suchen. Herumlaufen und suchen war immer und ist immer noch der mühsamste Aspekt des Spiels, eben weil es sich bewusst behäbig spielt. Mit den Zonen hat man das zähe herumlaufen auf ein Minimum reduziert und konnte zugleich extreme abwechslungsreiche Arenen bieten weil die Zonen nicht natürlich ineinander fließen mussten; weiters hat man damit das worum es geht, das Kämpfen, potenziert.

deine Meinung in ehren aber... definitiv nein. Xbx hat als Nintendospiel zb ne deutlich aufregendere Welt... Zelda ist einfach nur leeres "nichts"....


Bei beidem habe ich eine völlig konträre Meinung.

BotW hat eine Welt zum Anfassen. Ich kann überall Klettern, nicht nur an gelben Markern.
Ich kann meine Axt schwingen und alle dünnen Bäume in der Nähe umhauen und die rollen dann physikalisch halbwegs sinnvoll weg.
Ich bekomme kein Quick-Time Event, welches mir bei manchen festgelegten Punkten eine nicht skipbare/fremdgesteuerte Holzfäller-Animation reinhaut.
Ich kann Feuer legen und dieses per Wind beeinflussen. Einen Blitz-Einschlag provozieren, Strom weiterleiten, Wasserstellen vereisen oder als Stromverstärker nutzen.
Ich kann Schwerkraft und Kinetik zu meinen Gunsten nutzen oder einfach nur Blödsinn machen.

Das ist alles x mal weiter als in den allermeisten AAA Open World Spielen. Das haben sonst eher Valheim, Minecraft und sonstige Survival Spiele zu bieten - und meist auch nicht alles auf einmal. Hier aber verpackt in einer High-Budget Produktion.

Wenn's wer leer findet, von mir aus. Ich kann's aber nicht mehr hören. Meine Erfahrung war da ganz anders. Das Spiel war so voll mit Special Moments für mich. Stichwort "Emergent Gameplay". Einfach coole oder schöne Situationen aus dem Zusammenwirken von verschiedenen Systemen heraus.
Für mich war das reine Poesie. Die Stille und Weite einer Landschaft (zum richtig durchatmen - deswegen ist der Titel auch so perfekt) unterbrochen durch geheimnisvolle oder schöne Orte, durch Kämpfe mit einem zum Experimentieren einladenden Kampfsystem oder durch Rätselräumen als Anregung für die eigene Birne.


Kurz in dem Zusammenhang zu Elden Ring (@Organika ).
Ich mochte das Spiel sehr. Ich habe die Welt gerne erkundet. Aber in Bezug auf das was ich in der Open World von BotW schätze, ist Elden Ring ziemlich weit weg. Es ist genau so statisch, wie jedes Dark Souls davor. Das Gameplay ist im Grunde komplett gleich. Die Open World ist schön für die Atmosphäre und gibt durchaus einen Anreiz sie zu erkunden, aber eine Welt zum Anfassen ist sie eben nicht. Die ist Kulisse.


Und noch zu Monster Hunter Wilds (wieder @Zornica )
Eigentlich sollte dir Wilds dann gefallen, denn die Welt ist zwar offen, aber durch das Reittier und diesem automatischen Navigationssystem ist man dem Monster sehr sehr schnell hinterher. Die Laufwege sind dadurch so stark abgekürzt, dass ich es fast schon ein wenig schade finde. Das Spurensuchen/Jagen gerät da stark in den Hintergrund im Vergleich zum Kämpfen.
 

Zornica

Aushilfe der Essenausgabe
ich würde es wohl mehr mögen, aber leider haben die mit diesem Drop-in Multiplayer die online community fundamental ruiniert. Hab ja nicht mal mehr Rise durchgespielt, weil das einfach keinen Bock mehr gemacht hat, dass jeder quasi nur ein NPC war... das Community feeling das man noch bei 3 und 4 hatte war nicht mehr gegeben
 

Chibiterasu

Frührentner
Okay, das kann sein und versteh ich. Ich spiel das (wie auch zu Beginn der Pandemie schon MH World) nur mit drei Freunden seit der Kindheit. Sonst würde mir das Spiel gar nicht so sonderlich liegen.
Tri habe ich etwas alleine probiert, weil die alle keine Wii hatten (und das Spiel auch noch nicht auf deren Radar war) und ich fand das schnell langweilig.
 

Mister Blue

Frührentner
BotW hatte auf seine Art schon einen gewissen Vorzug gegenüber anderen Open Worlds. Ich schätze, diese weitläufigkeit, ohne alle Nase lang über irgendeine Stadt oder Gegnerhotspot zu stoßen; die Gegenden aber trotzdem nicht leer waren.

Mal sehen, weit mich die bei MHW abholt und was die zu bieten hat, wie diverse Sammelobjekte, Fahrzeuge, Mods, Lacke, usw. Das war ja leider so ein Teilaspekt, der in der Direct nur eine sehr stark untergeordnete Rolle spielte. Einen Story-Modus soll es nicht geben, sondern die Rede ist nur von einer vielzahl an Missionen und Herausforderungen. Insgesamt denke ich aber, dass man sich schon von den richtigen Spielen der Konkurrenz hat inspirieren lassen. Soweit sich das erahnen ließ. Mehr werde ich mir aber wahrscheinlich nicht dazu ansehen und mich dann am 5.6. und hoffentlich positiv überraschen lassen.
 

Levi

Pförtner des Altenheims
Laut diversen Berichten auf bluesky scheint World keine 200cc Rennen zu bieten...

Nur zur Info.

Und als kleine Erinnerung: wurde bei 8 damals auch erst nachgepatched mit diesen wundervollen selbstironischen teaser I'm Schlepptau:
 

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