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Grand Theft Auto VI - GTA 6 (Vorsicht: Spoileralarm!)

Grand Theft Auto VI
Firmen
Rockstar Games, Take-Two Interactive
Genres
Shooter, Racing, Adventure

Wurzelknolle

Rentenbezieher
Ich würde sogar gar nicht von Trailer reden. Trailer sind in der Regel ein paar Minuten lang. Das was bei Netflix kommen wird, soweit man das bereits durch Aussagen von Rockstar/TakeTwo weiß, wird Richtung typische Netflix-Show gehen - also schon länger.
Die ersten Leaker haben auch angebliche Details genannt, die sich aktuell nicht verifizieren lassen. Es schürt zumindest etwas die Hoffnung, dass der komplette Extended Look bereits vorher irgendwo publik wird und Netflix damit weniger Traffic bekommt.
 

Chibiterasu

Frührentner
Auch wenn ich es nach wie vor lächerlich finde, ich kann mich wirklich nicht sehr darüber aufregen.
Ist halt mal ein anderer Marketing-Zugang. So what?

Das interessiert bei 99% der Spiele eh keinen genug, dass das dort in irgendeiner Form ebenfalls aufgehen kann.
Also finde ich das nicht bedrohlich. Außerdem geht es nur darum Werbung für ein Spiel schauen zu "dürfen", welches sie mir ja verkaufen wollen. Jeder console-time-exclusive-deal bisher war da weit nerviger.

Wenn man da wirklich im Großen Stil meint in Zukunft vermehrt auf so "Werbe-Exclusives" zu setzen, dann okay. Warte ich halt ab. Ich fühle mich da wirklich in keinster Weise genötigt mitzumachen.
Und ich bin jemand, der sich sehr auf den Release von GTA VI und auch auf diese Präsentation in zwei Wochen freut.
 

Krule

Frührentner
Also aktiv stören tut mich der Early Access für Marketing- und Trailer-Material jetzt nicht. Ich finde es lächerlich und es zeugt von einem gewissen Größenwahn, den man kaum noch parodieren kann, aber als Angebot interessiert mich das einfach überhaupt nicht und selbst wenn es Nachahmer geben sollte, wäre es mir egal. Ich kann mir trotzdem keine Southpark-Folge vorstellen, die bei diesem Launch und dem Vorgehen des Publishers noch einen draufsetzen könnte, um das satirisch zu überspitzen. Das ist bereits Realsatire.

Viel schlimmer als dieser EA fürs Marketing sind für mich die Deluxe-Versionen für 100€, die zusätzliche Missionen, Geschäfte und Open-World-Areale enthalten. Das macht das Spiel für mich aktiv schlechter, weil die Monetarisierung hier ähnlich wie bei F2P-Titeln offenbar das Gamedesign beeinflusst hat.

Und darüber hinaus kommt noch der Digital-Only-Fokus hinzu, der leider auch als Vorbild für andere Publisher dienen dürfte. Zusammen mit Sony und den teilweise dümmlichen Einwürfen des Take-Two-CEOs wirkt das inzwischen fast wie eine bewusste Kampagne.
Das ist letztlich für alle Konsumenten schlechter - auch für diejenigen, die schon heute ausschließlich digital kaufen und deshalb erstmal mit den Schultern zucken. Die werden sich teilweise noch umschauen, wenn dieser Wettbewerbsdruck irgendwann wegfällt.

Für mich ist dieser Launch mittlerweile eine ziemliche Shitshow und in der Summe durchaus etwas, das ich für das Medium Videospiel als schädlich empfinde. Selbst Ubisoft oder EA haben sich ein derart konsumentenfeindliches Vorgehen in dieser Kombination teilweise nicht getraut. Vor allem hoffe ich, dass sich potenzielle Nachahmer nicht einbilden, sie könnten das einfach kopieren. GTA hat durch seine enorme Reichweite weit über die eigentliche Gaming-Community hinaus eine Sonderstellung. Rockstar kann sich Dinge erlauben, mit denen andere Publisher niemals durchkommen würden. Wenn daraus trotzdem ein allgemeiner Präzedenzfall für die Branche wird, wäre das für uns als Konsumenten ziemlich bitter.
 
Zuletzt bearbeitet:

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
Sponsor
Das ist ein Milliardenprojekt, das so viel Impact auf das Weltgeschehen hat wie die Mondlandung. Mich wundert nicht, dass die solche Stunts bringen, und ja: Die können sich das als Einzige leisten. GTA ist einfach ein Sonderphänomen, das schon lange alle Grenzen von gutem Geschmack sprengt. Ich sehe keinen Grund, da irgendwas extrapolieren zu müssen. Aber dann wieder sind einige Spieler eh ein wenig angeschlagen, nach all den Hiobsbotschaften der letzten Zeit.
 

Chibiterasu

Frührentner
Also aktiv stören tut mich der Early Access für Marketing- und Trailer-Material jetzt nicht. Ich finde es lächerlich und es zeugt von einem gewissen Größenwahn, den man kaum noch parodieren kann, aber als Angebot interessiert mich das einfach überhaupt nicht und selbst wenn es Nachahmer geben sollte, wäre es mir egal. Ich kann mir trotzdem keine Southpark-Folge vorstellen, die bei diesem Launch und dem Vorgehen des Publishers noch einen draufsetzen könnte, um das satirisch zu überspitzen. Das ist bereits Realsatire.

Viel schlimmer als dieser EA fürs Marketing sind für mich die Deluxe-Versionen für 100€, die zusätzliche Missionen, Geschäfte und Open-World-Areale enthalten. Das macht das Spiel für mich aktiv schlechter, weil die Monetarisierung hier ähnlich wie bei F2P-Titeln offenbar das Gamedesign beeinflusst hat.

Und darüber hinaus kommt noch der Digital-Only-Fokus hinzu, der leider auch als Vorbild für andere Publisher dienen dürfte. Zusammen mit Sony und den teilweise dümmlichen Einwürfen des Take-Two-CEOs wirkt das inzwischen fast wie eine bewusste Kampagne.
Das ist letztlich für alle Konsumenten schlechter - auch für diejenigen, die schon heute ausschließlich digital kaufen und deshalb erstmal mit den Schultern zucken. Die werden sich teilweise noch umschauen, wenn dieser Wettbewerbsdruck irgendwann wegfällt.

Für mich ist dieser Launch mittlerweile eine ziemliche Shitshow und in der Summe durchaus etwas, das ich für das Medium Videospiel als schädlich empfinde. Selbst Ubisoft oder EA haben sich ein derart konsumentenfeindliches Vorgehen in dieser Kombination teilweise nicht getraut. Vor allem hoffe ich, dass sich potenzielle Nachahmer nicht einbilden, sie könnten das einfach kopieren. GTA hat durch seine enorme Reichweite weit über die eigentliche Gaming-Community hinaus eine Sonderstellung. Rockstar kann sich Dinge erlauben, mit denen andere Publisher niemals durchkommen würden. Wenn daraus trotzdem ein allgemeiner Präzedenzfall für die Branche wird, wäre das für uns als Konsumenten ziemlich bitter.
Ich sehe das einfach nicht, dass durch das Fehlen von physischen Versionen so ein großer Wettbewerbsdruck wegfällt und dann plötzlich alle 100€ verlangen werden/können. In manchen Bereichen wie auf Steam und Co. spielen die doch schon lange keine Rolle mehr und preislich ist auch nicht viel in die Höhe geschnellt.
Das kann eben auch fast nur GTA VI. Da bekommst du halt ein Spiel, wo die Käufer der Deluxe Edition hunderte Stunden reinstecken. Im Vergleich zu einem 70€ Donkey Kong Bananza etc. trotzdem ein guter Deal.

Die Publisher reden seit vielen vielen Jahren davon, dass sie eigentlich den Preis anheben müssten (Inflation, steigende Budgets) und kommen damit einfach nur sehr sehr langsam voran. Ja, gerade gab es einen Push, aber der entspricht weiterhin nicht einmal der Inflation. Und selbst ein Nintendo tut sich damit schwer, daher jetzt die Ansage des "variable pricings".

Es konkurrieren ja nicht nur irgendwelche Händler mit Digital Stores.
Es konkurrieren Spiele untereinander um die Zeit der Spieler. Und das werden immer mehr Spiele (inkl. lang laufender Service-Games).
Das ist ein viel wichtigerer Faktor.

Klar, das Wegbrechen vom physischen Sektor hat einige Nachteile, aber um das große Drehen an der Preisspirale mache ich mir keine Sorgen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Krule

Frührentner
@Chibiterasu
Ich glaube, da unterschätzt du den Unterschied zwischen PC und Konsolen etwas. Der PC ist als offene Plattform schlicht einem wesentlich höheren Wettbewerbsdruck ausgesetzt: Es gibt mehrere Storefronts, Steam konkurriert mit Epic, GOG, Microsoft, Ubisoft Connect etc. dazu kommen Keyseller und als ultimative Alternative natürlich auch Piraterie. Kein einzelner Anbieter kontrolliert den Zugang zum Markt vollständig.

Die Konsolen sind dagegen gewissermaßen ein goldener Käfig. Sony, Microsoft und Nintendo kontrollieren sowohl die Hardware als auch den Zugang zu ihren Stores und können damit deutlich stärker bestimmen, unter welchen Bedingungen Spiele angeboten werden. Wenn dann auch noch der physische Markt als alternative Vertriebsform und Preiskorrektiv wegfällt, wird die Position dieser Plattformbetreiber und Publisher schlicht stärker.

Ich glaube deshalb auch nicht, dass morgen plötzlich jedes Spiel 100 € kosten wird. Der Punkt ist vielmehr, dass ein wichtiger Wettbewerbsmechanismus verschwindet und damit der Spielraum für höhere Preise und schlechtere Konditionen größer wird. Dass dieser Spielraum irgendwann genutzt wird, halte ich nicht für besonders weit hergeholt.

Um an der Preisschraube zu drehen, müssen die Plattformbetreiber darüber hinaus nicht einmal zwangsläufig die offiziellen Preise erhöhen. Es reicht schon, wenn die derzeit absurden Digitalpreise von rund 80 € künftig tatsächlich bezahlt werden müssen. Ich kaufe in den letzten Jahren sehr viel Day 1 und habe für physische Vollpreistitel eigentlich nie mehr als 55–60 € bezahlt (teilweise auch nur 40€) - übrigens fast immer günstiger als bei Steam. Bei einer großen Vollpreisveröffentlichung wären das also allein durch den Wegfall der physischen Vertriebsform 20–25 € Mehrkosten für mich. Als Vielspieler, der jährlich seine >60 Titeln durchballert, würde das extrem ins Geld gehen (wobei ich natürlich einfach mein Konsumverhalten anpassen und nicht mehr Day 1 kaufen werde).

Und dabei haben wir noch nicht einmal über die offensichtlichen Nachteile gesprochen, die über die reine Preisfrage hinausgehen. Mit dem Verschwinden physischer Spiele verlieren wir auch eine relevante Form der Videospielkultur und einen Teil dessen, was Spiele zu einem sammelbaren Kulturgut macht. Dazu kommen Ownership und Präservation. Bei einer rein digitalen Bibliothek hängt meine gesamte Spielesammlung von den Geschäftsentscheidungen und der Infrastruktur eines einzelnen Unternehmens ab. Allein das halte ich schon für eine ziemlich schlechte Entwicklung.

Edit: Und das klingt jetzt vielleicht wie ein brennendes Plädoyer für den PC, dabei habe ich persönlich eigentlich die Konsole bevorzugt. Beide Plattformen hatten und haben ihre Vor- und Nachteile. Für mich waren die Vorteile der Konsole bislang aber einfach höher zu bewerten als ihre Nachteile bzw die Vorteile des PCs. Mit dem schleichenden Verlust von Plug & Play, fertigen Spielen (ohne Service-Gedanken und Day-One-Patches) und nun auch dem Wegfall physischer Discs werden die Vorteile der Konsole jedoch Stück für Stück abgeschafft. Am Ende bleiben damit eigentlich nur noch die Nachteile übrig. Das finde ich sehr schade, denn als ehemaliges PC-Kind bin ich damals genau aus diesen Gründen vor über einem Jahrzehnt auf die Konsole gewechselt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Chibiterasu

Frührentner
Also um die anderen Nachteile beim Wegfall physischer Spiele ging es mir nicht. Die sind unbestritten.

Beim Preis glaube ich trotzdem nicht, dass z.B. Sony so viel Spielraum hat. Das sind einfach ziemlich festgesetzte Erwartungen in welchem Preisbereich sich das bewegen kann.
Immerhin gibt es doch noch drei Hersteller, die miteinander konkurrieren. So schlecht aktuell XBox auch dasteht und Nintendo oft nachgesagt wird, dass die irgendwo abseits ihr Ding machen (dem ich nicht zustimme, auch sie konkurrieren um dieselbe Spielerschaft/Ressourcen).

Und es gibt im Vergleich zu den 2000ern und davor jetzt TikTok, Youtube, Twitch, Smartphone/Tablet Gaming oder eben Netflix/Disney+ und Co. die alle um Aufmerksamkeit betteln. Teilweise sehr niederschwellig/günstig.
Das hat alles Auswirkungen, gerade wenn das Geld nicht so locker sitzt wie momentan.

Wir werden sehen, wie es Sony geht, wenn sie all ihre digitalen Pläne durchziehen, für ihre PS6 1000+€ verlangen müssen und dann vielleicht noch gerne die Spiele- oder Abopreise anheben wollen. Ich denke, damit werden sie nicht weit kommen.

Die werden eher viel versuchen ihre Konsolen bald wieder billiger zu machen, damit die Installationsbasis groß genug wird, und bei den Spielen mit etwas einsteigerfreundlicheren Preisen (oder weiterhin größeren Rabatten in Sales) zu locken.
 

Khorny

Moderator
Team
Ich seh zwar auch den Sonderfall bei GTA, aber trotz der Nachfrage und Beliebtheit - auch die schweben nicht über dem Mond. GTA 5 hat glaub Day1 damals 13 Mio. verkauft, das schafften Pokemon Violet/Dingens auch an drei Tagen, aber nur mit einer einzigen Plattform. Es gibt paar Marken, die stehen für große Verkaufszahlen und da zählt GTA ohne wenn und aber dazu. Ob sowas sich mit künftigen Beschränkungen + Preisen aber noch erreichen lässt, bin ich weniger optimistisch.

Ohne die ganzen zig Tausend Sales, Schnapper in der Resterampe, Re- und nochmal Re-Re-Releases, würden auch diese Spiele nicht absurde Stückzahlen machen. Wenn wir mal bei Digital only und 100€ Preisschild angekommen sind, mal schauen ob das Dingen dann nach paar Monaten oder Jahren immer noch konstant performt.

Davon abgesehen, muss der Release auch halten was er verspricht. Selbst ein Auslieferungszustand wie Cyberpunk würde vermutlich unmittelbar die Verkäufe nicht schmälern, zumal dank digitaler Codes, der Umtausch im Einzelhandel nahezu ausgeschlossen wäre, zumal die klassischen Refund-Plattformen wie Steam beim Release fehlen. Ich bin nach den letzten Jahren dennoch vorsichtig, ob dieses Spiel überhaupt dem Hype gerecht werden kann. Nach allen GTAs die ich angespielt habe, habe ich keinen einzigen Hype davon verstanden. Da bietet der Spielemarkt definitiv besseres und polierteres.
 

Chibiterasu

Frührentner
Ich persönlich würde darauf wetten, dass das Spiel in einem sehr guten Zustand erscheint (Bugs wird es in so einer Open World immer geben). Dafür hat der Publisher einfach zu viel Geld in der Hinterhand, die Entwicklungszeit war ewig lang (inklusive zweier Verschiebungen) und es hängt eben schon auch viel an dem Release und Ersteindruck.
Ein Cyberpunk Szenario ist für mich wirklich undenkbar.

Ich bin selbst sehr gespannt, ob mich das Spiel mehr abholen wird als die GTAs davor. Denn die habe ich nie annähernd komplettiert, immer nur eine Weile gezockt und dann weggelegt.
Irgendwas spricht mich hier wesentlich mehr an. Neben natürlich der Grafik, vor allem das Protagonisten-Duo. Das ist einfach mal was anderes und hat viel Potenzial für interessante Dynamiken in der Geschichte. Werden wir sehen was sie daraus machen.

GTA V war für mich grafisch noch etwas im Uncanny Valley drinnen. Es sah gut aus, aber andere Titel zu der Zeit fand ich schöner und die Charaktere besser dargestellt. Es ist ja auch schon 13 Jahre alt.
Mit RDR 2 gab es da irgendwie einen sehr guten Sprung aus dem Uncanny Valley raus und dort fand ich die Welt fantastisch (und das erschien sehr poliert, meiner Meinung nach).
Alles bisher Gezeigte von GTA VI setzt da noch gut eins drauf. Meiner Meinung nach sieht aktuell kein Spiel besser aus (über den Grafikstil an sich kann man natürlich immer streiten) - und das bei einer Open World.

Ich seh zwar auch den Sonderfall bei GTA, aber trotz der Nachfrage und Beliebtheit - auch die schweben nicht über dem Mond. GTA 5 hat glaub Day1 damals 13 Mio. verkauft, das schafften Pokemon Violet/Dingens auch an drei Tagen, aber nur mit einer einzigen Plattform.

Das stimmt wohl, aber seitdem ist so viel passiert. GTA war damals schon erfolgreich, aber mittlerweile sind die in ganz andere Dimensionen vorgestoßen (wegen GTA Online), wovon auch jedes Nintendo Spiel ein gutes Stück weit weg ist. Das bringt gar nichts, das noch mit dem Release vor 13 Jahren zu vergleichen.

Der Run auf das Spiel wird sehr sehr groß sein. Ob es sich langfristig gut verkauft, wird von GTA Online 2 abhängen.
 
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