Aus dem Dead Island-Thread rüberkopiert:
Hmmm..viel interessanter als die Frage, obs Achievements gibt, finde ich die Frage, wieviel Spass und Inhalt der DLC hat.
Dies gilt für mich grundsätzlich, mal davon abgesehn, daß ich das Spiel eh nicht habe.
Aber den Kauf, vom Vorhandensein von Erfolgen abhängig zu machen, find ich persönlich die falsche Prio.
Aber wie überall. Jeder wie er mag
Sehe ich ähnlich. Erfolge können bei DLCs eine nette Zugabe sein, aber ausschlaggebend für den Kauf halte ich sie auch nicht.
Es gibt genug Spiele mit DLCs ohne Erfolge (z.B. Portal 2, Carcassonne oder die Magic-Deckpakete), die Stunden über Stunden an Spielspaß hinzufügen können.
Und es gibt genügend DLCs, die einfach nur Müll sind, wo die Leute den Krempel aber doch kaufen, nur um ihre 100% wieder zurückzuhaben. Ich bereue z.B. bis heute den Kauf der Mafia-DLCs, weil ich mir einfach zuviel davon versprochen habe, die Dinger aber inhaltlich eher auf die Sondermüll-Kippe gehören. Dummerweise könnten der Publisher meinen Kauf auch so interpretieren, dass ich nur auf die Erfolge scharf war und demensprechend in Zukunft noch mehr Müll dieser Art veröffentlichen. Das ärgert mich wirklich.
Berechtigter Einwand, aber wie soll man denn Spass haben ohne Achievements???



:lol:
Ne Quatsch, du hast natürlich Recht, ich ertappe mich ja schon selber dabei, wie das Sammeln von Achievements für mich schon manchmal fast mehr Spass macht, als das eigentliche Spiel.
Müsste wohl mal öfters wieder den PC anschmeißen, um von dieser "Plop"-Sucht wegzukommen.
Selbst auf dem PC wirst Du an den Erfolgen dank Games for Windows Live und Steam nicht vorbeikommen. Selbst MMOs wie World of Warcraft oder SWTOR haben ja mittlerweile Achievement-Systeme.
Wenn das Sammeln der Erfolge motivierender und spaßiger ist als das Spiel an sich, läuft meiner Meinung nach irgendwas falsch.
Klar, bei manchen Spielen sind die Erfolge eher sowas wie eine Highscore-Jagd, wo man wirklich eine besondere Leistung erfüllen muss. Aber oftmals sind es halt doch nur vollkommen Schwachfug (das Wort mit "Sinn" wollte das Forum irgendwie nicht akzeptieren) Sammel- oder Grinding-Aufgaben, bei denen das erhalten des Erfolgs eher einer Befreiung gleicht, dass man den dafür erforderlichen Schwachsinn einfach nicht mehr betreiben muss.
Ich gehe ja auch gerne mal auf die Erfolge-Jagd und grade wenn ich ein Spiel besonders mag, möchte ich es irgendwie auch gerne als 100% vollständig im Dashboard haben.
Und ich hab dafür auch immer wieder mal vollkommen bescheuerte Aufgaben erfüllt - und es werde es sicher auch in Zukunft immer wieder mal machen. Aber wenn man sich zu sehr von den Erfolgen steuern lässt, kann man sich auch irgendwann den Spaß am Spielen selbst nehmen.
Ein gutes Beispiel dafür ist Gears 3 mit seinem mittlerweile gigantischen Stapel an für Durchschnitts-Gamer vollkommen absurden Erfolgen. Für Hardcore-Gears-Fans sind sie ein Segen, weil sie die langfristige Motivation im Multiplayer steigern - und für genau die Leute sind sie da. Aber für den Durchschnitts-Gamer sind die viele davon nur durch exzessives Boosten erreichbar. Und mal ehrlich: Was hat man auf diesem Wege "achieved"? Im Grunde gar nix.
Ich hab vor ein paar Tagen Skyrim abgeschlossen. Wäre nicht der eine Bug da, wären dabei auch 1000/1000 rausgekommen. Die 1000 voll zu bekommen, ist hier für mich eine Ehre, weil ich Skyrim wirklich großartig finde. Die Erfolge waren in dem ganzen "Prozess" aber wirklich nur ein Nebenprodukt. Hätte ich nur auf die Erfolge geschaut, hätte ich das Ding vermutlich in ca. 50 Stunden durchspielen können, hätte mich aber gleichzeitig von den vielen anderen tollen Erlebnissen, die ich in den ingesamt 246 Stunden hatte, komplett ausgeschlossen.
Nach Skyrim spiele ich jetzt "Sherlock Holmes vs. Jack the Ripper", weil ich einfach mal wieder Bock auf ein klassisches Adventure hatte. Hier bekomme ich die Erfolge im Vorbeigehen hinterher geworfen. Praktisch jedes gelöste Puzzle beschert einen neuen Erfolg.
Alleine diese Beispiele zeigen schon, dass das ganze Erfolge-System etwas ziemlich abstraktes ist, dass eine nette Beigabe ist, von dem man sich aber seine Spielweise und seinen Spielspaß wirklich nicht dominieren lassen sollte.