Greg 1704
Sonntagsfahrer
Erster Erfahrungsbericht von Xbox Front
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Welcome to Forza Motorsport 3
Der Name allein zeigt eigentlich schon, was es mit Forza 3 auf sich hat, zumindest wenn es um die technischen Grundlagen wie Simulationsgrad und Fahrphysik und vor allem das Fahrverhalten geht. In all diesen Bereichen stellt Forza 3 eine Evolution dar, ohne jedoch revolutionäre Neuigkeiten zu bieten… und das ist auch gut so. In den vergangenen Wochen wurden gerade die vielen neuen Features in Forza 3 in den Vordergrund gehoben, was vor allem bei den Rennprofis für Unsicherheit sorgte. Hier können wir gleich Entwarnung geben, denn Forza Motorsport 3 bieten zwar viele neue Features an, jedoch müssen diese nicht zwangsweise Einzug in das Spiel jedes Einzelnen finden.
Die Rückspulfunktion ist beispielsweise eine dieser Diskussionspunkte. Ihr seid der Meinung, dass es im wahren Leben keinen Rückspulfunktion gibt? Dann ignoriert sie einfach und sie geht im Renngetümmel so schnell unter wie sie gekommen ist… versprochen. Niemand fährt im „Renntrimm“ mit der Gewissheit in die Kurve, dass man bei Bedarf einfach zurückspult und den Turn erneut anfährt. Davon ab, werdet ihr für solche Gedankengänge auf der Suche nach Ideallinie und Scheitelpunkt gar keine Zeit haben. Sollte man dann doch fatal in die Bande einschlagen, besteht immer noch die Möglichkeit, den inneren Schweinehund zu bekämpfen.
Der nächste, vielfach kritisierte Punkt ist der Bremsassistent, den es eigentlich in jeder guten Formel 1-Simulation auch gibt. Wer ihn nicht will, schaltet ihn ab und wer ihn mal ausprobiert, wird feststellen, dass Forza 3 selbst in diesem Modus noch wesentlich mehr Rennsport bietet, also so mancher selbsternannter „wahrer Fahrsimulator“, bei dem man unter Umständen das Gefühl hat, es wäre ein Lenkassistent mit an Bord.
Die ehrlichste Rennsimulation aller Zeiten
Was ein Rennspiel zu einer Simulation macht, ist die Physikengine und hier hat Turn 10 bereits mit der Forza 2-Engine einen großen Wurf gelandet. Logisch, dass man auch hier kein Risiko eingeht und auf das bereits geschaffene aufbaut. Die Forza 3 Physikengine ist also als eine „gepimpte“ Variante der Vorgängerversion zu betrachten, dennoch hat sich einiges verändert.
In der Überschrift habe ich Forza 3 als „ehrlich“ bezeichnet und genau dieses Attribut trifft den Punkt am besten. Forza 3 gibt dem Fahrer noch mehr Feedback über den Fahrzustand eures Boliden. Im Gegenzug bleibt ihr von unvorhergesehenen Zuständen verschont, soll heißen, der Wagen bricht nicht unvermittelt aus, ohne euch vorher eindrücklich zu warnen. Das Gefühl an sich ist schwer zu beschreiben, man merkt einfach deutlich, dass man auf der „letzten Rille“ fährt, ohne jedoch dabei Schweißausbrüche zu erleiden oder den Wagen direkt „wegzuschmeißen“.
Doch nicht nur beim Anbremsen oder Einlenken fällt das neue Feature positiv auf, auch beim Herausbeschleunigen spürt ihr jederzeit, ob ihr in einem Front- bzw. Hecktriebler oder einem Allradauto unterwegs seid. Wenn euch der 911er früher im Rennbetrieb auch etwas zu hektisch war, wird er euch in Forza 3 umso mehr Fahrspaß bieten und ganz ehrlich… wer opfert nicht mal gerne ein paar Hundertstel für einen spektakulären Drift, der im Porsche Cup an der Tagesordnung ist? Dies ist sicherlich ein kleiner Schritt weg vom Skill, dafür ein großer Schritt noch weiter vorwärts in Richtung Realität und Fahrspaß. Dennoch… Forza 3 ist kein Mario Kart… wenn der „virtuelle Gong“ erklingt, sprich das Fahrzeug euch sagt „Hier ist Schluss!“, solltet ihr tunlichst darauf hören.
In der Gesamtheit bedeutet dies folgendes: Forza 3 bietet gegenüber Forza 2 die Möglichkeit, die verschiedenen Fahrzeuge in einem kürzeren Zeitrahmen kennenzulernen und somit auch effektiver zu nutzen. Der Vorteil liegt auf der Hand: man beschränkt sich nicht auf 20 der 400 Fahrzeuge, zudem werden in Forza 3 mehr Spieler in der Lage sein, relativ zügig ordentliche Zeiten in den Asphalt zu meißeln.
Das Beste rausgepickt!
Okay, ich habe ja schon einiges gesehen, gehört und gespielt und es wäre gelogen, jetzt zu sagen: Forza 3 hat mich auf den ersten Blick total umgehauen. Das änderte sich zwar nach den ersten 3-4 Runden, dennoch, der Ersteindruck war erst einmal „nur sehr gut“. Dies mag vielleicht daran liegen, dass man mittlerweile der Meinung ist, dass die Spiele mit dem besten Gameplay nicht unbedingt die Spiele sind, die am besten aussehen. Im Falle von Forza 3 lehnen wir uns einfach mal aus dem Fenster und sagen: Forza 3 rangiert optisch leicht über Gran Turismo 5 Prologue.
Die Fahrzeugmodelle wirken einen Tick plastischer und vor allem die Umgebung detaillierter. Wo bei Forza 2 teilweise noch matschige Texturen das Gesamtbild trübten herrschen jetzt gestochen scharfe Grafiken. Die Glanzeffekte und das Environmental Mapping (Spiegelung der Umgebung) auf den Fahrzeugen sehen fantastisch aus und wenn nach einigen Runden erste Kampfspuren, Bremsstaub und Dreck sichtbar werden, fühlt man sich zu Recht wie auf der Renntrecke.
Die neue Anordnung und Blickwinkel der Replaykameras verstärken übrigens noch diesen Eindruck. Zwar gibt es immer noch nicht die Möglichkeit, auf eine reine TV-Übertragungs-Variante umzuschalten und auch der bei vielen so unbeliebte 360° Schwenk um den fahrenden Boliden herum ist noch mit an Bord, dennoch wirkt alles ein Stück realistischer, lässt aber auch noch Luft nach oben.
Klangerlebnis allererster Güte
Bereits in der Einleitung haben wir kurz das Thema „Sound“ aufgegriffen. Bei Forza 3 umfasst dieser Oberbegriff gleich mehrere Sparten und zwar Motorengeräusche, Fahrzeuggeräusche und Umgebungsgeräusche. Bestimmend für Rennsimulationen oder Rennspiele allgemein sind die Motorensounds der Fahrzeuge und auch hier haben die Jungs von Turn 10 nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt. Je nach Drehzahl blubbern, brüllen oder schreien die Triebwerke als würde man direkt zwischen Drosselklappe und Endrohr sitzen. Die verschiedenen Lastzustände sind dabei ebenso vorhanden wie zwitschernde Blow-Off-Ventile. Kurz vor dem Drehzahlbegrenzer ändert sich das Klangverhalten nochmals und zeigt dem Spieler deutlich „jetzt wird’s Zeit den nächsten Gang einzulegen“. In wie weit hier wirklich Realismus herrscht, ist schwer zu sagen… mir war es aber auch egal, meiner Gänsehaut sowieso.
Neben den Umgebungsgeräuschen wie Wind, Tiergeräuschen und Publikum sind es vor allem die weiteren Fahrzeuggeräusche, die zwar nicht im Vordergrund stehen, aber den orchestralen Motosport-Sound abrunden. Am meisten fallen hier die neuen Bremsgeräusche auf, die zwar dezent im Hintergrund bleiben, aber dennoch anzeigen, wann die Bremszangen zupacken.
Äußere Faktoren wie Brücken, Tunnel oder Boxenmauern sorgen nicht nur in der Realität für eine veränderte Akustik, auch bei Forza 3 hat man diese berücksichtigt, allerdings bekommt man die ganzen feinen Nuancen der Klangabstufungen wahrscheinlich nur zu hören, wenn man sich auf nichts anderes konzentriert...
Quelle:
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Welcome to Forza Motorsport 3
Der Name allein zeigt eigentlich schon, was es mit Forza 3 auf sich hat, zumindest wenn es um die technischen Grundlagen wie Simulationsgrad und Fahrphysik und vor allem das Fahrverhalten geht. In all diesen Bereichen stellt Forza 3 eine Evolution dar, ohne jedoch revolutionäre Neuigkeiten zu bieten… und das ist auch gut so. In den vergangenen Wochen wurden gerade die vielen neuen Features in Forza 3 in den Vordergrund gehoben, was vor allem bei den Rennprofis für Unsicherheit sorgte. Hier können wir gleich Entwarnung geben, denn Forza Motorsport 3 bieten zwar viele neue Features an, jedoch müssen diese nicht zwangsweise Einzug in das Spiel jedes Einzelnen finden.
Die Rückspulfunktion ist beispielsweise eine dieser Diskussionspunkte. Ihr seid der Meinung, dass es im wahren Leben keinen Rückspulfunktion gibt? Dann ignoriert sie einfach und sie geht im Renngetümmel so schnell unter wie sie gekommen ist… versprochen. Niemand fährt im „Renntrimm“ mit der Gewissheit in die Kurve, dass man bei Bedarf einfach zurückspult und den Turn erneut anfährt. Davon ab, werdet ihr für solche Gedankengänge auf der Suche nach Ideallinie und Scheitelpunkt gar keine Zeit haben. Sollte man dann doch fatal in die Bande einschlagen, besteht immer noch die Möglichkeit, den inneren Schweinehund zu bekämpfen.
Der nächste, vielfach kritisierte Punkt ist der Bremsassistent, den es eigentlich in jeder guten Formel 1-Simulation auch gibt. Wer ihn nicht will, schaltet ihn ab und wer ihn mal ausprobiert, wird feststellen, dass Forza 3 selbst in diesem Modus noch wesentlich mehr Rennsport bietet, also so mancher selbsternannter „wahrer Fahrsimulator“, bei dem man unter Umständen das Gefühl hat, es wäre ein Lenkassistent mit an Bord.
Was ein Rennspiel zu einer Simulation macht, ist die Physikengine und hier hat Turn 10 bereits mit der Forza 2-Engine einen großen Wurf gelandet. Logisch, dass man auch hier kein Risiko eingeht und auf das bereits geschaffene aufbaut. Die Forza 3 Physikengine ist also als eine „gepimpte“ Variante der Vorgängerversion zu betrachten, dennoch hat sich einiges verändert.
In der Überschrift habe ich Forza 3 als „ehrlich“ bezeichnet und genau dieses Attribut trifft den Punkt am besten. Forza 3 gibt dem Fahrer noch mehr Feedback über den Fahrzustand eures Boliden. Im Gegenzug bleibt ihr von unvorhergesehenen Zuständen verschont, soll heißen, der Wagen bricht nicht unvermittelt aus, ohne euch vorher eindrücklich zu warnen. Das Gefühl an sich ist schwer zu beschreiben, man merkt einfach deutlich, dass man auf der „letzten Rille“ fährt, ohne jedoch dabei Schweißausbrüche zu erleiden oder den Wagen direkt „wegzuschmeißen“.
Doch nicht nur beim Anbremsen oder Einlenken fällt das neue Feature positiv auf, auch beim Herausbeschleunigen spürt ihr jederzeit, ob ihr in einem Front- bzw. Hecktriebler oder einem Allradauto unterwegs seid. Wenn euch der 911er früher im Rennbetrieb auch etwas zu hektisch war, wird er euch in Forza 3 umso mehr Fahrspaß bieten und ganz ehrlich… wer opfert nicht mal gerne ein paar Hundertstel für einen spektakulären Drift, der im Porsche Cup an der Tagesordnung ist? Dies ist sicherlich ein kleiner Schritt weg vom Skill, dafür ein großer Schritt noch weiter vorwärts in Richtung Realität und Fahrspaß. Dennoch… Forza 3 ist kein Mario Kart… wenn der „virtuelle Gong“ erklingt, sprich das Fahrzeug euch sagt „Hier ist Schluss!“, solltet ihr tunlichst darauf hören.
In der Gesamtheit bedeutet dies folgendes: Forza 3 bietet gegenüber Forza 2 die Möglichkeit, die verschiedenen Fahrzeuge in einem kürzeren Zeitrahmen kennenzulernen und somit auch effektiver zu nutzen. Der Vorteil liegt auf der Hand: man beschränkt sich nicht auf 20 der 400 Fahrzeuge, zudem werden in Forza 3 mehr Spieler in der Lage sein, relativ zügig ordentliche Zeiten in den Asphalt zu meißeln.
Okay, ich habe ja schon einiges gesehen, gehört und gespielt und es wäre gelogen, jetzt zu sagen: Forza 3 hat mich auf den ersten Blick total umgehauen. Das änderte sich zwar nach den ersten 3-4 Runden, dennoch, der Ersteindruck war erst einmal „nur sehr gut“. Dies mag vielleicht daran liegen, dass man mittlerweile der Meinung ist, dass die Spiele mit dem besten Gameplay nicht unbedingt die Spiele sind, die am besten aussehen. Im Falle von Forza 3 lehnen wir uns einfach mal aus dem Fenster und sagen: Forza 3 rangiert optisch leicht über Gran Turismo 5 Prologue.
Die Fahrzeugmodelle wirken einen Tick plastischer und vor allem die Umgebung detaillierter. Wo bei Forza 2 teilweise noch matschige Texturen das Gesamtbild trübten herrschen jetzt gestochen scharfe Grafiken. Die Glanzeffekte und das Environmental Mapping (Spiegelung der Umgebung) auf den Fahrzeugen sehen fantastisch aus und wenn nach einigen Runden erste Kampfspuren, Bremsstaub und Dreck sichtbar werden, fühlt man sich zu Recht wie auf der Renntrecke.
Die neue Anordnung und Blickwinkel der Replaykameras verstärken übrigens noch diesen Eindruck. Zwar gibt es immer noch nicht die Möglichkeit, auf eine reine TV-Übertragungs-Variante umzuschalten und auch der bei vielen so unbeliebte 360° Schwenk um den fahrenden Boliden herum ist noch mit an Bord, dennoch wirkt alles ein Stück realistischer, lässt aber auch noch Luft nach oben.
Bereits in der Einleitung haben wir kurz das Thema „Sound“ aufgegriffen. Bei Forza 3 umfasst dieser Oberbegriff gleich mehrere Sparten und zwar Motorengeräusche, Fahrzeuggeräusche und Umgebungsgeräusche. Bestimmend für Rennsimulationen oder Rennspiele allgemein sind die Motorensounds der Fahrzeuge und auch hier haben die Jungs von Turn 10 nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt. Je nach Drehzahl blubbern, brüllen oder schreien die Triebwerke als würde man direkt zwischen Drosselklappe und Endrohr sitzen. Die verschiedenen Lastzustände sind dabei ebenso vorhanden wie zwitschernde Blow-Off-Ventile. Kurz vor dem Drehzahlbegrenzer ändert sich das Klangverhalten nochmals und zeigt dem Spieler deutlich „jetzt wird’s Zeit den nächsten Gang einzulegen“. In wie weit hier wirklich Realismus herrscht, ist schwer zu sagen… mir war es aber auch egal, meiner Gänsehaut sowieso.
Neben den Umgebungsgeräuschen wie Wind, Tiergeräuschen und Publikum sind es vor allem die weiteren Fahrzeuggeräusche, die zwar nicht im Vordergrund stehen, aber den orchestralen Motosport-Sound abrunden. Am meisten fallen hier die neuen Bremsgeräusche auf, die zwar dezent im Hintergrund bleiben, aber dennoch anzeigen, wann die Bremszangen zupacken.
Äußere Faktoren wie Brücken, Tunnel oder Boxenmauern sorgen nicht nur in der Realität für eine veränderte Akustik, auch bei Forza 3 hat man diese berücksichtigt, allerdings bekommt man die ganzen feinen Nuancen der Klangabstufungen wahrscheinlich nur zu hören, wenn man sich auf nichts anderes konzentriert...
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