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Dragon Age: The Veilguard

Dragon Age: The Veilguard
Firmen
Electronic Arts, BioWare
Genres
Role-playing (RPG), Strategy, Adventure

Deinteddybaer

Jungspund
Ich finde das Gameplay sehr gut und ich will wissen, wie die Geschichte zu Ende geht. Für einen zweiten Durchgang reicht es bei mir aber auch nicht. Deshalb versuche ich möglichst alles zu machen.
Da ist alles zu weichgespühlt.
 

MoinMeister

Pförtner des Altenheims
Nach etwa 60h Spielzeit will ich auch meine Gedanken zum Spiel äußern. Bin zwar noch nicht komplett durch, aber das Ende nähert sich. Story Spoiler gibt es nicht.

Ich finde das Spiel sehr gut gelungen. Mir gefällt die Spielwelt. Ist ist zwar keine riesige Open World (eher zum Glück). Trotzdem gibt es in den eher schlauchigen Leveln viel zu erkunden und man findet immer wieder kleine Rätsel und Schatztruhen. Die Spielwelt wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet und erinnert teilweise an Elden Ring. Einige Bereiche bleiben Anfangs jedoch verschlossen und lassen sich erst im späteren Verlauf des Spiels betreten. Meistens nach erfolgreicher Rekrutierung eines Teammitglieds. Heißt, dass man die Bereiche mehrmals durchläuft. Die Story finde ich solide und das Pacing gefällt. Das Highlight sind die Kämpfe gegen die Drachen.

Der Cast an Charakteren ist abwechslungsreich, aber etwas glattgebügelt. Viele Mitstreiter lassen Ecken und Kanten vermissen. Man hat zwar viel Interaktion mit dem Team und lernt auch viel über sie in den abwechslungsreichen Nebenquests. Aber wirklich in die Tiefe geht es nicht. Man braucht keine Angst zu haben, dass man ein Mitglied verliert, weil man zu „böse“ war wie in Baldurs Gate 3. Das heißt nicht, dass es keine schwierigen Entscheidungen zu treffen gibt. Die besitzt das Spiel. Das ein oder andere Mal schluckt man schon, aufgrund der Entscheidungen, die man traf. Aber der generelle Vibe im Spiel ist, dass das Gute siegt. Man kann keine wirklichen negativen Gesprächsoptionen wählen. Mehr so 50 Shades of nett. Rook versucht immer in allen Situationen, egal wie schlimm, das Gute zu sehen. Egal wer ihr/ihm gegenüber steht oder was gerade passiert. Ein richtiger böser Charakter, wie in Mass Effect kann man nicht sein. Das machen andere Spiele besser. In einem Podcast über das Game habe ich einen guten vergleich gehört. Das Spiel ist wie die TV Serie „Ted Lasso“ auf Apple TV. Nur eben im Fantasy Genre. Ich zitiere einfach mal Wikipedia.
Ted Rook konfrontiert Herausforderungen in der Teamdynamik und im Umgang mit persönlichen Konflikten, während er gleichzeitig seine positive Einstellung und seinen unerschütterlichen Glauben an die Menschen beibehält. Seine unkonventionellen Coaching-Methoden führen zu unvorhersehbaren Ergebnissen und tragen zur Entwicklung der Charaktere sowohl auf als auch neben dem Platz in der Spielwelt bei. Die Serie das Game behandelt Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und die Überwindung von Widrigkeiten, während sie die Entwicklung des Teams und Teds Rook’s Beziehung zu den Menschen um ihn herum zeigt.

Diese Beschreibung passt perfekt zum Spiel. Das Spiel ist mehr wie eine amerikanische „Feel good“ Serie, oder Popcorn Kino, als Hardcore dark Fantasy. Man will immer unbedingt wissen wie es weiter geht und kann es kaum erwarten, wie die nächste Folge/Kapitel ist. Oder halt auch nicht. Das erklärt wohl auch die unterschiedlichen Bewertungen. Manche mögen das, andere wiederum nicht.

Das Kampfsystem macht Laune und geht gut von der Hand und die verschiedenen Klassen, Skill Trees und Waffen sorgen für Abwechslung.

Zum Thema „wokness“. Da wird viel Lärm um nichts gemacht, der wieder mal aus der Schmuddelecke im Internet kommt, die für Klicks alles macht. Ein Beispiel von YT um das mal in Perspektive zu setzen. Der Dude ist im Charakter Editor und klick sich so umher. Irgendwann landet er in einem Menü, wo man Geschlecht, Stimme, Pronomen einstellen kann. Der klickt etwas an und hat auf einmal einen Trans- Charakter oder so. Dann Rastet der völlig aus und labert etwas von Zwang und bla, bla….. Sein Chat sagt die ganz Zeit: Klick doch einfach „Zurück“ und gut ist. Dann hätte er das wieder Rückgang machen können. Stattdessen redet er sich lieber in Rage und labert Müll. Solche Leute bestimmen dann den Diskurs um das Game.

Es gibt im Spiel einen Charakter (Taash), die man erst recht spät bekommt. Die ist Non-binary. Die will (im englischen) mit They/them angesprochen werden, weil es ihr besser gefällt. Die ganzen Gespräche mit ihr um das Thema dauern vielleicht in Echtzeit 4 Minuten in einem 60-70h Game. Am Ende kann man ihr eigentlich auch nur Zustimmen und sagt etwas wie: Ja mach ruhig, du kannst Pronomen benutzen wie du willst. Das war es. Wenn einen das stört, kann man die Gespräche auch überspringen und ließt sie sich nicht durch. Die Antworten ändern den Spielverlauf nicht. Bellara hat ADHS. Merkt man ihr wohl auch an (laut Betroffenen auf Reddit). Ich persönlich habe da nicht beachtet/bemerkt. Aber ich merke ja eh nichts mehr :ugly: . Jeder Charakter hat seine eigene Persönlichkeit und Macken. Das merkt man im späteren Spielverlauf, wenn die Charaktere sich untereinander unterhalten und anfängliche Ablehnung in Freundschaft umschlägt. Da gibts die ein oder andere Situation, wo ich sehr schmunzeln musste.

Positiv ist auch die Tatsache, dass man das Aussehen von allen Items im Spiel anpassen kann mit Skins. Man hat in der Hub-Welt einen Kleiderschrank, wo man für alles (Helm, Rüstung, Waffen, Schild) einen Skin festlegen kann. Die bekommt man aus Kisten oder von Händlern. Die überschreiben das Aussehen des jeweiligen Gegenstandes. So kann man optisch alles genau nach seinem Geschmack gestalten. Das gleiche gilt für die Sichtbarkeit des Helms. Immer an, immer aus, in Zwischensequenzen nicht sichtbar. Das ist sehr gut gelöst und sollte in mehr Spielen so gemacht werden. Läuft perfekt auf dem PC. Super Performance, keine Bugs. Auch selten.

Habe das Ende zwar noch nicht erreicht, aber trotzdem ist das Spiel eines der Highlights des Jahres.

8/10 Drachen

Helm immer an :ugly: Bester Skin für Helme im Spiel. Als Crow besonders gut.
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Zuletzt bearbeitet:

Mister Blue

Frührentner
Da hätte ich gerne noch eine Möglichkeit gehabt, mir die Rüstungen bei den Händlern vorab anzusehen. Gerade eben weil es Transmog gibt.

Ich bin nicht gerade ein wer weiß wie großer Fan von Charaktereditoren. Der hier geht schon mehr als okay, nur für Leute wie mich, die nicht viel Zeit mit so etwas verbringen möchten, hätte es dann gern noch ein paar mehr Vorlagen oder einen entsprechend fähigen Zufallsgenerator geben können. So dass ich nur auf die Schnelle ein paar Änderungen vorgenommen habe und ab dafür. War auf den ersten Blick nicht optimal, doch im Nachhinein und nachdem ich den das erste Mal in Bewegung sah, war ich aber gar nicht mal unzufrieden mit meinem Charakter. Weshalb ich noch nichts daran geändert habe

Belara empfinde ich eher als quirliges Fan-Girl, zwar ne ziemliche Quasselstrippe aber sie und Harding harmonieren ganz gut miteiander. Hätten nur wie schon zuvor schon von mir erwähnt ein paar mehr Gesprächsthemen sein können, da sich die Begleiterdialoge relativ schnell wiederholen.
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Ich finde das Thema Wokeness sollte man bei der Bewertung rauslassen, zumal es hier auf ein paar Seiten auch gewünscht war, dies nicht in die Diskussion mit einfließen zu lassen.

Das Thema ist dafür auch m.E. in der Begrifflichkeit zu vielfältig. Manche setzen Gendern darunter, andere beziehen Political Correctness mit ein und argumentieren damit die langweiligen Charaktere.

Fakt ist, die Entwickler haben sich dafür entschieden, gewisse Bereiche dem Spiel beizufügen und das steht ihnen auch absolut zu. Das man man gut finden oder nicht. Manch einer ist von der Thematik nur noch genervt und möchte sie nicht auch noch in zur Ablenkung gehörigen Spielen haben, andere finden es gut, dass dieses auch in Spielen thematisiert wird. Ich kann beide Seiden ein Stück weit verstehen.


Für mich ist, unabhängig von obiger Thematik, in einem Rollenspiel eine interessante Party wichtig. Und der Punkt kam mir hier leider, auch im Vergleich zu den Vorgängern, ein wenig zu kurz. Mit dem Actionpart hatte ich ungleich mehr Spaß und als das sehe ich das Spiel inzwischen halt auch mehr. In der Betrachtungsweise ist es ein gutes Spiel, keine Frage, fü mich aber auch nicht überragend. Die Vorgänger waren da mehr meines.

Geschmackssache, klar. Ein Fehlkauf war es für mich nicht und wenn andere damit mehr Spaß haben, umso besser :)
 

MoinMeister

Pförtner des Altenheims
Mir ging es bei Thema "wokness" darum, es einfach mal in Perspektive zu setzen. Zur Spiellänge und Intensität, die das Thema im Spiel einnimmt. Schaut man sich Beiträge zum Spiel im Intenet an, könnte man den EIndruck bekommen, dass das Spiel einem LGBT regelrecht aufdrängt und 75,8% des Spiels sich um das Thema drehen. Das ist einfach falsch. Diese Themen werden nur kurz angeschnitten und dann war es das. Viele negetive Kritiken (oder eher Rage Bait) am Spiel bezieht sich darauf und reitet das Thema tot. Geht imho völlig vorbei an den eigentlichen Schwächen des Spiels. Das führt leider auch dazu, wenn man mal Inhalte zum Spiel sucht (Tipp, Tricks, Waffen, oder Reviews etc.) wird man stattdessen mit diesen Müllkritiken zugeschütet und findet zum Gesuchten nichts.
 
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
Wie ist denn die Welt eigentlich aufgebaut? Offene Welt? Größere Hub Gebiete? Schlauchig? Ein Mix?
 

Krule

Frührentner
Wie ist denn die Welt eigentlich aufgebaut? Offene Welt? Größere Hub Gebiete? Schlauchig? Ein Mix?
Semi-schlauchig. Ich vergleiche es diesbezüglich gerne mit God of War 2018, wobei man schon verschiedene Areale hat, die - wenn man will - sicherlich auch etwas größer erkunden kann (ich wollte nicht).

Ich habe das Spiel inzwischen durch und bin doch relativ ernüchtert
83. Dragon Age: The Veilguard (PS5)
Als großer Fan von Dragon Age: Origins war ich sehr neugierig auf das neue Dragon Age, nachdem es in einigen Tests doch ziemlich positiv aufgenommen wurde und es hieß, Bioware sei endlich zurück und hätte sich auf seine Stärken besinnt: Starke Charakterinteraktionen, Interessantes Worldbuilding, nette Story und gute Inzenierung.
Nun nach dem Durchspielen (~50h) finde ich das neue Dragon Age, aber gerade auf den genannten Gebieten ziemlich schwach. Die Charaktere sind mir kaum ans Herz gewachsen, die Dialoge sind banal und das Writing ist uninteressant. Ich habe mich über viele Spielstunden ziemlich gelangweilt und erst im - zugegebenermaßen - sehr guten Finale kam zum ersten Mal etwas Spannung auf. Die Charakterinteraktionen sind weichgespült und Konflikte halten keine 30 Sekunden, bevor sich alle wieder lieb haben. Das war nichts.

Spielerisch ist The Veilguard aber ein solides Action-RPG, auch wenn mich das ständige Gekloppe teilweise etwas ermüdet hat. Auch, wenn ich mir nach DA:O und BG3 lieber ein taktisches CRPG gewünscht habe, wusste ich ja, auf was ich mich einlasse und war daher bereit auf etwas neues. Die semi-schlauchigen Levelstrukturen, die kleineren Rätsel und das brachiale Kampfsystem erinnerten mich entfernt an God of War 2018 (wenn auch auf niedrigerem Niveau). Man kann darüber hinaus viele unterschiedliche Builds spielen, die sich häufig auch sehr unterschiedlich spielen. Die Kampfmechaniken sind zwar relativ 08/15, funktionieren aber wunderbar. Einige der Bosskämpfe zb. gegen die Drachen, sind anspruchsvoll und gut inszeniert.

Summa Summarum ist das für mich trotzdem eine Enttäuschung. ich hätte mir nach den positiven Berichten doch erheblich mehr versprochen- insbesondere erzählerisch fand ich das Spiel erstaunlich langweilig. Das rasante Gameplay und die letzten 2-3 Spielstunden retten das Spiel für mich vor der Vollkatastrophe. 5/10.
 

Krule

Frührentner
Man kann es natürlich nicht 1 zu 1 vergleichen. Es gibt einen Hubbereich, aber der ist eher klein. Von dort aus, kann man in die einzelnen Gebiete reisen. Diese sind größer und man kann sich entscheiden, ob man Stur das derzeit aktive Quest verfolgt (was ich getan habe) oder ob man etwas mehr erkundet. Da wechseln sich offenere Areale und schlauchigere Areale ab. In diesen größeren Arealen gibt es meist jeweils eine eigene Fraktion, bei der man seinen Ruf durch Quests hochtreiben kann (Ich persönlich habe nur die Begleiterquests und die Hauptquest gemacht - die Fraktionen also im Prinzip abseits der Hauptquest komplett ignnoriert).

Wahrscheinlich ist es schon einen Tick offener/größer als GoW 2018... Wie groß die offenen Areale sind, kann ich nicht wirklich beantworten, weil ich sie wie gesagt weitestgehend ignoriert habe.
 
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
Offenbar bist du ja trotzdem gut durchgekommen, also hat man da zumindest keine Schwierigkeiten.
 
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